DE781C - Verbesserungen an Klettenwölfen - Google Patents

Verbesserungen an Klettenwölfen

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DE781C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01BMECHANICAL TREATMENT OF NATURAL FIBROUS OR FILAMENTARY MATERIAL TO OBTAIN FIBRES OF FILAMENTS, e.g. FOR SPINNING
    • D01B3/00Mechanical removal of impurities from animal fibres
    • D01B3/02De-burring machines or apparatus

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Cleaning In General (AREA)

Description

1877.
Klasse 76.
H. DEMEUSE & CO. in AACHEN. Verbesserungen an Klettenwölfen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom ii. September 1877 ab.
Bei den bis jetzt bekannten Woll-Entklettungsmaschinen (Klettenwölfe) wird die zu entklettende Wolle vermittelst eines mit Stacheln und Winkeln versehenen, mit grofser Geschwindigkeit rotirenden Tambours den Entklettungs-Orgänen der Maschine zugeführt, und zwar schleift derselbe die Wolle, über einen verstellbaren Klettenrost; die durch den unteren Kletten-Abschläger vom Peigneur abgelösten Kletten, sowie ungeöffnete Wollmassen fallen auf diesen Tambour; letzterer schleudert nun Kletten und die abgeschlagene Wolle gegen ein Gitter, durch welches ein ' kleiner Theil der Kletten dringt und der gröfsere Rest soll nun durch den unter dem Tambour befindlichen verstellbaren Rost geschleudert werden.
Es ist einleuchtend, -dafs den Kletten zu wenig Durchgang geboten wird, da dem Tambour die doppelte Aufgabe zufällt, dem Peigneur die frische Wolle geöffnet zuzuführen, sowie die vom Kletten-Abschläger gelösten Kletten in den Klettenkasten und durch den verstellbaren Rost zu schleudern, so können diese Aufgaben nur unvollkommen gelöst werden. Die dem äufsert rasch rotirenden Tambour vermittelst zwei geriffelten Zuführungs-Klemmwalzen bezw. einer Stachelwalze in dicker Schicht zugeführte Wolle wird von ersterem vielfach zerrissen und unvollkommen geöffnet; ferner werden die vom Kletten-Abschläger gelösten Kletten auf die in die Maschine geführte Wollschicht fallen und so wiederum nach dem Peigneur geschleudert, weil die Wollschicht theilweise das Durchfallen durch den Rost verhindert. Durch dieses oft wiederholte Spiel wird die Klette häufig zerrissen oder platt geschlagen, entzieht sich dadurch der Wirkung der Kletten-Abschläger und gelangt so mit der gereinigten Wolle aus der Maschine.
Seit langer Zeit haben wir nun darauf hingearbeitet, Verbesserungen anzubringen, welche diese, den Kletten wollen so schädlichen Uebelstände beseitigen und ist uns dieses bei vorliegender Maschine vollständig gelungen.
Die beiliegende Zeichnung stellt eine Entklettungsmaschine mit den angebrachten Verbesserungen vor.
Die zu entklettende Wolle wird in den Kasten α geworfen; der verticale Tisch b führt sie zu der Stachelwalze c, von welcher die Wolle durch die mit gröfserer Geschwindigkeit sich drehende Stachelwalze cl abgenommen wird; die Walzen c2 c3, deren jede sich mit gröfserer Geschwindigkeit als die vorhergehende dreht, verrichten dieselbe Arbeit, ebenso die darüber angebrachten Walzen dd' und d~. Die der Stachelwalze c zugefuhrte dicke Wollschicht wird durch die Wirkung dieser Stachelwalzen nach und nach zu einer dünnen Schicht ausgestreckt und zwar so, dafs die Fasern der Wolle der Länge nach gestreckt liegen; ein Th.eil der stärkeren Kletten wird bei dieser Arbeit bereits gelöst und fällt zwischen den Walzen durch.
Der kleine mit Spitzen versehene Tambour e, welcher sich mit sehr mäfsiger Geschwindigkeit dreht, nimmt die auf der Stachelwalze c3 langgestreckte Wolle ab; (ein Zerreifsen der Wollfasern kann nicht erfolgen, weil dieselben nie verschlungen liegen können) schleift sie über den kleinen verstellbaren Rost/, durch welchen ebenfalls ein Theil Kletten fällt und wirft die Wolle auf den Tisch g, welcher dieselbe vermittelst der Kratzenwalze i dem Peigneur h überliefert. Die Bürstenwalzen k bis ^4 drücken die Wolle in die Zähne des Peigneurs fest und strecken dieselbe; sodann schlägt der Kletten-Abschläger / die Kletten, sowie etwa nicht gehörig geöffnete und gestreckte Wollmassen ab und schleudert sie gegen die Stachelwalze m; die mit grofser Geschwindigkeit arbeitende-Stachelwalze η nimmt nun diese nicht geöffnete Wolle von der Stachelwalze m ab und bringt sie dem mit grofser Geschwindigkeit arbeitenden Spitzen-Tambour 0, welcher die durch die yorbeschriebene Operation gelockerte Wolle sammt den Kletten gegen das Drahtgitter p schleudert; ein Theil der Kletten gelangt dadurch in einen Kasten, der Rest, sowie die gelockerte Wolle, wird über den verstellbaren grofsen Rost r getrieben, durch welchen, da derselbe zum Empfang der Kletten ganz frei steht, der Rest der Kletten geschleudert wird und von wo sie in einen darunter befindlichen Kasten fallen. Die geöffnete Abfallwolle dagegen gelangt durch den Kanal q wieder auf den Tisch g, um von neuem dem Peigneur in günstigem Zustande überliefert zu werden. Wir bemerken noch, dafs, Dank dieser Verbesserung, stark geölte, sowie bis zu 30 pCt. Wasser enthaltende Wolle entklettet werden kann.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . Die Anbringung des zweiten grofsen Kletten-Tambours ο, welcher nicht mit der frisch zugeführten Wolle in Berührung kommt.
  2. 2. Der Streckwalzen m und n, welche die compacten, abgeworfenen WoUmassen öffnen und dadurch das gefährliche und Schädliche Rollen der Wolle verhindern.
    Nachtrag. Die bis jetzt angewendeten Kletten - Abschläger (Batteurs), in obiger Beschreibung mit / bezeichnet, bestanden aus Cylindern, welche so eingehobelt waren, dafs sich Leisten von dreieckigem Querschnitt bildeten oder aus Cylindern, welche mit Stahlwinkeln bekleidet waren. Die Wolle leidet unter der Wirkung dieser Abschläger ungemein, da dieselben sowohl Kletten als auch Wolle abschlagen bezw. schneiden; es ist uns nun gelungen, die Operation des Entklettens vermittelst eines Kletten-Auskämmers zu erreichen. Derselbe besteht aus einem gufseisernen Cylinder a, Fig. 2 und 3, welcher, wie die Zeichnung zeigt, eingehobelt ist, und auf den stark geneigten Flächen mit dem Stahlkämmchen b bekleidet ist; statt dieser Kämmchen können auch in Messing eingetriebene Spitzen dienen.
    Dieser Kletten-Auskämmer arbeitet mit dem Rücken (in der Richtung des Pfeiles) gegen die zu entklettende Wolle, die Spitzen drücken sich in die Wollschicht hinein ohne letztere, wegen der stark geneigten Lage der Kämmchen, mitnehmen zu können, die Kletten und Samenkörner hingegen werden abgekämmt und fortgeschleudert.
    Die mit diesem Kletten-Auskämmer gearbeitete Wolle behält fast gänzlich ihren natürlichen Stapel und die Reinigung ist eine viel gründlichere, als bei den bekannten Kletten-Abschlägern.
    Patent-Anspruch: Die Anbringung von geneigt liegenden Stahlkämmchen bezw. Spitzenplatten behufs Auskämmens von Kletten aus Wolle.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DE781DA 1877-09-10 1877-09-10 Verbesserungen an Klettenwölfen Expired - Lifetime DE781C (de)

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