DE399247C - Verfahren zum Degummieren und Auswaschen von Fasermaterial - Google Patents
Verfahren zum Degummieren und Auswaschen von FasermaterialInfo
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Description
- Verfahren zum Deqummieren und Auswaschen von Fasermaterial. Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Degunirnieren und Auswaschen von Fasermaterial, nach welchem letztere: zunächst zum Zwecke der Lösung von harzigen Stoffei, innerhalb des Behandlungsgutes finit einer Seifenlauge oder andern chemisch wirksamen Lösung behandelt und hierauf einem die Reinigung vollendenden Nachspülen durch Wasser oder durch eine neutrale Waschflüssigkeit unterworfen wird. Zur Ausführung des neuen, hiernach in zwei Stufen hintereinander durchgeführten Verfahrens dient ein Zweibehälterapparat, wobei das zu behandelnde Gilt in übereinandergesetzten, mit Siebböden versehenen Flachbehältern aufgenommen wird, clie mittels eines gemeinsamen Halters zu der Behandlungs- und Waschflüssigkeit heli- und senkbar eingerichtet sind. Während die Anwendung derartiger zu einem Stapel vereiaigler Siebbodenbehälter an sich hekamit ist, wird hierzu eine solche Anordnung derselben zugrunde gelegt, daß die Einzelbehälter an den Seiten vollwandig umschlossen sind und rnitsamt dein Halter eine abdichtende Führung rings gegen die Seitenwandung des Behälters haben, worin die Flüssigkeit enthalten ist, unter deren Spiegel sie eingetaucht werden. Auf diese Weise wird der Flüssigkeitsdurchtritt außer ini Bereich der Siebböden sowie eine Nebenzirkulation unmöglich gemacht. Das Verfahren ist auf die gleichzeitige Behandlung größerer Mengen unreinen Fasermaterials angelegt.
- In der ersten Stufe des Verfahrens wird auf eine gründliche und gleichmäßige Durchdringung des Materials mit der Behandlungsflüssigkeit ausgegangen, die praktisch nicht erreicht wird, wenn man, wie bekannt ist, eine Zirkulation, finit wechselnder Strömungsrichtung odervon oben nach unten durch dieSiebbodenbehälter und mit starker Punipwirkung anwendet. Gemäß der Erfindung läßt inan, nachdem der Stapel in dem Behandlungsbad bis auf eine begrenzte Tiefstellung untergetaucht ist, die Flüssigkeit von unten her langsam durch die übereinander angeordneten 1Iaterialbehälter derart hindurchströmen, daß von dem Flüssigkeitsstrom das Fasermaterial zugleich schwimmend erhalten -,wird, ohne eine Pressung zti erleiden. cli,# eine Zusanrinendrängung -egen den n:ichst oberen siebt' und eine L`ngleichmä ßigheit (les Fliissigkeitsdurchgan-es infolge Bevorzugung von geringeren Widerstand bietende= '.-,ti-;iniungsnebenwegen hervorrufen -,z-ürrle. Die oberhalb des Stapels sich ansammelnde Fliissigkeit @r ird durch eire Pumpe und zur stetigen Auffüllung der Flüssigkeit"säule, die den Auftrieb von unten erzeugt, verwendet. womit eine unverändert in gleichere Sinne stattfindende Zirkulation so lange aufrechterlialten wird, bis die Reinigung bzw. I'eguniniierung des Materials in gewiinschte@rr Maße erreicht ist.
- Zur vollständigen Reinigung und zur Fni-, 1 1 @aser:n:iteriai 7 errun- der restlich in lein zurückgehaltenen L nreinigkeiten und 1 sungsrückstä nde dient die zweite stufe, die mit Waschflüssigkeit (Wassert und in einem Behälter ausgeführt wird, <ler #,nrztt-sweise eine Tauchtiefe deich der- @1o1:1>elten Höhe des Stapels der SlelibO(lenl)eli.llterhat. Innerhalb dieses Behälters wird der `t:rpel aus einer oberen Tauchstellung wie ein relativ durchlässiger Kolben der ruhenden Flüssigkeitssäule entgegen nach und nach w:e@ler gesenkt, wobei wiederum das Fasermaterial schwimmend erhalten wird und gleichin.il.#iger Durchdringung von unten nach oben, also in gleichem Sinne wie vorher, unteriiegt. Die infolge der Verdrängung sich oberhalb des Stapels ansammelnde, mit den restlieben C'nreinigkeiten beladene Spülflüssigkeit wir e1 weggepumpt und läßt das behandelte Gut irr gleichmäßig gereinigtem Zustande zurück. Dasselbe braucht danach nur noch getrocknet zu werden.
- Zur Ausführung des Verfahrens dient beispielsweise der in Abb. r- der Zeichnung dargestellte Apparat; Abb. 2 zeigt den Halter für den Behälterstapel.
- Das Gefäß a. mit Einsatz h dient fler Vorbehandlttng des Fasermaterials, beispielsweise finit Seifenlauge oder einer anderen die Pflanzengulnnii oder Harze lösenden Flüssigkeit. Auf der andern Seite ist ein schachtartig ausgebildetes tieferes Gefäß d für die Nachspülung (mit Wasser) angeordnet.
- Das Gefäß a ist am oberen Ende offen, während das Einsatzgefäß b an beiden Enden offen ist. Das Einsatzgefäß kann in dem Gefäß a durch ein offenes Gestell al zweckmäßig gestützt und mit Füßen a2 versehen werden, welche auf dem Boden des Gefäßes a ruhen. Die Abmessungen des Einsatzgefäßes b sind derart gewählt, daß ein Raum c allseitig zwischen dem Gefäß b und dem Gefäß a verbleibt. Die Behälter cl für das Material sind flach kastenförmig und mit Siebböden versehen; sie «-erden übereinändergelegt, und zwar in einem geeigneten Korb oder Halter c2 (Abb. 2), welcher auf dem Gestell al innerhalb des Gefäßes ruht. Die Wände des Einsatzgefäßes b haben eine solche Höhe, daß sie eine obere Kammer c3 bilden, um zu verhindern, daß die Flüssigkeit von dem Einsatzgefäß b in den Raum c oder von dem Raum c in das Einsatzgefäß b fließt. Das zweite Gefäß d für die Waschbehandlung ist mit einem inneren beweglichen Einsatzgefäß dl versehen, das geeignet ist, den Halter c2 aufzunehmen. Dem Einsatzgefäß d:' zugehörig ist eine obere Kaminer d' und eine untere Kammer d3. Die Tiefe der Flüssigkeit unterhalb der Behälter soll wenigstens der ganzen Höhe des Behälterstapels nebst Halter c2 gleich sein. Eine Pumpe e ist, wie durch die punktierten Linien in Abb. i dargestellt ist, herumschwenkbar so angeordnet, daß sie die beiden Gefäße a und d bedienen kann. Beim Gefäß a fördert sie durch ihr Rohr y die Behandlungsflüssigkeit (Seifenlauge) über den eingetauchten Behällern in den Raum c zwischen dem Gefäß a und dem Einsatzgefäß b und saugt sie aus letzterem mit dem Rohr x oben wieder ab. lach dem Herumschwenken der Pumpe nach dein Gefäß d dienen die Rohre x und y dazu, die Flüssigkeit aus der oberen Kammer d2 ;.u entfernen und zu einer Stelle außerhalb des Gefäßes d zu leiten. Ein Kran F dient in Verbindung mit Ketten oder andern mit dem Halter verbundenen Vorrichtungen dazu, den Halter aus einem Gefäß herauszuheben und in das andere Gefäß hinüberzuwechseln. Das Einsatzgefäß dl, in «-elchein der die Behälter tragende Halter c= festzulegen ist, wird in dem Wasser durch sein eigenes Gewicht oder andere geeignete Vorrichtungen niederbewegt; es bildet eine Art. Schlitten -für den Halter nebst Stapel und hat eine gegen Flüssigkeitsdurchtritt gedichtete Führung längs den Seitenwänden des schachtförmigen Gefäßes d. Die innerhalb des Gefäßes d stattfindende Niederbewegung des Stapels, die eine Verdrängung des Wassers durch die Reihe der Siebbodenbehälter aufwärts zur Oberkammer d2 zur Folge hat, wird zweckmäßig nicht stetig veranlaßt, sondern mit häufiger Unterbrechung der Senkung, d. h. mit Einlegung von Stillstandspausen, wodurch die Wirkung einer gleichmäßigen Austreibung Gier Unreinigkeiten und Rückstände mit der nach oben tretenden Waschflüssigkeit begünstigt wird.
Claims (2)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Degummieren und Auswaschen von Fasermaterial, das hierfür in übereinandergesetzten, vollwandig umgrenzten und mit Siebböden versehenen Flachbehältern aufgenommen wird, die mittels eines gemeinsamen Halters mit gegen die Umfassungswand abgedichteter Führung innerhalb des Behandlungs- und Waschbehälters hebbar und einsenkbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß in einer ersten Verfahrensstufe die Behandlungsflüssigkeit (Seifenlauge o. dgl.) durch den in Tauchstellung befindlichen Stapel der Siebbodenbehälter von unten nach oben in langsamem Auftriebstrom derart hindurchgeführt wird, daß das Material schwimmend erhalten wird und die Flüssigkeit oberhalb des Stapels abgesaugt und zum Auffüllen der den Strömungsdruck von unten her aufrechterhaltenden Flüssigkeitssäule verwendet wird, und daß in einer zweiten Verfährensstufe zur Nachspülung der Stapel innerhalb des die Waschflüssigkeit (Wasser) enthaltenden Behälters entgegen der ruhenden Flüssigkeit von oben nach unten wie ein Kolben langsam niederbewegt wird, so daß die Durchspülung des schwimmend gehaltenen Materials wiederum von unten nach oben und mit Verdrängung der abzusaugenden Spülflüssigkeit zum Raume oberhalb des Stapels stattfindet.
- 2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die der zweiten Verfahrensstufe entsprechende Abwärtsbewegung des Stapels innerhalb des die Waschflüssigkeit enthaltenden schachtförmigen Behälters nicht ununterbrochen, sondern mit Stillstandspausen bei schrittweiser Senkung bewerkstelligt wird.
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