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Fernsteuerungs- und Fernmeldeeinricbtung.
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Klinken halten darauf die Kontakte R und R'unabhängig von den Magneten A und A'geschlossen, bis sie nach Beendigung der Umdrehung wieder in die Nuten einfallen.
Wie aus der Zeichnung ersichtlich, sind im Ruhezustande, falls einmal eine Schaltänderung herbeigeführt war, die Relais H1 usw., von denen in der Unterstation ebensoviel vorhanden sind wie zu betätigende und zu überwachende Schalter, angesprochen. Bei der gezeichneten Anordnung ist der Ölschalter l, der durch seinen Kontaktapparat K4 dargestellt ist, in der"Aus"-Stellung, d. h.
die"Aus"-Kontakte werden durch das leitende Segment, das in einer Scheibe aus Isoliermaterial eingesetzt ist, geschlossen, ebenso die in der Zeichnung offen gezeichneten Kontakte hll, und h12 (Arbeitskontakte) des im angezogenen Zustande befindlichen Relais H1, da von Plus über die"Aus"-Kontakte des Kontaktapparates K4 des Ölschalters die Wicklung I des Relais H1, den Kontakt 7t2, den Kontakt c nach dem Minuspol der Batterie, ein Stromweg für die Wicklung I des Halterelais H1 geschlossen ist. Ändert nun der Ölschalter seine Stellung, d. h.
wird er entweder von Hand oder durch einen Steuervorgang von der #Aus#-Stellung in die #Ein#-Stellung gebracht, so werden die #Aus#-Kontakte geöffnet und die"Ein"-Kontakte geschlossen.
Da nun die Wicklungen I und II des Halterelais H1 entgegengesetzten Wicklungssinn und gleiche elektrische Werte haben, so wird durch die Gegenamperewindungen der Wicklung II das Relais H1 sehr rasch zum Abfallen gebracht. Die Kontakte h11 und 2 werden geöffnet und damit der Haltestromkreis für das Relais H1 unterbrochen. Das Relais H1 kann also zunächst nicht wieder ansprechen. Bei Unterbrechung des Stromes in der ersten Haltewicklung wird das von ihr erzeugte Feld durch Sekundärströme im Kern bzw. in einer besonderen Sekundärwicklung eine Zeitlang aufrechterhalten, so dass die Einschaltung der zweiten Spule auf jeden Fall eine vorübergehende Aufhebung des Gesamtfeldes bewirkt.
Die Verzögerung des Feldes kann je nach der Schaltgeschwindigkeit des Schaltteiles so gewählt werden, dass die günstigsten Bedingungen für den Abfall des Halterelais eingehalten werden. Es ist offensichtlich, dass auch bei einer während des Schaltvorganges unter Umständen auftretenden leitenden Verbindung der Ein"-und Aus"-Kontakte ein Abfallen des Halterelais erreicht wird, da in diesem Fall der Stromkreis beider einander entgegenwirkender Haltewicklungen gleichzeitig geschlossen ist.
Gleichzeitig mit der Aberregung des Halterelais H1 werden durch den Ruhekontakt h12 die Einschaltmagnete für die Motoren M und M'über folgenden Stromlauf erregt : Erde, Batterie B1, Ruhekontakt h13, Wicklung A, Fernleitung FL1, Wicklung A', Erde. Die Einschaltmagnete A und A'ziehen ihre Anker Al und A'i an und schliessen an den Kontakten R und R'die Stromzuführung für die Motoren M und M'. Die Motoren beginnen beide zu laufen.
Wenn nun die Arme L und L'auf den dritten Kontakt kommen, der der #Ein#-Stellung des Ölschalters zugeordnet ist, so entsteht kurzzeitig eine Verbindung von plus über die #Ein#-Kontakte des Ölschalters, die Wicklung II des Halterelais H1, Kontakt 3 der Bahn V, Kontaktarm L, Fernleitung FL2, Kontaktarm L', Kontakt 3'der Bahn V', Wicklung KR'2 einer Kipprelaisanordnung KKIIKR', nach minus. Hiedurch wird die Wicklung KR'2 des Kipprelais und die Wicklung II des Halterelais H1 erregt und beide ziehen ihre Anker an.
Durch das abermalige Anziehen der Anker kl bzw. 2 des Halterelais H1 entsteht nun ein dauernder Stromweg für die Wicklung II des Halterelais H1. Gleichzeitig wird an dem Kontakt h13 der Stromweg für die Einschaltmagneten A und A'unterbrochen. Die Verteilerbürsten werden nun bis in die gezeichnete Stellung gedreht, wo der Speisestromkreis der Motoren durch Einfallen der Klinken in die Nuten der Scheiben N bzw. N' unterbrochen wird. Durch die Erregung der Wicklung KR'2 des Kipprelais bekommt die Lampe Le, Strom von plus über den Kontakt kr', die Lampe Lei nach minus.
Fällt nun nach einer Zeit der Ölschalter infolge Überlastung oder aus andern Gründen aus, so wird dieser Vorgang in ähnlicher Weise wie der Einschaltvorgang durch das Aufflammen einer Lampe, in diesem Falle La, gemeldet.
Soll von der Zentralstation aus ein Schalter, beispielsweise der durch seinen Kontaktapparat K4 angedeutete ein-oder ausgeschaltet werden, so wird sein Steuerschalter 84 entweder in die #Aus#-Stellung oder in die"Ein"-Stellung gebracht. Ist der Ölschalter in der #Aus#-Stellung und soll eingeschaltet werden, so wird der Steuerschalter 84 durch eine Drehung von der"Aus"-Stellung in die"Ein"-Stellung gebracht.
Hiedurch wird die Wicklung L des Halterelais H'1 unterbrochen und die #Ein#-Kontakte werden geschlossen, so dass die Wicklung II wegen Verzögerung des Abfallens der Anker H1 kurzzeitig Strom erhält. Da das Magnetfeld zunächst in der Wicklung I noch bestehen bleibt, ausserdem gleich stark wie das Feld der Wicklung 11 und diesem entgegengesetzt gerichtet ist, so wird das Relais B, abfallen und seine Kontakte kl bzw. offnen. Gleichzeitig mit dem Abfallen der Anker wird der Ruhekontakt h'13 geschlossen und es entsteht ein Stromweg von minus über den Kontakt A, den ersten Kontakt der Bahn V, den Kontaktarm L', die Fernleitung FL2, den Kontaktarm L, den ersten Kontakt der Bahn V, das Anlassrelais An nach plus.
Das An-Relais, welches rasch anspricht, aber mit Verzögerung abfällt, schliesst seinen Kontakt an"und schaltet die Einschaltmagneten A und A'ein. Infolgedessen beginnen die Motoren M und M'zu laufen. Gelangen hiebei die Kontaktarme L bzw. L'auf die Kontakte 5 bzw. 5', so wird über die Wicklung KR2 des Kipprelais KRIKR, folgender Stromweg geschlossen : Minuspol der Batterie B2, #Ein"-Kontakt des Steuerschalters 84, Wicklung 77 des Halterelais H'1, Kontakt 5 der Bahn V', Kontaktarm L', Fernleitung FL2, Kontaktarm L, Kontakt 5 der Bahn V, Wicklung KR2 nach plus. Am Kontakt 3 wurde beim Durchlauf das Relais H1 und nun auch am Kontakt 5 das Relais KR2 erregt.
Diese Relais ziehen also nacheinander ihre Anker an. Das Halterelais H'1 hält sich wieder über
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dem Kontakt !/. Das Relais KR, schliesst durch den Anker kr einen Stromweg für die Betätigungs- spule-S. Vom Minuspol der Batterie B1 über kr, B nach plus. Der Betätigungsmagnet Bd bewirkt die Einschaltung des Ölschalters.
Durch die Stellungsänderung des Ölschalters wird das Relais H1 zum
Abfallen gebracht. Ho Lässt über die Verteiler von neuem an und bei der nächsten Umdrehung der
Kontaktarme L und L'erhält die Zentralstation durch das Aufleuchten der Lampe Le1 die Nachricht, dass der Ölschalter eingeschaltet ist.
Durch Betätigung des Kontrollschalters RS wird dem Schaltbeamten in der Zentralstation die
Möglichkeit gegeben, die Stellungen aller Schalter der Aussenstation in der Zentralstation zu kontrollieren.
Bei Betätigung des Schalters ils, der für alle Olschalter oder nur für eine Gruppe von Olschaltern ge- meinsam sein kann, wird ein Kontakt & 'g geschlossen, wodurch in der vorbeschriebenen Weise die beiden Motoren M und M'mittels des Anlassrelais An angelassen werden. Gelangen die Arme L, L'dann auf die Kontakte n, n'der Bahnen V, V', so spricht das Kontrollrelais K in der Unterstation über folgenden
Stromkreis an : Minuspol der Batterie B Kontakt & 'g, Kontakt n'der Bahn V', Kontaktarm L', Fernleitung FL, Kontaktarm L, Kontakt n der Bahn V, Wicklung des Kontrollrelais K nach plus. Das
Relais K spricht kurzzeitig an und unterbricht durch seinen Ruhekontakt k kurzzeitig die Stromzuführung für alle X-Relais der Unterstation.
Hiedurch werden alle Halterelais Bi, Ha usw. zum Abfallen gebracht. Der Umlauf der Motoren M und M'erfolgt dann so lange, bis alle H-Relais nacheinander ihre Anker wieder angezogen haben. Gleichzeitig damit erhält die Zentrale durch vorübergehendes Aufleuchten der einzelnen Lampen die Meldung über die Stellungen aller Schalter der Aussenstation. Hierauf kommen die Motoren Mund M'wieder zum Stillstand und der Schalter KS geht durch Federzug od. dgl. selbsttätig wieder zurück, u. zw. ist die Auslösezeit so bemessen, dass die Kontaktarme L und L'auf alle Fälle den dem Kontrollvorgang zugeordneten Kontakt n bzw. n'vor dem Abfallen des Schalters KS überstrichen haben.
Durch die Anwendung der Halterelais H1 usw. mit den im entgegengesetzten Sinne gewickelten Spulen I und II wird es ermöglicht, die Umdrehungsgeschwindigkeit der Motoren und damit die Umlaufgeschwindigkeit der Kontaktarme L und L'zu erhöhen. Die Halterelais H1 bzw. H/1 können wie oben beschrieben oder wie bekannt ausgeführt sein, werden jedoch zweckmässig noch mit besonderen feldverzögernden Einrichtungen versehen, beispielsweise mit besonderen Sekundärwicklungen. Die feldverzögernden Einrichtungen können nach Belieben einstellbar sein, in allen Fällen werden sie aber vorteilhaft so dimensioniert, dass die Dauer der Feldverzögerung grösser ist als die maximale Dauer der Änderung der überwachenden Schaltteile.
Hiedurch wird das bei einer Schaltänderung entstehende Magnetfeld sicher durch das bei der Ausschaltung im ersten Augenblick noch zurückbleibende Magnetfeld vernichtet. Anstatt den Wicklungssinn der beiden Haltewicklungen zu verändern, kann man auch so vorgehen, dass man die Richtung des Ruhestromes für beide Wicklungen durch Anlegung ungleicher Polarität an die entsprechenden Hilfskontakte des Schaltteiles wechselt. Da in diesem Falle jedoch an den aufeinanderfolgenden Kontakten Spannungen entgegengesetzter Polarität auftreten, was bei Überdeckung zweier Kontakte zu einem Kurzschluss führen würde, so ist diese Anordnung ohne besondere Sicherheitsmassnahmen nur dort zu verwenden, wo eine derartige Überdeckung der Kontakte nicht auftreten kann.
Dagegen bietet, wie bereits erwähnt, die Anordnung des Differentialrelais den Vorteil, dass auch die gleichzeitige Berührung des leitenden Segmentes der"Ein"-und"Aus"-Kontakte keinerlei Störungen wie Kurzschluss u. dgl. herbeiführt, vielmehr wird das Halterelais auch dann rasch und zuverlässig zum Abfallen kommen. Aus diesem Grunde ist diese Anordnung auch besonders geeignet zur Verwendung von Fernsteuerung-und Fernmeldeanlagen, bei welchen die Stellung von Stufenschaltern, von unterteilten Spulen sowie die Stellung von irgendwelchen Regelapparaten ferngemeldet werden soll. Auch für Anlagen, bei denen nicht die Stellung der einzelnen Schalter, sondern der Betriebszustand der verschiedenen Übertragungskanäle ferngemeldet werden soll, ist die erfindungsgemässe Anordnung von Vorteil.
Die Einrichtung nach der Erfindung ist übrigens für alle Fernselialt-und Fernmeldeeinrichtungen, die durch eine Zustandsänderung in der fernzumeldenden oder fernzusteuernden Anlage ausgelöst werden, anwendbar. Hiebei ist es gleichgültig, ob die eigentliche Übertragung längs Fernleitungen erfolgt oder ob eine oder mehrere Trägerfrequenzen zur Übertragung der Meldung verwendet werden. Auch ist es gleichgültig, nach welchem System die Fernmelde-und Fernsteuerungsanlage aufgebaut ist. Ebenso ist die Anordnung gemäss der Erfindung nicht auf Fernmelde-und Fernsteuerungsanlagen für elektrische Verteilungsanlagen beschränkt.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Fernmelde-und Fernsteuerungseinrichtung, bei welcher Meldevorgänge durch den zu überwachenden oder zu steuernden Schaltern zugeordnete Relais angereizt werden, dadurch gekennzeichnet, dass jedem Schalter ein Relais mit zwei Wicklungen zugeordnet ist, dessen Wicklungen jeweils Felder entgegengesetzter Richtung erzeugen, und dass die jeweils eingeschaltete Wicklung über einen Kontakt des Halterelais solange in einem örtlichen Stromkreis eingeschaltet bleibt, bis sie durch Umlegen des
EMI3.1
**WARNUNG** Ende DESC Feld kannt Anfang CLMS uberlappen**.