DE65945C - Verfahren und Vorrichtung zum Gerben von Häuten und Fellen - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Gerben von Häuten und Fellen

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DE65945C
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Germany
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liquid
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tanning
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT65945D
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TH. COWBURN in Mödling bei Wien
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Anticipated expiration legal-status Critical
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C14SKINS; HIDES; PELTS; LEATHER
    • C14CCHEMICAL TREATMENT OF HIDES, SKINS OR LEATHER, e.g. TANNING, IMPREGNATING, FINISHING; APPARATUS THEREFOR; COMPOSITIONS FOR TANNING
    • C14C15/00Apparatus for chemical treatment or washing of hides, skins, or leather

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Treatment And Processing Of Natural Fur Or Leather (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Der Zweck dieser Erfindung ist, das Gerben und Reinigen von Häuten und Fellen zu beschleunigen. Durch das zu beschreibende neue Verfahren in Verbindung mit der neuen Maschine wird, nach Angabe des Erfinders, die Dauer des Reinigens von 8 Tagen auf 2 Tage, die Dauer des eigentlichen Gerbens von etwa 14 Wochen auf etwa 1 Woche herabgesetzt.
Das neue Verfahren beruht darauf, dafs, wenn ein länglicher Kasten theilweise mit Flüssigkeit gefüllt und um eine unterhalb des Flüssigkeitsniveaus befindliche Achse geschaukelt wird, die Flüssigkeit beim Anschlagen an die Endwände und die Decke des Kastens eine umkehrende Bewegung macht. Hierdurch wird bewirkt, dafs eingelegte Häute oder Felle von passender Gröfse bei jedem Hin- und Herschaukeln durch die Flüssigkeit vollständig umgelegt werden.
Die Figuren 1 bis 4 zeigen in schematischer Darstellung das neue Verfahren des Waschens und Gerbens. Die Pfeile zeigen die Bewegung der Flüssigkeit und der Häute.
Die zum Reinigen oder Gerben benutzte Flüssigkeit und die Häute gelangen in den länglichen Kasten A, welcher um die Achse B geschaukelt wird. Die Einrichtung ist derartig, dafs beim Schaukeln der Maschine die Flüssigkeit stark hin- und hergeschleudert wird und die Felle so mitnimmt, dafs sie abwechselnd auf die Fleischseite und Narbenseite geworfen werden, wobei sie von der Flüssigkeit fortwährend von allen Seiten bespült werden. Dieses Hin - und Herschleudern der Flüssigkeit und das dadurch bewirkte beständige Umwenden der Häute bewirkt eine so starke mechanische und chemische Bearbeitung derselben, dafs sie viel schneller als bei allen bisher bekannten Verfahren von der Flüssigkeit durchdrungen und gegerbt werden.
Eine nach dieser Erfindung construirte Maschine ist in Fig. 5, 6 und 7 dargestellt. Dieselbe besteht aus einem Kasten A, welcher mit der Waschflüssigkeit oder Gerbeflüssigkeit ungefähr zur Hälfte gefüllt wird, und welcher auf einer unterhalb des Flüssigkeitsniveaus angebrachten horizontalen Achse B ruht. Diese Achse lagert in einem Rahmen D. An beiden Enden des Kastens A sind Federn E angebracht, welche als Stützen dienen.
Bei Benutzung der Maschine öffnet man den Deckel G, legt die zu waschenden oder zu gerbenden Häute mit der Flüssigkeit in den Kasten A und bewegt ihn hierauf mittelst des Griffes oder Hebels H hin und her, wodurch die Stützfedern E abwechselnd comprimirt werden und die im Kasten befindliche Flüssigkeit hin- und hergeschleudert wird.
Ohne vom Wesen der vorliegenden Erfindung abzuweichen, kann zum Schaukeln des Kastens anstatt Menschenkraft ein beliebiger Motor verwendet werden, und es kann der Kasten A aus Holz, Metall, Glas, Cellulose oder sonstigem passenden Material hergestellt und durch Einleiten von Dampf durch ,Rohre / oder sonstwie geheizt werden.
Das beschriebene Verfahren unterscheidet sich sehr wesentlich von der bekannten Behandlung von Häuten in rotirenden Fässern, da bei den rotirenden Fässern nur ein Herausheben und Herausfallen der Felle, aber kein Hin- und Herschleudern der Flüssigkeit statt-
findet. Auch leiden die Felle in rotirenden Fässern durch das Herabfallen auf die Flüssigkeit.
Infolge des bei dem neuen Verfahren stattfindenden Hin- und Herschleuderns der Flüssigkeit sammt den Häuten bleiben die Häute immer von Flüssigkeit umgeben, und es wird die Flüssigkeit bis in das Innerste der Häute hineingeprefst, so dafs das sonst beim Schnellgerben stattfindende Zusammenziehen oder Runzeln der Narbenseite nicht vorkommt.

Claims (3)

  1. Patent-AnSprüche:
    i. Verfahren zum Gerben von Häuten oder Fellen, dadurch gekennzeichnet, dafs dieselben in einem geschlossenen Kasten mit der Gerbeflüssigkeit durch Schaukeln so hin- und hergeschleudert werden, dafs sie bei dem Hin- und Herschleudern abwechselnd auf die Fleischseite und die Narbenseite zu liegen kommen und dabei fortwährend von der Flüssigkeit bespült und bearbeitet werden.
  2. 2. Zur Ausführung des unter i. gekennzeichneten Verfahrens eine Vorrichtung, bestehend aus einem länglichen Kasten A, welcher auf einer unter dem Flüssigkeitsniveau liegenden Achse ruht und mittelst einer Handhabe oder eines anderen Antriebes so geschaukelt wird, dafs die im Kasten befindlichen Häute und die Flüssigkeit hin- und hergeschleudert werden.
  3. 3. Eine unter 2. gekennzeichnete Vorrichtung, zusammengestellt aus dem Kasten (A), der Achse (B), einem Träger (D), Stützfedern (E) und Hebel (H).
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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