DE11501C - Neuerungen in der Behandlung des Maises und anderer Cerealien, behufs Trennung der öligen oder fetten Keimtheile und der Stärke für Brennerei und Stärkebereitungszwecke - Google Patents

Neuerungen in der Behandlung des Maises und anderer Cerealien, behufs Trennung der öligen oder fetten Keimtheile und der Stärke für Brennerei und Stärkebereitungszwecke

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DE11501C
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F. CAMUS in Paris
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C12BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
    • C12PFERMENTATION OR ENZYME-USING PROCESSES TO SYNTHESISE A DESIRED CHEMICAL COMPOUND OR COMPOSITION OR TO SEPARATE OPTICAL ISOMERS FROM A RACEMIC MIXTURE
    • C12P7/00Preparation of oxygen-containing organic compounds
    • C12P7/02Preparation of oxygen-containing organic compounds containing a hydroxy group
    • C12P7/04Preparation of oxygen-containing organic compounds containing a hydroxy group acyclic
    • C12P7/06Ethanol, i.e. non-beverage
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
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    • Y02EREDUCTION OF GREENHOUSE GAS [GHG] EMISSIONS, RELATED TO ENERGY GENERATION, TRANSMISSION OR DISTRIBUTION
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Description

1880.
Klasse β.
FERDINAND CAMUS in PARIS.
Neuerungen in der Behandlung des Maises und anderer Cerealien behufs Trennung der öligen oder fettigen Keimtheile und der Stärke für Brennerei- und Stärkebereitungszwecke.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 12. März 1880 ab.
Dieses neue Verfahren beruht auf der Einwirkung des schwefligsauren oder doppeltschwefligsauren Kalks oder Natrons auf die vorher gereinigten Maiskörner oder anderer Cerealien; ferner auf der Behandlung der durch Ansaugen der oben genannten Salzlösungen aufgequellten Körner mit einem genau bestimmten Quantum Säure, wie z. B. Schwefelsäure oder Salzsäure. Man bestimmt hierdurch die Entwicklung von schwefliger Säure im status nascendi im Innern der Körner und erreicht dadurch eine Entfärbung und Molecularverschiebung, welche die Trennung der öligen Schalensubstanz und der mehligen Substanz wesentlich erleichtert.
Schliefslich gewinnt man durch Behandlung mittelst Walz- oder Quetschwerks und mittelst Durchseihen durch zweckentsprechende Siebe das Material für die Brennerei und die Stärkefabrikation.
Das Verfahren besteht demnach darin, dafs man die Körner, die man vorher einer mechanischen Reinigung auf trockenem Wege unterworfen hat, auf möglichst energische Weise mit schwefligsauren Lösungen, noch besser mit doppeltschwefligsaurenLösungenund ganz speciell mit doppeltschwefligsaurem Kalk oder doppeltschwefligsaurem Natron behandelt. Diese Behandlung kann kalt oder warm erfolgen; selbstverständlich erfordert die kalte Behandlung längere Zeit, und zwar ungefähr 4 bis 5 Tage, während die warme Behandlung bei ungefähr 500C. in 24 Stunden beendet sein kann; nach Ablauf dieser Zeit ist das farbige Korn ganz vollkommen gebleicht.
Am besten wird die Behandlung in HoIzgefäfsen vorgenommen; das hinzugefügte Quantum der schwefligsauren Verbindung hat sich je nach der Base des Salzes, welches man anwendet, sowie nach der Geschwindigkeit, mit der man den Procefs zu Ende führen will, zu richten; z. B. bei Anwendung von krystallinischem doppelschwefligsauren Natron braucht man, wenn man bei 50° C. arbeitet, 2 kg auf je 100 kg Mais, um die Behandlung in 24 Stunden zu beendigen. Man giebt sodann das möglichst geringste Quantum warmen Wassers (50 ° C.) hinzu, so dafs die Flüssigkeit die Körner bedeckt. Von Zeit zu Zeit wird die Masse mittelst Hand oder durch mechanisches Rührzeug durchgearbeitet.
Sobald die Körner gequollen sind und sie die schwefligsaure Lösung aufgesogen haben, setzt man in kleinen Portionen Schwefelsäure oder Salzsäure (in vielem Wasser verdünnt) hinzu. Bei Behandlung von 100 kg Mais mit 2 kg doppeltschwefligsaurem Natron wird man am besten z. B. 2 kg Salzsäure hinzufügen, wenn man letztere gewählt hat.
Die Säure dringt vermittelst der Endosmose mitten in die Maiskörner hinein und findet daselbst die schwefligsaure Lösung, auf welche sie reagirt; es entwickelt sich schwefligsaures Gas unter günstigen Bedingungen, und zwar im status nascendi; dasselbe bleicht hierbei unvergleichlich besser, als wenn es auf eine vorher präparirte Lösung angewendet würde; dieses Gas befindet sich sofort mit allen Molecülen in directer Berührung und wirkt dabei, was nicht der geringere Vorzug der Wirkung ist, mechanisch durch Ausdehnung oder Auseinandertreiben der Korntheile, indem es sie verschiebt und zerreifst, um ins Freie zu gelangen.
Alle diese vereinigten Einwirkungen sind dergestalt energisch, dafs die Körner vollständig gebleicht und aus einander getrieben werden, so dafs eine Trennung des fetten Kernes und der Schale oder groben Kleie von den Mehlbestandtheilen sehr leicht zu bewirken ist.
Man läfst sodann die Masse zwischen zwei bis auf '/o mm genäherte Walzen oder zwischen ein Paar Mühlsteinen oder durch irgend eine Quetschvorrichtung passiren. -Sodann läfst man die Masse mittelst eines genügenden Wasserstrahles durch ein Sieb; alles was durch das Sieb hindurchgeht, bildet die Masse für die Brennerei oder für Stärkegewinnung.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Die neue Anwendung von schwefligsaurem oder doppeltschwefligsaurem Kalk oder Natron etc., um Maiskörner oder andere Cerealien aufzuquellen, ehe sie mit Säure behandelt werden, wobei schweflige Säure im status nascendi im Innern der Körner entwickelt wird.
2. Das neue Verfahren der Behandlung von Maiskörnern oder anderer Cerealien mittelst schwefliger Säure im status nascendi, um die Körner zu bleichen und aufzulösen und um die mechanische Behandlung der Trennung der fetten Keimtheile und der Stärketheile zu erleichtern.
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