AT129670B - Fernsteuerungs- und Fernmeldeeinrichtung. - Google Patents

Fernsteuerungs- und Fernmeldeeinrichtung.

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AT129670B
AT129670B AT129670DA AT129670B AT 129670 B AT129670 B AT 129670B AT 129670D A AT129670D A AT 129670DA AT 129670 B AT129670 B AT 129670B
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holding relay
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  • Remote Monitoring And Control Of Power-Distribution Networks (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



    Fernsteuerungs- und Fernmeldeeinricbtung.   
 EMI1.1 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 Klinken halten darauf die Kontakte   R und R'unabhängig   von den Magneten   A   und A'geschlossen, bis sie nach Beendigung der Umdrehung wieder in die Nuten einfallen. 



   Wie aus der Zeichnung ersichtlich, sind im Ruhezustande, falls einmal eine   Schaltänderung   herbeigeführt war, die Relais   H1 usw.,   von denen in der Unterstation ebensoviel vorhanden sind wie zu betätigende und zu überwachende Schalter, angesprochen. Bei der gezeichneten Anordnung ist der Ölschalter l, der durch seinen Kontaktapparat   K4   dargestellt ist, in der"Aus"-Stellung, d. h.

   die"Aus"-Kontakte werden durch das leitende Segment, das in einer Scheibe aus Isoliermaterial eingesetzt ist, geschlossen, ebenso die in der Zeichnung offen gezeichneten Kontakte hll, und h12 (Arbeitskontakte) des im angezogenen Zustande befindlichen Relais H1, da von Plus über   die"Aus"-Kontakte   des Kontaktapparates   K4   des   Ölschalters   die Wicklung   I   des Relais   H1, den   Kontakt   7t2, den Kontakt c nach   dem Minuspol der Batterie, ein Stromweg für die Wicklung   I   des Halterelais   H1   geschlossen ist. Ändert nun der Ölschalter seine Stellung, d. h.

   wird er entweder von Hand oder durch einen Steuervorgang von   der #Aus#-Stellung in     die #Ein#-Stellung gebracht,   so werden   die #Aus#-Kontakte   geöffnet und die"Ein"-Kontakte geschlossen. 



  Da nun die Wicklungen   I   und II des Halterelais H1 entgegengesetzten Wicklungssinn und gleiche elektrische Werte haben, so wird durch die Gegenamperewindungen der Wicklung II das Relais H1 sehr rasch zum Abfallen gebracht. Die Kontakte h11 und 2 werden geöffnet und damit der Haltestromkreis für das Relais   H1   unterbrochen. Das Relais   H1   kann also zunächst nicht wieder ansprechen. Bei Unterbrechung des Stromes in der ersten Haltewicklung wird das von ihr erzeugte Feld durch Sekundärströme im Kern bzw. in einer besonderen   Sekundärwicklung   eine Zeitlang aufrechterhalten, so dass die Einschaltung der zweiten Spule auf jeden Fall eine vorübergehende Aufhebung des Gesamtfeldes bewirkt. 



  Die Verzögerung des Feldes kann je nach der Schaltgeschwindigkeit des Schaltteiles so gewählt werden, dass die günstigsten Bedingungen für den Abfall des Halterelais eingehalten werden. Es ist offensichtlich, dass auch bei einer während des Schaltvorganges unter Umständen auftretenden leitenden Verbindung   der Ein"-und Aus"-Kontakte   ein Abfallen des Halterelais erreicht wird, da in diesem Fall der Stromkreis beider einander entgegenwirkender Haltewicklungen gleichzeitig geschlossen ist. 



   Gleichzeitig mit der Aberregung des Halterelais H1 werden durch den Ruhekontakt h12 die Einschaltmagnete für die Motoren M und M'über folgenden Stromlauf erregt : Erde, Batterie B1, Ruhekontakt h13, Wicklung A, Fernleitung FL1, Wicklung A', Erde. Die Einschaltmagnete   A   und A'ziehen ihre Anker Al und   A'i   an und schliessen an den Kontakten R und R'die Stromzuführung für die Motoren M und M'. Die Motoren beginnen beide zu laufen.

   Wenn nun die Arme L und L'auf den dritten Kontakt kommen, der   der #Ein#-Stellung   des Ölschalters zugeordnet ist, so entsteht kurzzeitig eine Verbindung von plus über   die #Ein#-Kontakte   des Ölschalters, die Wicklung II des Halterelais H1, Kontakt 3 der Bahn V, Kontaktarm L, Fernleitung FL2, Kontaktarm L', Kontakt 3'der Bahn V', Wicklung KR'2 einer Kipprelaisanordnung   KKIIKR', nach   minus. Hiedurch wird die Wicklung   KR'2   des Kipprelais und die Wicklung   II   des Halterelais   H1   erregt und beide ziehen ihre Anker an.

   Durch das abermalige Anziehen der Anker kl bzw.   2 des   Halterelais H1 entsteht nun ein dauernder Stromweg für die Wicklung II des Halterelais   H1.   Gleichzeitig wird an dem Kontakt h13 der Stromweg für die Einschaltmagneten A und A'unterbrochen. Die Verteilerbürsten werden nun bis in die gezeichnete Stellung gedreht, wo der Speisestromkreis der Motoren durch Einfallen der Klinken in die Nuten der Scheiben N bzw. N' unterbrochen wird. Durch die Erregung der Wicklung KR'2 des Kipprelais bekommt die Lampe   Le,   Strom von plus über den Kontakt kr', die Lampe Lei nach minus.

   Fällt nun nach einer Zeit der Ölschalter infolge Überlastung oder aus andern Gründen aus, so wird dieser Vorgang in ähnlicher Weise wie der Einschaltvorgang durch das Aufflammen einer Lampe, in diesem Falle   La, gemeldet.   



   Soll von der Zentralstation aus ein Schalter, beispielsweise der durch seinen Kontaktapparat   K4   angedeutete ein-oder ausgeschaltet werden, so wird sein Steuerschalter   84 entweder   in   die #Aus#-Stellung   oder in die"Ein"-Stellung gebracht. Ist der Ölschalter in   der #Aus#-Stellung   und soll eingeschaltet werden, so wird der Steuerschalter   84   durch eine Drehung von der"Aus"-Stellung in die"Ein"-Stellung gebracht. 



  Hiedurch wird die Wicklung L des Halterelais H'1 unterbrochen und   die #Ein#-Kontakte   werden geschlossen, so dass die Wicklung II wegen Verzögerung des Abfallens der Anker   H1   kurzzeitig Strom erhält. Da das Magnetfeld zunächst in der Wicklung I noch bestehen bleibt, ausserdem gleich stark wie das Feld der Wicklung 11 und diesem entgegengesetzt gerichtet ist, so wird das Relais   B,   abfallen und seine Kontakte kl bzw.    offnen. Gleichzeitig   mit dem Abfallen der Anker wird der Ruhekontakt h'13 geschlossen und es entsteht ein Stromweg von minus über den Kontakt   A,   den ersten Kontakt der Bahn V, den Kontaktarm L', die Fernleitung   FL2, den   Kontaktarm L, den ersten Kontakt der Bahn V, das Anlassrelais An nach plus.

   Das An-Relais, welches rasch anspricht, aber mit Verzögerung abfällt, schliesst seinen Kontakt an"und schaltet die Einschaltmagneten A und A'ein. Infolgedessen beginnen   die Motoren M und M'zu laufen. Gelangen hiebei die Kontaktarme L bzw. L'auf die Kontakte 5 bzw.   5', so wird über die Wicklung   KR2   des Kipprelais   KRIKR,   folgender Stromweg geschlossen : Minuspol der Batterie   B2, #Ein"-Kontakt   des Steuerschalters   84,   Wicklung   77 des   Halterelais H'1, Kontakt 5 der Bahn V', Kontaktarm   L',   Fernleitung   FL2,   Kontaktarm L, Kontakt 5 der Bahn V, Wicklung KR2 nach plus. Am Kontakt 3 wurde beim Durchlauf das Relais H1 und nun auch am Kontakt 5 das Relais   KR2   erregt.

   Diese Relais ziehen also nacheinander ihre Anker an. Das Halterelais H'1 hält sich wieder über 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 dem Kontakt   !/.   Das Relais   KR,     schliesst   durch den Anker kr einen Stromweg für die Betätigungs-   spule-S.   Vom Minuspol der Batterie   B1   über kr,   B   nach plus. Der Betätigungsmagnet Bd bewirkt die Einschaltung des Ölschalters.

   Durch die Stellungsänderung des   Ölschalters   wird das Relais   H1   zum
Abfallen gebracht.   Ho Lässt   über      die Verteiler von neuem an und bei der nächsten Umdrehung der
Kontaktarme L und L'erhält die Zentralstation durch das Aufleuchten der Lampe   Le1   die Nachricht, dass der Ölschalter eingeschaltet ist. 



   Durch Betätigung des Kontrollschalters   RS   wird dem Schaltbeamten in der Zentralstation die
Möglichkeit gegeben, die Stellungen aller Schalter der Aussenstation in der Zentralstation zu kontrollieren. 



   Bei Betätigung des Schalters   ils,   der für alle   Olschalter   oder nur für eine Gruppe von Olschaltern ge- meinsam sein kann, wird ein Kontakt    & 'g   geschlossen, wodurch in der vorbeschriebenen Weise die beiden Motoren M und M'mittels des Anlassrelais An angelassen werden. Gelangen die Arme L, L'dann auf die Kontakte n, n'der Bahnen V, V', so spricht das Kontrollrelais K in der Unterstation über folgenden
Stromkreis an : Minuspol der Batterie   B Kontakt & 'g,   Kontakt n'der Bahn V', Kontaktarm L', Fernleitung   FL, Kontaktarm   L, Kontakt n der Bahn V, Wicklung des Kontrollrelais K nach plus. Das
Relais K spricht kurzzeitig an und unterbricht durch seinen Ruhekontakt k kurzzeitig die Stromzuführung für alle   X-Relais   der Unterstation.

   Hiedurch werden alle Halterelais   Bi, Ha   usw. zum Abfallen gebracht. Der Umlauf der Motoren M und M'erfolgt dann so lange, bis alle H-Relais nacheinander ihre Anker wieder angezogen haben. Gleichzeitig damit erhält die Zentrale durch vorübergehendes Aufleuchten der einzelnen Lampen die Meldung über die Stellungen aller Schalter der Aussenstation. Hierauf kommen die Motoren Mund M'wieder zum Stillstand und der Schalter KS geht durch Federzug od. dgl. selbsttätig wieder zurück, u. zw. ist die Auslösezeit so bemessen, dass die Kontaktarme L und L'auf alle Fälle den dem Kontrollvorgang zugeordneten Kontakt n bzw. n'vor dem Abfallen des Schalters KS überstrichen haben. 



   Durch die Anwendung der Halterelais   H1   usw. mit den im entgegengesetzten Sinne gewickelten Spulen I und II wird es ermöglicht, die Umdrehungsgeschwindigkeit der Motoren und damit die Umlaufgeschwindigkeit der Kontaktarme L und L'zu erhöhen. Die Halterelais   H1   bzw.   H/1   können wie oben beschrieben oder wie bekannt ausgeführt sein, werden jedoch zweckmässig noch mit besonderen feldverzögernden Einrichtungen versehen, beispielsweise mit besonderen   Sekundärwicklungen.   Die feldverzögernden Einrichtungen können nach Belieben einstellbar sein, in allen Fällen werden sie aber vorteilhaft so dimensioniert, dass die Dauer der Feldverzögerung grösser ist als die maximale Dauer der Änderung der überwachenden Schaltteile.

   Hiedurch wird das bei einer Schaltänderung entstehende Magnetfeld sicher durch das bei der Ausschaltung im ersten Augenblick noch zurückbleibende Magnetfeld vernichtet. Anstatt den   Wicklungssinn   der beiden Haltewicklungen zu verändern, kann man auch so vorgehen, dass man die Richtung des Ruhestromes für beide Wicklungen durch Anlegung ungleicher Polarität an die entsprechenden Hilfskontakte des Schaltteiles wechselt. Da in diesem Falle jedoch an den aufeinanderfolgenden Kontakten Spannungen entgegengesetzter Polarität auftreten, was bei Überdeckung zweier Kontakte zu einem Kurzschluss führen würde, so ist diese Anordnung ohne besondere Sicherheitsmassnahmen nur dort zu verwenden, wo eine derartige Überdeckung der Kontakte nicht auftreten kann.

   Dagegen bietet, wie bereits erwähnt, die Anordnung des Differentialrelais den Vorteil, dass auch die gleichzeitige Berührung des leitenden Segmentes   der"Ein"-und"Aus"-Kontakte   keinerlei Störungen wie Kurzschluss u. dgl. herbeiführt, vielmehr wird das Halterelais auch dann rasch und zuverlässig zum Abfallen kommen. Aus diesem Grunde ist diese Anordnung auch besonders geeignet zur Verwendung von   Fernsteuerung-und Fernmeldeanlagen,   bei welchen die Stellung von Stufenschaltern, von unterteilten Spulen sowie die Stellung von irgendwelchen   Regelapparaten   ferngemeldet werden soll. Auch für Anlagen, bei denen nicht die Stellung der einzelnen Schalter, sondern der Betriebszustand der verschiedenen Übertragungskanäle ferngemeldet werden soll, ist die erfindungsgemässe Anordnung von Vorteil.

   Die Einrichtung nach der Erfindung ist übrigens für alle   Fernselialt-und Fernmeldeeinrichtungen,   die durch eine Zustandsänderung in der fernzumeldenden oder fernzusteuernden Anlage ausgelöst werden, anwendbar. Hiebei ist es gleichgültig, ob die eigentliche Übertragung längs Fernleitungen erfolgt oder ob eine oder mehrere Trägerfrequenzen zur Übertragung der Meldung verwendet werden. Auch ist es gleichgültig, nach welchem System die Fernmelde-und Fernsteuerungsanlage aufgebaut ist. Ebenso ist die Anordnung gemäss der Erfindung nicht auf Fernmelde-und Fernsteuerungsanlagen für elektrische Verteilungsanlagen   beschränkt.   



   PATENT-ANSPRÜCHE : 
1. Fernmelde-und Fernsteuerungseinrichtung, bei welcher Meldevorgänge durch den zu überwachenden oder zu steuernden Schaltern zugeordnete Relais angereizt werden, dadurch gekennzeichnet, dass jedem Schalter ein Relais mit zwei Wicklungen zugeordnet ist, dessen Wicklungen jeweils Felder entgegengesetzter Richtung erzeugen, und dass die jeweils eingeschaltete Wicklung über einen Kontakt des Halterelais solange in einem örtlichen Stromkreis eingeschaltet bleibt, bis sie durch Umlegen des 
 EMI3.1 
 

**WARNUNG** Ende DESC Feld kannt Anfang CLMS uberlappen**.

Claims (1)

  1. <Desc/Clms Page number 4> 2. Einrichtung nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass das Halterelais nach erfolgter Stellungsänderung des überwachten Schalters so lange abgeschaltet bleibt, bis es nach erfolgter Meldung nach der Zentralstation über die Fernleitung von dort aus wieder zum Ansprechen gebracht wird.
    3. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Halterelais mit besonderen feldverzögernden Einrichtungen, beispielsweise Sekundärwicklungen, versehen ist.
    4. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die feldverzögernden Einrichtungen derart gewählt bzw. einstellbar sind, dass die Feldverzögerung grösser ist als die maximale Dauer der Änderung der fernzumeldenden Schaltteil.
    5. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass stets zwei Wicklungen des Halterelais in entgegengesetztem Sinne gewiekelt sind.
    6. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass mit dem Wiederansprechen der Halterelais der eigentliche Sende- und Übertragungsvorgang beendet ist.
    7. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass in der Zentralstation ein besonderer Kontrollschalter vorgesehen ist, der die den einzelnen Schaltern zugeordneten Halterelais der Aussenstation zum Abfallen bringt.
    8. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Quittungsvorgang für die Zentralstation in dem Aufleuchten von den einzelnen Schaltzuständen zugeordneten Lampen EMI4.1 EMI4.2
AT129670D 1930-04-16 1931-03-19 Fernsteuerungs- und Fernmeldeeinrichtung. AT129670B (de)

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