DE34751C - Rotirendes, hohlscheibenförmiges Steuerorgan für Dampfmaschinen - Google Patents
Rotirendes, hohlscheibenförmiges Steuerorgan für DampfmaschinenInfo
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- DE34751C DE34751C DENDAT34751D DE34751DA DE34751C DE 34751 C DE34751 C DE 34751C DE NDAT34751 D DENDAT34751 D DE NDAT34751D DE 34751D A DE34751D A DE 34751DA DE 34751 C DE34751 C DE 34751C
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F01—MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
- F01L—CYCLICALLY OPERATING VALVES FOR MACHINES OR ENGINES
- F01L33/00—Rotary or oscillatory slide valve-gear or valve arrangements, specially adapted for machines or engines with variable fluid distribution
- F01L33/02—Rotary or oscillatory slide valve-gear or valve arrangements, specially adapted for machines or engines with variable fluid distribution rotary
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- Mechanical Engineering (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 14: Dampfmaschinen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom g. September 1885 ab.
Das Steuerorgan wird durch eine rotirende Büchse gebildet, welche nach einer Seite in
ein Rohr übergeht, durch welches· die Dampfausströmung erfolgt. Die vordere Stirnwand
der Büchse besitzt eine gerade Anzahl von radialen Ausschnitten, welche abwechselnd die
Communication mit dem Hohlraum der Büchse und dem deren Verlängerung bildenden Rohr
herstellen, oder, im Innern der Büchse durch Rohrstutzen umkleidet, mit Ausschnitten communiciren,
die an der ringförmigen Rückwand der Büchse rings um das die Fortsetzung der Büchse bildende Rohr angeordnet sind. Diese
Steuerbüchse ist in den rückwärtigen Cylinderdeckel des vorn offenen Cylinders dampfdicht
so eingesetzt, dafs Cylinder- und Büchsenachse zusammenfallen. Der Cylinderdeckel besitzt
eine den Ausschnitten an der vorderen Büchsenwand analog angeordnete Oeffnung, welche in
den Cylinderraum führt, und der Dampfeinströmkanal endet in eine Einströmöffnung,
welche analog der" in den Cylinderraum führenden Oeffnung an der rückwärtigen Ringwand
der Büchse sich befindet.
Die am besten von der Maschine selbst angetriebene Schieberbüchse rotirt gerade so
rasch, dafs bei jedem' Hube der Maschine ein Ausschnitt der vorderen Stirnwand der Büchse
vor der in den Cylinderraum führenden Oeffnung vorübergeht, und überdies ist die Büchse
so eingesetzt, dafs für den Vorgang des Kolbens am Einströmkanale ein Ausschnitt der
vorderen Büchsenwand vorbeigeht, der durch einen Rohrstutzen mit einem correspondirend
an der hinteren Büchsenwand angeordneten Ausschnitt verbunden ist und so eine momentane
Dampfleitung zu dem ins Cylinderinnere führenden Kanal bildet, während beim Rückgange
des Kolbens vor demselben Kanal ein Ausschnitt in der vorderen Stirnwand der Büchse passirt, welcher mit dem die Verlängerung der Schieberbüchse bildenden Ausströmrohr
communicirt und infolge dessen nun eine Dampfausströmleitung herstellt, so dafs beim Vorgang des Kolbens Einströmung, beim
Rückgang Ausströmung stattfindet.
In der beiliegenden Zeichnung zeigt Fig. 1 einen Längsschnitt durch eine Maschine der
obigen Anordnung, Fig. 2 einen Grundrifs der Maschine, theilweise im Schnitt; Fig. 3 ist ein
Schnitt nach der Linie x-x der Fig. 2, Fig. 4
ein Schnitt nach der Linie y-y der Fig. 3; Fig. 5 und 6 zeigen die Steuerbüchse in
Vorder- und Rückansicht, theilweise im Schnitt.
An das rückwärtige Ende des Cylinders a
ist der Deckel b geschraubt, welcher den Spiegel und das Gehäuse für die Büchse c
bildet. An die Büchse C1 schliefst sich das Rohr C2, über welches ein zweiter Cylinderdeckel
d geschoben ist, welcher an den Deckel b geschraubt ist, so dafs zwischen beiden
die Büchse c, dampfdicht eingeschlossen ist. Die vordere Stirnwand der Büchse besitzt,
wie bereits erwähnt, eine gerade Anzahl von Oeffnungen, von denen die mit C3 bezeichneten
mit cor*respondirenden Ausschnitten ci
an der rückwärtigen, ringförmigen Stirnwand durch Stutzen C5 verbunden sind, während die
Oeffnungen C6 der Büchsenvordenvand einfach
die Verbindung mit dem Hohlraum der Büchse und dem Rohr C2 herstellen. Dieser kreisförmigen
Reihe von Ausschnitten analog-sind die Kanäle bx und e angeordnet, durch welch
letzteren die Dampfzufuhr erfolgt.
Die rotirende Büchse C1 ist nun so eingesetzt,
dafs immer für den Vorgang des Maschinenkolbens f, Fig. i, die Kanäle bi und e
durch ein Paar durch die Stützen C5 verbundene Ausschnitte C3 und C4 in Verbindung
gesetzt werden, wodurch die Einströmung hergestellt wird. Für den Rückgang des Kolbens
passirt ein Ausschnitt C0 vor dem Kanal £>,,
wobei die Dampfausströmung durch das Rohr C2 erfolgt.
Das Verhältnifs der Umdrehungen der Maschine zu dem der Steuerbüchse mufs daher
immer so gewählt werden, dafs bei jeder Tour der Maschine zwei Ausschnitte der vorderen
Büchsenwand den Kanal ^1 passiren. Hat daher
die VoTderwand, wie in der beiliegenden Zeichnung dargestellt, 20 OefFnungen, dann ist
das Rotationsverhältnils der Maschine und der Steuerbüchse = 1 : 10.
Der Antrieb der Steuerbüchse erfolgt in der gezeichneten Anordnung von der Kurbelwelle
g aus. Auf dieser ist die Schnecke h aufgekeilt, welche in das auf der Steuerwelle i
befestigte Steuerrad I1 eingreift, Fig. 1, 3 und 4.
Das ebenfalls auf der Welle i befindliche Zahnrad i3 überträgt die Rotation dieser Welle
mittelst Zahnrades j auf den Schieber c.
Um den Gang der einseitig wirkenden Maschine gleichmäfsiger zu machen, kann man
zwei oder mehrere ganz gleich construirte derartige Maschinen an eine mit der entsprechenden
Anzahl (unter passende Winkel gestellte) Kurbelkröpfungen versehene Kurbelwelle kuppeln.
Für die gewöhnlichen Fälle genügen zwei unter i8o° gekuppelte Maschinen, welche
zusammen wie eine normale, doppeltwirkende Maschine arbeiten.
Man kann die Maschine auch in eine Expansionsmaschine umwandeln, wenn man hinter
oder vor der Steuerbüchse c eine analog der Büchsenwand geschlitzte Scheibe anordnet,
welche in demselben Sinne rotirt und vom Regulator oder von Hand aus so verstellt
werden kann, dafs sie bei der jeweilig entsprechenden Voreilung die als Einströmkanäle
functionirenden verbundenen Ausschnitte C3 C4
bereits nach einem bestimmten Hubtheile verschliefst, während sie bei Hinweglassung dieser
geschlitzten Scheibe immer ähnlich einem Schieber für Vollfüllung functioniren.
Endlich kann man anstatt blos je eines Kanales b1 und c auch deren mehrere anordnen,
. die dann gleichzeitig mehrere der Ausschnittpaare C3 C4 für die Einströmperiode
und mehrere Ausschnitte C6 für die Ausströmperiode in Function bringen, wodurch eine
raschere Ein- bezw. Ausströmung stattfindet, was bei dem raschen Gange dieser Maschine
sehr vortheilhaft ist.
Claims (2)
1. Ein rotirendes Steuerorgan für Dampfmaschinen, bestehend aus einer in ein Rohr
ausgehenden Büchse, deren vordere Stirnwand eine gerade Anzahl von im Kreise angeordneten Ausschnitten besitzt, die abwechselnd
mit dem inneren Hohlraum der Büchse und dem die Fortsetzung derselben bildenden Rohre communiciren, oder
vermittelst durch die Büchse führender Rohrstutzen mit Ausschnitten verbunden sind, die in der rückwärtigen ringförmigen
Stirnwand der Büchse rings um das die Verlängerung der Büchse bildende Rohr angeordnet sind.
2. Die Anordnung eines unter 1. definirten
Steuerorgans bei einseitig wirkenden Dampfmaschinen derart, dafs die in dem rückwärtigen
doppelten Cylinderdeckel des vorn offenen Cylinders dampfdicht eingesetzte Büchse von der Maschine aus in Rotation
versetzt wird und bei jeder Tour der Maschine ein oder mehrere Paar Ausschnitte der vorderen Büchsen wand an einem ins
Cylinderinnere führenden Kanal vorbeigehen, welcher die Fortsetzung des an der hinteren Büchsenwand endenden Dampfeinströmkanals
bildet, wobei beim Vorgang des Kolbens die Dampfeinströmung vom Einströmkanal durch ein oder mehrere
Paare der durch Rohrstutzen verbundenen Ausschnitte der beiden Büchsenwände hindurch
zu dem bezw. den ins Cylinderinnere führenden Kanälen erfolgt, während
beim Rückgange des Kolbens vor denselben Kanälen ein oder mehrere Ausschnitte der vorderen Büchsenwand vorbeigehen,
die mit dem die Verlängerung der Steuerbüchse bildenden Rohre communiciren, durch welches die Dampfausströmung
erfolgt.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE34751C true DE34751C (de) |
Family
ID=310645
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT34751D Expired - Lifetime DE34751C (de) | Rotirendes, hohlscheibenförmiges Steuerorgan für Dampfmaschinen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE34751C (de) |
-
0
- DE DENDAT34751D patent/DE34751C/de not_active Expired - Lifetime
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