DE77307C - Kraftmaschinensteuerung mit Schieber im Antriebskolben - Google Patents

Kraftmaschinensteuerung mit Schieber im Antriebskolben

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DE77307C
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    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01BMACHINES OR ENGINES, IN GENERAL OR OF POSITIVE-DISPLACEMENT TYPE, e.g. STEAM ENGINES
    • F01B17/00Reciprocating-piston machines or engines characterised by use of uniflow principle
    • F01B17/02Engines
    • F01B17/04Steam engines
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01LCYCLICALLY OPERATING VALVES FOR MACHINES OR ENGINES
    • F01L21/00Use of working pistons or pistons-rods as fluid-distributing valves or as valve-supporting elements, e.g. in free-piston machines
    • F01L21/04Valves arranged in or on piston or piston-rod

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 14: /,Dampfmaschinen.
Zusatz zum Patente JU 72110 vom 21. September 1892.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 21. März 1893 ab. Längste Dauer: 20. September 1907.
Die nachfolgend beschriebene Steuerung ist eine Abänderung der unter D. R. P. Nr. 721 10 geschützten, und zwar hat diese Aenderung hauptsächlich den Zweck, die Form des im Kolben gleitenden Schiebers zu vereinfachen und zu vervollkommnen und aufserdem ein leichteres Umsteuern des Motors für verschiedene Drehrichtungen zu bewerkstelligen.
Charakteristisch für die Form des Schiebers ist besonders seine rohrförmige Verlängerung, welche durch den hinteren Cylinderdeckel hindurch in eine Kammer J hineinragt, die mit den Rohren u u und einem Vierweghahn in solcher Verbindung steht, dafs leicht diese Rohre zu Ein- oder Auslafsrohren wechselweise gemacht werden können. Die Bauart des Motors selbst ist folgende:
Es bezeichnet A in den Fig. 1, 2 und 3 das Maschinenbett, auf welchem einerseits der Cylinder B angeordnet ist, während sich auf ersterem noch die Lagerböcke α für die Kurbelwelle /, Fig. 6, befinden. Diese Kurbelwelle wird durch die Lagerdeckel b, Fig. 1, 2 und 3, und durch die Schrauben c gehalten. Die den Cylinder beiderseitig abschliefsenden Deckel d d, Fig. 3, besitzen Stopfbüchsen e e1. Mit der hinteren Stopfbüchse e ist die Kammer J verbunden, in welche das mit einem Längskanal 0, Fig. 3 und 5, versehene rohrförmige Ende F1 des Kolbenschiebers F hineinragt, welch letzterer in einer centralen Bohrung h, Fig. 3, des Kolbens C gelagert ist. Durch die andere Stopfbüchse el ist die Kolbenstange D, Fig. 2 und 3, geführt. Diese Kolbenstange besitzt vorn einen Kreuzkopf m, an welchen die beiden Pleuelstangen EE, Fig. 1 und 2, angeschlossen sind. Diese Pleuelstangen sind an den gekröpften Theilen P, Fig. 6, der Kurbelwelle / durch Ueberwurfbügel η, Fig. 1, 2 und .3, befestigt. Durch eine Längsbohrung der Kolbenstange D und durch den Kreuzkopf m ist die Ventilstange G, Fig. 3, geführt und dann an eine Pleuelstange H, Fig. 1, angeschlossen.
Wie aus Fig. 6 ersichtlich, befindet sich in der Kröpfung I1 eine zweite Kröpfung 72, welche rechtwinklig zur Hauptkröpfung angeordnet ist. An dieser Nebenkröpfung /2 ist nun die Kurbelstange H durch den Ueberwurfbügel r, Fig. 1 und 3, befestigt. Bei der in Fig. 6 dargestellten Lage der Kurbelwelle IPP bezeichnet also 7 und 15 die eigentliche Welle, welche auf ihrem hinteren Endtheil 7 die Riemscheibe jvl, Fig. 1, 2 und 3, und auf ihrem vorderen Endtheil 15 das Schwungrad b, Fig. 1, trägt. Die horizontalen Theile 8, 9, 13 und 14 bezeichnen die Hauptkurbel, während die Theile 10, i'i und 12 die Nebenkurbel bilden. Der Kolben C, welcher in Fig. 3 im verticalen Längsschnitt und in den Fig. 4 und 5 in zwei verticalen Querschnitten, entsprechend den Schnittlinien 4-4 und 5-5 der Fig. 3, dargestellt ist, ist etwas länger, als die halbe Länge des Cylinderinnern
beträgt, und er besitzt an beiden Enden die umlaufenden Nuthen i i für die Kolbenringe, zwischen denen ein breiter umlaufender Raum/, Fig. 3, 4 und 5, vorhanden ist. Der Cylinder besitzt oben in seiner Mitte einen Ringansatz f, an welchen sich eine umlaufende Nuth g der Cylinderwandung anschliefst, welche überall mit dem Raum / in Verbindung steht. Von der Nuth g aus, sowie von der hinteren Kammer J aus führen Rohre u und t nach einem Hahnventil K, Fig. 2 und 3, dessen Gehäuse seitlich vier Ringansätze besitzt. Zwei von diesen Ringansätzen halten die Rohre u und t, während mit den anderen beiden das Zuleitungs-* rohr s und das Ableitungsrohr v, Fig. 1, verbunden ist. Im Gehäuse K befindet sich das Küken x, welches von Hand aus gedreht werden kann. Durch dieses an sich bekannte Hahnventil K kann man die Umdrehungsrichtung der Maschine bestimmen.
Wie vorerwähnt, besitzt der Kolben C einen centralen, nach hinten sich öffnenden Raum h, in welchem der nach vorn vollkommen abgeschlossene Kolbenschieber F sich bewegt. Oberhalb und unterhalb dieses Raumes befinden sich Kanäle Z1Z2Z3/*, Fig. 3, welche sämmtlich an ihrem inneren Ende nach dem Raum h bezw. nach dem Kolbenschieber F hin gerichtet sind. Der letztere besitzt oben zwei vom Längskanal 0 ausgehende kleine Kanäle pp1, die bei der Bewegung der Maschine wechselweise mit den Kanälen I1I'2 des'Kolbens in Verbindung treten, während unten im Kolbenschieber F zwei Aussparungen q ql angeordnet sind, die vermittelst der vom Raum / ausgehenden Kanäle k kl diesen Raum wechselweise mit den Kanälen I21* des Kolbens, und damit auch mit den Räumen vor und hinter dem Kolben verbinden. Die Arbeitsweise dieser Einrichtung ist nun die folgende:
Bei der Stellung der Theile, wie sie die Fig. 3 zeigt, tritt der durch das Rohr s zuströmende Dampf (bezw. die Druckluft) durch das Hahnventil K und das Rohr t in den Raum/ zwischen den Kolben und die Cylinderwandung, und es tritt der Dampf dann weiter durch den Kolbenkanal k1, die Schieberaussparung q1 und den Kolbenkanal Z* in den Raum vor dem Kolben, so dafs dadurch der Kolben nach hinten getrieben wird. Der Dampf (bezw. die Druckluft), welche sich in dem Raum hinter dem Kolben befindet, entweicht bei dieser Rückbewegung durch den Kolbenkanal Z1 und durch die Ventilkanäle ρ und 0 in die Kammer J und von da aus durch die Rohre u w, das Hahngehäuse K und das Rohr ν in das Freie. Während der Zurückbewegung des Kolbens ist aber durch die Versetzung der Kröpfungen I2 und I1 gegen einander eine Verschiebung des Kolbenschiebers F im Kolben C bewirkt worden (s. Fig. 7 und 8), und zwar in der Weise, dafs am Ende der Bewegung die Verbindung zwischen dem Kolbenkanal Z1 und dem Schieberkanal ρ und ebenso die Verbindung zwischen den beiden Kolbenkanälen kl und Z4 (durch die Schieberaussparung ^1) aufgehoben ist, während dafür der Kolbenkanal Z2 mit dem Schieberkanal p1 und der Kolbenkanal k mit dem Kolbenkanal Z3 (durch die Schieberaussparung q) in Verbindung gebracht wurde. Jetzt also tritt der Dampf (bezw. die Druckluft) von dem Raum/ aus durch den Kolbenkanal k, Fig. 8, die Schieberaussparungen q und den Kolbenkanal Z3 hindurch in den Raum hinter dem Kolben, so dafs der Kolben wieder vorwärts bewegt wird, wobei dann der vor dem Kolben befindliche Dampf durch den Kolbenkanal Z2 und durch die Ventilkanäle ρ x und 0 hindurch wieder in die Kammer J und von da aus durch u Kv in das Freie entweicht. Ist dann der Kolben wieder in die andere Endstellung gelangt, so wiederholt sich das vorbeschriebene Spiel in derselben Weise, so dafs die Maschine also beständig in Bewegung verbleibt.

Claims (1)

  1. Patent-An sprüch:
    Ein Dampf- oder Druckluftmotor der unter D. R. P. Nr. 72110, Klasse 14, gekennzeichneten Art, bei welchem der mit Ringraum / und radialen Kanälen k kl versehene Kolben einen nach hinten offenen Hohlraum h und in diesen mündende Längskanäle I1I2I5I*, sowie in dem Hohlraum einen mit radialen Kanälen pp1 und Aussparungen q ql versehenen Kolbenschieber F besitzt, dessen mit den Kanälen pp1 correspondirende Rohrverlängerung F1 durch den hinteren Cylinderdeckel hindurchragt, wobei der Kolbenschieber vom Motor aus derart gegen den Kolben verschoben wird, dafs einerseits die Kanäle Z1 und ρ oder Z2 und p1 direct und andererseits die Kanäle Z3 und k oder Z4 und k1 durch die Aussparungen q oder q1 wechselweise in Verbindung treten, wodurch die Umsteuerung bewirkt wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT77307D Kraftmaschinensteuerung mit Schieber im Antriebskolben Expired - Lifetime DE77307C (de)

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