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Einrichtung zur abwechselnden Einschaltung mehrerer Stromkreise.
In der technischen Praxis wird oft die Aufgabe gestellt werden, eine Anzahl von Stromkreisen abwechselnd einzuschalten. Eine solche Aufgabe wäre z. B. folgende :
Drei Lampengruppen a-e, welche über eine gemeinsame Leitung gespeist werden, sollen in folgender Art und Weise geschaltet werden :
Beim ersten Unterspannungsetzen der Speiseleitung soll die Lampengruppe a brennen. Wird die Speiseleitung wieder abgeschaltet und ein zweites Mal unter Spannung gesetzt, so sollen die Lampengruppen a und b brennen ; beim dritten Male, nach vorheriger Abschaltung, die Gruppen b und c und beim vierten Male die Gruppen a und c. Schliesslich soll beim fünften Male der Zyklus wieder von neuem mit der Einschaltung der Lampengruppe a beginnen.
Erfindungsgemäss wird zur Lösung der gestellten Aufgabe ein an sich bekannter Schaltapparat, im folgenden Fernschalter"genannt, verwendet, welcher zwei Stellungen einnehmen kann und eine Magnetspule besitzt. Die Konstruktion des Apparates ist so durchgebildet, dass nach jedem Stromimpuls ein Stellungswechsel des Ankers stattfindet, wobei es für die Funktion an sich gleichgültig ist, ob der Stromimpuls gleich wieder verschwindet oder längere Zeit andauert. Die einmal eingenommene Stellung bleibt auch nach Aufhören des Stromimpulses bestehen und wird erst bei Auftreten eines neuen Stromimpulses gewechselt.
Das angeführte Beispiel verlangt vier verschiedene Schaltungskombinationen, welche nacheinander erfüllt werden müssen und benötigt zur Lösung dieser Aufgabe zwei Fernsehalter (A und B) (Fig. 1). Da jeder der beiden Fernschalter zwei Stellungen (Ab A2 bzw. Bi, B2) besitzt, so sind insgesamt vier Stellungskombinationen der Fernschalter möglich, welchen die vier gewünschten Schaltungskombinationen
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zugeführt, welche ihrerseits in der dargestellten Weise die Einschaltung der Lampengruppen a-c in der jeweils gewünschten Schaltungskombination besorgen.
Je nach der Stellung der beiden Fernschalter wird bei Unterspannungsetzen der Schiene 2, was (an beliebiger Stelle) mit dem Schalter 1
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Schaltvorgang dadurch vorzubereiten, dass es einem der beiden Fernschalter einen Stromimpuls erteilt und hiedurch dessen Stellungsänderung bewirkt. Dies erfolgt mit den Kontakten i-/. Wenn nun diese Stellungsänderung, welche eine Stellungskombination herbeiführt, der ein anderes Hilfsschütz zugeordnet ist, nicht zum Anziehen dieses anderen Hilfsschützes und zum Abfallen des ersten Hilfs-
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die Kontakte r1-r4) und die auf den Fernschaltern liegenden Kontakte, welche den ersten Hilfssehütz eingeschaltet haben (A", A"", B', B"'), sind durch einen Haltekontakt zu überbrücken (hiezu dienen die Kontakte M-M).
Bei der in Fig. 1 dargestellten Stellungskombination Al BI der beiden Fernschalter A und B ergibt sich daher bei Einlegen des Schalters 1 folgender Stromweg :
Stromquelle, Schalter 1, Schiene 2, Kontakt A'des Fernsehalters A (im folgenden kurz A'ge- nannt), Kontakt B', Spule Schütz S1, Kontakt r1 zurück über Schiene 2, Schalter 1 zum andern Pol der Stromquelle.
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unterbrochen ist.
Der Stromkreis des Schützes S2 wurde jedoch vorbereitet.
Schütz 81 schaltet, wie gewünscht, den Stromkreis a mit seinem Kontakt a1 ein.
Die Schaltung ist für beliebig viele Schaltungskombinationen anwendbar. Die Zahl der beherrsehbaren Kombinationen folgt unmittelbar aus der Zahl der verwendeten Fernschalter und ist gleich Z = 2H, wobei R die Zahl der verwendeten Fernschalter ist. Es muss dabei jeder Fernschalter soviele
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Eine etwas andere Schaltung (Fig. 2) ist dann zu wählen, wenn als Schaltapparate nicht Fernschalter, sondern Kippschütze verwendet werden, welche zwar, ebenso wie die eben beschriebenen Fernschalter, zwei Stellungen haben, deren Konstruktion jedoch die Verwendung von zwei Spulen erfordert und so ausgebildet ist, dass die einmal eingenommene Stellung auch nach Aufhören des Stromimpulses beibehalten wird, bis ein neuer Stromimpuls in der andern Magnetspule auftritt. In Fig. 2 ist eine solche Schaltung dargestellt, wobei diesmal zwei Sehaltungskombinationen, nämlich das abwechselnde Einschalten der Stromkreise a und b, als Beispiel gewählt sind.
Bei Einlegen des Schalters 1 ergibt sich folgender Stromweg : Stromquelle, Schalter 1, Schiene 2, Kontakt K' des Kippschützes K, Spule Schütz S1, Kontakt r2, zurück über Schiene 2, Schalter 1 zur Stromquelle.
Schütz 1 zieht an und schliesst hiebei seinen Haltestromkreis mit Kontakt ü1. Gleichzeitig wird durch den Kontakt h1 der Stromkreis der Spule K1 des Kippsehützes K eschlossen, wodurch der anziehende Anker das Öffnen des Kontaktes K' und Schliessen des Kontaktes K"bewirkt. In der neuentstehenden Stellung jE's des Kippsehützes K kann jedoch das Schütz 8z nicht anziehen, weil zunächst
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der Spule von S2 ist jedoch vorbereitet.
Schütz 81 schaltet beim Anziehen, wie gewünscht, den Stromkreis a mit seinem Kontakt a1 ein.
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bereitet wird.
Die mit Vorstehendem beschriebenen Einrichtungen für das wechselweise Einschalten der Stromkreise sind selbstverständlich nicht daran gebunden, dass es sich um Verbraucher handelt. Es können in gleicher Weise dieselben Einrichtungen verwendet werden, wenn es sich statt um Verbraucher um Stromerzeuger handelt.
PATENT-ANSPRÜCHE :
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Einrichtungen, z. B. Schützen (S1, S2 usw.), die Schaltung der gewünschten Stromkreise oder Stromkreisgruppen erfolgt.