DE1104476B - Einrichtung zum kontinuierlichen Aufwickeln von Stranggut, z. B. Draht - Google Patents

Einrichtung zum kontinuierlichen Aufwickeln von Stranggut, z. B. Draht

Info

Publication number
DE1104476B
DE1104476B DEF28415A DEF0028415A DE1104476B DE 1104476 B DE1104476 B DE 1104476B DE F28415 A DEF28415 A DE F28415A DE F0028415 A DEF0028415 A DE F0028415A DE 1104476 B DE1104476 B DE 1104476B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
winding
holding
drum
lips
guide
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEF28415A
Other languages
English (en)
Inventor
Benjamin Haskell Davis
Douglas Osborn Laplant
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Franklin Research Corp
Original Assignee
Franklin Research Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Franklin Research Corp filed Critical Franklin Research Corp
Publication of DE1104476B publication Critical patent/DE1104476B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65HHANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL, e.g. SHEETS, WEBS, CABLES
    • B65H67/00Replacing or removing cores, receptacles, or completed packages at paying-out, winding, or depositing stations
    • B65H67/04Arrangements for removing completed take-up packages and or replacing by cores, formers, or empty receptacles at winding or depositing stations; Transferring material between adjacent full and empty take-up elements
    • B65H67/044Continuous winding apparatus for winding on two or more winding heads in succession
    • B65H67/056Continuous winding apparatus for winding on two or more winding heads in succession having two or more winding heads arranged in series with each other

Landscapes

  • Storage Of Web-Like Or Filamentary Materials (AREA)
  • Confectionery (AREA)

Description

DEUTSCHES
Beim Gegenstand des Hauptpatents handelt es sich um eine Einrichtung zum kontinuierlichen Aufwickeln von Stranggut, ζ. B. Draht, mit zwei durch eine Verlegeeinrichtung abwechselnd bewickelbaren Trommeln mit abnehmbaren Halte- bzw. Verklemmvorrichtungen etwa V-förmigen Querschnitts an ihren sich gegenüberliegenden Stirnseiten. Diese Vorrichtungen haben konusförmige Einweisungsflächen und diesen entgegengesetzt konisch verlaufende Halteflächen zur Verhinderung des Abschleuderns der Gutenden nach dem Durchtrennen des Guts. Hierbei sind die Halteflächen nach Art die unter dem Scheitel des V-Ouerschnitts gelegenen Wickelflächen überdeckender Haken ausgebildet und nähern sich den Einweisungsflächen etwa rechtwinkelig; zum Durchtritt des Gutes lassen sie jedoch einen entsprechenden Spalt frei.
Mit der Zusatzerfindung soll erreicht werden, daß die Sicherheit gegen Abschleudern der Wickelgutenden vergrößert wird und höchstens noch eine kurze Länge des Gutes aus dem Scheitelbereich zwischen der Einweisungsfläche und der zugehörigen Wickelfläche heraustreten kann.
Dies wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß auf den Halteflächen federnde sowie vorzugsweise bis unmittelbar zu den Einweisungsflächen hin reichende Lippen angeordnet und diese durch starre sowie sich den Einweisungsflächen weniger weit nähernde Deckplatten an die Halteflächen angepreßt sind. So geben zwar die Lippen dem durch die Einweisungsflachen zum Scheitel des V-Querschnitts hin gedrängten Gut das Eintreten in den Wickelraum frei; sie erschweren jedoch das Verlassen desselben.
Vorteilhaft läßt man die gegenüberstehenden Kanten der Deckplatten so über die Stützkanten der Halteflächen vorstehen, daß die beim Verlassen des Gutes wirksam werdende freie Länge der Lippen kleiner ist als die beim Eintreten des Gutes wirksam werdende Länge und somit der Widerstand gegen den Austritt des Gutes kleiner als der beim Verlassen ist.
Um das die Außenkante kreuzende Wickelgut zu erfassen und zur Wickelfläche zu leiten, können über die Außenkante der Haltefläche eine oder mehrere Klauen vorstehen. Auch an der Außenkante der Einweisungsfläche können eine oder mehrere Klauen angebracht sein. Es kann sich als zweckmäßig erweisen, die Klauen als Verlängerungen der Lippen und/oder der Deckplatten auszubilden.
Unter der Klaue kann in Drehrichtung der Trommel ein Kissen aus nachgiebigem Material angebracht werden, das den Schlag des Wickelgutes auf die Klaue mildert.
Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der Zeichnung bzw. deren Ausführungsbeispielen und den Patentansprüchen. Es zeigt
Einrichtung
zum kontinuierlichen Aufwickeln
von Stranggut, ζ. Β. Draht
Zusatz zum Patent 1 056 083
Anmelder:
Franklin Research Corporation,
Boston, Mass. (V. St. A.)
Vertreter: Dipl.-Ing. K.-A. Brose, Patentanwalt,
Pullach bei München, Wiener Str. 1/2
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 28. Mai 1958
Benjamin Haskell Davis, Noank, Conn.,
und Douglas Osborn Laplant, Westerly, R. I. (V.St. Α.),
sind als Erfinder genannt worden
Fig. 1 eine Vorderansicht einer Drahtaufwickelmaschine mit Trommeln, an denen Befestigungseinrichtungen für das Wickelgut nach der Erfindung angebracht sind,
Fig. 2 einen Schnitt in vergrößertem Maßstab durch eine Trommel und die zugehörige Befestigungseinrichtung,
Fig. 3 einen Schnitt in noch größerem Maßstab durch ein Stück des Umfangs einer Befestigungseinrichtung,
Fig. 4 einen Schnitt ähnlich dem nach Fig. 3 durch ein anderes Ausführungsbeispiel der Erfindung,
Fig. 5 eine Teilansicht der Befestigungsvorrichtung nach dem Ausführungsbeispiel der Fig. 4, gesehen in Richtung des Pfeiles 5.
10 ist eine Wickeleinrichtung zum kontinuierlichen 1-5 Aufwickeln von flexiblem Wickelgut S, vorzugsweise isoliertem Draht oder Kabel, auf die Trommeln R; sie besteht aus dem Hauptrahmen 12, der sich aus den gegenüberliegenden Ouerstreben 14 und einer Anzahl von Zugstangen 16, 18 und 20 zusammensetzt. An der unteren Zugstange 16 sind im Abstand nebeneinander die Trommelständer 22 schwenkbar befestigt, an deren oberen Enden drehbare, einseitig gelagerte Spindeln 24 zur Aufnahme der auswechselbaren Trommeln R gelagert sind. Jeder der Trommelständer 22 kann in
109 540/178
eine Aufwickelstellung, wie gezeigt, hochgeschwenkt und in eine Stellung zum Auswechseln der Trommeln herabgeschwenkt werden. Beim Austausch einer vollen Trommel gegen eine leere Trommel wird bei in die untere Stellung geschwenktem Ständer 22 eine Endscheibe 26 von der Spindel 24 (Fig. 2) abgenommen, nachdem zunächst ein Stift 28 herausgezogen worden ist. Die volle Trommel wird sodann mit ihrer Wickelguthaltevorrichtung 30 in Axialrichtung von der Spindel 24 abgenommen und durch eine leere Trommel mit der an ihr angebrachten Wickelguthaltevorrichtung 30 ersetzt, woraufhin die Endscheibe 26 wieder auf der Spindel 24 angeordnet und mittels des Stifts 28 gesichert wird. Bei der Anbringung der leeren Trommel auf der Spindel 24 wird ein Kupplungszapfen 32, der an einem auf der Spindel (Fig. 1) feststehenden Kupplungsglied befestigt ist, zum Eingriff mit einer in dem benachbarten Endflansch / der Trommel angeordneten Öffnung gebracht und auf diese Weise eine Antriebsverbindung zwischen der Trommel und der Spindel 24 hergestellt. Sodann wird der Trommelständer in die obere Wickelstellung geschwenkt.
Die Trommelständer 22 sind mit Antrieben versehen, um sie in Wickel- und Auswechselstellung zu schwenken. Zu diesem Zweck ist jeder Ständer 22 an seinem oberen Ende gelenkig mit einer Kolbenstange eines Zylinders 36 verbunden, der seinerseits schwenkbar in einer Konsole 38 auf den hinteren Zugstangen 18 und 20 gelagert ist. Jeder Zylinder 36 wird durch ein handbetätigtes Ventil (nicht gezeigt) gesteuert, um den zugehörigen Ständer 22 in Wickel- und Auswechselstellung zu schwenken.
Jeder Trommelständer 22 weist ferner eine Antriebsvorrichtung auf, die aus den Riemen 42 und einer mit Nuten versehenen Trommelscheibe 44 besteht, die auf der Spindel 24 sitzt. Beim Schwenken der Trommel ständer 22 in die obere Aufwickelstellung gelangt die Trommelscheibe 44 jeweils in antriebsmäßige Verbindung mit den zugehörigen Riemen 42, so daß die Spindel mit der hierauf angeordneten Trommel angetrieben wird. Wenn umgekehrt der Trommelständer 22 aus der Aufwickelstellung in die Austauschstellung nach unten geschwenkt wird, entfernt sich die Trommelscheibe 44 von den zugehörigen Riemen, so daß die Spindel 24 und die hierauf angeordnete Trommel nicht mehr angetrieben werden und vorzugsweise mit Hilfe einer Bremse (nicht gezeigt) schnell zum Stillstand gebracht werden.
Zum Bewickeln der auf den Ständern 22 angeordneten Trommeln ist eine Vorlageeinrichtung 50 angeordnet, die aus einer auf einer oberen Ouerstrebe verschiebbaren Konsole besteht (nicht gezeigt). An der Führungskonsole ist ein in vertikaler Richtung verstellbarer Träger 52 zweier nach vorn vorstehender drehbarer Führungsrollen 54 angebracht, die vorzugsweise reibungsarm gelagert sind und zwischen denen das Wickelgut s von der üblichen Ausgleichsvorrichtung (nicht gezeigt) zu den Trommeln hindurchläuft. Die Einrichtung 50 führt in Axialrichtung der Spindeln 24 hin- und hergehende Bewegungen aus, um durch ihre verhältnismäßig langsamen Querbewegungen zwischen den Endflanschen / einer der beiden Trommeln das Wickelgut S in aufeinanderfolgenden Lagen auf die betreffende Trommel zu leiten, bis diese voll bewickelt ist, worauf der umkehrbare Antrieb die Einrichtung 50 schnell aus der Bewicklungsstellung gegenüber der vollen Trommel in die Bewicklungsstellung" gegenüber der leeren Trommel bringt.
Im einzelnen sind die Vorrichtungen 30 zum Halten des Wickelguts gegen Abschleudern so eingerichtet, daß jede von ihnen eine Anzahl von Windungen des Wickelguts S bei der im Schnellgang erfolgenden Verschiebung der Einrichtung 50 von der vollen Trommel auf die leere Trommel und das sich hierbei ergebende Übergangsstück des Wickelguts aufnimmt, wonach das Übergangsstück zwischen den Wickelguthaltevorrichtungen 30 durch eine in seine Bahn vorgeschobene, normalerweise zurückgezogene Messerklinge 56 durchgetrennt wird. Die Messerklinge 56 wird von einem schwenkbaren Arm 58 getragen, der mittels eines mit ihm verbundenen Kolbens und Zylinders bei Betätigung eines von Hand betätigbaren Ventils (nicht gezeigt) nach vorn geschwenkt wird, um die Messerklinge in den Weg des Übergangsstücks des Wickelguts zu bringen bzw. das Messer zurückzuziehen.
Jede Vorrichtung 30 besteht aus einer Scheibe 60 (Fig. 2), die mit Hilfe einer Nabe 62 lösbar auf das freie Ende der Spindel 24 aufgesetzt werden kann, und hat einen Zapfen 61, der in ein Kupplungsloch 63 des Endflansches / einer Trommel R eingreift und hierdurch eine Antriebsverbindung herstellt. Die Scheibe 60 ist an ihrem äußeren Umfang mit einer Einweisungsfläche 64 von der Form eines nach außen sich öffnenden Umfangsflansches ausgestattet sowie ferner mit einer Wickelfläche 66, die V-förmig ausgebildet ist und von dem inneren Ende der Einweisungsfläche 64 und einer daneben angeordneten, am Umfang verlaufenden Schulter 68 eines ringförmigen Teils 70 gebildet wird, das z. B. mittels Nieten 72 an der Scheibe 60 (Fig. 3) befestigt ist. Die Einweisungsfläche 64 findet auf diese Weise ihre Fortsetzung in der Wickelfläche 66 und dient dazu, das Übergangsstück des Drahts auf die Wickelfläche 66 zu lenken. Der ringförmige Teil 70 ist mit einer Haltefläche 74 ausgestattet, die gegenüber dem Flansch 64 der Wickelbahn entgegengesetzt geneigt verläuft; sie dient dazu, die Haltevorrichtungen zu tragen, die aus einer Anzahl von in Umfangsrichtung entfernt angeordneter Deckplatten 76 mit Schultern 78 bestehen, ferner über die Wickelfläche 66 vorstehen und von der Einweisungsfläche 64 durch den Spalt g getrennt sind.
Erfindungsgemäß ist zwischen der Haltefläche 74 und jeder Deckplatte 76 eine Lippe 80 angeordnet, die aus elastischem, biegsamem Material, z. B. Gummi, hergestellt ist und sich über die Breite der Haltefläche 74 und darüber hinaus bis oder nahe bis an die Einweisungsfläche 64 erstreckt. Jede der Deckplatten 76 und der Lippen 80 ist an den Halteflächen 74 z. B. mittels Nieten 82 befestigt. Wie am besten aus Fig. 2 und 3 hervorgeht, ragt ein freies Endstück jeder Lippe 80 über die Wickelfläche 66 und liegt zum Teil an der zugehörigen steifen Deckplatte 76 an, die ein festes Widerlager bildet. Es kann daher die gesamte freie Länge/ einer jeden Lippe80 (Fig. 3) leicht nach innen abgebogen werden, so daß auf diese Weise das Wickelgut von der Einweisungsfläche 64 auf die Wickelfläche 66 geleitet wird. Es kann jedoch nur ein Teil der gesamten freien Länge jeder Lippe 80, nämlich die Länge /, von dem Wickelgut nach außen gedrückt werden; dieses neigt nämlich dazu, die Wickelfläche 66 durch den Spalt g wieder zu verlassen. Die Nachgiebigkeit und die freie Länge einer jeden Lippe 80 ist so bemessen, daß das von der Einweisungsfläche 64 auf die Wickelfläche 66 gelenkte Wickelgut leicht die Lippen 80 nach innen aus seinem Weg herausbiegt, woraufhin die Lippen infolge ihrer Elastizität wieder in ihre den Spalt g verschließende Stellung (Fig. 3)
zurückkehren. Jedoch ist der Spalt g so ausgebildet, daß das auf die Wickelfläche 66 aufgewickelte Gut nicht dazu in der Lage ist, das kein Widerlager aufweisende freie Ende /' der Finger weit genug nach außen zurückzubiegen, um hindurchtreten zu können; und zwar dies unabhängig von der Neigung des aufgewickelten Guts, sich wieder abzuwickeln. Selbst dann ist ein Austritt des Guts aus dem Bereich 66 nicht möglich, wenn die Kraft, mit der es durch den Spalt g treten will, in Richtung zum Spalt gerichtet ist. Trotzdem biegen sich die freien Enden Γ der Lippen 80 leicht und weit genug nach außen, um das aufgewickelte Gut freizugeben, wenn es absichtlich aus der Wickelfläche 66 entfernt werden soll. Ein Abwickeln des Guts von der Wickelfläche ist daher ohne übermäßige Kraftanstrengung der Bedienungsperson möglich. Dies erst recht, wenn dieses zunächst gelockert wird, was entbehrlich ist, wenn sich das Gut bereits selbst gegen die Lippen 80 gelegt hat.
Es soll nun angenommen werden, daß die Maschine in Betrieb ist und daß die Einrichtung 50 die Bewicklung der linken Trommel R (Fig. 1) beendet. In diesem Augenblick bewegt sich der Antrieb der Einrichtung 50 schnell aus der Bewicklungsstellung gegenüber der vollen Trommel in die gegenüber der leeren, rechten Trommel hinüber. Das sich hierbei ergebende Übergangsstück des Wickelguts kreuzt zuerst den Endflansch ft der vollen linken Trommel und wird infolgedessen mitgenommen, wobei das Wickelgut auf die zugehörige Wickelguthaltevorrichtung 30 a gewickelt wird; und zwar im einzelnen zunächst auf die gegen die Trommelachse geneigten Deckplatten 76, die das Gut auf die Einweisungsfläche 64 lenken, die ihrerseits das Gut hinter die Lippen 80 auf die Wickelfläche 66 leiten. In Anbetracht des verhältnismäßig schnellen Übergangs der Einrichtung 50 wird nur eine verhältnismäßig kurze Länge des überkreuzenden Wickelguts von den Deckplatten 76 zur Fläche 64 abgelenkt, während eine größere Länge des Guts von der Einrichtung 50 unmittelbar auf die Fläche 64 auf Grund deren gleichsinnig mit der Bewegung der Einrichtung 50 nach rechts verlaufenden geneigten Fläche geleitet wird (Fig. 1). Auf diese Weise wird daher eine größere oder kleinere Anzahl von Windungen auf die Wickelguthaltevorrichtung 30 α gewickelt, deren Anzahl von der Drehzahl der vollen Trommel und der Ouergeschwindigkeit der Einrichtung 50 abhängt. Wenn das Wickelgut beim Übergang von der vollen linken Trommel auf die leere rechte Trommel den äußeren Umfang der Einweisungsfläche 64 der Wickelguthaltevorrichtung 30 α unter einem zunehmenden Ablenkungswinkel kreuzt, wird es von der Wickelguthaltevorrichtung mitgenommen. Es wird hierdurch sofort in Eingriff mit dem Außenumfang der Fläche 64 der Wickelguthaltevorrichtung 30 b der leeren rechten Trommel gebracht und mitgenommen. Das Gut wird so während eines sehr kurzen Zeitabschnittes auf die Fläche 64 der Wickelguthaltevorrichtung 30 & gewickelt. Meistens läuft das Gut aber unmittelbar auf die Deckplatten 76 der zweiten Wickelguthaltevorrichtung auf, die es auf die Fläche 64 leiten, von wo es hinter die Lippen 80 und auf die Wickelfläche 66 gelangt. Auf diese Weise wird eine Anzahl von Windungen auf die Wickelguthaltevorrichtung 30 & gewickelt; dies so lange, bis das Übergangsstück des Wickelguts den Endflansch /2 der angetriebenen \eete.u, rechten Trommel kreuzt und hierbei als Einleitung der Bewicklung dieser Trommel bei wiederhergestellter normaler Ouergeschwindigkeit der Einrichtung 50 mitgenommen wird. Sobald genügend Wickelgut auf die Wickelguthaltevorrichtung 30 b gewickelt ist, um eine sichere Befestigung zu gewährleisten, wird die Messerklinge 56 in die Bahn des Übergangsstücks zwischen den Wickelguthaltevorrichtungen 30 gebracht, um das Gut durchzutrennen, und sodann wieder zurückgezogen. Das abgetrennte Wickelgut in der Wickelguthaltevorrichtung 30 α der vollen Trommel bildet das Endstück der betreffenden Wickelgutlänge; es liegt über dem Anfangsstück, das bei
ίο dem vorhergehenden Übergang der Einrichtung 50 von der zuvor vollgewickelten rechten Trommel auf die linke Trommel unmittelbar vor dem eigentlichen Bewickeln der linken Trommel in die Wickelguthaltevorrichtung geleitet worden ist. Das abgetrennte Wickelgut in der Haltevorrichtung 30 b bildet das Anfangsstück der auf die rechte leere Trommel aufgewickelten Wickelgutmenge, die wiederum durch die am Ende des Bewicklungsvorgangs von der Wickelguthaltevorrichtung 30 b aufgenommene Endlänge bei erneutem Übergang der Einrichtung 50 von der rechten zur linken Trommel vergrößert wird. Die Anfangs- und Endlängen sind von gleicher Länge und zur Durchführung von Prüfungen der voll bewickelten Trommeln leicht zugänglich.
Während die rechte Trommel mit Gut bewickelt wird (Fig. 1), wird der linke Trommel ständer 22 in seine untere Stellung zum Austausch der Trommel geschwenkt; die volle Trommel wird dann mit ihrer Wickelguthaltevorrichtung gegen eine leere Trommel ausgetauscht, wonach der Ständer in Wickelstellung zurückgeschwenkt wird. Das von der Wickelguthaltevorrichtung 30 o· aufgenommene Wickelgut wird sodann von der Trommel entfernt und hiernach die Wickelguthaltevorrichtung selbst mit ihrem Kupplungszapfen 61 (Fig. 2) abgenommen, um an einer leeren Trommel angebracht zu werden. Der Bewicklungsvorgang mit aufeinanderfolgenden Trommeln kann auf diese Weise fortgesetzt werden, bis die Wickelmaschine angehalten wird oder der Vorrat an Wickelgut erschöpft ist.
Wie am besten aus Fig. 2 und 3 hervorgeht, stehen die Lippen 80 und die Deckplatten 76 über den Außenumfang der Haltefläche 74 des ringförmigen Teils 74 hinaus, um Klauen 90 zu bilden, von denen jede mit dem den benachbarten Endflansch kreuzenden Wickelgut in Eingriff gelangt und dieses mitnimmt; dieser Vorgang erfolgt wesentlich vor der Mitnahme des Wickelguts durch den Flansch selbst. Hierdurch ist gewährleistet, daß eine ausreichende Menge von Wickelgut beim Übergang der Einrichtung 50 von einer Trommel zur anderen von der Wickelguthaltevorrichtung aufgenommen wird. Um das Übergangsstück des Wickelguts vor einer möglicherweise durch die stoßartige Berührung mit den Klauen 90 eintretenden Beschädigung zu schützen, steht jede Lippe 80 etwas unter ihrer Deckplatte 76 vor, um den Stoß zwischen der Platte und dem Wickelgut abzumildern (vgl. bei 92 in Fig. 3).
In Fig. 4 ist ein anderes Ausführungsbeispiel für eine Wickelguthaltevorrichtung 94 gezeigt; sie kann in allen Einzelheiten der zuvor beschriebenen Haltevorrichtung 30 entsprechen, jedoch mit der Ausnahme, daß sie an ihrer Wickelfläche 96 mit einer oder mehreren am Umfang angeordneten Klauen 98 versehen ist, die das Wickelgut mitnehmen, bevor es von der Fläche 96 selbst mitgenommen wird. Um den Stoß zwischen Wickelgut und den Klauen 98 abzumildern, sind die Klauen vorzugsweise in Form von Kissen 100 aus dem gleichen oder ähnlichem Material wie die Lippen 102 ausgebildet und mittels Deckplatten
an der Wickelfläche 96 durch Niete 106 befestigt. Ein Führungsrahmen 108 des Kissens 100 steht über die Deckplatte 104 (Fig. 5) hinaus; er sorgt dafür, daß der Stoß des Wickelguts sich zuerst auf den Rahmen und dann erst auf das Kissen auswirkt.

Claims (6)

Patentansprüche:
1. Einrichtung zum kontinuierlichen Aufwickeln von Stranggut, z. B. Draht, mit zwei durch eine Verlegeeinrichtung abwechselnd bewickelbaren Trommeln mit abnehmbaren Halte- bzw. Verklemmvorrichtungen etwa V-förmigen Querschnitts an ihren sich gegenüberliegenden Stirnseiten, die konusförmige Einweisungsflächen und diesen entgegengesetzt konisch verlaufende Halteflächen zur Verhinderung des Abschleuderns der Gutenden nach dem Durchtrennen des Gutes aufweisen, wobei die Halteflächen nach Art die unter dem Scheitel des V-Ouerschnitts gelegenen Wickelflächen ao überdeckender Haken ausgebildet sind und sich den Einweisungsflächen etwa rechtwinkelig nähern, jedoch zum Durchtritt des Guts einen entsprechenden Spalt frei lassen, nach Patent 1 056 083, dadurch gekennzeichnet, daß auf den Halteflächen (74) federnde sowie vorzugsweise bis unmittelbar zu den Einweisungsflächen (64) reichende Lippen (80, 102) angeordnet und diese (80, 102) durch starre sowie sich den Einweisungsflächen (64) weniger weit nähernde Deckplatten (76) an die Halteflächen (74) angepreßt sind, d. h., daß die Lippen (80, 102) dem durch die Einweisungsflächen (64) zum Scheitel des V-Querschnitts hin gedrängten Gut (S) zwar das Eintreten in den Wickelraum freigeben, das Verlassen desselben jedoch erschweren.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die den Einweisungsflächen (64) gegenüberstehenden Kanten der Deckplatten (76) so über die Stützkanten der Halteflächen (74) vorstehen, daß die beim Verlassen des Gutes (S) wirksam werdende freie Länge (Γ) der Lippen (80, 102) kleiner ist als die beim Eintreten des Gutes (S) wirksam werdende Länge (/).
3. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß über die Außenkante der Haltefläche (74) eine oder mehrere Klauen (90) verstehen, die das die Außenkante kreuzende Wickelgut (S) erfassen und zur Wickelfläche (66) leiten.
4. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß über die Außenkante der Einweisungsfläche (64) eine oder mehrere Klauen (98) vorstehen, die das die Außenkante kreuzende Wickelgut (S) erfassen und zur Wickelfläche (66) leiten.
5. Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Klauen (9Oj aus Verlängerungen der Lippen (80, 102) und/oder der Deckplatten (76) gebildet sind.
6. Einrichtung nach Anspruch 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß unter der Klaue (90, 98) in Drehrichtung ein Kissen (100) aus nachgiebigem Material zur Schonung des Wickelgutes (S) beim Aufschlag auf die Klaue (90, 98) vorgesehen ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 109 540/178 4.
DEF28415A 1958-05-28 1959-05-11 Einrichtung zum kontinuierlichen Aufwickeln von Stranggut, z. B. Draht Pending DE1104476B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US738343A US2930537A (en) 1958-05-28 1958-05-28 Stock anchor of the wind-on type

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1104476B true DE1104476B (de) 1961-04-13

Family

ID=24967595

Family Applications (2)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEF16725U Expired DE1832026U (de) 1958-05-28 1959-05-11 Drahtautwickelmaschine.
DEF28415A Pending DE1104476B (de) 1958-05-28 1959-05-11 Einrichtung zum kontinuierlichen Aufwickeln von Stranggut, z. B. Draht

Family Applications Before (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEF16725U Expired DE1832026U (de) 1958-05-28 1959-05-11 Drahtautwickelmaschine.

Country Status (4)

Country Link
US (1) US2930537A (de)
DE (2) DE1832026U (de)
FR (1) FR1230699A (de)
GB (1) GB856108A (de)

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1266095B (de) * 1965-04-10 1968-04-11 Sueddeutsche Kabelwerke Selbsttaetig arbeitende Ringwickeleinrichtung
DE1267051B (de) * 1964-04-27 1968-04-25 Herborn Zweigniederlassung Der Doppelspulapparat
DE1268928B (de) * 1966-08-16 1968-05-22 Drahtziehmaschinenwerk Gruena Einrichtung zum Fangen und Klemmen des von einer Ziehmaschine kommenden Drahtes

Families Citing this family (8)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3086721A (en) * 1961-03-14 1963-04-23 Syncro Mach Co Transfer device for continuous spoolers
US3327957A (en) * 1965-09-17 1967-06-27 Western Electric Co Snagger mechanism
US4111376A (en) * 1977-08-08 1978-09-05 Crompton & Knowles Corporation Continuous strand winding apparatus
US4235070A (en) * 1978-09-20 1980-11-25 Dynamex Corporation Wire stranding machine and control means therefor
US4798346A (en) * 1986-12-05 1989-01-17 American Telephone And Telegraph Company - At&T Technologies, Inc. Method of and apparatus for taking up lightguide fiber
US4848687A (en) * 1986-12-05 1989-07-18 American Telephone And Telegraph Company, At&T Technologies, Inc. Methods of taking up optical fiber
US5549257A (en) * 1993-11-12 1996-08-27 Tokusen Kogyo Co., Ltd. Metal wire winding reel
US7240875B2 (en) * 2003-10-14 2007-07-10 Sonoco Development, Inc. Yarn carrier

Family Cites Families (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2735629A (en) * 1956-02-21 Take-up reel apparatus
US766936A (en) * 1904-03-23 1904-08-09 William H De Roseau Chalk-line reel.
US2763442A (en) * 1954-10-08 1956-09-18 Syncro Mach Co Transfer device for continuous spoolers

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1267051B (de) * 1964-04-27 1968-04-25 Herborn Zweigniederlassung Der Doppelspulapparat
DE1266095B (de) * 1965-04-10 1968-04-11 Sueddeutsche Kabelwerke Selbsttaetig arbeitende Ringwickeleinrichtung
DE1268928B (de) * 1966-08-16 1968-05-22 Drahtziehmaschinenwerk Gruena Einrichtung zum Fangen und Klemmen des von einer Ziehmaschine kommenden Drahtes

Also Published As

Publication number Publication date
GB856108A (en) 1960-12-14
US2930537A (en) 1960-03-29
FR1230699A (fr) 1960-09-19
DE1832026U (de) 1961-05-31

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1017017B (de) Vorrichtung zum Aufwickeln einer Material-, insbesondere Papierbahn
DE2724892A1 (de) Vorrichtung zum abschneiden eines garnes an knaeuelwickelmaschinen
DE1955246C3 (de) Vorrichtung zum kontinuierlichen Aufwickeln drahtförmigen Gutes
DE1685943B2 (de)
EP0462157A1 (de) Vorrichtung zum verbinden von materialbahnen.
DE1104476B (de) Einrichtung zum kontinuierlichen Aufwickeln von Stranggut, z. B. Draht
DE3833958A1 (de) Vorrichtung zum aufspulen von drahtfoermigem gut auf zweiflanschige spulen
DE3444821A1 (de) Vorrichtung zum einlegen des fadenendes einer textilspule in die spulenhuelse
DE1803519U (de) Vorrichtung zum kontinuierlichen wickeln von insbesondere rundquerschnittigem stranggut, z. b. draht.
DE1805322B2 (de) Bindemaschine
DE1138207B (de) Drahtbindeapparat zum Verbinden von sich kreuzenden Bewehrungsstaeben od. dgl.
DE3024426C2 (de) Vorrichtung zum kontinuierlichen Ab- oder Aufwickeln einer Warenbahn, insbesondere aus hartem Material
DE1760857A1 (de) Kappvorrichtung fuer laufende Fadenstraenge,Spinnkabel oder sonstiges bandfoermiges Gut
CH648809A5 (de) Vorrichtung zum herstellen einer fadenreserve.
DE1804215A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Aufwickeln einer kontinuierlichen Materialbahn
DE2825151A1 (de) Vorrichtung zum intermittierenden bilden einer drahtflechte aus einem ohne unterbrechung zugefuehrten einzeldraht
DE2927742C2 (de)
DE2624169B2 (de) Vorrichtung und verfahren zum kontinuierlichen aufwickeln eines drahtes
EP0130473B1 (de) Abwickelvorrichtung für Adern von Spulen in der Kabelindustrie
DE3436025A1 (de) Verfahren und vorrichtung zum festlegen eines fadens zur verwendung in einer wickeleinrichtung
DE3781676T2 (de) Verfahren und vorrichtung fuer den automatischen kannenwechsel, bestimmt zur aufnahme der von den textilmaschinen kommenden faserbaender.
DE2441552B2 (de) Vorrichtung an einem Wickelautomaten zur automatischen Herstellung von Garnknäueln mit festgelegten Fadenenden
DE3446692C2 (de)
DE1848868U (de) Vorrichtung zum verschnueren von paketen od. dgl.
DE3874531T2 (de) Drahtaufwickeleinrichtung.