DE764971C - Mittel zum Praeparieren kuenstlicher Spinnfasern - Google Patents
Mittel zum Praeparieren kuenstlicher SpinnfasernInfo
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- DE764971C DE764971C DEZ27475D DEZ0027475D DE764971C DE 764971 C DE764971 C DE 764971C DE Z27475 D DEZ27475 D DE Z27475D DE Z0027475 D DEZ0027475 D DE Z0027475D DE 764971 C DE764971 C DE 764971C
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- D—TEXTILES; PAPER
- D06—TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- D06M—TREATMENT, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE IN CLASS D06, OF FIBRES, THREADS, YARNS, FABRICS, FEATHERS OR FIBROUS GOODS MADE FROM SUCH MATERIALS
- D06M13/00—Treating fibres, threads, yarns, fabrics or fibrous goods made from such materials, with non-macromolecular organic compounds; Such treatment combined with mechanical treatment
- D06M13/02—Treating fibres, threads, yarns, fabrics or fibrous goods made from such materials, with non-macromolecular organic compounds; Such treatment combined with mechanical treatment with hydrocarbons
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D01—NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
- D01F—CHEMICAL FEATURES IN THE MANUFACTURE OF ARTIFICIAL FILAMENTS, THREADS, FIBRES, BRISTLES OR RIBBONS; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED FOR THE MANUFACTURE OF CARBON FILAMENTS
- D01F11/00—Chemical after-treatment of artificial filaments or the like during manufacture
- D01F11/02—Chemical after-treatment of artificial filaments or the like during manufacture of cellulose, cellulose derivatives, or proteins
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Description
- Mittel zum Präparieren künstlicher Spinnfasern Zum Präparieren von Kunstspinnfasern sind bereits mannigfache Mittel vorgeschlagen worden, die in ihrer Zusammensetzung den sonst in der Textilindustrie üblichen Textilhilfsmitteln weitgehend entsprechen, z. B. Seifen, sulfonierte- Fette und Öle und auch kationaktive Stoffe, wie organische Basen mit aliphatischen Substituenten, ferner Emulsionen von Fetten und Ölen oder von Mineralöl, die mittels fett-oder ölhaltiger Emulgatoren hergestellt werden.
- In der Praxis hat sich jedoch nur eine ganz geringe Anzahl von Erzeugnissen bewährt, da an die Kunstfaserpräparation ganz bestimmte Anforderungen gestellt werden müssen, die sonst in der Textilindustrie, z. B. beim Spinnfähigmachen von Baumwolle oder Wolle durch Schmälzen, nicht vorliegen. Die Kunstspinnfaser, die im allgemeinen keine oder bestenfalls eine schwach ausgeprägte Oberflächenstruktur hat, muß vor allem das für das Verspinnen erforderliche Haftvermögen bekommen, das den Zusammenhalt des Faservlieses, des Kardenbandes, der Krempellunten, des Kammzuges oder der Vorgarnlunten gewährleistet. Andererseits darf die Kunstspinnfaser keine zu große Haftung haben, da eine zu stark haftende oder zu rauhe Faser den Verzug der Fasergebilde beispielsweise auf der Strecke oder den Flyern der Baumwollspinnerei erschwert oder verhindert. Diese innerhalb eines verhältnismäßig engen Bereiches liegende Haftung, verbunden mit der nötigen Schmiegsamkeit und Weichheit, erhält man nur mit wenigen Behandlungsmitteln. Bei den Naturfasern, die eine Haftung gebende Oberflächenstruktur haben, ist dagegen eine größere Auswahl möglich, da liier nur Weichheit, Glätte und Geschmeidigkeit gefordert werden.
- Es «;-erde nun gefunden, daß man sehr gute Erfolge erzielt, wenn man die künstlichen Spinnfasern vor, während oder nach dem Schneiden mit Flotten behandelt, die ein Verseifungsprodukt von teilweise oxydierten Makroparaffinen enthalten. Unter Makroparaffinen sind hierbei die wachsarügen Stoffe zu verstehen, die beispielsweise bei der Fischer-Tropsch-S--nthese als höchstsiedende und höchstschrielzende Fraktion mit eine=n Schmelzpunkt von über 70' anfallen. Durch Anoxydieren erhält man hieraus Stoff= mit einer "'erseifungszahl E von etwa 25 bis ioo. Die hieraus erhältlichen V erseifungsprodukte lassen sich in Wasser gelöst erfindungsgemäß zur Behandlung von Kunstspinnfasern verwenden. Mit einer Menge von etwa i bis 6 g'1, je nach der Beschaffenheit des vorliegenden Fasermaterials, erhält man Fasern, die sich einwandfrei und ohne jede Schwierigkeit verarbeiten lassen. Ein besonderer Vorteil ist dabei darin zu sehen, daß hierfür keine natürlichen Fette und Öle erforderlich sind. Selbstverständlich besteht keine Schwierigkeit, in besonderen Fällen fetthaltige =Mittel gleichzeitig mit anzuwenden. Es ist dieses jedoch keineswegs erforderlich. So kann man bei Forderungen nach einem gewissen Griffcharakter den Be handlungsflotten beispielsweise Oleinester des TriäthanoIarnins zufügen. Angesichts der guten i Verarbeitungsfähigkeit der erfindungsgemäß behandelten Zellwollen wird man jedoch im allgemeinen auf die Anwendung fetthaltiger Produkte verzichten.
- Die Behandlung der Kunstspinnfasern kann in der üblichen Weise bei einer Flottentemperatur von 35 bis 7o' vorgenommen «-erden. Man kann diese Stoffe bei der Xunstfaserherstellung vor, während und bzw. oder nach dem Schneiden zur Anwendung bringen. Nach dem Trocknen erhält man ein Fasergut, das sich bei der Verarbeitung auf den Textilmaschinen sehr gut in die Einzelfasern auflösen läßt und auf der Karde oder Krempel ein schönes, gleichmäßiges Faservlies mit gutem Zusammenhalt ergibt. .Andererseits ermöglicht die Präparation der Fasern auch ein gutes Verziehen auf der Strecke und den Flyern der Baumwollspinnerei oder den Inter sektings und Frotteuren der Wollspinnerei und ein eintvandfre iesAusspinnen der Garne zu gleichmäßigen Garnen von guter Festigkeit.
- Beispiel i 401,b - eines anozYdierten Makroparaffins mit der Verseifungszahl 79 werden mit 6,2 kg konzentrierter Kalilauge 15o°'"ig) und 5o 1 Wasser bei 7o bis So' verrührt und auf diese «'eise verseift. Die Paste, die man nach dem Abkühlen erhält, wird zu einer Flotte g.°löst, die 2 g dieses Produktes im Liter enthält. -Mit dieser Flotte wird bei 4.5 bis 5o' unpräparierte, ungetrocknete B-Zellwolle reit einem Titer von 1,5 den und einem Stapel von 36 mm behandelt. Nach dem Trocknen erhält man eine gut aufgelockerte, weiche und geschmeidige Zellwolle mit einem «"armen, etwas stumpfen Griff. Nach 14stündigem Liegen bei 20' in einem Raum mit 62 °/o Luftfeuchtigkeit «wird das Fasergut durch einen Öffner vorbereitet, auf einer Krempel zu einem Krempelband verarbeitet und schließlich auf einer Ringspinnmaschine zu einem Garn Nm 2o ausgesponnen. Das Garn ist schön gleichmäßig, und in keiner @-erarbeitunasstufe sind auch nur die geringsten Schwierigkeiten aufgetreten. Beispiel 2 In der gleichen «'eise wie in Beispiel i wird eine spinnfeuchte, neutral gewaschene und entschwefelte Zelhiolle vom Titer 2,8 den und einem Stapel von 6o mm behandelt. lach dem Konditionieren läßt sie sich nach der B-Faser-.Langstapelverspinnunohne Schwierigkeiten zu ein«-andfrei gleichmäßigen Garnen verarbeiten. Beispiel 3 Eine Zellwolle mit einem Titer von 3,75 den und einem Stapel von So mm läßt sich nach der Behandlung mit 3 g;'1 des in Beispiel i angewandten Produktes nach dem Kammgarnspinnverfahr,-n ebenfalls ohne Schwierigkeiten zu schönen, gleichmäßigen Garnen verarbeiten.
Claims (1)
- PATE NT4.NSPRL: C11: Verwendung der Verseifungsprodukte von Oxydationsprodukten mit einer Verseifungszahl von etwa 25 bis ioo, die aus über 65° schmelzenden Paraffinkohlenwasserstoffen gewonnen worden sind, zum Präparieren künstlicher Spinnfasern. Zur Abgrenzung des Erfindungsgegenstands vom Stand der Technik sind im Erteilungsverfahren folgende Druckschriften in Betracht gezogen worden: Deutsche Patentschriften Nr. 54S442, 566 797.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEZ27475D DE764971C (de) | 1942-11-21 | 1942-11-21 | Mittel zum Praeparieren kuenstlicher Spinnfasern |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEZ27475D DE764971C (de) | 1942-11-21 | 1942-11-21 | Mittel zum Praeparieren kuenstlicher Spinnfasern |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE764971C true DE764971C (de) | 1953-12-07 |
Family
ID=7626632
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEZ27475D Expired DE764971C (de) | 1942-11-21 | 1942-11-21 | Mittel zum Praeparieren kuenstlicher Spinnfasern |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE764971C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1039472B (de) * | 1956-07-30 | 1958-09-25 | Dow Chemical Co | Verfahren zum Schlichten von Textilien aus Polyamid |
| DE1218990B (de) * | 1963-10-19 | 1966-06-16 | Bayer Ag | Verfahren zur Praeparation von selbstverklebenden Elastomerfaeden |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE548442C (de) * | 1927-10-06 | 1932-04-12 | I G Farbenindustrie Akt Ges | Netz- und Emulgiermittel |
| DE566797C (de) * | 1930-02-20 | 1932-12-21 | I G Farbenindustrie Akt Ges | Verfahren zur Herstellung von als Emulgierungs-, Netz-, Reinigungsmittel u. dgl. verwendbaren Produkten |
-
1942
- 1942-11-21 DE DEZ27475D patent/DE764971C/de not_active Expired
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE548442C (de) * | 1927-10-06 | 1932-04-12 | I G Farbenindustrie Akt Ges | Netz- und Emulgiermittel |
| DE566797C (de) * | 1930-02-20 | 1932-12-21 | I G Farbenindustrie Akt Ges | Verfahren zur Herstellung von als Emulgierungs-, Netz-, Reinigungsmittel u. dgl. verwendbaren Produkten |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1039472B (de) * | 1956-07-30 | 1958-09-25 | Dow Chemical Co | Verfahren zum Schlichten von Textilien aus Polyamid |
| DE1218990B (de) * | 1963-10-19 | 1966-06-16 | Bayer Ag | Verfahren zur Praeparation von selbstverklebenden Elastomerfaeden |
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