DE143880C - - Google Patents

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DE143880C
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DE
Germany
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sodium
calcium chloride
mass
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monocarbonate
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B28/00Compositions of mortars, concrete or artificial stone, containing inorganic binders or the reaction product of an inorganic and an organic binder, e.g. polycarboxylate cements
    • C04B28/24Compositions of mortars, concrete or artificial stone, containing inorganic binders or the reaction product of an inorganic and an organic binder, e.g. polycarboxylate cements containing alkyl, ammonium or metal silicates; containing silica sols
    • C04B28/26Silicates of the alkali metals

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
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  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Processing Of Solid Wastes (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Vorliegende Erfindung betrifft eine Verbesserung der aus den Patentschriften 103866, 117796 und 133648 bekannten Verfahren zur Herstellung von Körpern aus Asbest, welche mit Silikaten und Bikarbonaten oder Kohlensäure behandelt sind.
Bei der Herstellung der dort beschriebenen
.. Masse, welche im Handel unter dem Namen
Uralite bekannt ist, ergab sich der Übelstand,
ίο daß es unmöglich ist, das ganze Natriummonokarbonat zu entfernen, welches aus der Zersetzung des Natriumsilikates durch das Natriumbikarbonat entsteht.
Dieses rückstandige Natriummonokarbonat betrügt etwa 5 Prozent, wenn die Masse nur mit kaltem Wasser gewaschen wird; selbst wenn sie mit heißem Wasser behandelt wird, findet man, daß es in der Praxis nicht unter etwa ι Prozent herausgebracht werden kann. Dieser Gehalt beeinträchtigt die Qualität des Enderzeugnisses insofern, als das Natriummonokarbonat hcrausblüht, wenn das Erzeugnis feuchter Luft oder dergl. ausgesetzt ist, indem dieses Salz auf der Oberfläche des Körpers als weißes Pulver erscheint. Wenn die Oberfläche des Gegenstandes zuvor bemalt worden ist, so kann die Farbe abgestoßen werden, oder die bemalte Oberfläche kann in anderer Weise durch das Herausblühen des Natriummonokarbonates unliebsam beeinflußt werden. Um daher ein brauchbares technisches Erzeugnis zu erhalten, ist es erforderlich, das Natriumkarbonat zu entfernen.
Nach den Versuchen, die zu vorliegender Erfindung führten, wurde gefunden, daß für diesen Zweck eine Lösung von Calciumchlorid in geeigneter Stärke am geeignetsten ist. Die Versuche haben jedoch gezeigt, daß, wenn das Erzeugnis einfach in eine Lösung von Chlorcalcium eintaucht, das Eindringen der Lösung in das Innere der Masse ungenügend ist, um alles darin enthaltene Natriummonokarbonat zu zersetzen und in Calciumkarbonat und Chlornatrium überzuführen, was der Fall sein würde, wenn die beiden Salze in genügende Berührung gebracht wären. Es kann aber eine derartige Berührung wirksam erhalten und das Monokarbonat für gewerbliche Zwecke völlig in das entsprechende Calciumsalz übergeführt werden, wenn man das Erzeugnis einige Stunden lang in eine zweckmäßig etwa 15 prozentige Chlorcalciumlösung taucht und dann den Körper allmählich in einem Ofen bei etwa 8o° C. trocknet. Die Dauer des Eintauchens hängt von der Dicke des Erzeugnisses ab. Für eine Platte von etwa 0,3 cm Dicke z. B. muß die Zeit des Eintauchens etwa zwei Stunden betragen.
Das Eintauchen und das darauf folgende Trocknen wird so oft wiederholt, als erforderlieh ist (was von der Stärke der Bikarbonat- und Chlorcalciumlösung abhängt), um das Monokarbonat aus der Kunststeinplatte oder dergl. zu entfernen.
Irgend ein Überschuß des in der Platte zurückbleibenden Chlorcalciums oder Chlor-
natriums, welches von der Zersetzung des Natriummonokarbonats herrührt, kann zweckmäßig durch nachfolgendes Waschen entfernt werden.
Das Verfahren wird vorteilhaft folgendermaßen ausgeführt. Nachdem die Behandlung mit Bikarbonat oder Kohlensaure beendet ist, wird die Masse in Chjorcalciumlösung zwei Stunden lang eingetaucht, dann getrocknet und
ίο nochmals zwei weitere Stunden in die Chlorcalciumlösung eingetaucht, dann wieder getrocknet und ein drittes Mal zwei Stunden lang in die Chlorcalciumlösung getaucht. Alsdann wird 48 Stunden lang gewaschen und schließ-Hch getrocknet und in einem heißen Ofen erhitzt.

Claims (3)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Verfahren zur Entfernung des Natriummonokarbonates ans Masse, die aus Asbest mit oder ohne Füllstoffe besteht und mit Lösungen ,von Nalriumsilikat und Natriumbikarbonat oder mit Kohlensäure behandelt worden ist, dadurch gekennzeichnet, daß man die so behandelte Masse in eine Lösung von Chlorcalcium taucht, dann allmählich trocknet, diese Arbeitsvorgänge, je nach Bedarf, d. i. je nach dem Gehall des zu zersetzenden Natriumkarbonates, mehrfach wiederholt, und das Erzeugnis schließlich wäscht, trocknet und erhitzt.
  2. 2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch !,gekennzeichnet durch die Anwendung einer etwa 15 prozentigen Chlorcalciumlösung. ,
  3. 3. Ausführungsform des Verfahrens nach ; Anspruch ι oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine Temperatur von etwa 8o° G. zum Trocknen der Masse nach der Behandlung mit der Chlorcalciumlösung angewendet wird.
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