DE60190C - Elektricitätsmesser - Google Patents

Elektricitätsmesser

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DE60190C
DE60190C DENDAT60190D DE60190DA DE60190C DE 60190 C DE60190 C DE 60190C DE NDAT60190 D DENDAT60190 D DE NDAT60190D DE 60190D A DE60190D A DE 60190DA DE 60190 C DE60190 C DE 60190C
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DENDAT60190D
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ClE ANONYME CONTINENTALE POUR LA FABRICATION DES COMPTEURS Ä GAZ in Paris, 9 bis 15 Rue Petrelle
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01RMEASURING ELECTRIC VARIABLES; MEASURING MAGNETIC VARIABLES
    • G01R11/00Electromechanical arrangements for measuring time integral of electric power or current, e.g. of consumption

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  • Physics & Mathematics (AREA)
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  • Mechanical Control Devices (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
Elektricitätsmesser.
Dem vorliegenden Elektricitätsmesser liegt der Erfindungsgedanke zu Grunde, ein Zählwerk nach bestimmten Zeitabschnitten im Verhältnifs zur Kraft, welche auf einen elektrodynamischen Wattmesser ausgeübt wird, in Thätigkeit zu setzen und dadurch das Mafs der elektrischen Arbeit (Stromstärke mal elektromotorischer Kraft oder / X E) zu bestimmen.
Der Elektricitätsmesser besteht:
1. aus einer elektrischen Kraftmaschine mit gleichmäfsiger Bewegung, welche nach bestimmten Zeitabschnitten die Theile des Zählwerks in Thätigkeit setzt;
2. aus einem elektrodynamischen Wattmesser, dessen bewegliche Rolle an dem freien Ende einer Drehungsfeder befestigt ist, deren anderes Ende in einem bestimmten Zeitpunkt mit der elektrischen Kraftmaschine verbunden wird;
3. aus dem Zählwerk, welches sich nach bestimmten Zeittheilen um denselben Winkel vorwärts dreht, den die. Drehungsfeder des elektrodynamischen Wattmessers machen mufs, um die bewegliche Spule in einer bestimmten, bei jeder Messung immer derselben Ablenkung mit dem Werth der geleisteten Arbeit in Gleichgewicht zu bringen, unter Zugrundelegung des Productes J X E= o. Dieser Winkel giebt genau den Werth der elektrischen Arbeit Jy^E, infolge des Verhältnisses einerseits der elektrodynamischen Wirkungen zu den Stromstärken, andererseits der durch die Drehungsfeder auf die Drehungswinkel ausgeübten Kraft.
i. Die elektrische Kraftmaschine mit gleichmäfsiger Bewegung beruht darauf, dafs die Geschwindigkeit eines Schwungkraftreglers, welcher auf eine Winkelgeschwindigkeit n> eingestellt ist und unter der Wirkung einer beliebigen Kraft steht, sobald er aus seiner Ruhestellung geht, wächst und bis auf den Werth w steigt, dann gleich dem Werth w bleibt, bis die beweglichen Massen ihre gröfste Verschiebung erreicht haben. Während, dieser Verschiebung der Massen sammelt aber der Regler, welcher als Schwungrad wirkt, eine bestimmte Menge mechanischer Kraft auf, infolge des Anwachsens der linearen Geschwindigkeit seiner Massen. ■ · ■
Der Regler, sich selbst überlassen, . behält dabei eine fast dem Werth w gleiche Geschwindigkeit während der ganzen Zeit der Verschiebung der Massen, indem er die vorher aufgespeicherte Kraft abgiebt. Mit anderen Worten: Der mit der- Geschwindigkeit n> sich drehende ' Regler bildet einen mechanischen Kraftsammler mit nahezu gleichbleibender Geschwindigkeit.
Nach diesem Grundgedanken ist die in den Fig. i, 2, 3, 4 und 5 dargestellte elektrische Kraftmaschine gebaut. EE1 sind die Elektromagnetspulen, F ist der Anker, welcher auf der drehbaren Achse F1 angeordnet ist (Fig. 1 und 2) und durch die Feder R in der Ruhelage, wie Fig. 4 zeigt, gehalten wird. Die Achse F1 führt durch das Verschlufsstück der Kerne und trägt den gezahnten Daumen D, welcher die ihm durch die Drehung des Ankers F erzielte Bewegung auf den winklig geformten (Dreiwinkel-) Hebel G überträgt. Dieser Hebel G befindet sich auf
der Achse h, um welche sich die mit den Stromschlufsfedern e versehene Ebonitscheibe H dreht.
Ueber den Stromschlufsfedern e (eine oder mehrere) sitzt ein kegelförmiger Stromschlufsknopf C, welcher von der auf dem oberen Theil der Spindel 0 befindlichen Büchse B getragen wird. Auf derselben Spindel O ist nun der Schwungkraftregler angebracht. Er besteht aus dem bewegbaren Querbalken B\ dessen Enden (Fig. 3) gabelförmig gestaltet sind und in deren Zinken die mit den Gewichten M M1 versehenen Arme m m1 ihre Achslager haben. Die Arme m m1 sind nach innen zu mit den Zinken b b1 ausgerüstet, welche am Balken B* befindliche Zapfen umspannen und sich mit der oberen Zinke b auf die in der auf der Spindel O angebrachten Scheibe A sitzenden Stifte α α1 stützen, so dafs bei der Drehung des Balkens B x und dem durch Schwungkraft entstehenden Auswärtsschwingen der Gewichte MM1 ein Anheben des Balkens B1 eintritt.
.Der untere Theil der Spindel O (Fig. 1) ist mit einer Rinne O2 versehen, in welche sich der bügeiförmige Hebel S, dessen geometrischer Mittelpunkt bei/liegt, mit seinem abgerundeten Theil legt (Fig. 4). Der Bügel S ist bei s im Anker F des Elektromagneten EE1 drehbar angeordnet; seine Bewegung wird durch einen Stift in der Weise begrenzt, dafs er sich genügend weit von der Achse O entfernen kann.
Im Zustande der Ruhe liegt der Dreiwinkelhebel G mit der Schneide G2 (Fig. 3) in der Zahnlücke d1. des Daumens Z), die Ebonitscheibe H mit den Federn e am Stromschlufsknopf C.
Dadurch ist für den Elektromagnet EE1 der zum Hauptstromkreise parallel liegende Stromkreis geschlossen (Fig. 3), vom -\- Pol über CeEE1 zum —Pol zurück. Der Anker F wird nun von den Polen angezogen und dreht sich (Fig. 4) mit dem oberen Ende nach rechts. An dieser Bewegung nimmt der Bügel S, welcher die Spindel O verläfst, sowie der Daumen D Theil, welcher sich (Fig. 3) nach rechts bewegt, dadurch mit der Schneide G2 aus der Zahnlücke dl herausgeht und auf die Schneide des Zahnes d2 steigt, wobei sich der Hebel G an den Anschlag g legt. Mit der weiteren Ankerbewegung wird die Schneide G2 des Hebels G über die Schneide von d2 fortbewegt und in die Zahnlücke d2 gelegt, infolge dessen der Hebel G auf den Anschlag g1 fällt.
Diese Bewegung des Hebels G von g nach g1 wird auf die mit demselben auf der Achse h befindliche Ebonitscheibe H übertragen, letztere wird gehoben und trennt dadurch die Stromschlufsfedern e von dem Stromschlufsknopf C, infolge dessen ist der Stromkreis für EE1 unter
brochen und der Anker F geht mit dem bügeiförmigen Hebel S unter der Wirkung der Feder R in die Ruhestellung zurück. Bei dieser Bewegung wird gleichzeitig der gezahnte Daumen D unter die Schneide G2 fortgezogen, so dafs diese wieder in die Zahnlücke d1 einfällt und den Hebel G in die Ruhestellung . zurückbringt.
Beim Zurückgehen legt sich der Bügel S (Fig. 4) gegen die Spindel O und versetzt diese unter dem Druck der Feder R in Drehung. Mit Rücksicht darauf, dafs durch die Ankeranziehung eine starke Anspannung der Feder R erfolgt ist und dafs bei der Stromunterbrechung eine augenblickliche und kräftige Wirkung derselben stattfindet, ist die Drehung der Spindel O stark genug, um den Balken B1 mit den Gewichten MM1 (den Regler) nahezu um den gröfsten Hub anzuheben. Die Geschwindigkeit ist somit innerhalb gewisser Grenzen unabhängig von der von dem Regler zu überwindenden Kraft und die Stromschliefser C und e stehen um so näher an einander, je gröfser diese Kraft ist.
Man könnte die Einrichtung auch derart treffen, dafs· der Regler auf die Ankeranziehung betbätigt werden und dafs die Feder R die einzelnen Theile wieder in die Ruhestellung versetzen würde, sobald der Stromkreis unterbrochen ist. Zu beachten ist dabei, dafs in der Ruhestellung die Spindel G2 derartig in die Zahnlücke d1 eingreift, dafs der Hebel G ein wenig von dem Anschlag g entfernt ist, so dafs der Stromschlufs zwischen C und e schon auf eine geringe Anziehung des Ankers F hergestellt werde. · .
Um die Reibung und Abnutzung der Achsen und Zapfen des Reglers möglichst zu vermindern, ist das untere Ende der Spindel O auf eine Kugel o1 gestellt, welche auf der Platte ο ruht und bei ihrer Drehung beständig einen kleinen Kreis beschreibt, wodurch eben die Reibungen verringert werden.
2. Der senkrecht stehende elektrodynamische Wattmesser (Fig. 1 und 3) besteht aus der Rolle J mit dickem Draht und aus der Rolle V mit dünnem Draht. Die Rolle J ist feststehend und liegt beständig im Hauptstromkreise, wäh- , rend die Rolle V beweglich ist und beständig in einem Parallelstromkreise, welcher am Unterbrecher v2, welcher noch beschrieben werden wird, abzweigt, liegt. Die andere Abzweigung führt zum Stromschliefser C und weiter über die Federn e zum Elektromagneten E E\ wie bereits erwähnt. Durch den die Rolle J durchfliefsenden Hauptstrom und den die Rolle V durchfliefsenden Zweigstrom wird die bewegliche Rolle abgelenkt, und zwar, wie der Pfeil in Fig. ι andeutet, nach rechts. Die Gröfse der Ablenkung wird durch Anschlagstifte begrenzt. .
Die Beweglichkeit der Rolle V wird durch die aus einem elastischen Draht hergestellte Drehungsfeder V1 herbeigeführt, welche durch die mit einander verbundenen hohlen Achsen r und ν führt und an deren Enden befestigt ist. Die Achse ν trägt die bewegliche Rolle V, die Achse Z einen Zahnradquadranten L, welcher mit dem Getriebe P in Eingriff steht, dessen Welle ρ mittelst der Kupplung Q Q1 nach Verlauf einer bestimmten Zeit mit der Welle η verkuppelt wird; Letzteres trägt das aufgekeilte Zahnrad N mit dem Arm μ1, welches durch die elektrische Kraftmaschine bethätigt wird . und für jede Messung eine Umdrehung macht. (Die Geschwindigkeit beträgt ioo Umdrehungen in der Stunde z. B.)
Die Strommessung wird wie folgt ausgeführt. Angenommen die Achse / befinde sich in einer solchen Stellung, dafs die Drehung der Feder F1 gleich Null ist. Wird nun ein Strom durch die Rollen /und V gesendet, so wird die bewegliche Rolle V nach rechts abgelenkt und gegen ihren Begrenzungsstift mit einer der Stromstärke proportionalen Kraft gedrückt. Läfst man nun die Achse / in umgekehrter Richtung sich drehen, bis die Feder V1 die Rolle V in Gleichgewicht, d.h. in diejenige Stellung, welche die Rolle V einnimmt, wenn kein Strom durch dieselbe fliefst, also in die Nullstellung zurückführt, so ist der durch die Achse / beschriebene Winkel proportional der im Elektrodynamometer vorhandenen Stromstärke. Die Summe dieser Winkel, welche in gleichen Zeitabständen durch die Achse Z beschrieben und von dem Zählwerk verzeichnet werden, ergiebt die elektrische Energie. Die Bewegungen der Achse / werden mittelst der Achsen η und p, sowie des Quadranten L und des Getriebes P herbeigeführt, wie noch erläutert werden wird.
Sobald die Achse / sich selbst überlassen wird, kehrt sie unter der vereinigten Wirkung der Feder V1 und eines Ausgleichers in die ursprüngliche Stellung zurück, wobei die ,Rolle V unter der alleinigen Wirkung des Stromes gegen ihren Begrenzungsstift zurückgebracht wird.
Der Ausgleicher dient dazu, einerseits die Rückwirkung der Feder V1 auf die Achse Z auszugleichen, andererseits die Achse Z mit einer gleichbleibenden Kraft zurückzuführen. Zu diesem Zwecke ist ein um die Achse k drehbarer Hebel K angeordnet (Fig. i, 3 und 6), welcher durch die Feder k2 in der durch einen Pfeil (Fig. 6) angegebenen Richtung gedreht wird. Die Kurbelstange K1 verbindet mittelst . der Achsen k' k" den Hebel K mit dem Qua- ■ dranten L.
Befinden sich die drei Achsen k' I k" in einer geraden Linie, so ist die Wirkung des Ausgleichers gleich Null. Ist gleichzeitig auch die Wirkung der Rolle V gleich Null, so ist Gleichgewicht vorhanden. Wird der Quadrant L in dem einen oder anderen Sinne verstellt, so übt der Ausgleicher eine der Richtung entsprechende Kraft aus, welche mit dem Winkel wächst, und welchß durch Abpassen der Hebellängen des Ausgleichers in ein äufserst genaues Verhältnifs zu dem vom Quadranten L beschriebenen Winkel gebracht werden kann.
Unter diesen Bedingungen kann man, wenn die Kraft der Feder k2 geregelt ist, die von dem Ausgleicher auf den Quadranten L ausgeübte Kraft — welche Stellung auch letzterer einnimmt ■— gleich der von der Rolle V ausgeübten Kraft machen. Und da diese beiden Kräfte einander entgegengesetzt sind, so ist ihre Wirkung gleich Null. Ferner kann man, wenn der Ausgleicher um die Achse Z um einen Winkel W in der Richtung des Pfeiles (Fig. 6) gedreht wird, die dadurch auf diese Achse / ausgeübte Kraft für alle Stellungen von L gleichbleibend und gleich der von der Rolle V ausgeübten Kraft für diesen Winkel Verhalten; dies ist aber diejenige Kraft, welche die Zurückführung des Quadranten L in seine Ruhestellung bestimmt.
Die Wirkungsweise der Vorrichtung gestaltet sich in folgender Weise:
Wie erwähnt, besteht die Arbeit des Elektricitätsmessers darin, nach bestimmten Zeitabschnitten die Achse Z aus ihrer Ruhelage abzulenken. Im Augenblicke nun, wo die Rolle V sich unter der Wirkung der Drehungsfeder V1 eingestellt hat, mufs die Achse Z angehalten werden und ihre Ruhelage wieder einnehmen. Das noch näher zu beschreibende Zählwerk verzeichnet die Summe der von der Achse Z beschriebenen Winkel, wobei als Nullstellung die Stellung der Spule V, wenn sie von einem Strom nicht durchflossen wird, angenommen wird.
. Die zur Bethätigung des Elektricitätsmessers erforderliche Arbeit liefert die elektrische Kraftmaschine mit gleichmäfsiger Bewegung, welche das auf die Achse η aufgekeilte Zahnrad N in Umdrehung versetzt; eine Umdrehung desselben bestimmt die Reihenfolge der Arbeitsverrichtungen. Zu diesem Ende wird die Achse η mittelst der auf der Achse η bezw. ρ befestigten Arme q q1 der Kupplung Q Q1 verkuppelt und dadurch deren Bewegung mittelst des Triebes P und des Quadranten L auf die Achse Z übertragen. Die Arme q q1 sind derartig abgeschrägt (Fig. 6), dafs, sobald sie in Eingriff sind, die Achse η in der Richtung ihrer Achse zurückgestofsen wird. Dies hat im Gefolge, dafs die Arme q q1 aufser Eingriff kommen und dafs dadurch die Verkupplung zwischen η und ρ aufgehoben wird.
Die Entkupplung der Achsen η und ρ wird durch die Hebel X und Z, welche auf der
Welle {■ (Fig. 2) angebracht sind, bestimmt und findet im Augenblick der Verstellung der Rolle V statt. Der Hebel Z trägt zu diesem Zwecke den Stift ^1, gegen welchen das Ende der Achse η sich stützt, während der Hebel X mit der Nase X1 ausgerüstet ist, welche in der Ruhestellung der Rolle V durch den auf der Achse ν befestigten Begrerfzungsstift vl gehalten wird. Letzterer verhindert die Nase J?1, an die Achse ν heranzugehen, läfst diese Nase X1 aber, sobald die Rolle V durch die Wirkung der Feder weit genug mitgenommen wird, vorbeigehen.
Wie aus dem Stromkreise (Fig. 3) ersichtlich, fliefst beständig ein Theil des Stromes durch die Rolle V und lenkt dieselbe nach rechts ab. Angenommen, der Hebel X, welcher mit seiner Nase X1 in der Ruhestellung hinter dem Begrenzungsstift v1 liegt, sei im Augenblick, wo die Arme q q1 in Eingriff kommen, von dem Begrenzungsstift v1 freigegeben. In diesem Augenblick weicht infolge der .Abschrägung der Arme q ql (bezw. nur eines Armes, Fig. 1) die Achse η nach rechts, stöfst den Stift ^1 zurück, um sich gegeri die Feder ^2 zu stützen, und giebt der Welle \ eine solche Drehung, dafs sie die Nase X1 des Hebels X gegen den Begrenzungsstift vl legt (Fig. 6). Dadurch wird die Achse η an einem weiteren Zurückgehen gehindert und kann nun bei ihrer Umdrehung die Achse ρ (infolge der angenommenen Verkupplung) und in Verbindung damit das Getriebe P den Quadranten L und die Achse / mitnehmen, welch letztere alsdann die Feder V1 anspannt und die Rolle V somit in dem der Wirkung des Stromes entgegengesetzten Sinne, also nach links dreht.
Sobald die Drehung der Rolle V so grofs geworden ist, dafs sich der Begrenzungsstift v1 von der Nase X1 entfernt, werden der Hebel X und die Achse % frei. Die Achse η wird nun durch die abgeschrägten Arme q q1 der Kupplung Q. Q1 gegen die Feder ^2 und dadurch so weit rechts gedruckt, bis die Arme q ql von einander abgleiten und die Achsen η und ρ verkuppeln, infolge dessen die Achse p, das Getriebe P mit dem Quadranten L und die Achse / unverzüglich zur Ruhe kommen. Es ist einleuchtend, dafs die Drehung der Feder V1 mit der Rolle V ebenfalls sofort aufhören mufs und dafs die Feder V1 mit der Rolle V unter der Wirkung des elektrischen Stromes sofort in die Ursprungs- oder Ruhestellung zurückgebracht wird, während ■ der Ausgleicher die Achse / und dadurch L P und ρ in die Ruhestellung zurückbringt. Um die Achse η von neuem mit der Achse ρ mittelst der Arme q ql verkuppeln zu können, wird dieselbe durch den am Zähnrade N sitzenden Arm n1 in die Normalstellung zurückgebracht. Zu diesem Ende ist auf dem Hebel Z der Arm %3 befestigt, an welchen während des Umlaufes des Rades JV der Arm n1 vorbeistreicht (Fig. 5), wodurch die Achse n (nach links) zurückgedrückt und wieder gegen den Stift ^1 gelegt wird. Gleichzeitig wird dadurch die Achse \ nach rechts gedreht, der Hebel X infolge dessen gehoben und mit seiner Nase X1 hinter den Begrenzungsstift v1 zurückgebracht.
Zwecks erleichterter Rückführung des Hebels X in die regelrechte Stellung und behufs Vermeidung eines unnützen Stromverlustes und einer Erwärmung der Drahtrolle V kann auf der Achse ρ oder / ein selbsttätiger Unter- . brecher v1 (Fig. 1 und 3) angebracht werden, mittelst dessen der Strom nur dann durch die Rolle V geleitet wird, wenn die Achse ρ sich zu drehen beginnt, während der Stromkreis unterbrochen ist, sobald diese Achse ρ in der Ruhelage sich befindet.
An Stelle der abgeschrägten Arme q ql können auch Federn verwendet werden, welche die Verschiebung der Achse η zur Achse ρ bewirken. Ferner kann die Feder F1 derartig eingestellt werden, dafs für /XIs = O eine Verstellung der Achse I nicht stattfindet. Dann können die Arme n1 und ^3 durch eine Feder ersetzt werden, welche die Achse η für eine neue Verkupplung zurückbringt und den Hebel X mit der Nase X1 hinter die Achse ν legt. Auch kann der drehbare Stift ^1 unwandelbar an dem Hebel Z befestigt und der Stromkreis für die Rolle V durch den oben erwähnten Unterbrecher v2 unterbrochen werden, um den Hebel X, sobald die gröfste Verstellung erreicht ist, freizugeben. Des Weiteren kann die Nase X1 concentrisch zur Achse Z geschnitten werden, um die Kraft für die Rückführung des Hebels X zu verringern. Endlich kann auch der Ausgleicher entbehrt werden, da er lediglich nur zur Herbeiführung einer gleichmäfsigen Bewegung dient.
3. Das Zählwerk dient dazu, die von der Achse Z beschriebenen Winkel zu verzeichnen. Zu diesem Ende wird jede Bewegung der Achse / mittelst der Kurbelstange U und der beiden Hebel f/1 U2, welche ein Gelenkparallelogramm bilden, auf eine Welle t übertragen. Der Hebel t/2 ist mit der Welle t fest verbunden. Auf dieser Welle t ist mit schwacher Reibung eine mit einer runden, V-förmig eingeschnittenen Nuth versehene Scheibe T angebracht, welche durch eine auf der Welle t (Fig. 2) befindliche Feder f4 gegen den. Stift i1 gestofsen wird. Dieser Stift i1 liegt derartig in der Nuth der Scheibe T, dafs diese sich für gewöhnlich nicht dreht. Der Hebel Z72 besitzt ferner die Verlängerung £73, an deren Ende senkrecht zur Scheibe T der Stift t2 drehbar angebracht ist, welcher mit seiner Spitze in geneigter Stellung (in Fig. 1

Claims (1)

  1. punktirt) in der Nuth der Scheibe T sich befindet.
    Wenn nun der Hebel U2 nach rechts bewegt wird (Fig. 3), so reibt sich der Stift i2 keilförmig in der Nuth und sucht infolge der winkligen Bewegung die Scheibe T niederzudrücken , welche dadurch von dem Stift t1 abgedrückt und nunmehr während der Umdrehung vom Hebel IT* mitgenommen wird. Dreht sich dagegen der Hebel Z72 nach links, so gleitet der Stift t2 in der Nuth, ohne die Scheibe T, welche von dem Stift tl gehalten wird, zu verstellen.
    Die Scheibe Γ und die beiden Stifte t1 /2 bilden ein sofort wirkendes Sperrwerk, welches auch derartig eingerichtet werden könnte, dafs es mittelst Reibung oder Zahngetriebe auf die Scheibe T wirkte. Anstatt den Stift i2 drehbar zu befestigen, würde derselbe mittelst einer Feder, welche ihn sanft gegen die Scheibe T drücken würde, befestigt werden.
    Damit die Scheibe T sich nur in dem oben bezeichneten Augenblick drehen könne, ist ein verstellbarer Stift t3 vorgesehen, welcher den Stift i2 in der Ruhelage hochhebt. Die Stellung dieses Stiftes i3 bestimmt demnach den Augenblick, wo sich die Scheibe T drehen soll. Letztere bethätigt irgend ein Zählwerk, welches z. B. den Verbrauch in 100 Wattstunden angiebt.
    Die Einrichtung und Wirkungsweise sind dieselbe, sowohl für. Gleich- als auch für Wechselstrom.
    Wird die elektrische Kraftmaschine mit gleichmäfsiger Bewegung 'direct mit einem Umdrehungszähler verbunden, so giebt er die Zeit an, während welcher die Hauptleitungen bethätigt werden und dient alsdann als ein elektrischer Stundenzähler.
    Zur graphischen Aufzeichnung der verbrauchten Elektricitätsmengen kann die folgende Einrichtung getroffen werden.
    Auf der hinreichend verlängerten Achse ρ wird ein mit einem Bogen Papier überzogener Cylinder befestigt. Parallel zur Achse p, wird eine durch die elektrische Kraftmaschine bethätigte Schnecke derartig angeordnet, dafs ein auf dem Papierbogen ruhender Schreibstift gleichmäfsig fortbewegt wird. Bei jeder Messung beschreibt nun der Stift auf dem Papier eine Linie, deren Länge von einer auf dem Cylinder eingestellten Normallinie ausgegangen, genau die Kraft des Stromes ergiebt. Die Ebene zwischen der Normalen und den Enden der gezogenen Linien giebt alsdann genau die während einer gegebenen Zeit verbrauchten Elektricitätsmengen.
    Um die Umdrehung des Uhrwerks zu vermeiden, wenn / X JE = ο ist, könnte noch ein Relais vorgesehen werden, welches die Leitung zur elektrischen Kraftmaschine unterbrochen hält, so lange der Strom = ο ist, d. h. so lange alle durch den Strom gespeisten Lampen ausgelöscht sind.
    Patεντ-Ansρrüche:
    i. Ein Elektricitätsmesser, bei welchem die Torsion der Feder (V1J eines Elektrodynamometer dadurch auf ein Zählwerk übertragen wird, dafs ein mit der Achse der Torsionsfeder (V1) verbundener Hebel (U1) durch eine Kurbelstange (U) mit einem Hebel (U2) gelenkig verbunden ist, welch letzterer mittelst eines Stiftes (t2) in die V-förmige Nuth einer unter dem Druck einer Feder (t^) stehenden Scheibe (T) eingreift, wobei die Rückdrehung der Scheibe (T) durch Anschlag (t1) verhindert und der Reibungsstift (t2) durch einen Stift (ts) zur geeigneten Zeit hochgehoben wird, während die Achse (I) der Torsionsfeder (V1) dadurch in regelmäfsigen Zeitabschnitten gespannt und freigegeben wird, dafs dieselbe mittelst einer lösbaren Kupplung (q q1), welche durch das Zahnrad (N) und den Hebel (Z) mit Stift ft1 f) und Feder (f), sowie durch den Hebel (X) mit Nase (X1) in Thätigkeit versetzt wird, mit der Achse (n) des Zählwerks ver- und entkuppelt wird, wodurch die von der Feder (V1) beschriebenen Winkel und somit die ver-■ brauchten Elektricitätsmengen genau nachgewiesen werden.
    .2. Bei einem Elektricitätsmesser der unter 1. genannten Art ein Ausgleicher, welcher die auf das Zählwerk zu übertragende Bewegung der Torsionsfeder (V1) dadurch gleich macht, dafs ein um eine Achse (k) drehbarer und unter dem Zug einer
    . Feder (k2) stehender Hebel (K) einen um eine mit der Achse (I) der Torsionsfeder (V1) starr verbundene Achse (K") drehbaren Winkelhebel (K1) gegen die Achse (I) der Torsionsfeder (V1) legt.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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