DE18136C - Verfahren zur Wiedergewinnung von Gummi aus Abfällen von Gummiwaaren - Google Patents
Verfahren zur Wiedergewinnung von Gummi aus Abfällen von GummiwaarenInfo
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- DE18136C DE18136C DENDAT18136D DE18136DA DE18136C DE 18136 C DE18136 C DE 18136C DE NDAT18136 D DENDAT18136 D DE NDAT18136D DE 18136D A DE18136D A DE 18136DA DE 18136 C DE18136 C DE 18136C
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Classifications
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- C08J11/16—Recovery or working-up of waste materials of polymers by chemically breaking down the molecular chains of polymers or breaking of crosslinks, e.g. devulcanisation by treatment with inorganic material
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- C08J2321/00—Characterised by the use of unspecified rubbers
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- Y—GENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
In der Zeichnung ist A ein Kasten, der mit abnehmbaren Deckeln B versehen ist. Beide
Theile sind mit Blei ausgefüttert, damit sie von den Säuren nicht angegriffen werden. Auf dem
Boden des Kastens befindet sich ein durchlöchertes Rohr a, in welches ebenfalls durchlöcherte
Querrohre einmünden; das erstere endigt in ein Verticalrohr b, welches durch
einen Deckel austritt. Die Röhre b ist mit der Zuflufsröhre d durch ein Zwischenstück e aus
Gummi verbunden, welches abgenommen werden kann, wenn man die Deckel B abnehmen
will, um nach dem Innern des Kastens zu gelangen. D ist ein Rohr zur Entfernung der
Dämpfe, welches aus zwei Theilen / und g besteht. Der Theil / ist mit einem Deckel B
fest und mit dem festen Theil g vermittelst eines beweglichen Zwischenstücks h verbunden.
Wenn man das Stück h auf den Theil g schiebt, kann man den Kasten fortbewegen.
Ein Schieber 2, der aus einer Bleiplatte besteht, dient dazu, das Entweichen der Dämpfe zu
reguliren.
Wenn man die Operation ausführt, wird die Säure auf den Boden des Gefäfses A gebracht
und die Gummiabfalltheile werden darauf gelegt, alsdann wird, nachdem die Deckel B
darüber gedeckt sind, Dampf von einem Druck von 3 Y3 bis 5 kg pro Quadratcentimeter durch
die Röhre α und ihre Abzweigungen eingeleitet, welcher durch die Löcher austritt und die
Säure erhitzt.
Diese Behandlung der Abfälle dauert je nach Beschaffenheit der letzteren eine bis fünf Stunden,
und man erhält nach beendigtem Verfahren eine dickflüssige Masse, welche nach ihrer Entfernung aus dem Gefäfse A einem
Reinigungsverfahren in einer Wäschmaschine unterworfen wird, um das Gummi von den
fremden Bestandtheilen und der Säure zu trennen. Das so wiedergewonnene Gummi wird vollständig getrocknet und dann durch
Walzen geleitet, wobei es zu einer teigigen Masse wird und so ein wieder marktfähiges Material
bildet.
Die Stärke der Säure und die angewendete Menge derselben wird je nach dem zur Verarbeitung
gelangenden Material der Abfälle bestimmt und richtet sich danach, ob dieselben mehr oder weniger Beimischungen von Fasern
und Fäden enthalten. Bei der Ausführung wendet man eine Stärke von 66 ° B. an und
für je 1000 kg Abfälle 300 bis 500 kg Schwefelsäure oder 400 bis 750 kg Salzsäure. Sind in
der Gummimischung Gewebe mit langen starken Fasern vorhanden, so wendet man zur Erleichterung
der Operation einen Zusatz von Fluorwasserstoffsäure in ungefähr Y20 des Gewichts
der Schwefel- oder Salzsäure an.
Die vegetabilischen Fasern, welche den Gummiwaaren beigemengt sind, werden durch die
Wirkung der Schwefel- oder Salzsäure vollständig zerstört, während Zink- und Bleiweifs mit der
Schwefel- oder Salzsäure Sulfate bezw. Chloride bildet, welche nachher durch Waschen aus der
Masse entfernt werden können.
Bei diesem Verfahren ist Schwefelsäure anzuwenden, wenn es sich darum handelt, möglichst
billig zu fabriciren, und Salzsäure, wenn es sich um die Wiedergewinnung möglichst
reinen Gummis handelt.
Wenn das zu behandelnde Abfallmaterial die Form von vollständig compacten Klumpen hat,
welche nicht leicht aus einander gebrochen werden können, so führt man in das Gefäfs A
eine Quantität Benzin, und zwar 18 1 für je iooo kg Abfälle ein. Bei der Einwirkung des
Dampfes wird dasselbe flüchtig und übt eine lösende Wirkung auf das Material aus, wodurch
die Einwirkung der Säuren erleichtert wird.
Es wird dabei der Schieber i des Abzugsrohrs D so lange geschlossen, bis das Benzin
verflüchtigt ist, und dann geöffnet, um dem Benzin das Entweichen zu gestatten.
Wenn das Gummi nur ι oder 2 pCt. Schwefel ^enthält, entfernt man den letzteren am besten
nach dem oben beschriebenen Verfahren; wenn aber ein gröfserer Procentsatz Schwefel in demselben
enthalten ist, so bleibt das Gummi bei dieser Behandlung vulcanisirt und wird durch
die Einwirkung der Säuren nur die Entfernung der anderen Bestandtheile erzielt.
Wenn die Röhren α und die Abzweigungen derselben durch Schwefel verstopft sind, so genügt
es, in die ersteren Benzin einzuleiten, welches man einige Zeit darin läfst, wodurch
der Schwefel aufgelöst wird und die Oeffnungen der Röhren wieder frei werden.
Das Wesentliche der vorliegenden Erfindung ist die Anwendung von nicht verdünnten Säuren,
abweichend von der früheren Anwendung übermäfsig verdünnter Säuren, welche letzteren zur
vollständigen Zerstörung der den Abfällen beigemischten fremdenBestandtheile, wieFasern etc.,
nicht geeignet erscheinen.
Eine Verdünnung der Säure durch die Condensation des Dampfes tritt bei dem gezeichneten
Apparate nicht ein, da das Condensationswasser durch die im Apparate herrschende
grofse Hitze verdampft wird und der Dampf, nachdem derselbe die Abfallmasse durchzogen'
hat, durch den Abzugskanal I) entweicht.
Claims (3)
1. Durch Behandlung der Abfälle mit unverdünnter Schwefelsäure oder Salzsäure von
hoher Temperatur in den angegebenen Verhältnissen.
2. Durch gleichzeitige Einleitung eines Dampfstromes in die mit den Säuren versetzte
Abfallmasse.
3. Durch vorherige Behandlung der Abfälle mit Dämpfen von Kohlenwasserstoiifen und nachherige
Benutzung der unter 1. und 2. bezeichneten Verfahren.
Hierzu I Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE18136C true DE18136C (de) | 1900-01-01 |
Family
ID=295032
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT18136D Expired DE18136C (de) | Verfahren zur Wiedergewinnung von Gummi aus Abfällen von Gummiwaaren |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE18136C (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1048019B (de) * | 1954-07-15 | 1958-12-31 | Dasher Rubber & Chemical Compa | Verfahren zum Entfernen von Cellulosefasern aus Kautschukabfaellen |
| US2962530A (en) * | 1957-01-24 | 1960-11-29 | Cilag Chemie | New bis-sulfonyl ureas and process for the production thereof |
| US3096356A (en) * | 1956-12-14 | 1963-07-02 | Cfmc | New aromatic amines and processes for their preparation |
-
0
- DE DENDAT18136D patent/DE18136C/de not_active Expired
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1048019B (de) * | 1954-07-15 | 1958-12-31 | Dasher Rubber & Chemical Compa | Verfahren zum Entfernen von Cellulosefasern aus Kautschukabfaellen |
| US3096356A (en) * | 1956-12-14 | 1963-07-02 | Cfmc | New aromatic amines and processes for their preparation |
| US2962530A (en) * | 1957-01-24 | 1960-11-29 | Cilag Chemie | New bis-sulfonyl ureas and process for the production thereof |
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