DE891136C - Desinfektionsmittel - Google Patents

Desinfektionsmittel

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DE891136C
DE891136C DEK556A DEK0000556A DE891136C DE 891136 C DE891136 C DE 891136C DE K556 A DEK556 A DE K556A DE K0000556 A DEK0000556 A DE K0000556A DE 891136 C DE891136 C DE 891136C
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rust
disinfectant
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disinfectants
sodium benzoate
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DEK556A
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August Kettenbach
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01NPRESERVATION OF BODIES OF HUMANS OR ANIMALS OR PLANTS OR PARTS THEREOF; BIOCIDES, e.g. AS DISINFECTANTS, AS PESTICIDES OR AS HERBICIDES; PEST REPELLANTS OR ATTRACTANTS; PLANT GROWTH REGULATORS
    • A01N37/00Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing organic compounds containing a carbon atom having three bonds to hetero atoms with at the most two bonds to halogen, e.g. carboxylic acids
    • A01N37/10Aromatic or araliphatic carboxylic acids, or thio analogues thereof; Derivatives thereof
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01NPRESERVATION OF BODIES OF HUMANS OR ANIMALS OR PLANTS OR PARTS THEREOF; BIOCIDES, e.g. AS DISINFECTANTS, AS PESTICIDES OR AS HERBICIDES; PEST REPELLANTS OR ATTRACTANTS; PLANT GROWTH REGULATORS
    • A01N31/00Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing organic oxygen or sulfur compounds
    • A01N31/08Oxygen or sulfur directly attached to an aromatic ring system
    • A01N31/12Bis-chlorophenols
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C11ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
    • C11DDETERGENT COMPOSITIONS; USE OF SINGLE SUBSTANCES AS DETERGENTS; SOAP OR SOAP-MAKING; RESIN SOAPS; RECOVERY OF GLYCEROL
    • C11D1/00Detergent compositions based essentially on surface-active compounds; Use of these compounds as a detergent

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Description

  • Desinfektionsmittel Quaternäre Ammoniumbasen sind bekanntlich hervorragende Desinfektionsmittel. Sie sind besonders auch deswegen vorteilhaft, weil sie die Desinfektionskraft und Netzwirkung in einer chemischen Verbindung vereinigen. Im praktischen Gebrauch haften aber allen diesen eingangs erwähnten Verbindungen erhebliche Mängel an, die die wünschenswert erscheinende allgemeine Verbreitung sehr erheblich hemmen. Die eingangs erwähnten Verbindungen reagieren in Lösungen, -wie sie als Desinfektionsmittel angewendet werden, alle schwach sauer mit einem pji-Wert unter.7.
  • In der gesamten medizinischen Praxis werden die Desinfektionsmittel zu einem erheblichen Teil zum Desinfizieren von MetaEinstrumenten benutzt. Diese bestehen unter anderem zum Teil auch aus rostendem Stahl und anderen Eisenlegierungen, die rostempfindlich sind. Auftreten von Rost bei der Desinfektionsflüssigkeit ist ein erheblicher Mangel, der zur Ablehnung führt. Bekanntlich rosten aber Eisen und Stahl und werden auch andere Metalle korrodiert von Lösungen mit einem pil-Wert unter # bzw. saurem Medium. Dies trifft bei den Desinfektionslösungen aller quaternären Ammoniumbasen zu. Nicht nur allein die sauer reagierenden Lösungen dieser Verbindungen fördern Rostbildung und Korrosion, sondern diese Verbindungen haben sogar spezifisch rost- und korrosionsfördernde Eigenschaften, so daß selbst schon nach kurzem Einlegen von Instrumenten Rost eintritt. Es ist überhaupt nicht möglich, in solchen Lösungen Instrumente über Nacht oder noch länger einzulegen bzw. aufzubewahren, was aber geradezu die Forderung in der gesamten medizinischen Praxis ist.
  • Diesem Übelstand hat man versucht abzuhelfen durch Zusatz von Natriumnitrit zu den Desinfektionslösungen der quaternären Ammoniumbasen. Nitrite sind bekanntlich sehr gute Rostschutzmittel. Man kann durch solche Zusätze die Rostbüdung weitgehend verhüten. Wie sich aber herausstellte, ist damit eine weitgehende bis völlige Verhinderung der Desinfektionswirkung mitverbunden, so daß Nitrite in diesem Falle nicht verwendet werden können.
  • Der Gegenstand dieser Erfindung ist ein rost- und korrosionsverhindernder Zusatz zu quaternären Ammoniumbasen, der gleichzeitig noch die Desinfektionswirkung dieser Verbindungen wesentlich verbessert. Diese nicht zu erwartende Doppelwirkung wurde in einem Zusatz von Natriumbenzoat gefunden, womit die obenerwähnten Übelstände vollkommen behoben sind und sogar das eigentliche Merkmal der Desinfektion noch verbessert wird. Na-Benzoat ist zwar als Konservierungsmittel bekannt. Man erreicht damit aber erst in sehr hoher Konzentration und langer Einwirkungszeit eine Desinfektion. Der Na-Benzoatzusatz zu den hervorragenden, daß heißt in geringsten Konzentrationen bei kürzesten Einwirkungszeiten desinfizierenden Verbindungen der quaternären Ammoniumbasen ließ deshalb nie eine Verbesserung der Desinfektion erwarten, sondern nur eine Verschlechterung bei Anwendung des Gemisches. Als Beispiele der Wirksamkeit allein und im Gemisch sollen folgende Untersuchungsergebnisse dienen: Als Test wurden Coli-Bakterien verwendet. Die Untersuchungen wurden so durchgeführt, daß in je 2 ccm der jeweils zu prÜfenden Lösungskonzentrationen 0,5 ccm einer 24 Stunden in Bouillon bebrüteten Coli-Kultur gemischt und daraus jeweils nach den zu prüfenden Einwirkungszeiten in Bouillon abgeimpft und einen Tag bebrätet wurden. Danach wirkt eine io0/,ige Natriumbenzoatlösung bei 6o Minuten Einwirkungszeit erst desinfizierend und eine 1/"0/,ige wäßrige Lösung von Alkyldimethylbenzylammoniumchlorid schon nach 5 Minuten Einwirkung.
  • Gibt man nun zu einer :1/"0/,igen Lösung von Alkyldimethylbenzylammoniumehlorid dieselbe Menge Natriumbenzoat zu, so muß man weiter verdünnen, um den Grenzdesinfektionswert zu finden, der bei einer Konzentration von 1/,40/1 obiger quaternären Verbindung bei 15 Minuten Einwirkung liegt.
  • Mit diesen Beispielen sind die oben gemachten Angaben über eine wesentliche Verbesserung der Desinfektionswirkung experimentell bewiesen.
  • Hinsichtlich der völligen Rostverhütung wurden dieselben Lösungen i : i in denselben Konzentrationen, wie sie zur Desinfektion praktisch verwendet werden, von 10/0, 2 0/, und 5 0/, mit eisernen Nägeln augenscheinlich geprüft. Auch hier trat das überraschende Ergebnis ein, daß die angeführten Lösungen selbst nach 2o Tagen Einwirkungszeit keine Rostbüdung oder Braunfärbung zeigten, was ohne Natriumbenzoatzusatz schon nach 24 Stunden eine totale Verrostung ergeben hätte und im Parallelversuch dicke Rostflocken erzielt wurden.
  • Als weitere Beispiele dienen: -i. io Teile Alkyldimethylbenzylammoniumchlorid, in 8o Teilen Wasser gelöst, und io Tf-üe Na-Benzoat, nachfolgend gelöst und filtriert, ergeben eine Desinfektionslösung, die beliebig mit Wasser verdünnt werden kann und noch in geringen Konzentrationen, wie z. B. il)/,iger Lösung, starke desinfizierende Eigenschaften hat ohne Verrostungserscheinungen.
  • 2. 0,35 Teile Alkyldimethylbenzylainnioniumchlorid werden in 93,75 Teilen Wasser gelöst und 0,5o Teile Alkylphenolpolyäthylenäther, 2,5o Teile Äthyläthylenglykolmonoäther, 2,5o Teile Ätzkali, o,4o Teile Na.-Benzoat beigemischt bis zur klaren Lösung, das ergibt eine unverdünnt anwendbare Desinfektionslösung zur Behandlung von Zahnbohrern, Nervnadeln, Fräsern, Keramik- und Diamantschleifern mit höchster Desinfektionswirkung und Reinigungskraft bei gleichzeitigem völligem Rost- und Korrosionsschutz, geprüft an rostempfindlichsten Gußeisenspänen, die selbst bei 6o-Tage-Einwirkung keinerlei Veränderung zeigen, auch dann, wenn das Gemisch nur dünn an der Oberfläche haftet.
  • Selbstverständlich können die Gernischanteile für die Praxis beliebig verschoben werden und kann ein solches Gemisch auch für jeden anderen Desinfektionszweck, wie z. B. Haut-, insbesondere Händedesinfektion, Wäsche, Auswurf, Exkremente, Raum und Gegenstände aller Art, verwendet werden, was noch ein besonderer Vorzug ist.

Claims (3)

  1. PATEN TANS PRÜ C H E: i. Verfahren zur Herstellung eines Desinfektionsmittels, dadurch gekennzeichnet, daß den an sich bekannten Desinfektionsmitteln der quaternären Ammoniumverbindungen von der allgemeinen Formel worin R ein beliebiger Alkyl- oder Arylrest sein kann und Ha ein beliebiges Halogenatom darstellt, Natriumbenzoat bzw. andere Alkalisalze der Benzoesäure in beliebigen Mengen zur Erhöhung der Desinfektionswirkung und Erzielung eines Rost- bzw. Korrosionsschutzes zugen-lischt werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Mischungen in Pulver, Pasten oder Lösungen übergeführt werden.
  3. Angezogene Druckschriften: Lawrence: »Surface-Active Quatemary Ammonium Gerrnicides«, S. 76, 3. Abs.
DEK556A 1949-11-13 1949-11-13 Desinfektionsmittel Expired DE891136C (de)

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DEK556A DE891136C (de) 1949-11-13 1949-11-13 Desinfektionsmittel

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DE891136C true DE891136C (de) 1953-09-24

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Non-Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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