DE78073C - Verfahren zum Coloriren von nicht ! transparent gemachten Photographien auf Papier - Google Patents

Verfahren zum Coloriren von nicht ! transparent gemachten Photographien auf Papier

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DE78073C
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Germany
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photographs
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CH. KLARY, Paris, rue de Beaume 22
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    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03CPHOTOSENSITIVE MATERIALS FOR PHOTOGRAPHIC PURPOSES; PHOTOGRAPHIC PROCESSES, e.g. CINE, X-RAY, COLOUR, STEREO-PHOTOGRAPHIC PROCESSES; AUXILIARY PROCESSES IN PHOTOGRAPHY
    • G03C11/00Auxiliary processes in photography
    • G03C11/18Colouring

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Silver Salt Photography Or Processing Solution Therefor (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAM
PATENTSCHRIFT
KLASSE S7: Photographs.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 11. April i8g3 ab.
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Coloriren von Photographien, welches darin besteht, dafs man die Photographie auf der Rückseite mit solchen Farben bemalt, welche leicht in das Papier eindringen und infolge dessen durchscheinen, so dafs ein Transparentmachen des Papiers, wie es bisher üblich ist, überflüssig wird. Bei diesem Verfahren decken die Farben nicht die Photographie und können infolge dessen auch in keiner Weise die feinen Nuancen und die zarten Lichteffecte aufheben.
Das Coloriren auf der Rückseite läfst die feinsten Details in Bezug auf Licht und Schatten zu, während der Glanz' der durchscheinenden Färben und die hervorgebrachten Nuancen vollständig mit dem allgemeinen Ton der Photographie selbst harmoniren.
Tiefe Schatten, zarte Mittelfarben, sowie Lichter von aufserordentlicher Frische, durch die Photographie selbst hervorgebracht, machen sich bemerkbar und erscheinen über den Farben, die infolge ihrer Eindringungsfähigkeit vollständig in dem Papier haften.
Die fertig colorirten Photographien können auf die gewünschten Gröfsen geschnitten, auf Carton gezogen und satinirt werden, genau wie gewöhnliche Photographien, ohne dafs die Farben verlaufen oder sich in irgend einer Weise verändern.
Die für diesen Zweck verwendeten Farben sind Anilinfarben, die in Wasser oder Alkohol gelöst werden, und zwar mufs die Lösung, welche kalt oder warm erfolgen- kann, so concentrirt als möglich sein.
Zahlreiche Versuche haben gezeigt, dafs gewisse Anilinfarben, in Wasser "oder reinem Alkohol gelöst, die Resultate erzielen lassen, welche gewünscht werden, während andere Farben eine Lösung in einem Gemisch von Alkohol und Essigsäure erfordern, um zu diesem Zweck verwendet werden zu können. Die Zahl der verschiedenen Anilinfarben, welche man auf diese Weise herstellen kann, ist natürlich unbegrenzt.
Die in Alkohol oder einem Gemisch von Alkohol und Essigsäure gelösten Farben müssen in gut verschlossenen Flaschen aufbewahrt werden, damit sie so viel als möglich die Fähigkeit behalten, in das Papier oder einen anderen Stoff einzudringen.
Um die so zubereiteten Farben verwenden zu können, versetzt man sie mit einem Verdünnungsmittel, bestehend aus reinem Alkohol oder Alkohol gemischt mit Essigsäure. Dieses Verdünnungsmittel giebt einerseits demColoristen die Möglichkeit., die verschiedenen Farben durch Zumischen desselben' mehr oder weniger abzuschwächen und so nach, seinem Belieben dunklere oder hellere Töne zu erzeugen, andererseits erhöht es die Eindringungsfähigkeit der Farben. Die Photographien, ganz gleichgültig auf welchem Papier oder nach welchem Verfahren sie hergestellt sind, werden colorirt, ohne vorher einer besonderen Behandlung unterworfen zu werden. Es ist nur nöthig, dafs die Photographie möglichst eben, ohne Brüche oder sonstige Fehler ist. Dieselbe wird auf ein zum Retouchiren der Negative dienendes Pult oder einen anderen ähnlichen Apparat,
auf welchem die Photographie in der Durchsicht betrachtet werden kann, gelegt, dann werden mittelst eines Pinsels auf der Rückseite die verschiedenen, mit einer gewissen Menge des Verdünnungsmittels versetzten Farben aufgetragen. ' Töne von verschiedener Tiefe werden nach Belieben nach der bekannten Waschmethode aufgetragen, indem man die Farben dünn aufträgt und mit dem Pinsel auf die Stellen des Bildes vertheilt, wo sie nöthig sind, jedoch ist besonders darauf zu achten, dafs die Contouren des Bildes innegehalten werden. Die Farben besitzen eine aufserordentlich grofse Eindringungsfähigkeit und treten sofort in das Papier, für das sie eine sehr grofse Affinität besitzen, ein. Infolge dessen ist es auch sehr leicht, den Fortschritt der Arbeit genau zu controliren und die Farben in den Grenzen aufzutragen, wo sie nöthig sind. Die Flüssigkeiten, welche zur Bereitung der Farben und zur Verdünnung gedient haben, verflüchtigen sich sehr schnell und es bleiben alsdann nur die Farbstoffe selbst in dem Papier zurück. Durch Umdrehen der Photographie beobachtet man, wie die Farben auf der Vorderseite erscheinen, und kann ganz genau den Effect beurtheilen, der durch die Farben erzielt wird, und denselben durch Auftragen weiterer Farbschichten nach Bedarf verstärken.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zum Coloriren von Photographien auf Papier, bei welchem das sonst übliche Transparentmachen des Papiers vermieden wird, darin bestehend, dafs auf die Rückseite der Photographie an den erforderlichen Stellen Anilinfarben, welche in Wasser oder Alkohol, erforderlichenfalls unter Zusatz von Essigsäure, gelöst und mit Alkohol oder einem Gemisch aus Alkohol und Essigsäure verdünnt werden können, aufgetragen werden.
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