DE80435C - - Google Patents
Info
- Publication number
- DE80435C DE80435C DENDAT80435D DE80435DA DE80435C DE 80435 C DE80435 C DE 80435C DE NDAT80435 D DENDAT80435 D DE NDAT80435D DE 80435D A DE80435D A DE 80435DA DE 80435 C DE80435 C DE 80435C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- wire
- slide
- rod
- lever
- machine
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
- 239000010985 leather Substances 0.000 claims 1
- 230000001105 regulatory effect Effects 0.000 description 2
- 230000006835 compression Effects 0.000 description 1
- 238000007906 compression Methods 0.000 description 1
- 238000010276 construction Methods 0.000 description 1
- 230000010355 oscillation Effects 0.000 description 1
- 230000000717 retained effect Effects 0.000 description 1
Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A43—FOOTWEAR
- A43D—MACHINES, TOOLS, EQUIPMENT OR METHODS FOR MANUFACTURING OR REPAIRING FOOTWEAR
- A43D69/00—Shoe-nailing machines
- A43D69/04—Shoe-nailing machines with apparatus for separating the nails from a wire or from a strip of metal or other material
Landscapes
- Portable Nailing Machines And Staplers (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 71: Schuhwerk.
J. ALBRECHT in CANNSTATT. Maschine zum Nageln von Schuhen.
Fatentirt im Deutschen Reiche vom 5. Mai 1894 ab.
Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet eine Maschine zum Festnageln von
Sohlen oder Absatzflecken an Schuhwerk, und ■ zwar vermittelst Drahtenden, welche einem
auf einer Rolle befindlichen Draht von beliebiger Länge durch die Maschine entnommen
werden. '
Die Neuerungen an solchen Maschinen sind in den Fig. 1 bis 9 in beiliegender Zeichnung
dargestellt, und zwar zeigen Fig. 1 und 2 die Maschine in ihrer Zusammenstellung, Fig. 3
den eigentlichen Maschinenkopf, theilweise im Längenschnitt, Fig. 4 die Anordnung der zum
Betriebe der Messer dienenden Excenter.
Fig.. 5 bis 9 veranschaulichen Einzelheiten theilweise im Schnitt.
Die Maschine gehört zu denjenigen, welche
die Drahtenden in verticaler Richtung in die zu verbindenden Theile einführen und demgemäfs
mit vertical beweglichen Klemmstangen für den Draht ausgestattet sind. Der Draht
wird nach dem Eintreiben in die Sohle oder in den Absatz dicht über diesen Stücken abgeschnitten
und bleibt somit als Nagel in ihnen bestehen.
Die Construction selbst ist folgende: Auf dem eigentlichen Gestell 1 der Maschine wird
der Maschinenkopfs, Fig. 1, 2 und 3, aufgeschraubt,
welcher in geeigneten Lagern die Hauptwelle 3 trägt. Dieselbe ist an ihrem einen Ende mit einem Schwungrad, sowie mit
Fest- und Losscheibe versehen, falls die Maschine durch Riemenbetrieb bethätigt werden
soll, im anderen Falle kann an Stelle dieser Riemscheiben eine beliebige Kurbelvorrichtung
treten.
Am vorderen Ende sind mit dieser Welle 3 die Excenter 4 und 41 verbunden, welche
gegen einander um i8o° versetzt sind. Das vordere Excenter 41 ist mit einer Curvennuth 5
versehen, in welcher eine Rolle 6 gleitet, die durch Drehung des Excenters 41 in auf- und
abwärts gerichtete Bewegung versetzt wird. Rolle 6 steht in Verbindung mit der Drahtführungsstange
7, welche in den Nebenfiguren 10 und 11 in zwei Querschnitten dargestellt ist.
Wie aus diesen Nebenfiguren ersichtlich, ist die Stange 7 über ihre Mitte hinaus eingefräst,
so dafs in ihr eine Nuth entsteht, durch welche der Draht hindurchgeführt wird. Nach vorn
ist diese Ausfräsung der Stange 7 verbreitert und dient zur Aufnahme eines Schiebers 8.
Dieser Schieber, welcher in Fig. 7 besonders dargestellt ist, endigt unten in einen Ring,
in dem sich die Klemmbacken 9 befinden, welche, wie aus Fig. 3 ersichtlich, nach oben
abgeschrägt sind. Diese Abschrägung correspondirt mit einer konischen Ausbohrung
der Stange 7, so dafs, falls Schieber 8 in letztere hineingezogen wird, die Klemmbacken 9
sich schliefsen und den Draht festhalten. Aufser dieser Klemmvorrichtung g ist an der Maschine
eine weitere 10 angebracht, welche in dem Falle wirkt, wo die Klemmbacken 9 geöffnet
sind.
Die Excenter 4 und 41 wirken auf Rollen 11
und 11', welche mit den Hebeln 12 in Verbindung
stehen. Diese werden, wie aus Fig. 12
ersichtlich, von den Winkelhebeln 13 derartig
umfafst, dafs den letzteren eine verticale Bewegung den Hebeln 12 gegenüber gestattet ist.
Die Winkelhebel 13, Fig. 3, tragen an ihren kurzen Schenkeln die Messerhalter 14 mit den
Messern 15. Letztere sind an ihren äufseren Enden in den Bohrungen 16 gelagert, welch
letztere mit dem Messerträ'ger 17 in Verbindung
stehen. Den oberen Abschlufs des Messerträgers 17 bewirkt eine Mutter 18, welche die
vorerwähnte zweite Klemmvorrichtung 10 trägt.
In dem unteren Theil des Messerträgers 17
sind aufserdem noch Führungsbacken 19 für den durchgezogenen Draht angeordnet, die mit
ihren äufseren Enden, wie aus Fig. 7 ersichtlich, durch den Ring des Schiebers 8 hindurchragen
und, wie in Fig. 6 gezeichnet, sich zwischen den Klemmbacken 9 führen. Schieber 8
besitzt einen Ansatz 20, welcher bei der Auf- und Abbewegung des Schiebers zur Spannung
der Feder 21 dient, die auf die beweglichen Klemmbacken der Klemmvorrichtung 10 einwirkt.
Die Wirkungsweise dieser Maschine ist folgende: Der in die Nuth der Klemmstange 7
eingeführte Draht wird in derselben durch den Schieber 8 zurückgehalten. Er gelangt von
der Klemmvorrichtung ι ο zwischen die Klemmbacken
9; von da aus in die Führungsbacken 19, welche sich beim Arbeiten der Maschine dicht
über dem zu vernagelnden Schuhwerk befinden.
In Fig. 3 ist eine Stellung gezeichnet, bei welcher ein frisches Drahtstück in einen Absatz
eingeschlagen worden ist. Die Excenter 4 und 41 stehen derartig, dafs die Rollen 11 die
gröfste Entfernung von einander erhalten haben, dafs mithin auch die Winkelhebel 13 entgegen
der Wirkung einer Feder 22 mit ihren oberen Enden aus einander gedrückt sind. Demzufolge
haben sich die Messer 15 einander genähert
und den zwischen ihnen liegenden Draht dicht über dem zuletzt aufgenagelten Absatzfleck abgeschnitten.
Durch die Bewegung der Hebel 12 nach aufsen ist ein Winkelhebel 23 um den
Punkt 24 gedreht, der mit dem einen Ende auf den Schieber 8 einwirkt. Der Drehpunkt
dieses Winkelhebels befindet sich an dem Stück 25, welches mit Stange 7 verbunden ist
und den Schieber 8 mit derselben zusammenhält. Bei der Bewegung der Rollen 11 nach
aufsen wird dieser Winkelhebel 23 durch die Rolle 26, Fig. 3, gedreht und drückt somit
den Schieber 8 nach unten. Hierdurch gelangen die Klemmbacken 9 aus der konischen
Bohrung der Stange 7 heraus und öffnen sich demgemäfs. Durch den Ansatz 20 spannt
Schieber 8 die Feder 21 und diese drückt den Klemmbacken 10 gegen den in der Stange 7
befindlichen Draht, so dafs jetzt die Klemmvorrichtung 10 in Thätigkeit tritt. Bei weiterer
Drehung der Antriebswelle wird nun Stange 7, welche sich vorher in der tiefsten Stellung befand,
durch die Curvennuth 5 und die Rolle 6 angehoben und Feder 22 zieht die Winkelhebel
13 und damit auch die Hebel 12 zusammen,
so dafs jetzt Winkelhebel 23 in umgekehrter Richtung, wie vorher, sich um den Punkt 24 drehen kann. Feder 21 kann somit
dem Schieber 8 eine Bewegung nach oben ertheilen, er folgt dabei der Klemmstange 7 und
bringt die Klemmbacken 9 wiederum in die konische Ausbohrung der letztgenannten Stange,
so dafs sie sich wiederum schliefsen müssen, nachdem der Messerträger 17 und die mit ihm
zusammenhängenden Theile um ein gewisses Stück angehoben sind.
Bei der jetzt erfolgenden Abwärtsbewegung der Klemmstange 7, welcher der Messerträger 17
mit der Klemmvorrichtung 10 durch sein Eigengewicht folgt, wird der Draht von der Klemmvorrichtung
9 festgehalten und somit durch die Bewegung der Stange 7 in das Material eingetrieben.
Während dieser ersten Bewegung bleiben die Messer 15 geöffnet, bis die tiefste
Stellung der Stange 7 erreicht ist, worauf, wie vorher beschrieben, das Zusammendrücken der
Messer und damit das Abschneiden des Drahtes gleichzeitig mit Lösung der Klemmvorrichtung
9 erfolgt. So lange sich die Messer 15 noch nicht geschlossen und demgemäfs die Excenter
4 und 41 die Rollen 11 noch nicht aus einander gedrückt haben, ist die Feder 21 entlastet,
so dafs die Klemmbacken 10 keinen Druck auf den Draht ausüben.
Die Transportvorrichtung erfolgt durch das konische Getriebe 27, welches durch Welle 28,
Fig. 8 und 9, auf ein Doppelexcenter 29 einwirkt. Dieses Excenter hat eine vor- und
rückwärtsgehende, sowie, seitliche Schwingung des Schiebers 30 zur Folge, in welchem vorn
der Transporteur 3 1 drehbar gelagert ist. Letzterer steht unter Einwirkung einer Feder 32,
welche den Schieber 30 stets in die Anfangslage zurückzieht, die durch eine Anschlagschraube
33 regulirt werden kann. Es tritt somit nicht allein ein Vorschub, sondern auch eine Seitwärtsbewegung des zu vernagelnden
Materials ein, die sich durch Schraube 33 in beliebiger Weise reguliren läfst.
Claims (1)
- Patent-Ansprüche:i. Eine Maschine zum Nageln von Schuhen der Art, bei welcher ein bestimmtes Drahtstück von einer fortlaufenden Rolle in das zu vernagelnde Leder eingetrieben und das eingetriebene Stück als Nagel abgeschnitten wird, dadurch gekennzeichnet, dafs bei Abwärtsgang einer Drahtzuführungsstange 7 die untere konische Ausbohrung derselben den Schlufs der an einem gegen die Stangefrei beweglichen Schieber 8 angebrachten Klemmbacken 9 und damit das Festhalten des in das Lederwerk zu treibenden Drahtes bewirkt, während nach Abschneiden des Drahtes ein Hebel 23 durch die das Abschneiden vermittelnden Excenter so gedreht wird, dafs ein weiteres Niedergehen des Schiebers 8 und infolge dessen ein Lösen der Klemmbacken 9 eintritt, worauf die Aufwärtsbewegung der Drahtführungsstange 7 und des Schiebers 8 erfolgt, und zwar in der Weise, dafs Schieber 8 nach einem bestimmten Wege der Stange 7 seine Bewegung unter Einwirkung einer Feder erhält.Eine Maschine der unter 1. gekennzeichneten Art, soforn bei derselben die Hebel 13 zum Bewegen der Messer ihre oscillirende Bewegung von zwei Hebeln 12 erhalten, auf welche die Excenter 4 und 41 einwirken, derart, dafs die Hebel 13 gegen die Hebel 12 vertical beweglich bleiben.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE80435C true DE80435C (de) |
Family
ID=352991
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT80435D Active DE80435C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE80435C (de) |
-
0
- DE DENDAT80435D patent/DE80435C/de active Active
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE19516953B4 (de) | Vorrichtung zum Seitenschneiden von Papier | |
| DE80435C (de) | ||
| DE641311C (de) | Spitzenzwickmaschine | |
| DE39081C (de) | Konischer Zuführungstrichter an Bolzen- und Nietenpressen | |
| DE656740C (de) | Spitzen- oder Fersenzwickmaschine mit hydraulischem Antrieb | |
| DE214628C (de) | ||
| DE311125C (de) | ||
| DE43885C (de) | Maschine zum Poliren der Absätze an Schuhwerk | |
| DE44946C (de) | Maschine zum Schneiden von Brettern. j | |
| DE51096C (de) | Nagelkopf-Stauchmaschine | |
| DE289962C (de) | ||
| DE201278C (de) | ||
| DE2703C (de) | Maschine zum Richten, Steifen und Zwicken von Hufnägeln | |
| DE39467C (de) | Maschine zum Abschneiden und Eintreiben von Nägeln | |
| DE87477C (de) | ||
| AT371312B (de) | Verfahren und vorrichtung zur herstellung von teigstuecken | |
| DE346755C (de) | Vorrichtung zur Herstellung von Naegeln, Nieten, Stiften u. dgl. aus fortlaufendem Draht | |
| DE459543C (de) | Maschine zur Herstellung von Drahtstiften | |
| DE148745C (de) | ||
| DE73462C (de) | Fafsdaubenschneide- und Hobelmaschine | |
| DE133407C (de) | ||
| DE193336C (de) | ||
| DE88026C (de) | ||
| DE603940C (de) | Maschine zur Herstellung des Absatzsitzes fuer Schuhwerk | |
| DE133183C (de) |