DE767192C - Verfahren zur Herstellung von gesaettigten N-substituierten 2-Amino-alkanen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von gesaettigten N-substituierten 2-Amino-alkanen

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Publication number
DE767192C
DE767192C DEK145469D DEK0145469D DE767192C DE 767192 C DE767192 C DE 767192C DE K145469 D DEK145469 D DE K145469D DE K0145469 D DEK0145469 D DE K0145469D DE 767192 C DE767192 C DE 767192C
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DE
Germany
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alkyl
saturated
cycloalkyl
amino
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Expired
Application number
DEK145469D
Other languages
English (en)
Inventor
Wilfrid Dr Klavehn
Anton Dr Wolf
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Abbott GmbH and Co KG
Original Assignee
Knoll GmbH
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Filing date
Publication date
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C209/00Preparation of compounds containing amino groups bound to a carbon skeleton
    • C07C209/04Preparation of compounds containing amino groups bound to a carbon skeleton by substitution of functional groups by amino groups
    • C07C209/06Preparation of compounds containing amino groups bound to a carbon skeleton by substitution of functional groups by amino groups by substitution of halogen atoms
    • C07C209/08Preparation of compounds containing amino groups bound to a carbon skeleton by substitution of functional groups by amino groups by substitution of halogen atoms with formation of amino groups bound to acyclic carbon atoms or to carbon atoms of rings other than six-membered aromatic rings

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von gesättigten N-substituierten 2-Amino-alkanen Es wurde gefunden, daß gesättigte Abkömmlinge von 2-Amino-alkanen der allgemeinen Formel worin R1 ein Alkyl mit mindestens. q. Kohlensto-ffatomen in gerader oder verzweigter Kette, R2 Wasserstoff, Alkyl, Cycloalkyl oder Arylalkyl und R, Alkyl oder Cycloalkyl mit jeweils höchstens 6 Kohlenstaffatomen bedeuten, günstige, krampflösende Eigenschaften besitzen. Darüber hinaus zeichnen sich die neuen Verbindungen durch lokalanästhetische Wirkung aus und sind in bezug auf diese Wirkung und ihre Toxizität bekannten Lokalanästhetika überlegen. Hierbei haben sich als besonders wirksam solche Derivate der angegebenen Formel erwiesen, in denen R1 ein Alkyl mit q. bis 8 Kohlenstoffatomen bedeutet.
  • Die Herstellung dieser neuen Stoffe kann einerseits durch Kondensation von Alkylmethyl-ketonen der allgemeinen Formel R1 C 0-C H3 mit primären Alky 1-, Cycloalkvl- oder Arylalkylaminen und anschließende Reduktion der Kondensationsprodukte erfolgen, wobei bei Anwendung rote Arvlall:vlaminen die erhaltenen, sekundären Abkömmlinge noch am Stickstoff alkyliert oder cvcloalkyliert werden. Die beiden Reaktionen können zweckmäßig in einem Arbeitsgang durchgeführt werden. So kann man z. B. -#letlivl-2-lieptanon-6. das auf synthetischem Wege leicht hergestellt ;-erden kann, mit primären Aminen kondensieren und anschließend oder gleichzeitig reduzieren und hierbei Abkömmlinge des Amino-6-metlivI-2-lieptans erhalten. Andererseits kann man die netten Verbindungen durch Behandlung von primären 2 Amino-all:anen der Formel oder deren sekundären Abkömmlingen mit all:vlierenden, c@-cloall:ylierenden oder arvlall:vlierenden 1littelti Herstellen.
  • In den Patentschriften 617 536 und 61- 596 sind Verfahren zur Herstellung von ungesättigten Aminen vom Typus des 6--'lletlivlamino-2-metlivllieptetis-(2) beschrieben worden, Verbindungen, die sieh durch krampflösende Wirkung auszeichnen. Es war jedoch nicht vorauszusehen, daß auch gesättigte Amine, die Abkömmlinge von 2- Aminoall:anen sind, wertvolle krampflösende Eigenschaften aufweisen würden. Ebensowenig war zu erwarten, daß die erfindungsgemäß hergestellten Verbindungen die erwähnten ungesättigten Amine bezüglich ihrer Wirkung auf die glatte Muskulatur zum Teil sogar übertreffen.
  • Ein weiterer, nicht zu unterschätzender Vorzug der gesättigten Verbindungen ist ihre größere Widerstandsfähigkeit gegenüber chemischen Einflüssen. wodurch nicht nur ihre technische Herstellung, sondern auch die Herstellung von beständigen Salzen wesentlich vereinfacht wird.
  • Eine den neuen Verbindungen, deren erfindungsgemäße Herstellung beansprucht wird. verwandte '%,-erl>indung, das Bis-(z-methvln-liepti-1)-amin, ist bereits bekannt, Die erfindungsgemäßen neuen Verbindungen sind jedoch -dieser Verbindung therapeutisch überlegen.
  • Beispiel i 30 g -#letlivI-2-pentation-4, C,1 H11 - C O - C H;3, werden Gegenwart von i-2 g :ilethylamin und ioo ccm i0/9i,-er kolloidaler Platinlösung der katalytischen Reduktion unterworfen. Es wird die berechnete Menge Wasserstoff aufgenommen. Die 2#tifarbeitung erfolgt nach üblichen Verfahren.
    Das -'#letlivlainino-4-nietlivl-2-1>etltan,
    C7\1; ,-\-, siedet bei 122 bis 124 = unter c re-
    w 'iliiilichem c Druck als leicht bewegliche
    Flüssigkeit von stark ammoniakalischern Ge-
    ruch. Das Hydrochlorid kristallisiert aus
    .,Ilcoliol-Äther Hydrochlorid Prismen vom Schmelzpunkt
    130 bis i32'. Ausbeute 35 bis .130,`o der
    Theorie.
    Mit aktiviertem Aluminium als Reduktions-
    mittel gewinnt man die gleiche Base mit einer
    Ausbeute von 7o bis 80"/o der Theorie.
    Beispiel e
    -15 g H 2ptation 2, C5 H11 # C O # C H.. werden
    itl a.00 ccm ; 5"/oigem Alkohol gelöst und in
    Gegenwart von 16-. lletlivlamiti mit 40 9
    aktiviertem Aluminium reduziert. Die Auf-
    arbeitung geschieht nach Beispiel i.
    Das -'#Ietllylamino-2-lieptan, C,3 H19 ,\-, ist
    ein farbloses Öl von wenig charakteristischem
    Geruch und siedet unter gewöhnlichem Druck
    bei i55=. Ausbeute: 75 bis 85% der Theorie.
    Beispiel 3
    35.4. g llethvl-2-heptation-6, C6 H1:3 - C O
    C H.3, in 30o ccm 7 511/oigem Alkohol gelöst,
    werden in Gegenwart von i 5 g llethylamin
    mit 30g aktiviertem Aluminium der Redulk-
    tion unterworfen. Die Aufarbeitung erfolgt
    nach heispiel i.
    Das lletlivlamino - 6 - metli_vl - 2 - heptan,
    CziH_,l \, siedet bei 62 bis 63-' unter io inm
    Druck. Das Bitartrat kristallisiert aus Alkohol-
    Äther in Prismen vom Schmelzpunkt e- bis
    86-. Ausbeute nahezu quantitativ.
    Beispiel 4
    38-4-. '-#letlivI-a-heptanon-6. C6 H1.3 * C O
    C H3, werden mit 3-2 g Cvclollexvlamin bei
    Wasserbadtemperatur kondensiert und an-
    schließend in 750 ccm absolutem Alkohol ge-
    löst. Im Zerlauf von i bis -2 Stunden trägt
    man auf dem Wasserbad 70 g Natrium ein.
    Nach beendeter Reduktion wird die Base mit
    t%'asser abgeschieden.
    Das Cyclohexy lamino-6-nielltrl-2-lieptail,
    C14 H..19 N, siedet bei 125 bis 1.27- unter 8 mm
    Druck. Das Hydrochlorid kristallisiert aus
    @\'asser in Nadeln vom Schmelzpunkt i88°.
    Ausbeute ..o bis 5011/o der Theorie.
    Bei Anwendung von aktiviertem Alumi-
    nium als Reduktionsmittel erhält man die
    Base mit einer Ausbeute von 70 bis 8o0@o der
    Theorie.
    Beispiel s
    89 g Octanon-2, C0 H1.3 - C O - C H3,-und 85 g
    wäßrige 4o"/oige :llethvlaminlösung werden in
    750 ccm 75%igem Alkohol gelöst und mit 70 g aktiviertem Aluminium der Reduktion unterworfen. Die Aufarbeitung erfolgt in bekannter Weise.
  • Das Methylamino-2-octan, CgH"N, ist eine schwach basisch riechende Flüssigkeit vom Schmelzpunkt 7o bis 72° unter 8 mm Druck. Ausbeute 75 bis 851/o der Theorie. Beispiel 6 42,6g Nonanon-2, C.r H15 - C O - C H3, werden in 300 ccm 75%igem Alkohol gelöst, mit 28 g 4o%iger Methylaminlösung versetzt und im Verlauf von 6 bis 7 Stunden auf dem Wasserbad mit 30g aktiviertem Aluminium am Rückflußkühler der Reduktion unterworfen. Die Aufarbeitung erfolgt nach Beispiel i. Das Methylamino-2-nonan, Clo H23 N, siedet einheitlich bei 196 bis 198° unter gewöhnlichem Druck. Der Geruch ist scwach basisch. Die Base löst sich leicht in verdünnten Mineralsäuren. Ausbeute 6o bis 70% der Theorie.
  • Beispiel? 26g Amino-2-octan, C6 H13 - C H (N H2) . C H3, werden mit 17 g Cyclop.entanon auf dem Wasserbad kondensiert, anschließend in 20o ccm 75%igem Alkohol gelöst und mit 2o g aktiviertem Aluminium auf dem Wasserbad der Reduktion unterworfen. Die Aufarbeitung erfolgt nach Beispiel i.
  • Das Cyclopentylamino-2-octan, C13H27N, siedet bei i2o° unter g mm Druck als farbloses Ö1 von geringem basischem Geruch. Das Hydrochlorid kristallisiert aus Alkohol-Äther in Nadeln vom Schmelzpunkt 125'.
  • Beispiel 8 43 g Methylam!ino-2-octan, C6 H13 - C H (N H - C H3) - C H3, werden mit 15,5 Isoamylbromid am Rückflußkühler erhitzt und das Reduktionsgemich in verdünnter Mineralsäure aufgenommen und die wäßrige Lösung nach Entfernung nicht basischer Anteile mit Äther ausgeschüttelt. Auf Zusatz von Alkali scheidet sich die Base ab. Die tertiäre Base Methylisoamyl-amino-2-octan, C14 H31 N, siedet bei -i 5o0 unter 15 mm Druck. Ausbeute 6o % der Theorie.

Claims (4)

  1. PATE \TTAN.SPRUCH: Verfahren zur Herstellung von gesättigten N-subtituierten 2-Amino-alkanen der allgemeinen Formel worin R1 ein Alkyl mit mindestens 4 Kohlenstoffatomen in gerader oder verzweigter Kette, R
  2. 2 Wasserstoff, Alkyl, Cycloaikyl oder Arylalkyl und R
  3. 3 Alkyl oder Cycloalkyl mit jeweils höchstens 6 Kohlenstoffatomen bedeuten, dadurch gekennzeichnet, daß man Alkyl-methylketone der allgemeinen Formel Ri CO -C H3 mit primären Alkyl-, Cycloalkyl-oder Arylalkylaminen kondensiert und anschließend oder gleichzeitig reduziert, wobei bei Anwendung von Arylalkylaminen die erhaltenen sekundären Abkömmlinge noch am Stickstoff alkyliert oder cycloalkyliert werden, oder daß man gesättigte primäre Alkylamine der allgemeinen Formel oder deren sekundäre Abkömmlinge mit alkylierrenden, cycloalkylierenden oder arylalkylierenden Mitteln behandelt. Zur Abgrenzung des Erfindungsgegenstands vom Stand der Technik ist im Erteilungsverfahren folgende Druckschrift in Betracht gezogen worden: Beilsteins Handbuch der organischen Chemie, 4.. Aufl., Bd.
  4. 4. S. 197.
DEK145469D 1937-02-16 1937-02-16 Verfahren zur Herstellung von gesaettigten N-substituierten 2-Amino-alkanen Expired DE767192C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0019365A3 (de) * 1979-05-11 1981-06-10 Imperial Chemical Industries Plc Derivate von langkettigen Aminen und Verfahren zu ihrer Herstellung

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EP0019365A3 (de) * 1979-05-11 1981-06-10 Imperial Chemical Industries Plc Derivate von langkettigen Aminen und Verfahren zu ihrer Herstellung

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