DE78072C - Fernmeldevorrichtung zum Anzeigen der Umdrehungsgeschwindigkeit und Bewegungsrichtung einer Welle - Google Patents
Fernmeldevorrichtung zum Anzeigen der Umdrehungsgeschwindigkeit und Bewegungsrichtung einer WelleInfo
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMTX!
KLASSE 42: Instrumente.
einer Welle.
Die den Gegenstand der Erfindung bildende Fernmeldevorrichtung unterscheidet sich von
anderen bekannten Vorrichtungen ähnlicher Art vor allem durch die Einrichtung, welche zum
Hervorbringen bezw. zum Uebertragen der den anzuzeigenden Werthen entsprechenden Stromstöfse
dient und durch die dieser Einrichtung zu Grunde liegende Wirkungsweise. Bei den
bisher bekannten derartigen Apparaten sind für die einzelnen anzuzeigenden Werthe besondere
Stromschlufs- und Leitungsorgane in gröfserer Anzahl vorgesehen, so dafs der Apparat nur
auf diejenigen Werthe anspricht, für welche solche Organe vorhanden sind, während er
die dazwischen ; liegenden Werthe anzuzeigen nicht im Stande ist. Einer derartigen Einrichrung
'.und Wirkungsweise haften mancherlei Uebel'stände an. Derartig eingerichtete Apparate
sind wegen der vielen Leitungen, von denen .i;jede mit besonderen Elektromagneten
ü.;£'\%.:v.ausgestattet ist, kostspielig und verwickelt
und., nicht ganz zuverlässig in der Wirkung, weil in vielen Fällen das Anzeigen
bestimmter Werthe ein gleichzeitiges Zusammenarbeiten von mehreren Leitungen und Organen
erfordert und eine etwaige Störung in der einen' Leitung oder den in dieselbe eingeschlossenen
Organen ein unrichtiges Anzeigen bewirken kann, ohne,, dafs die eingetretene
Störung bemerkt wird.
Bei vorliegender Erfindung sind diese Uebelstände auf wirksame Weise vermieden, indem
die Uebertragungsämmtlicher Stromstöfse durch ein und dasselbe Organ, und zwar durch einen
am Ende einer durch einen Centrifugalregulator unmittelbar beeinflufsten Welle angeordneten
Schaltarm e bewirkt wird. Je nachdem dieser Schaltarm infolge einer gröfseren oder geringeren
' Drehbewegung seiner Welle einen gröfseren oder geringeren Ausschlag erhält,
schliefst und unterbricht er nach einander einen Stromkreis, und durch die dem Ausschlag
entsprechend gröfsere oder geringere Anzahl der auf diese Weise durch die Leitung
gesendeten Stromstöfse wird am Empfangsapparat der Zeiger so bewegt, dafs er die betreffenden
Werthe zur Anzeige bringt. Bei seiner Bewegung nach der einen Richtung, beispielsweise nach der einer Zunahme der Umdrehungsgeschwindigkeit
entsprechenden Richtung, wirkt der Schaltarm mit dem Stromschlufstheil
e2 der einen von zwei Leitungen und bei seiner Bewegung im entgegengesetzten
Sinne (Abnahme der Umdrehungsgeschwindigkeit) mit einem Stromschlufstheil e1 einer
zweiten Leitung zusammen. Diesen beiden Leitungen entsprechen je zwei Elektromagnete
im Abgabe- und Empfangsapparat und beim einen wie beim anderen Apparat wirkt jeder
von diesen, Magneten selbstständig und unabhängig vom anderen Magneten desselben
Apparates. Hierdurch wird eine zuverlässigere Wirkungsweise gesichert als in den Fällen, wo
mehrere Magnete zusammenwirken und dabei einander ergänzen, und etwaige Störungen in
der Thätigkeit des einen oder anderen Mag-
neten oder eines anderen Organes werden sofort bemerkt. Mit dem in vorbeschriebener
.Weise bewegten Schaltarm e wirkt eine besondere Vorrichtung zusammen, welche den
bei verschiedenen Umdrehungsgeschwindigkeiten seiner Gröfse nach ungleichmäfsigen Ausschlag
des Regulators in einen gleichmäfsigen Ausschlag derjenigen Organe übersetzt, durch
welche die betreffenden Werthe am Apparat zur Anzeige gebracht werden. Zu diesem
Zwecke ist auf der Zeigerachse des Abgabeapparates eine Scheibe e8 mit einer eigenthümlich
geformten Curvenführung e1 angeordnet,
welch letztere auf einen darin geführten Zapfen e6 des die vorerwähnten Stromschlufsstifte
e1 e2 enthaltenden Trägers e* so einwirkt,
dafs diese Stromschlufsstifte bei zunehmender Ausschlaggeschwindigkeit des Schaltarmes entsprechend
weiter und bei abnehmender Ausschlaggeschwindigkeit entsprechend weniger weit vom Schaltarm entfernt werden. Ohne
diese oder eine ihr gleichwerthige Vorrichtung würde die Verwendung eines in beschriebener
Weise durch die Bewegungen des Centrifugalregulators unmittelbar beeinflufsten Schaltarmes
für den angegebenen Zweck nicht möglich sein, weshalb man auch wohl bisher nicht auf
diese bei ihrer Einfachheit zweckmäfsigste und wirksamste Verwendungsweise verfallen ist,
sondern sich verwickelter Schaltvorrichtungen bedienen mufste.
■ Die Drehung der Welle, deren Umdrehungsgeschwindigkeit und Bewegungsrichtung angezeigt
werden soll, wird durch einen Riemen oder dergleichen auf eine Riemscheibe A übertragen,
die lose auf einer Welle α sitzt und mit dieser durch eine Kuppelung starr verbunden
werden kann. Diese Kuppelungsvorrichtung besteht darin, dafs die Nabe der Riemscheibe mit strahlenförmig angeordneten
Zähnen A1 ausgestattet ist, mit denen entsprechend
angeordnete Zähne einer auf der verschiebbaren Welle bl aufgekeilten Scheibe b
zusammenwirken. Mit ihrem einen Ende ist diese Welle δ1 in einem Gestelltheil-B gelagert,
während am anderen Ende derselben ein Lagerzapfen b2 in einer am Ende der Welle α vorgesehenen
Oeffhung verschiebbar ruht. Die Kuppelungsscheibe b gleitet mit einem Laufkeile
Z?3 in einer entsprechenden Nuth Z>4 der
Welle a.
Zum Ein- und Ausrücken der Kuppelung kann irgend eine beliebige zweckmäfsige Vorrichtung
verwendet werden. Im vorliegenden Falle ist dieselbe eine auf elektrischem Wege beeinflufste und besteht aus dem am Gestell B
befestigten Elektromagneten C, dessen Anker ο an einem Winkelhebel o1 angebracht sind.
Dieser ist um o2 am Gestell B drehbar und greift mit einem aufwärts gerichteten, gabelförmig
auslaufenden Arm o3 um die zu diesem Zwecke mit einer Ringnuth o4, Fig. ι und 2,
ausgestattete Nabe der Kuppelungsscheibe b, wodurch letztere, sobald die Elektromagnete
durch Drücken auf den Stromschlufsknopf o5 erregt werden und infolge dessen den Anker ο
anziehen, mit der sich drehenden Riemscheibe A in Eingriff gebracht und die Welle a in Umdrehung
versetzt wird.
Wie aus Fig. 3, 4 und Ίο ersichtlich, überträgt diese im Gehäuse D gelagerte Welle a
durch Zahnrad i und Getriebe i1 die Drehbewegung
auf eine zweite Welle z'2 und von dieser durch deren Zahnrad i3 und ein Getriebe
z'4 auf die ebenfalls innerhalb des Gehäuses gelagerte Regulatorwelle z'5. Auf dieser
Welle sind einerseits an einem festen Bunde z'6 und andererseits an einer auf der Welle gleitenden
Muffe z'9 einander gegenüber die Kniehebel t1 i8 vorgesehen, welche die Schwunggewichte
z'x tragen. Durch zwischen dem Bunde i6 und der Muffe z9 angebrachte Federn z'10
und iWx werden die betreffenden Theile für
gewöhnlich in der in Fig. 3 durch voll ausgezogene Linien angedeuteten Lage gehalten.
Die ganze Anordnung entspricht derjenigen eines Schwunggewichtsregulators bekannter Art.
In einer am Umfang der gleitenden Muffe z'9
vorgesehenen Ringnuth z'11 wird ein mit Gleitrolle
ausgestatteter Zapfen z'12 des Armes z13
geführt. Dieser sitzt am einen Ende einer in der hinteren Gehäusewandung gelagerten
Welle z'14, die an ihrem an der vorderen Seite
des Gehäuses gelegenen Ende die Nabe eines Schaltarmes e, Fig. 4 und 7, trägt.
Ein an diesem Sehaltarm vorgesehener Zapfen t, Fig. 14, steht für gewöhnlich zwischen
den beiden einander gleichartigen Federn i1 f2
hervor. Letztere sitzen an einem Block ts, welcher am Ende der Welle z14 vor der lose
auf dieser angeordneten Nabe des Schaltarmes befestigt ist. An einem von diesem Blocke f3
herabhängenden Arme i* ragt unten ein Zapfen f5 zwischen die beiden Federn tl f2 nach innen
zu hinein.
Die beiden Federn halten für gewöhnlich den Zapfen t des Schaltarmes zwischen sich ·
wenn aber die Welle z'14 sich in der einen oder
anderen Richtung, beispielsweise in der Richtung des Pfeiles Fig. 14, dreht, so wirkt, da der
Block i3 sich mit der Welle zusammen dreht, der Zapfen i5 in dem Sinne auf die Feder f1,
dafs diese von dem Zapfen t des Schaltarmes entfernt wird. Indem nun der Druck der
Feder f2 gegen den Zapfen zur Wirkung gelangt, wird der Schaltarm in gleicher Richtung
wie die Feder tl bewegt, bis sein Zapfen t
wieder mit der Feder tl in Berührung kommt und von derselben angehalten wird. Der
Schaltarm wird dann wieder in seiner gewöhnlichen Lage zwischen den beiden Federn
gehalten.
In gleicher Weise wirkt der Zapfen i5 auf
die Feder t2, wenn die Welle z14 entgegengesetzt
der Pfeilrichtung gedreht wird. Der Zweck dieser Einrichtung ist folgender: Wenn
die Regulatoreinrichtung bei sehr hoher Umdrehungsgeschwindigkeit der Welle mit der
dadurch in Umdrehung versetzten Welle gekuppelt wird, so werden die Schwunggewichte
infolge der grofsen Umdrehungsgeschwindigkeit im ersten Augenblick einen unverhältnifsmäfsig
grofsen Ausschlag erhalten und die Welle i14-entsprechend
weit herumbewegen, ehe die weiter unten zu beschreibenden Stromschlufsvorrichtungen
an den Seiten des Schaltarmes Zeit gehabt haben, der Bewegung des Schaltarmes zu folgen. Dies könnte unter Umständen eine
Beschädigung des Schaltarmes zur Folge haben, indem die Welle das Bestreben hat,
denselben zu bewegen, während die Stromsehlufsstifte denselben zurückhalten.
Bei Anwendung der oben beschriebenen Einrichtung wird dagegen die Welle, wenn sie,
wie oben beschrieben, eine ruckweise Bewegung ausführt, die eine oder die andere Feder t1t2
vom Zapfen t des Schaltarmes entfernen, worauf dieser durch die andere Feder schrittweise in
dem Mafse fortbewegt wird, wie die Stromschlufsstifte dies zulassen, bis er schliefslich die
durch die Welle fortgeschobene Feder wieder erreicht hat.
Es ergiebt sich hieraus, dafs die Welle jederzeit eine beliebig grofse Drehung auf einmal
ausführen kann, ohne dafs dadurch eine Beschädigung des Schaltarmes eintreten kann, da
dieser eben jener Drehung dann schrittweise folgt. Der Einfachheit halber soll indessen in
der Beschreibung diese nachgebende Verbindung der Welle mit. dem Schaltarm hinfort nicht
mehr besonders erwähnt werden, sondern es soll angenommen werden, dafs der Schaltarm
von der Welle aus zwangsläufig bewegt wird.
Für gewöhnlich hängt der Schaltarm zwischen den beiden Stromschlufsstiften e1 und e2 der
Arme e3 und e4, welch letztere von einander durch ihren Träger ex isolirt sind. Dieser ist
an einer Welle e5 beweglich angebracht, die in Lagern der vorderen Platte E, Fig. 4, 5
und 7, ruht.
Ein an diesem isolirten Träger angeordneter Zapfen e6 bewegt sich im Curvenschlitz e7 der
am inneren Ende der Welle e9 aufgekeilten Scheibe e8, wobei die Welle in der vorderen
Platte E gelagert ist und am äufseren Ende ein mit dem Getriebe e11 der Welle e12 in
Eingriff befindliches Zahnrad e10 trägt. Auf der
Welle e12 ist ferner, wie in Fig. 5 gezeigt, ein
Sperrrad e13 aufgekeilt. Der Zapfen e6 wird
durch eine gebogene Feder exx mit der Curvenführung
fortwährend in Berührung gehalten.
Die Stromschlufsstifte e1 e2 befinden sich im
Stromkreis mit den Elektromagneten F bezw. F1, deren Hauptanker ff1 an den einander entgegengesetzten
Enden des bei /3 drehbar gelagerten Ankerträgers befestigt sind. Mit letzterem
ist eine herabhängende Gabel /4 verbunden, deren Enden 6 und 7 als Klinken an
verschiedenen Seiten der Achse des Sperrrades e13 auf die Zähne des letzteren einwirken,
so dafs dieses, je nachdem die Gabel nach der einen oder anderen Seite in Schwingung
geräth, in der einen oder anderen Richtung gedreht wird. Mit dem Sperrrad tritt ferner eine Sperrklinke /5 in Eingriff.
An einem bei h3x gelagerten U-förmigen
Träger h2, dessen Enden 26 und 27 für gewöhnlich aufser Berührung mit den unbeweglich
angeordneten Stromschlufsstücken h3 h*,
Fig. 5, bleiben, sind Nebenanker h W für die Elektromagnete FF1 befestigt.
Der Ankerträger /2 ist an einem Ende mit Stromschlufsfedern m w} ausgestattet, die um
den an einem Ende einer Stange ma befestigten isolirten Block m2, Fig. 4, herumgreifen. Diese
Stange ruht verschiebbar in Lagern an der hinteren Wandung des Gehäuses D. An dem
Block m2 befinden sich auf den einander gegenüberliegenden Flächen desselben zwei schräg
liegende Stromschlufsplatten Pt4^m5, deren
Enden in die Höhe gebogen sind, wie in Fig. 6 und 6 a gezeigt. Hierdurch entstehen
die Stromschlufsstücke 8,9, 10 und 11, von denen 8 und 11 sich an der Kante oben links
(Fig. 6a) befinden, während 9 und 10 unten rechts gelegen sind, und zwar so, dafs sie von
den Stromschlufsfedern. m ml beeinflufst werden
(Fig. 5), wenn der Ankerträger durch die Elektromagnete F und F1 in Schwingung
versetzt wird.
Wird der Anker f1 vom Magneten F1 angezogen,
so wirken die Federn zunächst auf das Stromschlufsstück 8 der Platte mi, wogegen
, wenn der Anker / vom Magneten F angezogen wird, die Feder ml mit dem Stromschlufsstück
10 der Platte m5 in Berührung kommt. Wird nun aber die Stange ms mit
dem daran befestigten Block m2 nach rechts (Fig. 4 und 6) geschoben, so kommt dadurch
das Stromschlufsstück 11 der Platte, w5 dahin,
wo sich vorher das Stromschlufsstück 8 der Platte Ot4 befand, während 9 an der Platte m4
dahin kommt, wo vorher 10 an der Platte m5
sich befand. Wird nunmehr der Anker/1 angezogen, so wird jetzt die Feder, statt des
Stromschlufsstückes 8 der Platte m4, das mit 11 bezeichnete, an dem nach oben gerichteten
Ende der Platte ms berühren, wogegen, wenn der Anker/ angezogen wird, die Feder ml
statt, wie vorher, das Stromschlufsstück 10 der Platte m5, nunmehr dasjenige 9 an dem nach
unten gerichteten Ende der Platte m4 berühren wird. Es wird also, in einem Falle die Anziehung
des Ankers / seitens des Magneten
das Schliefsen eines Stromkreises durch die Platte m5 und die Anziehung des Ankers f1
die Schliefsung des anderen Stromkreises durch die Platte ml zur Folge haben, während im
anderen Falle, wenn der Block m2 nach rechts bewegt worden ist, durch die Anziehung des
Ankers f der eine Stromkreis durch die Platte m4 und durch die Anziehung des
Ankers f1 der andere Stromkreis durch die Platte m5 geschlossen wird.
Die Verschiebung der Stange m3 in ihrer Längenrichtung erfolgt dadurch, dafs mehrere
an der vorderen Fläche der am inneren Ende der Welle α, Fig. 3 und 4, befestigten Scheiben4
hervorstehende Stifte n% nach einander gegen einen in ihre Bewegungsbahn hineinragenden
Anschlag n, Fig. 4 und 11, zur Wirkung gelangen,
der bei n1 am inneren Ende der Stange w3 angelenkt und durch eine Feder n2
für gewöhnlich' in senkrechter Stellung gehalten wird. Wenn die Stifte ns bei der Drehung
der Scheibe in der einen oder anderen Richtung gegen den Anschlag treffen, so legen sie ihn
zunächst theilweise um, bis die daran vorgesehene Fläche nx, Fig. 11, einer weiteren
Drehung des Anschlages um seinen Lagerpunkt n1 ein Hindernifs entgegensetzt. Da
aber bei dieser Lage des Anschlages letzterer der Bewegung des betreffenden Stiftes n3 immer
noch im Wege ist, so schiebt dieser Stift, indem er seine Bewegung fortsetzt, den Anschlag
und damit auch die nunmehr starr mit demselben verbundene Stange m3 bei Seite. Ist
der auf den Anschlag zuerst zur Wirkung gelangte Stift ns vorbeigegangen, so richtet sich
der Anschlag unter dem Einflufs seiner Feder n2 wieder auf, wobei dann die in gleicher Richtung
wie der erste diesem folgenden Stifte der Scheibe n4 den Anschlag im Vorbeigehen
zwar berühren, ohne denselben aber jetzt noch im Sinne einer Verschiebung der Stange
beeinflussen zu können. Dreht sich die Scheibe aber nunmehr in der entgegengesetzten Richtung,
so werden die Stifte, da sie jetzt den Anschlag von der anderen Seite treffen, ihn
zunächst zum Theil umlegen und dann mitnehmen, so dafs die Stange m3 in der entsprechenden
Richtung verschoben wird. Durch die auf diese Weise bewirkte Verschiebung der Stange w3 wird also der an dieser befestigte
Block m2 von der in Fig. 4, 6 und 10 durch
voll ausgezogene Linien bezeichneten in die punktirt angedeutete Lage bewegt, und umgekehrt,
wodurch die bereits beschriebene Auswechselung der Stromschlufsstücke veranlafst
wird.
Der Schaltarm e und die Ankerträger f2
und h2 sind mit der Bodenplatte des Apparates
elektrisch leitend verbunden, während die Stromschlufstheile h3 /z4 e1 und e2 von dieser
Bodenplatte isolirt sind.
Wie aus Fig. 8 ersichtlich, sind die Stromschlufsstifte e1 e'2 durch Drähte 30 bezw. 31
mit den feststehenden Stromschlufsstücken ha bezw. Tz4 und diese ihrerseits durch Drähte
32,33 mit den Elektromagneten F bezw. F1 verbunden. Diese Magnete sind mit dem
Leitungsdraht 34 verbunden, der nach einem an einem entfernten Ort aufgestellten Empfangsapparat führt, welcher die Umdrehungsgeschwindigkeit
und Bewegungsrichtung der betreffenden Welle anzeigt oder registrirt.
Bei dem in Fig. 12 und 13 veranschaulichten
Empfangsapparat sind vier Polklemmen rrlr2r&
vorgesehen, von denen r2 mit der Bodenplatte des Apparates leitend verbunden ist, während
die übrigen Polklemmen von dieser Bodenplatte isolirt sind.
Die Polklemme r befindet sich im Stromkreis mit dem Elektromagneten c und die
Polklemme r3 im Stromkreis mit dem Magneten c1, während beide Magnete durch
Drähte 50 und Bodenplatte c2 mit der Polklemme r'2 verbunden sind. Von der Polklemme
r1 führt ein Draht d* nach der von
der Bodenplatte isolirten Polklemme d, mit welcher ein Theil d1 einer Stromschlufsyorrichtung
verbunden ist, deren zweiter Theil aus einem an einer Welle ds befestigten
Arm d"1 besteht. Letzterer wird durch sein
eigenes Gewicht für gewöhnlich in Berührung mit dem Theil d1 gehalten. Um diesen Stromschlufsarm
d2 aufser Berührung mit d1 zu bringen, ist ein Ausschaltehebel J4 vorgesehen.
Derselbe ist in Fig. 13 zum gröfsten Theil punktirt angedeutet und sitzt an einer Welle d5,
deren Lager sich an der Bodenplatte des Apparates befinden.
Dieser Ausschaltehebel reicht quer über die Arme c12 c13 der Gabel c10 hinweg. Mit seinen
in einander entgegengesetzter Richtung gebogenen Armen d1 ds wirken Zapfen d9 bezw.
d 10 an den Armen c12 bezw. c13 der Gabel
in der W7eise zusammen, dafs, wenn das Joch c9 durch den einen oder anderen Magneten
c bezw. c1 bewegt wird, der Ausschaltehebel
immer in ein und derselben Richtung um seinen Drehpunkt schwingt, wobei er mit seinem verlängerten Arm di gegen den
Zapfen d12 des Stromschlufsarmes d'2 trifft und
letzteren von der Stromschlufsfeder dl abhebt.
Auf diese Weise wird also jedesmal, wenn einer der Magnete erregt wird, der Stromkreis
an dieser Stelle unterbrochen.
Je nachdem durch Erregen des einen oder des anderen Empfangsmagneten c c1 die Gabel
in der einen oder in der anderen Richtung in Schwingung versetzt wird und infolge
dessen entweder mit ihrem Arm c12 oder mit c13 auf das Sperrrad cu einwirkt, wird dieses
entweder in der einen oder in der anderen Richtung jedesmal um einen Zahn ■ gedreht.
Diese Drehung wird durch Vermittelung der Zahnräder c16c18 auf den Zeiger c20 des
Empfangsapparates übertragen, der sich entsprechend über das Zifferblatt c21 bewegt und
an diesem die Anzahl Umdrehungen anzeigt, welche die am Abgabeapparat auf dessen Riemscheibe
A wirkende Welle ausführt.
Ein mit dem Zahnrad c18 des Empfangsapparates auf derselben" Welle sitzendes Getriebe
c19 befindet sich mit einem gezahnten Sector c22 auf der Welle c23 in Eingriff und
■versetzt diesen in Schwingung. An der Welle 23 ist ein mit einem Farbstift ausgestatteter
Arm c24 befestigt, der sich über einer durch Uhrwerk gedrehten Scheibe bewegt.
Diese wird von dem (in der Zeichnung fortgelassenen) Uhrwerk in 24 Stunden einmal
herumgedreht und trägt eine entsprechend eingerichtete Theilung, so dafs die Umdrehungsgeschwindigkeiten
für jede beliebige Zeit im Laufe der verflossenen 24 Stunden auch nachträglich abgelesen werden können.
Wie aus Fig. 8 ersichtlich, ist der vom Abgabeapparate ausgehende Leitungsdraht 34 an
die Polklemmen r2 des Empfangsapparates angeschlossen und somit auch mit der Bodenplatte
des Empfangsapparates leitend verbunden. Die Polklemme d dieses Apparates steht durch
einen Draht 35 mit dem einen Pol der Stromquelle Q in Verbindung, von deren anderem
Pol der Draht 36 nach der Lagerung/3 des Ankerträgers _/2 bezw. nach der Bodenplatte
des Apparates führt.
Die Stromschlufsplatte m4 des verschiebbaren
Blockes to2 ist durch einen Draht 37 mit der Polklemme r3 und dem Magneten c1 des
Empfangsapparates verbunden, während die andere Stromschlufsplatte m5 des Blockes durch
einen Draht 38 mit der Polklemme r und dem Magneten c des Empfangsapparates in Verbindung
steht.
Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende:
Wenn durch Drücken auf den Knopf o5 die Kupplung zur Wirkung gebracht und die Drehbewegung
der dadurch angetriebenen W7elle a
auf die Schwunggewichte des Regulators übertragen worden ist, so wird die dadurch hervorgerufene
Verschiebung der Muffe i9 eine entsprechende Drehung der den Schaltarm e
tragenden Welle iu zur Folge haben. Indem infolge dessen dieser Schaltarm den Stromschlufsstift
e2 berührt, wird der Stromkreis von der Stromquelle aus nach Draht 36, Bodenplatte
des Abgabeapparates, Schaltarm e, Strom-, schlufsstift e2, Draht 31, Stromschlufsstück /z4,
Draht 33, Elektromagnet F1 und von diesem durch Draht 34 nach dem Empfangsapparat
und zurück nach der Stromquelle geschlossen. Der Magnet F1 zieht seinen Nebenanker h1
an, wodurch das Ende 26 des U - förmigen Trägers /z2 mit dem Stromschlufsstück /z4 in
Berührung gelangt und der Schaltarm e mit seinem Stromschlufsstift e2 ausgeschaltet wird,
so dafs der von der Stromquelle Q. kommende Strom seinen Weg durch den Draht 36 und
die Bodenplatte des Apparates unmittelbar nach dem Stromschlufsstück /z4, durch den Träger h2
und von dort durch den Draht 33, Magneten F1, Draht 34 nach dem Ankerträger c9
des Empfangsapparates, durch den Ausschaltehebel i/2, Polklemme d und Draht 35 nach
der Stromquelle nimmt.
Indem durch die Anziehung des Nebenankers, wie beschrieben, der Stromkreis zwischen
dem Träger /12 und dem Stromschlufsstück /z4 geschlossen wird, kann der volle
Strom von der Stromquelle durch den Magneten F1 hindurchgehen, so dafs dieser seinen
Hauptanker f1 anzieht und die Feder m in
Berührung mit dem Stromschlufsstück 8 der Platte Ot4 gelangt. Der von der Stromquelle Q
kommende Strom kann alsdann durch Draht 36, Bodenplatte des Apparates, Ankerträger f'2,
Feder m, Stromschlufsplatte m4, Draht 37,
Magnet c1 des Empfangsäpparates, von hier
aus nach dem Ankerträger c9 und, wie vorher, durch den Draht 35 zurück nach der Stromquelle
seinen Weg nehmen. Hierbei zieht der Magnet c1 seinen Anker, an und die Gabel c10
dreht den Zeiger um einen Strich nach rechts (Fig. 9), wobei durch die Gröfse des Zeiger-,
ausschlages die Anzahl Umdrehungen, welche die Welle ausführt, und durch die Richtung,
in welcher sich der Zeiger bewegt (nach derjenigen Seite des Zifferblattes, auf welcher sich
neben der senkrechten Linie, Fig. 9, das Wort »Vorwärts« befindet), die Drehungsrichtung der
Welle zum Ausdruck gebracht wird.
Indem die den Zeigerp des Abgabeapparates tragende Welle e9 sich um einen Schritt dreht,
wenn der Anker fl des Magneten F1 angezogen
wird, wirkt die Curvenführung e1 der
Scheibe e8 am Ende der Welle in dem Sinne auf den Zapfen e6 des Trägers ex, dafs dadurch
der Stromschlufsstift e2 sich vom Schaltarm e entfernt, während am Empfangsapparat
der Stromkreis durch den Ausschaltehebel d2
unterbrochen wird, so dafs die betreffenden Theile ihre gewöhnliche Stellung wieder einnehmen.
Bleibt nun der Schaltarm, indem er dem sich entfernenden Stromschlufsstift e2 folgt, mit
diesem in Berührung, so wird der durch den Ausschaltehebel d'2 des Empfangsapparates eben
unterbrochene Stromkreis alsdann sofort wieder geschlossen. Infolge dessen bewegt sich der
Zeigerp abermals um einen Schritt weiter, um die Zunahme der Umdrehungsgeschwindigkeit
zur Anzeige zu bringen, und es wird ein zweiter Stromstofs durch den Magneten c1 des
Empfangsapparates hindurchgesendet, was zur
Folge hat, dafs auch in diesem der Zeiger um einen Schritt weiter bewegt wird und dadurch
die Zunahme der Umdrehungsgeschwindigkeit anzeigt. Der beschriebene Vorgang dauert so
lange fort, bis der Stromschlufsstift e2 sich so weit bewegt hat, dafs der Schaltarm e ihm
nicht weiter folgen kann und der Stromkreis zwischen diesen beiden Theilen unterbrochen
bleibt. Inzwischen ist der Zeiger, ebenso wie auch der den Farbstift führende Army am
Empfangsapparat, infolge der nach einander durch die Leitung hindurchgesendeten Stromstöfse,
so bewegt worden, dafs dadurch die bis dahin erreichte höchste Umdrehungsgeschwindigkeit
der Welle angezeigt wird, während, wie bereits gesagt, die Drehungsrichtung
der Welle durch die Bewegungsrichtung des Zeigers zum Ausdruck gebracht wird. Nimmt nun die Umdrehungsgeschwindigkeit
der Welle ab, so wird durch den verringerten Ausschlag der Schwunggewichte ix der Schaltarm
e um eine gewisse Entfernung zurückbewegt und berührt dabei den Stromschlufsstift
e1. Der dadurch geschlossene Stromkreis geht alsdann von der Stromquelle aus durch
Leitungsdraht 36, Schaltarm e, Stromschlufsstift el, Draht 30, Stromschlufsstück /?3, Draht 32,
Magnet F, Draht 34, durch den Empfangsapparat und zurück zur Stromquelle. Dabei
wird der Nebenanker h angezogen, der Stromkreis durch den Arm 27 des Trägers h2 geschlossen
und der Schaltarm mit seinem Stromschlufsstift in gleicher Weise, wie oben beschrieben,
ausgeschaltet, so dafs der Strom von der Stromquelle aus durch Draht 36, Träger /?2,
Stromschlufsstück h3, Draht 32, Magnet F nach dem Draht 34 und, wie bereits beschrieben,
nach der Stromquelle zurückgeht. Unter dem Einflufs dieses Stromes wird der Hauptankery angezogen und die Feder m1 mit
dem Stromschlufsstück 10 der Platte m5 in
Berührung gebracht, wodurch der Stromkreis von der Stromquelle aus durch Draht 36,
Ankerträgery2, Feder m1, Stromschlufsstück 10,
Platte Ot5, Draht 38, Empfangsmagnet c,
Ausschaltehebel d2 und Draht 35 zurück nach der Stromquelle geleitet wird. Der Magnet c
zieht seinen Anker an und durch die dadurch hervorgerufene Schwingung der Gabel c10 nach
rechts wird der Zeiger des Empfangsapparates und der den Farbstift tragende Arm um einen
Strich nach der Nullstellung. zu zurückbewegt. Inzwischen ist am Abgabeapparat durch die
Anziehung des Ankers f die Gabel f* nach
rechts bewegt und dadurch das Sperrrad e13 in einem der durch den Pfeil angedeuteten
Bewegungrichtung entgegengesetzten Sinne gedreht worden. Damit hat sich auch der Zeiger
ρ des Abgabeapparates um einen Strich wieder seiner Nullstellung genähert, indem er
sich dabei der Richtung des Pfeiles 30 entgegen bewegt hat. Durch diese entgegengesetzte
Drehbewegung der den Zeiger^ tragenden Welle c9 wird dann der Stromschlufsstift
e1 wieder aufser Berührung mit dem Schaltarm e gebracht.
Nimmt die Umdrehungsgeschwindigkeit der Welle noch weiter ab, so folgt der Schaltarm
der rückgängigen Bewegung des Stromschlufsstiftes e1 so lange, bis die Welle schließlich
zum Stillstand gelangt oder ein Mindestmafs von Umdrehungsgeschwindigkeit, erreicht hat.
Wenn alsdann der Stromschlufsstift e1 unter
dem Einflufs des letzten durch die Leitung gesendeten Stromstofses vom Schaltarm entfernt
worden ist, so ist inzwischen auch der Stromkreis durch den Ausschaltehebel d2 des
Empfangsapparates unterbrochen worden. Der Zeiger, sowie der den Farbstift tragende Arm
des Empfangsapparates bewegen sich dann gleichzeitig mit dem Zeiger des Abgabeapparates
zurück.
Es erhellt, dafs, gleichgiltig in welcher Richtung die Welle α sich dreht, die Einwirkung
der Schwunggewichte ix auf die verschiebbare Muffe ?9 bewirkt, dafs durch den Schaltarm e
Stromstöfse durch den Elektromagneten gesendet werden, die eine zunehmende Umdrehungsgeschwindigkeit
zur Anzeige bringen, und dafs in gleicher Weise Stromstöfse durch den Elektromagneten F hindurchgeschickt werden,
durch die eine Abnahme der Umdrehungsgeschwindigkeit zum Ausdruck gebracht wird.
Am Abgabeapparat sind keine Vorrichtungen vorgesehen, durch welche hier die Drehungsrichtung der Welle angezeigt wird; indessen
ist es erforderlich, dafs am Empfangsapparat derartige Vorrichtungen vorhanden sind.
Zu diesem Zwecke mufs die Einrichtung so getroffen werden, dafs der Abgabeapparat .F1,
welcher von den eine Zunahme der Umdrehungsgeschwindigkeit zum Ausdruck bringenden
Stromstöfsen beeinflufst wird, im einen Falle mit dem Empfangsmagneten c1 zusammenwirkt,
um den Zeiger des Empfangsapparates im Sinne einer Zunahme der Umdrehungsgeschwindigkeit
in der einen Drehungsrichtung zu bewegen, während derselbe Magnet F1,
wenn die Drehungsrichtung sich geändert hat, mit dem anderen Emgfangsmagneten c zusammenwirken
mufs , indem , · da die Bewegungsrichtung der Welle am Empfangsapparat durch die Bewegung des Zeigers nach
der einen oder nach der anderen Seite der mittleren Linie am Zifferblatt zum Ausdruck
gebracht wird, im einen Falle dem Magneten c1
und im anderen Falle dem Magneten c die Aufgabe zufällt, den Zeiger im Sinne einer
Zunahme der Umdrehungsgeschwindigkeit zu bewegen.
Diese Umschaltung wird mittelst des gleitbaren Blockes m2 und der am letzteren in be-
reits beschriebener Weise angeordneten Stromschlufsplatten ml und mh bewirkt, so dafs,
wenn die Welle sich in der einen Richtung dreht, die einer Zunahme der Umdrehungsgeschwindigkeit
entsprechenden Stromstöfse vom Magneten F1 durch den Empfangsmagneten c1,
die einer Abnahme der Umdrehungsgeschwindigkeit entsprechenden Stromstöfse vom Magneten
F dagegen durch den Empfangsmagneten c hindurchgesendet werden, bis die Welle zum
Stillstand gelangt ist. Beginnt sie dann, sich in der entgegengesetzten Richtung zu drehen,
so wird der Block m2, wie bereits beschrieben, aus seiner durch voll ausgezogene Linien bezeichneten
Lage in die in Fig. 4 und 6 punktirt angedeutete Lage bewegt. Wenn nun die Umdrehungsgeschwindigkeit der Welle in dieser
Drehungsrichtung zunimmt, so werden die dadurch veranlafsten Stromstöfse vom Magneten F1
aus, statt, wie vorher, durch Feder m und Stromschlufsplatte mi nach dem Empfangsmagneten c\ jetzt durch Feder m und Stromschlufsplatte
m5 nach dem Empfangsmagneten c gehen. Letzterer, der zuvor vom Magneten F
Stromstöfse erhielt, die eine Verminderung der Umdrehungsgeschwindigkeit zum Ausdruck
brachten, erhält jetzt die Stromstöfse vom Magneten F1, wodurch der Zeiger und der
Arm in der entgegengesetzten Richtung bewegt werden, um dadurch eine Zunahme der
Umdrehungsgeschwindigkeit zur Anzeige zu bringen.
In gleicher Weise wird der Empfangsmagnet c1 mittelst des gleitbaren Blockes m2
mit dem Abgabemagneten F in Verbindung gebracht, so dafs Stromstöfse, die eine Abnahme
der Umdrehungsgeschwindigkeit anzeigen, durch den Empfangsmagneten cl hindurchgesendet
werden, der nunmehr eine Zurückbewegung des Zeigers im Sinne einer
Abnahme der Umdrehungsgeschwindigkeit bewirkt.
Da naturgemäfs die "durch Aenderungen in der Umdrehungsgeschwindigkeit der Welle
veranlafsten Aenderungen im Ausschlag der Schwunggewichte des Regulators bei hohen
Umdrehungsgeschwindigkeiten erheblich gröfser sind als bei niedrigen Umdrehungsgeschwindigkeiten,
so dafs beispielsweise bei einem Uebergang von 125 Umdrehungen auf 130 Umdrehungen
in der Minute die durch diese Zunahme von fünf Umdrehungen hervorgerufene Vergröfserung des Ausschlages der Schwunggewichte
eine erheblich viel gröfsere ist als diejenige Vergröfserung des Ausschlages, welche
beim Uebergang von der niedrigeren Umdrehungsgeschwindigkeit von 25 auf eine solche
von 30 in der Minute bewirkt wird, so ist es zweckmäfsig, das Uebersetzungsverhä'ltnifs
zwischen dem Regulator und den Anzeigeapparaten so einzurichten, dafs der Zeigerausschlag
bei allen Umdrehungsgeschwindigkeiten, einerlei ob dieselben klein oder grofs, dem Mafse der eintretenden Aenderungen möglichst direct proportional ist.
Mit Rücksicht hierauf ist die Curvenführung e7
der Curvenscheibe e8 so geformt, dafs die Strom schlufsstifte bei jedem Stromstofs, bei
welchem der Schaltarm (zwischen zwei Stromstöfsen) eine nur kurze Bewegung ausführt, um
eine entsprechend kurze Strecke fortbewegt werden, und dafs umgekehrt, wenn der Schaltarm
sich schneller bewegt, auch die Stromschlufsstifte um eine entsprechend gröfsere
Strecke fortbewegt werden, wie dies aus Fig. 7 ohne Weiteres verständlich ist. Mit Rücksicht
auf den gleichen Zweck sind auch die Drehungsachsen des Trägers für die Stromschlufsstifte
einerseits und des Schaltarmes andererseits in einiger Entfernung neben einander
angeordnet. Dies hat zur Folge, dafs, indem die Stromschlufsstifte ' und der Schaltarm
sich der Waagerechten nähern, durch die damit eintretende Aenderung in der Winkelstellung
der betreffenden Theile zu einander der Abstand zwischen den Stromschlufsstiften
und dem Schaltarm vergröfsert wird. Hierdurch wird eine ähnliche Wirkung erzielt, wie
durch die oben beschriebene Curvenscheibe.
Diese .Einrichtung kann auch bei solchen
Anzeigevorrichtungen Anwendung finden, bei denen der erste Antrieb, statt, wie im vorliegenden
Falle, durch eine in Umdrehung versetzte Welle, durch irgend eine beliebige andersartige Vorrichtung mit veränderlicher Bewegung
erfolgt.
Um die Federspannung des Regulators den bei den verschiedenen Umdrehungszahlen
wechselnden Bedingungen in wirksamerer Weise anzupassen,, als dies bei Anwendung nur einer
Feder z'10 möglich ist, so dafs der vom Regulator
beeinflufste Zeiger ρ bei den niedrigsten Umdrehungsgeschwindigkeiten ebenso genau
arbeitet wie bei den höchsten, verwendet man zweckmäfsig noch eine zweite Feder z'1Ox, die
eine geringere Spannung als die Feder z10 besitzt und bei Beginn der Drehbewegung der
Welle in Wirksamkeit tritt. Nachdem diese schwächere Feder bei entsprechender Zunahme
der Umdrehungsgeschwindigkeit vollends zusammengedrückt worden ist, tritt dann die
stärkere Feder i10 in Wirksamkeit.
Statt der vorbeschriebenen doppelten Feder kann man selbstredend auch eine einzelne
Feder anwenden, die am einen Ende eine stärkere Spannung besitzt als am anderen.
Der Druckknopf ο5, mit Hilfe dessen man
die Kupplung in und aufser Thätigkeit setzt, ist nach der Zeichnung in einiger Entfernung
von der Kupplung angebracht. Zweckmäfsig ordnet man denselben in der Nähe des Empfangsapparates an.
Claims (2)
- Pa τ ε nt-An sprüche:ι. Elektrische Fernmeldevorrichtung zum Anzeigen der Umdrehungsgeschwindigkeit und Bewegungsrichtung einer Welle, dadurch gekennzeichnet, dafs ein Schaltarm (e) im Abgabeapparat von einem in letzterem angeordneten Schwunggewichtsregulator, entsprechend den Aenderungen in der Umdrehungsgeschwindigkeit, aber unabhängig von der Umdrehungsrichtung und von der Gröfse der Bewegung der Welle, nach der einen und der anderen Richtung bewegt wird und dabei nach einander mit dem einen oder anderen von zwei zu den Seiten des Schaltarmes angeordneten und sich in gleicher Richtung wie dieser bewegenden Stromschlufsstiften (e1 e2) in und wieder aufser Berührung gelangt und dadurch je nach der Gröfse seines Ausschlages eine gröfsere oder geringere Anzahl von Stromstöfsen hervorruft, durch welche der Zeiger eines Empfangsapparates entsprechend bewegt wird.
- 2. Eine Ausführungsform der unter i. gekennzeichneten Vorrichtung, bei welcher der bei verschiedenen Umdrehungsgeschwindigkeiten seiner Ausdehnung nach ungleichmäfsige Ausschlag des Regulators in einen gleichmäfsigen Ausschlag der die Anzeige bewirkenden Organe dadurch übersetzt wird, dafsa) am Abgabeapparat eine auf der Zeigerachse sitzende Scheibe (e%) mit einer derart gestalteten Curvenführung (e1) versehen ist, dafs diese durch ihre Einwirkung auf einen Zapfen (e6) eines die StromschlufsstifteYe1 e1) enthaltenden Trägers (eyj bei zunehmender Ausschlaggeschwindigkeit des Schaltarmes (e) die am Träger befindlichen Stromschlufsstifte jedesmal entsprechend weiter und bei abnehmender Ausschlaggeschwindigkeit entsprechend weniger weit vom Schaltarm entfernt, und dafsb) die Achsen des Trägers fex) und des Schaltarmes (e) in einiger Entfernung über einander angeordnet sind, so, dafs der Abstand zwischen den Stromschlufsstiften und dem Schaltarm sich in zunehmendem Mafse vergröfsert, je mehr sich Träger und Schaltarm der Waagerechten nähern.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE78072C true DE78072C (de) |
Family
ID=350826
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT78072D Active DE78072C (de) | Fernmeldevorrichtung zum Anzeigen der Umdrehungsgeschwindigkeit und Bewegungsrichtung einer Welle |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE78072C (de) |
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0
- DE DENDAT78072D patent/DE78072C/de active Active
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