DE79459C - Nothbremse für Eisenbahnfahrzeuge durch Anklammerung an die Fahrschienen - Google Patents
Nothbremse für Eisenbahnfahrzeuge durch Anklammerung an die FahrschienenInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B61—RAILWAYS
- B61H—BRAKES OR OTHER RETARDING DEVICES SPECIALLY ADAPTED FOR RAIL VEHICLES; ARRANGEMENT OR DISPOSITION THEREOF IN RAIL VEHICLES
- B61H11/00—Applications or arrangements of braking or retarding apparatus not otherwise provided for; Combinations of apparatus of different kinds or types
- B61H11/02—Applications or arrangements of braking or retarding apparatus not otherwise provided for; Combinations of apparatus of different kinds or types of self-applying brakes
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- Mechanical Engineering (AREA)
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Description
KAISERLICHES
PATENTAM
/
KLASSE 20: /Eisenbahnbetrieb.
in STUTTGART.
Es ist eine bekannte Thatsache, dafs beim Zusammenfahren zweier Züge oder Auffahren
eines derselben auf ein Hindernifs die gefährlichsten
Verletzungen der im Zuge befindlichen Personen dadurch verursacht werden, dafs die
Wagen sich aufthürmen, entgleisen oder umkippen. Dies zu vermeiden, ist der Zweck der
vorliegenden Erfindung und wird derselbe im wesentlichen dadurch erreicht, dafs beim Eintreten
der erwähnten Gefahr selbsttätig und augenblicklich an den Gefährten befestigte
zangenartige Klammervorrichtungen in Wirkung treten.
Auf beiliegender Zeichnung ist in den Fig. 1 bis 3 der untere Theil eines mit' derartigen
Klammervorrichtungen ausgerüsteten Eisenbahnwagens in der Seitenansicht bezw. im Längsschnitt,
im theilweisen Grundrifs und im Querschnitt dargestellt. Die Klammervorrichtung ' für sich wird durch die Fig. 4 und 5 in der
Seiten- und Vorderansicht veranschaulicht.
Beim Ausführungsbeispiel ist in der Nähe des einen Radsatzes ein Paar von Klammervorriehtungen
angebracht, derart, dafs über jeder Fahrschiene je eine derselben sich befindet.
Es können aber auch mehrere Paare solcher Klammervorrichtungen an beliebigen
Stellen angebracht werden.
Jede Klammervorrichtung besteht den Fig. 4 und 5 gemäfs aus zwei senkrechten Armen a,
welche zusammen als Zange wirken. Damit dieselben jedoch mit ihrem das Maul bildenden
unteren Ende einestheils für gewöhnlich so weit oberhalb der Schiene stehen können, dafs
ein Befahren Von Weichen und der mit Gegenschienen ausgerüsteten Theile des Geleises
möglich ist, anderentheils aber auch das Erfassen des Schienensteges zulässig ist, hat man
die folgende Einrichtung getroffen': In der Nähe ihres unteren Endes sind die Arme a mit
je einem Zapfen b versehen, welcher in die Nuth c1 eines Klobens c eingreift, dessen Abstand
von der Oberkante der Schiene unveränderlich ist. Diese Nuthen c1 verlaufen nun
in ihrem oberen Theil senkrecht, in ihrem unteren Theil dagegen nähern sie sich einander.'
Bewegen sich demnach beide Zangenarme a gleichzeitig abwärts, so läfst sich bei entsprechender
Höhenlage des Klobens c erreichen, dafs die beispielsweise mit einer Backe d ausgerüsteten
unteren Enden der Zangenarme a den Steg der betreffenden Fahrschiene e umfassen
und der Schienenkopf das Heben des Gefährtes hindert.
Die erwähnte Abwärtsbewegung der Zangenarme α wird durch einen, an seinen Enden gelenkig
mit denselben verbundenen waagrechten, vorzugsweise mit Rolle/1 ausgerüsteten Bolzen
f bewirkt, welcher in die winkelförmige Nuth g1 einer waagrechten Stange g eingreift.
Wird die letztere nach der einen oder anderen Seite hin verschoben, so kommt der eine oder
andere Schenkel dieser Nuth g1 zur Wirkung; in; beiden Fällen aber wird die Klammervorrichtung
in Thätigkeit treten, und die Fahrschiene wird, gefafst. Die Verbindung zwischen dieser
Klammervorrichtung und dem Gefährt ist beim Ausführungsbeispiel dadurch hergestellt, dafs
vom Kloben c Stangen h bezw. h1 an die Achslager
i herangeführt sind (Fig. i). Es läfst sich
aber aufserdem eine Verbindung zwischen dem Kloben c und dem Gestellrahmen k bezw. dem
Kasten I vorzugsweise unter Benutzung von Cocostrossen herstellen. Die Zangenarme a
greifen vorzugsweise in Aussparungen cs des Klobens c ein, das obere Ende derselben läfst
man in einen mit Schlitz m1 ausgerüsteten,
am Rahmen k befestigten Bock m eingreifen, um eine Bewegung derselben in der Längsrichtung
des Wagens auszuschliefsen. Die beiden Stangen g, welche durch zwei Federn η
in die Mittellage hineingedrängt werden (Fig. ι und 2), sind beispielsweise durch vier Querstangen ο mit einander verbunden. Die letzteren
dienen gleichzeitig zum Anschliefsen von Stangen p, welche einestheils die Radnaben q
umschliefsen, um eine Abwärtsbewegung der Stangen g zu verhindern. An die nach aufsen
gerichteten Enden der Stangen ρ ist eine fernere Querstange r angeschlossen, welche zusammen
mit einer der Stangen 0 zum Anschlüsse eines Buffers s in der Mitte des Wagens dient. Trifft
einer dieser Buffer s auf ein Hindernifs bezw. auf einen zweiten Buffer, so erfahren auch die
Stangen g eine Längsverschiebung. Auf solche Weise gerathen die Zähneg·2 von Armeng"3 dieser
Stangen g mit einem Zahnrade q1 der Radnabe
q in Eingriff, und nunmehr übernehmen die Achsen selbst das Zusperren der Klammervorrichtung
in der beschriebenen Weise. Unter Umständen kann man jedoch das Zusperren der Klammervorrichtung durch die Buffer allein
bewerkstelligen lassen.
In derselben Weise, wie man die Zusperrung der Klammervorrichtung von der Radachse
bezw. den Radnaben aus bewerkstelligt, kann man auch die Bremsklötze t eines Radsatzes
allein oder auch aller Radsätze des W'agens selbstthätig vor sich gehen lassen. Beispielsweise
geschieht dies, indem man die in Fig. 1 und 2 links gelegenen Stangen 0 r durch
Schlitze w1 der Hängeschienen u reichen läfst,
so dafs diese bei einer Verschiebung der Stangen g eine schwingende Bewegung ausführen.
Nun sind auf die die Bremsklötze t tragenden Stangen w Arme ν aufgekeilt. Bei
einer solchen Bewegung der Hängeschienen u kommt das Auge vl der dem Radumfang sich
nähernden Arme ν mit Zähnen χ der Radnaben q in Eingriff und die Bremse zieht sich
selbstthätig an.
Um ein Verklammern der Gefährte mit den Schienen zu bewirken, bevor ein Zusammenstofs
stattfand, kann man in bekannter Weise an der Lokomotive oder am letzten Wagen eine Stange anbringen, welche über die Buffer
hervorragt und beim Auftreffen auf ein Hindernifs die Klammervorrichtung bethätigt. Diese
Stange kann auch mit einem vor der Lokomotive herfahrenden WTägelchen ausgerüstet sein.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Eine Nothbremse für Eisenbahnfahrzeuge, bei welcher die Greifbacken (a d) den Steg der Fahrschienen (e) zu erfassen befähigt werden, indem sie mittelst ihrer in gegen den. Wagen unverschiebbaren Nuthen (cl) sich führenden Zapfen (b) gleichzeitig zu einer waagrechten und senkrechten Bewegung gezwungen werden, indem diese Backen — lediglich in einer zur Längsrichtung des Wagens senkrechten Ebene beweglich — mittelst ihres in die V-förmige Nuth (g1) des mit Buffern (s) versehenen waagrecht geführten Rahmens (g 0) eingreifenden Zapfens ffJ beim Verschieben dieses Rahmens abwärts gedrängt werden.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE79459C true DE79459C (de) |
Family
ID=352098
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT79459D Active DE79459C (de) | Nothbremse für Eisenbahnfahrzeuge durch Anklammerung an die Fahrschienen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE79459C (de) |
-
0
- DE DENDAT79459D patent/DE79459C/de active Active
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