DE803435C - Skelettbau aus vorgefertigten Teilen fuer Geschoss- und Hallenbauten - Google Patents
Skelettbau aus vorgefertigten Teilen fuer Geschoss- und HallenbautenInfo
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Description
- Skelettbau aus vorgefertigten Teilen für Geschoß- und Hallenbauten.
Die 1lerstellung von Skelettbauwerken unter Anwendung von Stützen (Säulen), insbesondere aus Betonfertigteilen und daran abgestützten Deckenträgern und Unterzügen, ist bekannt. Die Verbindulig zwischen Säulen und aufliegen- den Tr2-igerii sowie zwischen den Balken unterein- ander erfolgte bisher durch Verbolzung und Ver- schraubung. Meistens wurden in dein jeweils enten- liegenden Bauteil Stahlbolzen einbetoniert, die in Aussparungen des darüberliegenden Fertigteiles faßten und ausgegossen wurden. Erfolgte die An- ordnung von Deckenträgern und Unterzügen seit- lich der Säulen, so «-ar die Anbringung besonderer breiter Konsolen an den Säulen erforderlich, die zur Auflagerung der Träger dienten. Die Befesti- gung solcher Konsolen war schwierig und er- forderte eine besondere Ausbildung und Ver- stärkung der Säulen, wenn sie als Betonfertigteile weitestge4iender Verwendung der Trümmermassen. Die Bauelemente können in überdachten Räumen unabhängig vom Wetter und. von der Jahreszeit hergestellt werden. Es ist auch möglich, andere Bauteile, wie Stahl- oder Holzträger, ohne besondere Schwierigkeiten beim Bau zu verwenden. Ferner ist es dabei möglich, die Stützen (Säulen) ein- oder mehrgeschossig auszuführen, und schließlich wird durch eine neue Anschlußkonstruktion der Deckenträger und Unterzüge eine einfache und sichere Befestigung der Bauteile untereinander ermöglicht, wobei nur kleine Exzentrizitäten auftreten.ausgeführt waren. Hierbei war von Nachteil, daß die Säulen erhebliche Biegungsmomente aufzu- weisen hatten und daß beim Setzen der Fun- damente gefährliche Spannungen in den Trag- konstruktionen entstanden. Die Anwendung der besonderen Verbindungsstücke erforderte einen erheblichen Stahlverbrauch. Andere Vorschläge liefen darauf hinaus, die Verbindungen durch Versteifen der Bewehrungen zii bewirken, «-oliei aber besondere Druckauffang- bleche vorgesehen sein mußten und auch für eine umfangreiche Verdiibelung gesorgt werden mußte. Die Erfindung macht es sich zur Aufgabe, diese Nachteile bei der Herstellung von Skelettbau- werken, insbesondere aus F ertiglietonteilen, zu be- seitigen. Insbesondere erzielt die Erfindung die Herstellung von Skelettbauv-erken unter Anwen- dung von Fertigbetonteilen als Bauelemente unter - Wesentlich für die Erfindung ist es, Decken- und Unterzugträger an den Säulen so nahe wie irgend denkbar zu verankern, ferner ist es wichtig, während der Montage durch geignete provisorische Verbände ein leichtes und bequemes Ausrichten des Skeletts zu ermöglichen.
- Darüber hinaus wird eine Art von Gelenkverschluß und ferner erreicht, daß keine wesentlichen Hebelmomente auf die Säulen durch Träger und Unterzüge ausgeübt werden. Weiter wird erzielt, daß ein Setzen der Fundamente praktisch keine Spannungen in die Tragkonstruktion bringt. Schließlich wird erzielt, daß die Wände nur versteifend und füllend wirken, so daß eine zementarme Mischung hierfür Verwendung finden kann. Die Erfindung ermöglicht ferner eine einfache Montage des gesamten Bauwerkes, aber auch eine einfache und sichere, außerordentlich billige Befestigung von Decken und Unterzugträgern, selbst bei durch mehrere Geschosse hindurchgehenden Stützen, sowie eine erhebliche Ersparnis an Holz, Eisen und damit Kohle. Schließlich ist die neue Bauweise zeitsparend.
- Die Erfindung besteht darin, daß zunächst ein aus Stützen (Säulen) und daran verankerten Deckenträgern und/oder Unterzugträgern bestehendes Skelett gebildet wird, wobei die Träger unmittelbar seitlich an den Stützen verankert sind, und daß das Skelett durch provisorische Verbände abgestützt wird, bis die Wände eingebracht sind.
- Dabei ist es ferner neu, Decken und Unterzugträger unmittelbar an den Stützen mit ihren Stirnkanten auf schmalen Vorsprüngen zu lagern und zu befestigen und die während des Baues vorgesehenen provisorischen Verbände, beispielsweise diagonal verlaufende Profileisen o. dgl., welche die Skeletteile gegeneinander abstützen, an Befestigungsplatten der Decken- und Unterzugträger angreifen zu lassen.
- Weitere Erfindungsmerkmale bestehen in der besonderen Ausbildung der Stützen zur möglichst momentfreien Abstützung der Decken- und Unterzugträger. Dieses wird erreicht durch Ausbildung der Trägerenden mit Armierungsschuhen und insbesondere der Stützenausbildung selbst. Schließlich ist auch die Art der Verbindung mehrerer lotrecht übereinandergesetzter Stützen durch mehrere Geschosse neu und fortschrittlich.
- Durch die Erfindung ist die Anbringung von Balkonen und Erkern, An- oder Ausbauten jeglicher Art während des Baues oder später in einfacher Weise gewährleistet. Dehnungsfugen in langgestreckten Gebäuden sind nicht erforderlich, da Stoßfugen in genügender Zahl entstehen, die eine Bewegung des Bauwerkes bei Temperaturänderungen ermöglichen. Für die Deckenträger und Unterzüge können Bauelemente verschiedenster Art und Ausbildung verwendet werden. Bei Vorhandensein geeigneter Montagevorrichtungen werden nur wenig Fachkräfte benötigt. Größere und schwerere Bauelemente können mit fahrbaren Kränen aller Art mit Leichtigkeit eingebaut werden. Nach Erstellung des Skeletts kann der Ausbau gleichzeitig in allen Stockwerken vorgenommen werden.
- Die Erfindung läßt sich in verschiedener Weise ausführen. In der Zeichnung -ist ein Ausführungsbeispiel veranschaulicht, und zwar zeigt Abb. t schematisch das aus Säulen und Trägern gebildete und während des Baues verspannte Skelett, Abb.2 einen Teil der Stütze (Säule) mit angeschlossenen Deckenträgern und Unterstützen sowie die Verbindung zweier lotrecht übereinandergesetzter Stützen, Abb. 3 eine Seitenansicht zu Abb. 2, Abb. 4 einen Grundriß zu Abb. 2, Abb. 5 schaubildlich das obere Ende einer Stütze unter Weglassung von Trägern und Unterzügen, Abb. 6 eine Stütze, die durch mehrere Geschosse hindurchgeht.
- Zur Durchführung der neuen Bauweise wird zunächst ein aus Stützen t (Säulen) und daran verankerten Deckenträgern 2 bzw. Unterzügen 3 bestehendes Skelett gebildet, wobei die Träger unmittelbar seitlich an den Stützen verankert sind, wie weiter unten beschrieben, worauf das so gebildete Skelett durch provisorische Verbände, insbesondere diagonal verlaufende Profileisen, Flacheisen o. dgl., abgestützt wird, bis in die Öffnungen 5 zwischen dem so geschaffenen Skelett die Wände eingebracht sind, was beispielsweise durch Bauplatten bewirkt wird. Die Gründung der Säulen 'kann in beliebiger bekannter Weise erfolgen.
- Auch die Herstellung des Fußbodens ist hier nicht Gegenstand der Erfindung.
- Deckenträger 2 und Unterzüge 3 werden unmittelbar an den Stützen mit ihren Stirnenden auf schmalen Vorsprüngen 6 der Stützen gelagert und befestigt. Zu diesem Zwecke sind, insbesondere wenn die Stützen aus Betonfertigteilen bestehen, an den durch Vorsprünge 6 verbreiterten Stellen der Stützen in diese seitlich vorstehende, d. h. bis in die Vorsprünge 6 ragende Armierungseisen 7 eingebettet. Diese Armierungseisen gehen also quer durch den Stützenkopf hindurch; sie werden insbesondere durch hochkant stehende Flacheisen, gegebenenfalls Profileisen, gebildet. Die Zeichnung zeigt, daß die hochkant stehenden Flacheisen auf den Armierungen 8 der Betonstützen, die in bekannter Weise andere Eisenarmierungen aufweisen, die in der Zeichnung nicht dargestellt sind, abgestützt sind. Diese Armierungseisen 7 dienen zur Abstützung der Deckenträger 2 und Unterzüge 3. Erfindungsgemäß sind die Enden der Deckenträger und Unterzüge von Armierungsschuhen 9 umfaßt, deren Flanschen 9° durch Befestigungsbolzen io verbunden sind. Die hochkant stehenden Schuhplatten 9 liegen bündig an der Außenseite der Stützen an. Bei zwei gegenüberliegenden Trägern sind diese Platten 9 durch mehrere durch die Stützen hindurchgehende Schraubbolzen i i verbunden. Die Armierungsschuhe besitzen an den Winkellaschen 911 Rippen 12, an denen die provisorischen Verbände -i befestigt werden. Die rechtwinklig versetzt zueinander an die Stützen stoßenden Deckenträger und Unterzüge sind erfindungsgemäß mit ihren Enden an den Stützen angebracht und sind an um 9o" zueinander versetzten Vorsprüngen 6, 6a der Stützen i abgestützt. In Abb. 5 ist dies schaubildlich dargestellt, und zwar bei einer quadratischen Querschnitt besitzenden Stütze. Die Erfindung ist aber nicht an diese Querschnittsform gebunden. Man sieht ferner in Abb.5 die bis in die Vorsprünge 6 ragenden, über die Außenfläche der Stütze vorstehenden Armierungseisen 7.
- Wie aus Abb.3 ersichtlich, sind die beispielsweise I-förmigen Querschnitt und verbreiterten Oberflansch besitzenden Deckenträger 2 oberhalb der Unterzüge 3 an der Säule in gleicher Weise mit Armierungsschuhen 9 angeschlossen und auf eingebetteten Armierungseisen 7a der Vorsprünge 6a möglichst nahe seitlich an der Stutze abgestützt. Bei mehreren lotrecht übereinandergesetzten Stützen i, ia erfolgt die Verbindung an der Stoßstelle 13 zwischen Kopf und Fuß der Stützen durch diese umfassende, von allen Seiten angeordnete Stoßlaschen 14 mittels durchgehender Verbindungsmittel 15. Um hier eine möglichst festigkeitshohe Verbindung zu erreichen, besitzen die Stützenenden (Kopf oder Fuß) 16 (Abb. 5) kleineren Querschnitt. Die so geschaffenen Kopf- oder Fußenden sind durch Stülptöpfe 17 aus Stahl abgedeckt, die beispielsweise zum Zwecke der Zentrierung mit einem in Löcher eingesetzten Bolzen 18 versehen sind. Die Stoßlaschen 14 sind an der Außenseite der Stülptöpfe angeordnet, übergreifen die Stoßstelle 13 und sind dann durch die Verbindungsbolzen i 5 befestigt.
- Die Erfindung ermöglicht auch die Anwendung von durch mehrere Geschosse durchgehenden, insbesondere aus Betonfertigteilen bestehenden Stützen. wie in Abb. 6 gezeigt. Diese Stützen i besitzen dann im Abstand der übereinanderliegenden Deckenträger und Unterziige jeweilig übereinanderliegende, um 9o° versetzt zueinander angeordnete, seitlich vorstehende armierte Vorsprünge 6, 6a. Bei entsprechender Bemessung kann man solche Stützen sogar drei Geschosse hindurchgehen lassen.
- Die Unterzüge können mit Aussparungen für Fensteranschläge oder architektonischen Formen in der Fassade, wie Fenstereinfassungen, versehen sein. Die Herstellung der Decke kann in beliebiger Weise erfolgen, insbesondere durch geringen Materialaufwand benötigende Deckenplatten aus Trümmersplitt oder Leichtbeton, wobei eine Hinterfüllung nur am Trägeranschluß erforderlich ist. In gleicher Weise läßt sich auch das Dach unter Anwendung von Betonfertigteilen herstellen.
- Bei an den Außenwänden angeordneten Stützen, bei denen die Deckenträger nur einseitig angeschlossen sind, können an Stelle der auf der Außenseite liegenden Armierungsschuhe 9 an den Stützen zur Befestigung der Deckenträger bzw. deren Befestigungsbolzen i i besondere lotrecht stehende Platten ähnlich den Armierungsschuhen angebracht werden. Die Stützen können mit nutenartigen Aussparungen i9 versehen sein. wodurch eine gute und einfache Dichtung zwischen Wand und Stütze ermöglicht wird. In ähnlicher Weise wie die Befestigung der Deckenträger und Unterzüge können Kragträger für Ausbauten und Arbeitsbühnen bequem und billig angebracht werden. Treppenstufen, Wangen und Podeste können für die Bauwerke ebenfalls aus Fertigbetonteilen hergestellt werden.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Skelettbau aus Fertigteilen für Geschoß-und Hallenbauten, dadurch gekennzeichnet, daß Stützen (Säulen) (i), Deckenträger (2) und/ oder Unterzugträger (3) miteinander und die Träger unmittelbar seitlich an den Stützen verankert sind und daß das Skelett durch provisorische Verbände (4) bis zur Einfügung der Wände abgestützt ist.
- 2. Skelettbau nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß Decken- und Unterzugträger (2, 3) an ,den Stützen (i) mit ihren Stirnenden auf schmalen Vorsprüngen (6) gelagert und befestigt sind und die während des Baues vorgesehenen provisorischen Verbände beispielsweise diagonal verlaufende Profileisen, Flacheisen o. dgl., welche die Skeletteile gegeneinander abstützen, an den. Befestigungsplatten der Decken- und Unterzugträger angreifen.
- 3. Skelettbau nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die insbesondere aus Betonfertigteilen, gegebenenfalls Stahl-, Holzkonstruktion o. dgl., bestehenden Stützen seitlich vorstehende Armierungseisen (7, 7a) zur Auflagerung von Decken- und Unterztigträgern aufweisen.
gekennzeichnet, daß die auf den armierten Vorsprüngen (6, 6°) der Eisenbetonstützen (i) abgestützten Deckenträger (2) und Unterzüge (3) finit Armierungsschuhen (9, g°) versehen und durch Verbindungsbolzen (i i) befestigt sind, wobei die Befestigung der Schuhe an den Trägern durch Bolzen (io) erfolgt. 7. Skelettbau nach Anspruch i bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß als Armierung an den Vorsprüngen .der als Betonfertigteil ausgebildeten Stiitze (i) quer diese durchdringende hochkant stehende Flacheisen (7), gegebenenfalls Profileisen, dienen, die mit den üblichen Armierungen der Stütze verbunden sind. B. Skelettbau nach Anspruch i bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Armierungsschulie (9, 9°) an den Winkellaschen (9°) Rippen (12) zur Befestigung der provisorischen Verbände aufweisen. 9. Skelettbau nach Anspruch i bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß bei mehreren lotrecht iibereinandergesetzten Stützen (i) an der Stoßstelle (13) Kopf und Fuß (16) der Stützen (i) durch diese umfassende Stoßlaschen (14) mittels durchgehender Verbindungsmittel (15) verbunden sind. io. Skelettbau nach Anspruch i bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die mit kleinerem Que5-schnitt abgesetzten Stützenenden (16) (Kopf oder Fuß) durch einen Stülptopf (17), beisPiels-«-eise aus Stahl, abgedeckt und durch die mittels Bolzen (15) befestigten Stoßlaschen (14) verbunden sind. ii. Skelettbau nach Anspruch i bis io, dadurch gekennzeichnet, daß bei durch mehrere Geschosse hindurchgehenden, insbesondere aus Betonfertigteilen bestehenden Stützen (i) diese im Geschoßabstand der übereinanderliegenden Deckenträger und Unterzüge mit jeweils übereinanderliegenden, um 9o° versetzt zueinander angeordneten, seitlich vorstehenden armierten Vorsprüngen versehen sind.4. Skelettbau nach Anspruch i bis 3, da- durch gekennzeichnet, daß die Deckenträger (2) und Unterzüge (3) an den Stützen mit ihren Enden höhenmäßig und paarweise zueinander versetzt angebracht und auf um 9o° zueinander versetzten Vorsprüngen (6, 6a) der Stützen ab- gestützt sind, die durch .-\rniierungen (7, 7a) verstärkt sind. 5. Skelettbau nach Anspruch i bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Armierungen (7, durch querdurch die Stütze verlegte Eisenein- lagen gebildet sind, die bei der Herstellung der Betonfertigstütze eingebettet «erden. 6. Skelettbau nach Anspruch i bis 5, dadurch
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3442761A1 (de) * | 1984-11-23 | 1986-06-05 | Reinhold 4600 Dortmund Kuhn | Gebaeudeskelett |
| EP0398812A1 (de) * | 1989-05-19 | 1990-11-22 | Logicia | Verbindung eines waagerechten Trägers mit einer senkrechten Stütze |
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