DE76811C - Gestrickte oder gehäkelte zweiseitige Krimmerwaare - Google Patents

Gestrickte oder gehäkelte zweiseitige Krimmerwaare

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DE76811C
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krimmerwaare
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D04BRAIDING; LACE-MAKING; KNITTING; TRIMMINGS; NON-WOVEN FABRICS
    • D04BKNITTING
    • D04B1/00Weft knitting processes for the production of fabrics or articles not dependent on the use of particular machines; Fabrics or articles defined by such processes
    • D04B1/14Other fabrics or articles characterised primarily by the use of particular thread materials

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Woven Fabrics (AREA)
  • Yarns And Mechanical Finishing Of Yarns Or Ropes (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
Krimmer wurde bisher immer nur einseitig auf dem Webstuhl hergestellt und mufste bei seiner Verwendung zu Gebrauchsgegenständen zugeschnitten und zusammen- oder aufgenäht werden.
Um nun die Anfertigung zweiseitiger Krimmerwaaren in ihren Gebrauchsformen zu ermöglichen, wird der Krimmer unter Zuhülfenahme eines eigenartigen, die Kräuselungen des echten Krimmers durch Verdickungen oder Noppen ersetzenden, aus einer eigenartigen Wollmischung hergestellten Fadens durch Stricken hergestellt.
Auf beiliegender Zeichnung ist der neue zur Herstellung zweiseitiger Krimmerwaaren dienende Faden in Ansicht durch Fig. 1 zur Anschauung gebracht. Die Fig. 2 und 3 zeigen den aus zwei verschieden starken und verschieden gespannten Fäden hergestellten Krimmerfaden im Schnitt nach Linie x-x und Linie y-y der Fig. 1 in vergrößertem Mafsstabe.
Zur Herstellung des neuen Fadens kommt, um die dem echten Krimmer eigenartige Griffigkeit und den demselben eigenen Glanz zu erzielen, eine Wollmischung zur Verwendung, welche aus Cheviotgarn und Lustregarn besteht. Das Cheviotgarn giebt der Waare die Griffigkeit des Krimmers, während das Lustregarn der Waare den dem Krimmer eigenartigen Glanz verleiht.
Der Krimmerfaden wird aus zwei verschieden starken Fäden ab gebildet, von denen der schwächere Baumwollenfaden α beim Zusammenspinnen straff gehalten ist, während der zweite stärkere, lose gehaltene Faden b zur Herstellung der unter einander zusammenhängenden, die Kräuselungen des echten Krimmers im Aussehen völlig ersetzenden Noppen oder Verdickungen c dient, welche durch Faden α festgelegt werden.
Der so erhaltene starke Faden zeichnet sich den bekannten, unter Anwendung eines WoIl- oder Mohairfadens hergestellten Schleifengarnen gegenüber dadurch aus, dafs bei dem neuen, starken Schleifengarnfaden ein Zusammengehen und Einspringen der aus dem Schleifengarn beim Verarbeiten hergestellten Waare nicht stattfindet, was bei Verwendung eines WoIl- bezw. Mohairfadens der Fall sein würde und bei welchem ein sehr leichtes Zerreifsen des die Schleifen festhaltenden Kreuzfadens nicht zu vermeiden ist, infolge dessen sich das bekannte Schleifengarn für den vorliegenden Zweck durchaus unbrauchbar erweist.
Um das charakteristische Aussehen des echten Krimmers noch völlig zu erzielen, werden die zusammengesponnenen Fäden α und b nachgefärbt und so mit einander verfilzt, dafs beide Fäden dem Auge als ein Ganzes erscheinen.
Der neue Faden kann nun zur Herstellung von Krimmerwaaren aller Art, als Mützen, Kragen, Muffen etc., dienen, indem er durch Strickarbeit in die betreffende Gebrauchsform gebracht wird. ■
Durch Verwendung dieses neuen, aus einer
eigenartigen Wollmischung hergestellten Fadens für den angestrebten Zweck ist die Hersteilung von Krimmer nicht mehr auf Maschinen beschränkt, sondern auch durch Handarbeit ermöglicht und gewissermafsen ein neuer Artikel für die Hausindustrie geschaffen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Zweiseitige Krimmerwaare, hergestellt durch Stricken oder Häkeln aus einem Schleifenoder Noppenfaden (A), welcher durch Färben vor dem Verarbeiten verfilzt worden ist.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT76811D Gestrickte oder gehäkelte zweiseitige Krimmerwaare Expired - Lifetime DE76811C (de)

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