DE79508C - Verfahren zum Reinigen von Wolle, Haar, Seide, Baumwolle, Flachs und anderen j thierischen oder pflanzlichen Fasern bezw. Faserfabrikaten - Google Patents

Verfahren zum Reinigen von Wolle, Haar, Seide, Baumwolle, Flachs und anderen j thierischen oder pflanzlichen Fasern bezw. Faserfabrikaten

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DE79508C
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DENDAT79508D
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C. A. SAHLSTRÖM, 14 Griffinslreet, York Road, Lambeth, London, u. E. PARR, Brazil [ House, Isleworth, Engl.; Veitr.: C. FEHLERT u. i G. LOUBIER, Berlin N.W., Dorotheenstr. 32
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    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06BTREATING TEXTILE MATERIALS USING LIQUIDS, GASES OR VAPOURS
    • D06B5/00Forcing liquids, gases or vapours through textile materials to effect treatment, e.g. washing, dyeing, bleaching, sizing impregnating
    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06BTREATING TEXTILE MATERIALS USING LIQUIDS, GASES OR VAPOURS
    • D06B2700/00Treating of textile materials, e.g. bleaching, dyeing, mercerising, impregnating, washing; Fulling of fabrics
    • D06B2700/18Passing liquid through fibrous materials in closed containers with a form not determined by the nature of the fibrous material

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Reinigung von Wolle, Haar, Seide, Baumwolle, Flachs und anderen thierischen oder pflanzlichen Fasern und Faserfabrikaten.
Zu vorstehendem Zweck soll das Reinigen der Fasern bezw. der Faserstoffe nach vorliegender Erfindung in der Weise stattfinden, dafs man auf diese Stoffe, welche lose gepackt sein müssen, in Gegenwart des Reinigungsmittels zunächst Vacuum einwirken läfst und dann möglichst/ augenblicklich den atmosphärischen Druck bezw. Ueberdruck herstellt, so dafs in Gegenwart des Reinigungsmittels zunächst die Faser des Materials geöffnet, sowie Schmutz schon abgelöst wird, und infolge des plötzlich nachfolgenden Druckes das Reinigungsmittel in die Faser gut eindringen bezw. letztere innig durchdringen und reinigen kann. Es ist bisher Vacuum nur zum Einsaugen von Reinigungsflüssigkeit benutzt worden, so dafs beim Einsaugen die Faser sich allmälig wieder schliefsen mufste, und oft schon wieder geschlossen war, ehe sie mit dem Reinigungsmittel in Berührung kam.
Auch war bisher der zu -behandelnde Faserstoff zu fest gepackt, so dafs ein gutes Durchdringen nicht möglich war.
Durch Anwendung von Vacuum und darauffolgend von Druck, welcher Wechsel wiederholt werden kann in Gegenwart des Reinigungsmittels, wird bei lose gepacktem Material eine gute und vollkommene Wirkung im Gegensatz zu den bekannten Methoden erzielt.
An Hand eines auf beiliegender Zeichnung veranschaulichten Apparates, welcher nicht zur Erfindung gehört, mag die Ausführung des neuen , Reinigungsverfahrens näher erläutert werden.
Sobald sich das zu behandelnde Material in dem in einem Gestell a1 ruhenden Behälter a befindet,· wird eine Lösung (kalt oder warm) des Reinigungsmittels, so von1 Seife, Soda, Natron, Borax, in solcher Menge eingegeben, dafs das Material davon bedeckt ist. Darauf wird Deckel b vortheilhaft mit Hülfe der Flügelmuttern f, Schrauben d und Dichtung c dicht aufgeprefst und durch Vermittelung des Rohres g der Kesselinhalt der Einwirkung eines Vacuums ausgesetzt, was man so lange als nöthig geschehen läfst, d. h. so lange, wie es die Menge des zu beseitigenden Schmutzes, Fettes oder dergl. erforderlich macht. Die Einwirkung des Vacuums findet abwechselnd mit der Einwirkung eines durch Rohr h vermittelten Druckes statt. Zu diesem Zweck dient Rohr h für den Anschlufs mit einer Druckpumpe; letztere ist, als zum Verständnifs der Erfindung nicht nothwendig, nicht gezeichnet. Es kann ein Strom atmosphärischer (falls noch andere Nebenwirkung gewünscht wird, mit Sauerstoff oder Ozon beladener) Luft oder Dampf vermittelst Rohres j durch den Behälter α geleitet werden, wobei der Inhalt in Bewegung geräth, die den Gang der Operation beschleunigt. Durch ein oberes Rohr i kann etwa abgeschiedenes, auf dem Beha'lterinhalt schwimmendes Fett abgelassen
werden, während Rohr k als Flüssigkeitsablafs dienen kann. Das zu reinigende Fasermaterial liegt zweckmäfsig auf einem perforirten Einlagboden /, welcher oberhalb der Rohre j und k angeordnet ist, so dafs die Durchleitung des soeben angegebenen Dampf- oder Luftstromes und die Ableitung der Flüssigkeit in gewünschter Weise mit Leichtigkeit erfolgen kann.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zum Reinigen von Wolle, Haar, Seide, Baumwolle, Flachs und anderen thierischen oder pflanzlichen Fasern bezw. Faserfabrikaten, dadurch gekennzeichnet, dafs man, um ein Schliefsen der Fasern zu vermeiden und das Durchdringen der Flotte durch dieselben zu erleichtern, auf das lose gepackte, zu reinigende Material in Gegenwart des Reinigungsmittels zunächst Vacuum und dann möglichst augenblicklich Druck wirken läfst, welche Operation wiederholt und durch Ströme von (gewünschtenfalls Sauerstoff bezw. Ozon enthaltender) Luft bezw. Dampf unterstützt werden kann.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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