DE79918A - - Google Patents
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21: Elektrische Apparate.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 22. Februar 1894 ab.
Gegenstand der Erfindung ist eine Vorrichtung zum Zählen der Gespräche in Fernsprechanlagen,
bei welcher nicht nur jede Benutzung des Fernsprechers aufgezeichnet wird, sondern auch ein Gespräch, welches aus irgend
einem Grunde nicht zur Ausführung gekommen ist, wieder in den Aufzeichnungen zurückmarkirt
wird. Dies bewirken zwei Elektromagnete, von denen jeder ein Sperrrad durch besondere Mechanismen in Bewegung setzen
kann. Die Sperrräder, welche auf einer gemeinsamen Achse festsitzen, haben verschieden
gerichtete Verzahnung und bewegen, je nachdem der eine oder Aer andere Magnet beeinflufst
wird, das Zählwerk vorwärts oder rückwärts.
In Fig. i. 3 und 4 der beiliegenden Zeichnung
sind die bei dem Gesprächszähler nöthigen Elektromagnete in verschiedenen Ansichten von
der Seite und von oben dargestellt. Fig. 2 giebt den Zähler von aufsen gesehen wieder.
Fig. 5, 6 und 9 stellen den Triebmechanismus dar, Fig. 7 und 8 eine Vorrichtung zum
Momentschlufs, Fig. 10 endlich die Gesammtanordnung.
.
Der Zähler besteht im wesentlichen aus zwei aufrechtstehenden Elektromagneten (Fig.i, 3
und 4), von denen der eine A der negative und der andere B der positive genannt sein
mag. Beide Anker derselben wirken je auf ein Sperrrädchen ein, welche auf einer gemeinschaftlichen
Achse sitzen, entgegengesetzt gerichtete Verzahnung haben und je nach Einschaltung
des einen oder des anderen Magneten das Zählwerk vorwärts oder rückwärts drehen.
Dieser Mechanismus ist in Fig. 5 im Beginn des Rückzählens dargestellt. Wird A durch
einen Strom beeinflufst, so wirkt der Anker des Elektromagneten A auf Stange α ein, der
Punkt / geht nach abwärts, der Sperrkegel S, welcher um y drehbar gelagert ist und von
einem auf der gemeinschaftlichen Ache drehbar gelagerten Arm g unterstützt wird, dreht sich
um y und löst die mit ihm fest verbundene Feder c der Zahnlücke aus. In demselben
Augenblick wird die mit S gelenkig verbundene Traverse t nach rechts geschoben,
der Sperrkegel K wird aus seinem zugehörigen Sperrrad ausgeschaltet, die Sperrfeder d wird
eingerückt und das erstere Sperrrad wird durch S um einen Zahn vorwärts gedreht, d. h. die
Zählung ist um eins zurückgegangen. Wird der Strom, der denElektromagneten A beeinflufst,
unterbrochen, so zieht eine am Anker wirkende Feder die Stange α nach aufwärts, Punkt Z
geht in die Höhe, S wird aus seinem Sperrrad ausgerückt., K in das ihm zugehörende
Sperrrad eingeschoben, ΐ ebenfalls eingerückt, d ausgerückt und die Vorrichtung steht in
ihrer Ruhelage, wie Fig. 6 veranschaulicht.
Geht nun ein Strom durch den Elektromagneten B und wirkt infolge dessen die Vorrichtung
auf b, so wirkt dies wie bei einer einfachen Vorrichtung, indem das zu k gehörige
Sperrrad bei jedem Stromschlufs um einen Zahn weitergeschoben wird. Die Arme g
und h sind von einander unabhängig auf der Achse drehbar; das Gewicht des Armes g
wird durch die Feder / ausgeglichen. Der positive Magnet B ist in den primären Orts-,batteriestrom
eingeschaltet und tritt bei jeweiligem Niedergange des Stromschlufshebels, also
zu Beginn der Benutzung des Fernsprechers in Thätigkeit. Bei jeder Abwärtsbewegung des
Stromschlufshebels wird das zu k gehörige Sperrrad um einen Zahn gedreht. Um keine
Stromschwächung und dadurch verursachte Lautschwächung zu bewirken, wird der Strom
Claims (3)
- nur einen Augenblick verwendet, was für die Zählung vollständig genügt. Dies wird durch den Momentschlufs, welcher in Pig. ίο bei m angebracht ist, bewirkt.Derselbe ist deutlich in Fig. 3, 4 und 8 veranschaulicht. Während der Hebel h nach unten sich bewegt, wird das schräg gestellte Stromschlufsstück c2 gezwungen, nach rechts auszuweichen, und während dieses Niederganges von c1 wird der Stromschlufs für den positiven Zähler erreicht; verläfst das Stromschlufsstück c1 das Stromschlufsstück c2, so kehrt das Stromschlufsstück c'2 vermöge der lebendigen Kraft der Federj/- in seine ursprüngliche Lage zurück und mufs nun das Stromschlufsr stück c1 beim Einhängen des Fernhörers, also dessen Aufwärtsgange, auf der Rückseite von c2 vorbeistreifen; um aber einen abermaligen Stromschlufs zu verhüten, ist auf der Rückseite von c- eine Isolirschicht befestigt.Soll die Zählung, welche beim Niedergange des Stromschlufshebels stattgefunden hat, wieder rückgängig gemacht werden, so wird der negative Magnet A in die Ortsbatterie eingeschaltet, dies geschieht aber vom Abonnenten und Postbeamten gleichzeitig.Zu diesem Zwecke ist beim Abonnenten und dem Umschaltebüreau je ein besonderes federndes Stromschlufsstück u nothwendig, welches im Falle eines nicht zu Stande gekommenen Gesprächs durch den Abonnenten gedrückt wird, wodurch es dem Postbeamten ermöglicht wird, einen Strom nach dem Elektromagneten A zu schicken und die Zählvorrichtung hierdurch zurückzustellen.Die ganze Arbeitsweise der Vorrichtung vollzieht sich nun folgendermafsen:Läutet man das Vermittelungsamt an, nimmt den Stromschlufshebel in die Hand, so kommt der Momentschlufs in Thätigkeit, der Strom geht nach Magnet B und der Zähler hat gezählt. Nach Beendigung des Gesprächs hängt man den Fernhörer wieder ein, und es ist also auf diese Weise nicht möglich, zu sprechen, ohne den Zähler zu beeinflussen.Bei den Ausnahmefällen, dafs das Gespräch nicht zu Stande kommt und demgemäfs auch nicht aufgezeichnet werden soll, spielt sich nun folgender Vorgang ab: Der Abonnent A wünscht den Abonnenten B zu sprechen, er nimmt den Fernhörer in die Hand, sein Zähler hat gezählt, und wartet nun, was ihm der Beamte antwortet. Dieser erwidert, dafs die Leitung augenblicklich besetzt sei, er werde, wenn dieselbe wieder frei ist, A anrufen. Nach dieser Antwort drückt A auf den Knopf u (s. Fig. 10), der Beamte stellt durch den Schlufs des Batteriestromes — dieser Stromschlufs ist beim Vermittelungsamt auch durch einen federnden Knopf hergestellt und steht dessen einer Pol mit der Aufsenleitung und der andere mit der Erde in Verbindung — den Zähler wieder um die vorgegangene Zahl zurück. Hat dies der Abonnent gemerkt, so läfst er den federnden Knopf u los und die Aufsenleitung ist wieder mit der Klingel verbunden.Die Zähler können auch sämmtlich auf dem Vermittelungsamt aufgestellt werden, indem man dieselben dort in einen besonderen Batteriestrom neben einander einschaltet und jeden Zähler mit dem betreffenden Stöpsel des Umschaltekastens in Verbindung bringt. An den Verbindungsstöpseln ist eine isolirte Stromschlufsvorrichtung angebracht, deren einer Pol mit dem Element und deren anderer mit dem betreffenden Zähler in Verbindung steht.,Paten τ-Ansprüche:ι . Ein selbstthätiger Gesprächszähler für Fernsprechanlagen, bei welchem jede Benutzung des Fernsprechers aufgezeichnet und nicht zu Stande gekommene oder nicht zur Zahlung verpflichtende Gespräche zurückgezählt werden können, im wesentlichen bestehend aus zwei Elektromagneten und einem durch diese beeinflufsten Zählwerk, von denen der eine das Zählwerk bei dem Einschalten der Vorrichtung vorwärts bewegt, während der andere, durch einen Strom erregt, das Zählwerk zurückbewegt.
- 2. Bei dem unter 1. gekennzeichneten Gesprächszähler zwei mit dem Zählwerk in Verbindung stehende, das Zählwerk in verschiedenen Richtungen bewegende Sperrräder mit zwei unabhängig von einander bewegten Sperrklinken, von denen jede von einem der besagten Elektromagneten bewegt wird, und welche so mit einander verbunden sind, dafs eine die andere bei ihrer Bewegung auslöst.
- 3. Bei dem unter 1. gekennzeichneten Gesprächszähler eine Stromschlufsvorrichtung, darin bestehend, dafs der Einschalter am Ende mit schiefer Ebene versehen und das Stromschlufsstück federnd angeordnet ist, derart, dafs der Einschalter beim Niedergange das Stromschlufsstück nur einen Augenblick berührt, dasselbe infolge der schiefen Ebene bei Seite schiebt und das Stromschlufsstück wieder in seine Lage zurückspringt, sobald der Einschalter über dasselbe hinwegeglitten ist, zu dem Zwecke, bei einer Bewegung des Einschalters nur für einen Augenblick die Stromverbindung herzustellen.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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