DE7668C - Apparat zum Fangen zusammengelaufener Fäden bei Spinnmaschinen - Google Patents

Apparat zum Fangen zusammengelaufener Fäden bei Spinnmaschinen

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DE7668C
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Germany
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DENDAT7668D
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Original Assignee
C. P. MAILLARD in Fismes, Marne-Departement, Frankreich
Publication of DE7668C publication Critical patent/DE7668C/de
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01HSPINNING OR TWISTING
    • D01H3/00Spinning or twisting machines in which the product is wound-up intermittently, e.g. mules
    • D01H3/02Details
    • D01H3/26Driving or stopping arrangements not otherwise provided for; Locking motions ; Control of machines
    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01HSPINNING OR TWISTING
    • D01H2700/00Spinning or twisting machines; Drafting devices
    • D01H2700/21Piecing or cleaning in spinning mules

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Emergency Lowering Means (AREA)

Description

1879.
CELESTIN PAUL MAILLARD in FISMES (Marne-Departement, Frankreich). Apparat zum Fangen zusammengelaufener Fäden bei Spinnmaschinen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 27. April 1879 ab.
Der Apparat bezweckt, die beim Spinnen textiler Stoffe vorkommenden Fadenverschlingungen wieder zu trennen bezw. aufzulösen. Derselbe beruht auf den folgenden Grundsätzen:
1. Das Zerreifsen der verschlungenen Fäden unmittelbar vor der Bewegung des Abnehmens und zeitig genug vor dieser Bewegung, dafs sich dieselben noch um das äufserste Ende der Spindel wickeln können, d. h. ungefähr 5 cm vor dem vollständigen Austreten des Spindelwagens.
2. Zerreifsen der verschlungenen Fäden von oben nach unten.
Dieser Apparat läfst sich leicht bei allen Arten von Spinnstühlen anbringen und hindert nicht im geringsten die gewöhnliche Beschäftigung des Arbeiters.
Auf beiliegender Zeichnung stellt Fig. 1 eine Seitenansicht des an einem Selfactor von 300 Spindeln, System Ste"helin, angebrachten Apparates dar; die Spindeln stehen hier 48 mm von einander entfernt. Die Fig. 2, 3, 4, 5, 7, 8 sind Ansichten des Apparates in verschiedenen Stellungen. Die Fig. 6 zeigt das Trägersystem in Ansicht und Querschnitt.
Zur Darstellung des Apparates ist es zweckmäfsig, denselben in drei Haupttheile zu zerlegen:
1. Eine horizontale Stange oder Schiene a, welche die kleinen Häkchen oder Dorne d trägt; besagte Stange läuft parallel mit dem Systemträger p, mit dem sie durch mehrere Tragleisten/' zusammenhängt; vermittelst des Zahnrades a' greift diese Stange α in die Verzahnung b' einer Stange b ef.
2. Eine horizontale Stange b ef; dieselbe steht parallel zum Seitengestell des Stuhles, mit welchem sie mittelst der Hülse b" und des Gleitbügels c verbunden ist. Diese Stange besteht eigentlich aus den drei Theilen b, e und /. Der Theil b hat an seinem Ende die Verzahnung b' und tritt in die Oeffnung oder Führung i3, welche sich im Systemträger p befindet, Fig. 6. Diese Stange ist mit dem Theil e gelenkartig bei e' verbunden. An diesem zweiten Theil der Stange befindet sich die Nase.»/, welche in den Gleitbügel c eintritt. Der letztere, hintere Theil der Stange f ist mit dem vorbeschriebenen Theil e durch das Scharnier /' verbunden. ·■■..-
3. Eine am Seitengestell des Wagens C angebrachte Stange g, deren Platte g1 rechtwinklig zu dem vorgenannten Theil / steht.
Es soll nunmehr jeder einzelne dieser drei Theile beschrieben werden:
Die Stange α ist aus galvanisirtem Flacheisen und von der Länge des Stuhles, an dem sie angebracht wird. Dieselbe ist aus einer bestimmten Anzahl von Segmenten gebildet, welche mit dreifsig Dornen oder Häkchen d versehen sind; diese Segmente stehen Kopf an Kopf aneinander gereiht im Innern einer Hülse, an welcher sie mittelst zweier Zäpfchen befestigt sind. Die vollständig cylinderförmige Hülse dreht sich in dem Träger /', welcher ein ausgedrehtes Zapfenloch besitzt, in welchem die Hülse frei ihre rotirende Bewegung macht.
Diese Stange α hat auf ihrer ganzen Länge und in ihrer ganzen Stärke eine doppelte Löcherreihe, welche die zum Festlegen der Dorne d nöthigen Niete aufnehmen.
Diese beiden zur Aufnahme der zu demselben Dorn gehörigen Niete bestimmten Löcher befinden sich ebenso wie die Axe des Doms selbst in der Axlinie, welche die beiden nächstliegenden Fäden trennt.
An ihrem äufseren Ende ist die Stange a rund abgedreht und nimmt das Zahnrad a' auf, welches von der Verzahnung ¥ der Stange b ef die Bewegung erhält.
Die Dorne oder Häkchen d haben die Gestalt eines V, das mit einem Stiel versehen ist, und nehmen genau die Stellen der Fadentheillinien ein. Die Dorne, deren Ränder vollständig glatt sind, sind aus galvanisirtem Eisen. Sie machen zugleich mit der Stange α abwechselnd eine drehende Bewegung von unten nach oben und wieder zurück, so dafs dieselben Halbkreise beschreiben, welche genau durch die Mitten zwischen den Fäden hindurchgehen, Fig. 7. Ihre Länge ist eine solche, dafs, wenn sie aufrecht stehen, Fig. 2, die äufsersten Spitzen der Zacken V über die horizontale Fläche der Fadenreihen reichen. Die Zacken von V stehen in der Weise auseinander, dafs sie immer die verschlungenen Fäden fassen, während sie die einzelnen Fäden nicht berühren.
Der Theil b der Stange b ef ist rund, aus Eisen oder schmiedbarem Gufs und ist dazu
bestimmt, horizontale Hin- und Herbewegungen zu machen.
Sein äufserstes hinteres Ende geht durch die dasselbe tragende Hülse b" und ist mit dem Theil e durch das Scharnier e' verbunden, erlaubt jedoch diesem letzteren Bewegungen in abwärts geneigter Richtung; das entgegengesetzte vordere Ende ist von quadratischem Querschnitt und hat eine Verzahnung b'; dasselbe reicht in und durch die Leitöffnung b3 des Systemträgers p, Fig. 6, und greift in das Zahnrad a' ein.
Der Theil e ist ein eisernes Stängchen von rechtwinkligem Querschnitt und ruht fast horizontal. Dasselbe hat eine Nase oder einen Vorsprung m, Fig. 8, 9 und io, von der Gestalt eines rechtwinkligen Dreiecks.
Die Nase m tritt in den am Gestell des Stuhles befestigten Gleitbügel c, der am unteren Ende das um seine Axe drehende Gleitröllchen h hat. An der der Nase m gegenüberstehenden Seite des Theiles e befindet sich ein Zuhaltungshaken m'.
Dieser Theil der Stange b ef macht also eine hin- und hergehende Bewegung, die sich aber durch die Einwirkung der Nase m schräg gestaltet.
Der verticale Theil / ist mit dem vorbeschriebenen durch ein Scharnier (Zirkelgelenk)/' verbunden; derselbe ist steif beim Heraustreten des Wagens und giebt nach während seines Zurücktretens.
Die verticale Stange g ist rund, mit der Platte g' gelenkartig verbunden, und an den Seiten des Wagens C befestigt. Diese Platte trifft beim Heraustreten des Wagens sowohl wie auch bei seinem Zurückgehen den senkrechten Theil / der Stange b ef; da ihre Lage und ihre Befestigung am Wagen leicht zu modificiren ist, so ist es ein leichtes, den Augenblick genau zu bestimmen und zu reguliren, wo der Theil/ ihrer Einwirkung entzogen werden soll.
Die Wirkungsweise des Apparates ist folgende:
Angenommen, derselbe befinde sich im Ruhezustande, d. h. der Wagen C ist zum Systemträger zurückgekehrt; die Häkchen nach unten gerichtet. Während der Vorwärtsbewegung des Wagens, Fig. i, trifft die Platte gJ den Theil/ der Stange b ef; durch die Lage der Nase m, die auf dem Gleitröllchen h gleitet, macht Stange b ef, während dieselbe nach hinten gezogen wird, eine von unten nach oben gehende Bewegung; in einem bestimmten Moment berührt der untere Theil i den Punkt i' der Platte g1, dann stehen die Häkchen aufrecht, Fig. 2.
Wenn der Wagen nun weiter fortschreitet, so berührt Punkt i den Punkt i"; der Zuhaltungshaken m' hat sich aus dem Gleitbügel c befreit und bleibt hinter dessen oberem und hinterem Theil c' hängen. Wenn der Punkt i in P angekommen ist, so sind die Häkchen oder Dorne noch in ihrer erhobenen Lage; wenn der Wagen von hier aber weiter läuft (derselbe hat nur noch 5 cm zu durchlaufen), entzieht sich die Stange b ef plötzlich der Einwirkung von g'; der Theil / geht nieder, der Haken m' wird wieder frei, Fig. 4, die Nase tritt in den Gleitbügel c und die Stange α führt unter der Einwirkung ihres eigenen Gewichts die Häkchen und die Stange b e f in ihre ursprüngliche Lage zurück.
Wenn nun eine Fadenverschlingung stattgefunden hätte, so ist dieselbe von den Zacken von d während der aufwärtsgehenden Bewegung wieder vernichtet worden.
Das Häkchen oder der Dorn ist während einer gewissen Zeit, d. h. während des Durchlaufens des Punktes i, auf der Platte g1 aufrecht stehen geblieben, um den verschlungenen Fäden ein Zurücktreten in ihre normale Axlage zu gestatten; für den Fall, dafs ihre Elasticität nicht hinreichend gewesen wäre, um augenblicklich in die normale Lage und sofort nach dem Loshaken des Zuhaltungshakens m' zurückzukehren, wird bei dem plötzlichen Abfallen bezw. Niedergehen der Dorne das Auseinanderreifsen der verschlungenen Fäden bewerkstelligt.
Die Schnelligkeit der Abwärtsbewegung kann ebenso leicht durch Anbringen von Zäpfchen oder Federn, die geeignet angebracht, gemäfsigt werden.
Es folgt aus diesen Functionen:
1. dafs das Auseinanderreifsen der verschlungenen Fäden von oben nach unten zu stattfindet, ein Umstand, der insofern sehr günstig für die Arbeit ist, weil dadurch verhindert wird, dafs die auseinandergerissene Verschlingung sich auf die übrigen nächstliegenden Fäden wirft;
2. dafs das Auseinanderreifsen vor dem Abschlagen vor sich geht, wodurch erreicht wird, dafs der Faden sich nur um das äufserste Ende der Spindel B wickeln kann, weil er vom Draht des Gegenwinders q1 gehalten wird.
Das Aufwickeln geschieht in Form eines umgekehrten Kegels, der Faden tritt hervor und ist leicht zu erfassen, um ein Anknüpfen bewerkstelligen zu können.
Es würde ganz das Umgekehrte stattfinden, wenn das Zerreifsen erst nach dem Abschlagen stattfände. Die zerrissene Verschlingung würde sich, vom Eisendraht des Gegenwinders q' gehalten, um die Spule wickeln. Das Ende des Fadens ist dann schlecht sichtbar, nicht leicht zu fassen und wird zuweilen auch um die nächstliegende Spule geschlungen, wodurch die Arbeit des Wiederanknüpfens besonders erschwert wird.
Die Zeichnung zeigt die Aufeinanderfolge der Phasen der Arbeit.
In Fig. ι tritt das Ende der Platte g' gerade in Berührung mit dem senkrechten Theil/. Die aufwärtsgehende Bewegung des Häkchens beginnt, indem der Wagen C schon einen Theil seines Weges zurückgelegt hat.
s ist der Träger der Streck- und Druckwalzen r und r'\ B die Spindel; q q' Aufwinder und Gegenwinder.
In Fig. 2 ist der Punkt i in i' angekommen. Die Nase m ist vollständig in den Gleitbügel c eingetreten, die Häkchen d stehen schon aufrecht, der Wagen geht weiter vor.
In Fig. 3 ist der Punkt i in P. Die Häkchen sind in der ganzen Zeit, während i auf g' gleitet, aufrecht stehen geblieben, der Wagen geht weiter vor.
Fig. 4 repräsentirt den Apparat in dem Augenblick, wo Stange b ef der Einwirkung von g sich entzieht, der Zuhaltungshaken m' hat sich frei gemacht, das Häkchen hat seine Abwärtsbewegung begonnen; es ist im Begriff, die verschlungenen Fäden zu zerreifsen oder zu trennen, währenddem geht der Wagen weiter vor.
Fig. 5 zeigt den Apparat gleich nach der Trennung der Fäden. Die Häkchen und die Stange b e f sind in ihre Ruhelage zurückgetreten; der Wagen beendet seine Vorwärtsbewegung; das Abschlagen hat aber nicht stattgefunden; der verschlungene Faden hat sich nach der Trennung am äufseren Ende der Spindel B in Form eines Kegels zusammengerollt.
In Fig. 7 ist dargestellt, wie ein Häkchen bei seiner Aufwärtsbewegung in dem Räume zwischen zwei Fäden eine Fadenverschlingung trennt.

Claims (5)

Pate nt-An Sprüche:
1. Die Anbringung einer Stange als Domträger auf dem Systemträger; welche Stange theilweise und abwechselnd rotirende Bewegung und daher auch senkrechte, abwechselnde auf- und niedergehende Bewegungen der Dorne hervorbringt.
2. Das Trennen bezw. Zerreifsen der verschlungenen Fäden von oben nach unten.
3. Die Uebertragung der Bewegung des Wagens, während er vorwärts geht, auf die als Dornträger dienende Stange.
4. Das möglichst späte Zerreifsen der verschlungenen Fäden während des Austritts des Wagens; dasselbe erfolgt jedoch so zeitig, dafs die zerrissenen Fäden die nöthige Zeit erhalten, um sich auf das Ende der Spindel vor dem Abschlagen aufwickeln zu können.
5. Die Haltung der Dorne oder Häkchen in aufrechter Stellung vermittelst der Platte g, in der Weise, dafs die verschlungenen Fäden, von den Zacken des V getrennt, noch Zeit haben, sich der Dornfläche zu nähern und den Bruch unvermeidlich zu machen.
Im wesentlichen wie beschrieben und in der Zeichnung dargestellt.
Hierzu I Blatt Zeichnungen.
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