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Anordnung für Streckenblockanlagen Bei Einführung der mit Blockmagneten
arbeitenden Blockanlagen war man bestrebt, den Zeitaufwand für die Bedienung der
Anlagen möglichst herabzusetzen. Während bei der Bedienung der mit Blockfeldern
der üblichen Bauart arbeitenden Anlagen die Blocktasten während des ganzen Blockvorganges
gedrückt gehalten werden müssen, gelang es bei der Einführung des Blockmagneten,
den Blockvorgang durch kurzzeitiges Betätigen des Blockhebels oder einer Blocktaste
einzuleiten und durchzuführen. Man erreichte dies dadurch, daß der Anschaltmagnet
über einen vorübergehend geschlossenen Kontakt des kurzzeitig umgelegten Blockhebels
oder der kurzzeitig gedrückten Blocktaste erregt wurde. Der Ankerabfall des erregten
Anschaltmagneten wurde dann nach dem Öffnen des Blockhebelkontaktes durch einen
parallel zu seiner Spule geschalteten Kondensator um etwa 5 bis 6 Sekunden verzögert.
Läßt der Anschaltmagnet nach dem Ablauf dieser Zeit seinen Anker abfallen, so ist
normalerweise die Blockhandlung vollständig durchgeführt, d. h. es haben sich beide
Felder verwandelt. Es kann aber z. B. bei träge arbeitenden Feldern vorkommen, daß
der Blockvorgang vorzeitig durch die beim Ankerabfall des Anschaltmagneten öffnenden
Kontakte unterbrochen
tvird. Hierdurch bann zwar kein betriebsgefährlicher
Zustand auftreten; eine vorzeitige Unterbrechung des Blockvorganges wirkt aber immer
betriebsstörend und betriebsli2minend.
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Gemäß der Erfindung wird di°ser Übel-
stand dadurch vermieden,
daß die Haltestromkreise der --,N-nsclialtmagnete über von der StePung der Blockmagnete
abhängige Kontakte derart geführt sind. daß die Haltestrorlkreise unabhängig von
der Zeit bis zur vollstä=ndigen Verwandlung beider Felder geschlossen bleiben.
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Ein Ausführungsbeispiel für diese Anordnung ist in der Zeichnung dargestellt.
Hierbei wurde angenommen, daß auf beiden Stellen ;loclzmagnete vorgesehen sind.
Die Anordnung kann aber auch für solche s-rcvendet «-erden, bei d°nen nur ein Blochiliagne
t vorhanden ist, während auf der lrellacllbat-ten Stelle ein normales Wechselstrombiockfeld
vorgeseheil ist. Die Zeichnung zeigt auf der B10chsteile.3 die beiden Antriebssysteine
i und 2 des Blockmagneten, die gemeinsam den Kontakt 3 steuern. Das Ani wird zur
Vorblockung und das Antriebss_vste_r;12 zur Rückblockung verwendet. Auf der Blockstelle
B ist der mitarbeitende Blockmagnet mit den Antriebssystemen 10 und 20 und
dem von diesen gesteuerten Kontakt 3o dargestellt. Über den Kontakt 3 dos Blockmagneten
werden die Stützmagnete a. und 5 und über den Kontakt 3o des zweiten Bloclzmagneten
die Stützmagnete .to und 5o gesteuert. Die St#itzmagnete4und5 betätigen die Kontakte
.I1. .I2, .I3, 44 und 51, ;a, 53 und 3.I. Die Stützmagnete.LO und 5o steuern die
Kontakte _r: ;1. 4.02, .I03, d.od. und 501. 302. 303 und 5o-.. Die
Kontakte 53 und 503 arbeiten ollile Unterbrechung. Die Anschaltmagnete, die die
Ilontalite 61, 62, 63, 64, 65 und 66 bnv. 6a1, 6o-2. 603, 6od., 605 und 6o6
steuern. sind mit fi und 6o bezeichnet. Die Blockhebel werden in der Grundstellung
durch die Sperrmagnete ; und ; 0 gesperrt. Sie geben die Blockhebel erst dann zum
vollständigen Umlegen frei, wenn alle Vorbedin gungen zur Einleitung der Blockung
erfüllt sind. Der ;Magnet ; steuert den Kontakt ; 1 und der Magnet ; o den Kontakt
; o1. Der Kontakt der Signalwied°rholungssperre ist mit 8: bezeichnet. Der Kontakt
am Signalriicl@rielder für das Einfahrsignal ist mit So und dfe Signalll@belkontahte
sind mit 9 und 9o bezeichnet. Dr Kontakt ioi wird durch den nicht dargestellten
Magnetschalter für die isolierte Schiene zur Auslösung der Streckentastenspicrre
gesteuert. Die Blockhehelkontakte tragen die Bezeichnung 16 und 16o. Mit i i und
i io sind die Motorinduktoren bezeichnet. Die ?.Motorinduktoren werden in bekannter
Weise z. B. durch Gleichstrommotoren angetrieben, die durch Kontakte des Anschaltmagneten
eingeschaltet «-erden. Auf die Darstellung dieser Einschaltstromkreise wurde verzichtet.
Die Sicherungen in den einzelnen Stromkreisen sind mit 1 2 und 13 und 111, 112,
die beiden Blockleitungen mit 14 und 15 bezeichnet.
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Die Anlagz befindet sich in der Grundstellung. d. h. das Anfangsfeld
in der B1ockstülle _q ist entblockt, während das Endfeld in der Blockstelle B die
geblockte Stellung einnimmt. Ist eine Zugfahrt erfolgt und hierbei die Streckenwiederholungssperre
ausgel;ist sowie der Signalhebel in die Grundstellung zurüclzgelegt, so erhält der
BlockllebeIsperrmagnet; Strom über die Sicherung 12 und die Koiltakhe4i. S. 9 und
62. Der erregte Sperrmagnet ; gibt den Blockhebel zum Umlegen frei. Der Blockhebel
wird vorübergehend eingestellt und schließt hierbei den Kontakt 16, so daß der Anschaltmagnet
6 über die Sicherung 12 und die Kontakte 16 und 53 erregt wird. über den Kontakt
61 bildet der Anschaltmagnet (i seinen Haltestromkreis, so daß er auch nach dem
Unterbrechen des Kontakts 16 erregt bleibt. Der Kontakt 62 des Anschaltmagneten
6 unterbricht den Stromkreis des Blockfeldsperrmagneten ; , so daß dieser abfällt
und den Blockhebel wieder in der Grundstellung sperrt. Ein nicht dargestellter Kontakt
des Anschaltmagnete n schaltet die Antriebsmaschine des Motorinduktors i i ein,
so daß nun nach dem Umschalten der Kontakte 62 bis 66 Blockstrom fließt, vom Motorinduktor
i i Tiber die Kontakte 64.,;1, 51, das Antriebssvstem i, den Kontakt 66, Leitung
1.i und über die Kontakte .Io.I, 6o5 zur Erde. Das Antriebssystem i steuert den
Kontakt 3 um. Der Blockmagnet in der Blockstelle A nimmt also jetzt die geblockte
Stellung ein. Sobald der Kontakt 3 seine Stellung geändert hat, wird der Stützmagnet
.I erregt und zieht seinen Anker an. Dadurch verliert der Anker des stromlosen Magneten
5 seine Stütze und fällt ab. Die Kontakte .I1 bis .I4 und 51 bis 54 sind nun umgesteuert.
Da der Kontakt 53 ohne Unterbrechung arbeitet, wird der Stromkreis des Anschaltmagneten
6 nunmehr vom Kontakt 53 über die Leitung 14 und über die Kontakte 4o4 und 603 geführt.
Der Blockstrom fließt nach der T-`msteuerung des Stützmagneten nunmehr über den
Kontakt 51, die Leitung 14 und den Kontakt 696 zum Antriebssystem 2o und
von da über Leitung 14, die Kontakte 66. 63 und 52 zurück zum Motorinduktor i i.
nunmehr wird der Blockmagnet in der Blockstelle B entblockt. Hierbei wird der Kontakt
30 umgesteuert, so daß der Stützmagnet 5o erregt wird. Dadurch verliert
der
Anker des stromlosen Stützmagneten 4o seine Stütze und fällt ab. Die Kontrakte 401
bis 404 und 5o,i bis 505 nehmen nun die entgegengesetzte Stellung ein. Der
Kontakt 404 unterbricht den Haltestromkreis für den Anschaltmagneten 6, so daß dieser
abfällt und den Motorinduktor abschaltet. Die Abschaltung erfolgt unabhängig von
der Zeit erst dann, wenn beide Felder vollständig in die entsprechende Stellung
gelaufen sind. Bei der Rückblockung spielen sich die Schaltvorgänge in gleicher
Weise wie bei der Vorblockung ab, so daß auf eine nochmalige Schilderung verzichtet
werden 'kann. Wichtig ist, daß, bevor der Blockstrom zustande kommt, der vorübergehend
umgelegte Blockhebel oder die kurzzeitig niedergedrückte Blocktaste wieder ordnungsmäßig
gesperrt wird. Bei der Anordnung gemäß der Erfindung ist die eingetretene Sperrung
des Blockhebels durch die Hebelsperrmagnete' 7 und 70 dadurch überprüft, - daß der
Blockstrom über die Kontakte 71 bzw. 7o-i dieser Magnete geführt wird. Da diese
Kontakte nur dann geschlossen sind, wenn die Blockhebel g#- -
sperrt sind,
wird hiermit eine ausreichende Sicherheit erreicht.