DE78057C - Selbsttätig wirkende Bremse zur Verhinderung des Entgleisens von Eisenbahnzügen - Google Patents

Selbsttätig wirkende Bremse zur Verhinderung des Entgleisens von Eisenbahnzügen

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DE78057C
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    • B61RAILWAYS
    • B61LGUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
    • B61L3/00Devices along the route for controlling devices on the vehicle or train, e.g. to release brake or to operate a warning signal
    • B61L3/02Devices along the route for controlling devices on the vehicle or train, e.g. to release brake or to operate a warning signal at selected places along the route, e.g. intermittent control simultaneous mechanical and electrical control
    • B61L3/04Devices along the route for controlling devices on the vehicle or train, e.g. to release brake or to operate a warning signal at selected places along the route, e.g. intermittent control simultaneous mechanical and electrical control controlling mechanically

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
KLASSE 20: Eisenbahnbetrieb.
Gegenstand der Erfindung ist eine selbstthätig wirkende Bremse, welche sofort in Wirkung tritt, wenn die vorderen Laufräder der Maschine beim Durchfahren von Curven sich herauszuzwängen und über die Aufsenschienen derselben hinwegzuspringen suchen. Durch das dadurch bedingte Heben des Vordertheiles der Maschine findet, weil der Hintertheil nicht schnell genug folgen kann, ein momentanes Drehen um die hintere Treibachse statt, wodurch der Hintertheil sich senkt und ebenso momentan eine daselbst angeordnete Druckstange auf den Schienen aufsitzt, wodurch ein Winkelhebel herumgeworfen wird, der mittelst seiner Verbindungsstangen nicht nur sämmtliche Bremsen festschliefst, sondern auch ein an der zweiten Laufachse angeordnetes Gesperre bethätigt, welches ein gleichzeitiges Bremsen am Schienenfufs bewirkt und innerhalb der Schienen eine Führung herstellt. Je mehr sich die Maschine mit ihrem Vordertheile hebt, um so intensiver wirkt sofort die genannte Druckstange, und kann ein Entgleisen in den Curven nur eintreten, wenn sich die Maschine vorn um ganze Schienenhöhe hebt, damit auch das Gesperre über Schienenoberkante hinwegträte.
Um zu verhindern, dafs der Nachschub der Wagen die Wirkung der Bremse illusorisch mache, sind dieselben mit einer Bufferbremse versehen, welche gleichzeitig bei dem Aufsitzen des hinteren Maschinentheiles sofort in Wirkung tritt und dadurch, dafs ein Wagen durch den anderen festgebremst wird, den Stofs auf die Maschine auf ein Minimum reducirt.
Eine gleiche Druckstange wie am hinteren Maschinentheile kann auch an deren Vordertheile angeordnet werden, damit die Maschine, wenn sie bei mangelhaften Weichen vorn zwischen die Geleise fallen will, im Stande ist, sich auch in diesem Falle selbstthätig festzubremsen.
Die Einzelheiten der Bremsconstruction sind aus den Fig. 1 bis 5 ersichtlich.
In Fig. 6 ist eine Maschine in der Seitenansicht mit der angeordneten Bremse veranschaulicht.
Fig. 7 zeigt die Seitenansicht eines mit der Bufferbremse versehenen Wagens.
Fig. 1 stelll die Seitenansicht des hinteren Triebrades mit der Druckstange, dem Gestänge und dem Gesperre dar.
Fig. 2 veranschaulicht die Rückansicht des letzteren und
Fig. 3 die Rückansicht des auf den Schienenfufs wirkenden Bremsschuhes nach Hinwegnahme des Führungsrahmens.
Die Fig. 4 und 5 stellen in Seiten- und Rückansicht ein abgeändertes Gesperre in Gestalt eines Segmentes dar.
An der Rückwand des Maschinengestelles ist die durch einen Schuh α verstärkte Druckstange b gelagert, so dafs sie sich in senkrechter Richtung gegen den Druck einer Feder / bewegen kann. Zeigt die Maschine vorn Neigung, aus den Schienen zu springen, so mufs sie sich, bevor ihr dies gelingt, vorn heben. Hierdurch wird eine geringe Drehung der Maschine bewirkt, wovon die Drehachse in der hinteren Laufachse, also unmittelbar vor der Druckstange b liegt. Die letztere, welche unmittelbar über den Schienen liegt, wird dadurch gegen die Schienen angedrückt und drückt den
Arm B eines mit ihr an demselben Lager drehbar angeordneten Winkelhebels nach oben, wodurch die die Bremsen bethätigenden Verbindungsstangen angezogen werden und unter Vermittelung der Wechsel c und einer Sperrklinke sämmtliche Bremsen fest schliefsen.
Die obere Verbindungsstange/, Fig. i, wirkt gleichzeitig aber auch drehend auf den Winkelhebel hh' ein, so dafs der Arm h' heruntergedrückt wird und einen Bremsschuh i, Fig. 3, fest gegen die Schienen preist. Der Bremsschuh i besitzt einen Führungsschlitz k, durch den ein Stift / des Führungsrahmens m greift, so dafs sich der Bremsschuh i in senkrechter Richtung auf- und niederbewegen kann.
Fällt die Maschine vorn durch ihr Gewicht auf die Schienen zurück, so nimmt die Druckstange b ihre normale Stellung wieder ein und die Feder I drückt den Arm B des Winkelhebels wieder herunter, wodurch durch Zurückgehen des Gestänges Bremsen und Gesperre wieder aufser Wirkung treten.
Bei dem durch Fig. 4 und 5 erläuterten Gesperre hat der Bremsschuh V die Gestalt eines Segmentes und bildet den einen Arm eines Winkelhebels, der sich sofort gegen die Schienen dreht, wenn sein anderer Arm ο durch die Verbindungsstange/ angezogen wird. Auf der Zeichnung liegt dieses Segment i' über den Schienen; es kann aber auch seitlich derselben angeordnet werden, so dafs es die Reibung an dem Schienenfufs ausübt, wie der Bremsschuh in Fig. i, 2 und 3.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Eine selbsttätig wirkende Bremse zur Verhinderung des Entgleisens von Eisenbahnzügen, dadurch gekennzeichnet, dafs beim Heben des vorderen Maschinentheiles eine an der Rückwand des Maschinengestelles angeordnete Stange gegen die Schienen gedrückt wird und den Arm B eines Winkelhebels gegen den Druck einer Feder I hebt, wodurch unter Vermittelung des Gestänges f und der Wechsel c ein sofortiges Schliefsen sämmtlicher Bremsen bewirkt und ein Bremsschuh i bezw. V gegen den Schienenfufs geprefst wird, der ein Herausspringen der Vorderräder verhindert.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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