DE80356C - - Google Patents
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- DE80356C DE80356C DENDAT80356D DE80356DA DE80356C DE 80356 C DE80356 C DE 80356C DE NDAT80356 D DENDAT80356 D DE NDAT80356D DE 80356D A DE80356D A DE 80356DA DE 80356 C DE80356 C DE 80356C
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- G—PHYSICS
- G03—PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
- G03F—PHOTOMECHANICAL PRODUCTION OF TEXTURED OR PATTERNED SURFACES, e.g. FOR PRINTING, FOR PROCESSING OF SEMICONDUCTOR DEVICES; MATERIALS THEREFOR; ORIGINALS THEREFOR; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED THEREFOR
- G03F7/00—Photomechanical, e.g. photolithographic, production of textured or patterned surfaces, e.g. printing surfaces; Materials therefor, e.g. comprising photoresists; Apparatus specially adapted therefor
- G03F7/14—Production of collotype printing forms
Landscapes
- Physics & Mathematics (AREA)
- General Physics & Mathematics (AREA)
- Printing Methods (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Gegenstand der Erfindung bildet ein Verfahren, durch welches es Malern, Architekten
und Zeichnern auf einfache Weise unter Zuhilfenahme der Radirtechnik ermöglicht wird,
Zeichnungen in grofser Vollkommenheit zu vervielfältigen.
Als Druckplatte dient Gelatinefolie, wie sie bereits fabrikmäfsig hergestellt und für andere
Zwecke verwendet wird, in folgender Weise vorbereitet. Man klebt zunächst ein passend
zugeschnittenes Stück der Folie mittelst eines starken, in Wasser unlöslichen Klebmittels auf
eine dicke mattirte Spiegelglasscheibe, preist sie an letztere fest an und läfst trocknen. Hierauf
überzieht man die Folie mit einer dünnen, gleichmäfsigen Schicht eines Grundirlackes,
welcher zweckmäfsig aus Asphalt, Mastix, Wachs und Terpentinöl besteht. Sobald dieser Ueberzug trocken geworden ist, trägt
man die Zeichnung im Spiegelbild auf denselben auf und führt sie mit Radirnadeln verschiedener
Dicke ans, indem man dabei beachtet, dafs die erzeugten Linien und Strichlagen die
Gelatine an den betreffenden Stellen nur blofslegen.
Ist die Zeichnung fertig einradirt, so wird die Platte folgender Behandlung unterzogen.
Man reibt dunkle Aquarellfarbe oder Tusche oder eine mit Farbstoff versehene organische
Substanz mit einer Lösung von doppelchromsaurem Kali oder Ammoniak zu einer dicken
Masse an, welche dann mit Hilfe eines weichen Pinsels auf die Linien der Zeichnung aufgetragen
wird, wobei auch die nicht eingeritzten Stellen des Lacküberzuges mit Farbe bedeckt
werden. Hierauf setzt man die Platte mit der Glasseite der Einwirkung des Tageslichtes aus,
und zwar in der Sonne bis io Minuten, bei bedecktem Himmel bis zu ι Y2 Stunden, wodurch
alle mit der Farbe in Berührung gekommenen, die Zeichnung bildenden Linien der Gelatine gegen Feuchtigkeit unempfindlich
werden, während die vom Grundirlack bedeckten Stellen, welche vor der Einwirkung
des doppelchromsauren Kalis oder Ammoniaks geschützt sind, bei der weiteren Behandlung
Wasser aufnehmen.
Will man einzelne Stellen der Zeichnung beim späteren Druck besonders kräftig oder
schwach wirken lassen, so kann man dies auf einfache Weise erreichen, indem man die
lichtempfindliche Farbe ,entweder feuchter aufträgt und die betreffenden Stellen länger belichtet
oder die Farbe an denjenigen Stellen, welche schwächer erscheinen sollen, mit Hilfe
von Löschpapier gleich nach dem Auftragen wieder zum Theil oder ganz abtrocknet. Bei geschickter
Behandlung läfst sich auf diese Weise eine Abstufung der Töne erzeugen, welche sonst nur durch' Kupferradirung oder
Holzschnitt zu erreichen ist.
Die Platte kann nun im Dunkeln aufbewahrt oder sofort weiter zum Druck vorbereitet werden,
und zwar, indem man zuerst die Farbe mittelst eines in Wasser getränkten Schwämmchens
abwäscht und hierauf auch den Grundirlack mit Terpentinöl entfernt. Wird nun die
Gelatinefolie mit einem Feuchtwasser (aus
Glycerin, Wasser und Kochsalz oder besser aus Glycerin, Wasser, Ammoniak und salpetersaurem
Kali bestehend) durchfeuchtet, so quellen alle mit Grundirlack bedeckt gewesenen
Theile auf, während die Linien der Zeichnung mehr oder weniger vertieft erscheinen und die
Eigenschaft besitzen, fette Buchdruckfarbe anzunehmen, während die durchweichte Gelatine
dieselbe abstöfst.
Die weitere Behandlung der Platte ist nun ähnlich wie beim Lichtdruckverfahren; sie
wird vor dem Einwalzen mit Feuchtwasser gefeuchtet, abgetrocknet und dann mittelst
einer Farbwalze mit Druckerschwärze überzogen , worauf sie unter Benutzung einer
Randmaske zum Abdruck gelangen kann, und zwar auf einer beliebigen Presse; für kleinere
Zeichnungen genügt sogar eine Gummiwalze einfachster Art.
Claims (1)
- Patent-Ansprüche:Verfahren zur Herstellung von Radirungen1 mit Hilfe von Gelatineplatten, dadurch gekennzeichnet, dafs die Gelatineplatte mit einem Grundirlack überzogen, in letzteren die Zeichnung eingeritzt, die Platte alsdann mit einer Mischung von Bichromat und gefärbter organischer Substanz bedeckt, belichtet und nach Entfernung der Chromatmischung und des Grundirlackes nach Art der Lichtdruckplatten zum Druck fertig gemacht wird.Bei dem durch Anspruch i. gekennzeichneten Verfahren die Erzielung von Tonabstufungen durch feuchteres oder trockneres Auftragen der Chromatmischung an einzelnen Stellen und durch längere oder kürzere Belichtung dieser Stellen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE80356T |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE80356C true DE80356C (de) |
Family
ID=5639055
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT80356D Active DE80356C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE80356C (de) |
-
0
- DE DENDAT80356D patent/DE80356C/de active Active
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