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Schaltanordnung für durch Schütze einschaltbare Bühnenbeleuchtungsanlage
Im Hauptpatent ist eine Schaltanordnung für Bühnenbeleuchtungsanlagen beschrieben,
die -zur -Voreinstellung von Beleuchtungsverwandlungen verwendet werden soll und
sich der Anwendung von Schützen bedient. In den Steuerkreisen der Schütze und neben
den Ein- und Ausschaltern von Hilfsschienensystemen liegen Steuerschalter; die unabhängig
von ;der jeweiligen Schaltlage der Schütze und ohne Beeinflussung dieser Schütze
im Sinn der erwähnten Voreinstellung bedienbar sind.
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Gemäß der Erfindung, die eine weitem Ausbildung und Verbesserung der
Anordnung gemäß' dem Hauptpatent darstellt, sind die Steuerschalter im Stromkreis
der Schütze als impulsgesteuerte Magnetschalter ausgebildet. Diese Magnetschalter
-haben mehrere nacheinander zu erreichende Sdhältstellungen, und das Weiterschelten
in die jeweils nächste Schaltstellung erfolgt durch Erregung der Magnetspule mit
einem Stromstoß. Selbstverständlich können auch mehrere Stromstöße nacheinander
gegeben werden, was entweder von Hand etwa durch mehrmalige Bedienung eines Druckknopfschalters
oder selbsttätig durch einen Impulsgeber erfolgt.
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Die durch die Erfindung erreichten Vorteile bestehen darin, daß ein
gemeinsames Weiterschalten
aller jeweils auf eine gemeinsame Hilfsschiene
eingestellten Schütze durch Bedienung eines einzigen Schalters, z. B. Druckknopfes,
vorgenommen werden kann, z. B. zum Zweck- der Voreinstellung. Es läßt sich ferner
ein selbsttätiger Rücklauf aller Steuerschalter in die Nullstellung durch Bedienung
eines einzigen Schalters oder Druckknopfes erreichen, unabhängig davon, ob das eine
oder andere Schütz an der Hilfsschiene 1. 2 oder 3 liegt. Es wird außerdem eine
übersichtliche Anordnung der Betätigungsschalter, insbesondere Druckknöpfe, ermöglicht
durch den weiteren Vorzug der geringen Raumbeanspruchung. Die Druckknöpfe können
unmittelbar über den zugehörigen senkrecht übereinanderliegenden Hebelreihen am
Bühnenstellwerk angeordnet werden. Es ist eine eindeutige optische Stellungsanzeige
durch symbolhafte Darstellung der drei Hilfsschienen erzielbar bei gleichzeitiger
Rückmeldung des Betriebszustandes einzelner oder zu Gruppen zusammengefaßter Regelstromkreise.
Scjiließlich wird eine weitgehendste Verselbsttätigung der jeweils während einer
Beleuchtungsszene zusammengehörigen Stromkreise durch Verwendung einer Programmsteuerung
mittels einer Programmwalze ermöglicht.
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DieVerwendung impulsgesteuerterMagnetschalter ist in der Bühnenbeleuchtungstechnik
bekannt, und zwar werden derartige Schrittschaltiverlize als Einzell.:raftantriebe
für die Fernsteuerung der Stromregler benutzt, wobei die Anzahl der Stromstöße in
der Zeiteinheit für die jeweilige Schaltgeschwindigkeit maßgebend ist. Der grundsätzliche
Aufbau der neuen Schaltanördnung und weitere Einzelheiten sollen an Hand des Schaltbildes
näher erläutert werden.
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Der im Hauptpatent beschriebene Steuerschalter ist nur unmittelbar
von Hand zu bedienen. Die neugeschaffene Form besteht aus einem impulsgesteuerten
Schaltwerk k, an dessen Hauptkontakten ai bis a.3 einerseits das Ende der Betätigungsspule
2 des Hauptschützes A ic liegt, während die zugehörigen Kontaktelemente F_),
c. d über die Verbindungen .I. 3, 6 mit den drei Hilfsschienen I, 1I und
III verbunden sind. Diese Hilfsschienen können durch Schalter oder Schütze B, C
und D an die Leitung O des Sammelschienensystems R, S, T, O gelegt werden.
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Außerdem sind am Schaltwerk k drei Steuerkontakte vorhanden. die mit
p1 bis P3 iiber die Leitung 7 mit dem einen Pol, eines Kleinumspanners E in Verbindung
stehen, während die entsprechenden Kontakte q, r, s über die Leitungen S.
c},io mit denSignallämpcheti t, r(. v verbunden sind. die ihrerseits ül}er
die Leitung ;' mit dem anderen Pol des Umspanners E verbunden sind.
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Am Schaltwerk k ist zusätzlich ein Kontakt e
vorhanden,
dessen Arbeitsweise in bestimmter Art festgelegt ist. Wird die Betätigungsspule
g über die Leitung i2 an die Schiene R gelegt und erfolgt ein Niederdrücken des
Druckknopfes G, dann wird diese Spule kurzzeitig -über die Leitungen 13, 14, 15
an die Schiene O gelegt. Dieser Impuls bringt die Kontaktbrücke 1r um einen Schritt
weiter. Bei jedem weiteren Impuls erfolgt ein Weiterschalten bis zur nächsten Stellung.
Ausgehend von der Nullstellung wird beim vierten Impuls immer wieder die Nullstellung
erreicht.
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Das Arbeitsspiel des Kontaktes e ist dabei so abgestimmt, daß in der
Nullstellung der Kontakt geöffnet, in allen drei Arbeitsstellungen des Schaltwerkes
aber geschlossen ist.
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Während es früher erforderlich war, jeden Schalter von Hand auf eine
andere Hilfsschiene oder nach Null weiter- bzw. zurückzuschalten, ist bei der neuen
Anordnung folgende Maßnahme getroffen worden.
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Beim Bedienen des Druckknopfes L wird allen Steuerschaltern k gemeinsam
ein Impuls zugeführt, der jeweils ein Fortschalten um eine Stellung mit sich bringt.
Die beim handbedienbaren Schalter gemäß dem Hauptpatent vorhandene Kontaktüberlappung
von der Arbeitsstellung 2 nach der Arbeitsstellung 3 ist beim elektromagnetisch
angetriebenen Schalter auch von i nach 2 vorgesehen. Auf diese Weise gelingt es,
eines der Schütze An,
ohne daß es zu einem Ausschalten kommen würde, z. B.
von der Hilfsschiene i bis nach der Hilfsschiene 3 weiterzuschalten. Auch hierbei
ist natürlich Voraussetzung, daß bei derartigen Schaltvorgängen die Linienschütze
eingeschaltet sein müssen.
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Bei der Bedienung des Knopfes L fließt ein Strom über die Leitung
15, Kontakt L, Leitung 16, die Ru'h ekontakte des Druckknopfes G und des Druckknopfes
H, Leitung 17, Kontakt e, Verbindung 1$, Spule g, Leitung 12.
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Sollen alle Schalter k auf die Nullstellung zurückgeführt werden,
so gibt der Kontakt M, der schematisch als Motorkontaktgeber dargestellt ist, drei
kurz aufeinanderfolgende Impulse auf die Leitung 16. Durch selbsttätiges Öffnen
des Kontaktes e bleiben die Schaltwerke auf der Nullstellung stehen, bis sie durch
Bedienung des Knopfes G erneut auf eine der Arbeitsstellungen gebracht werden. Bei
dieser Art der Selbstverriegelung ist es demnach gleichgültig, auf welcher Stellung
die °inzelnen Schalter stehen, wenn @lie dreimalige Impulsgabe erfolgt. Während
ein auf Stellung 3 befindlicher Schalter nach dem ersten Impuls bereits die Nullstellung
erreicht,
sind bei einem auf Stellung i befindlichen Schalter drei
Impulse notwendig.
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Sollen beispielsweise alle auf der Hilfsschiene I befindlichen Steuerschaltwerke
k auf die Hilfsschiene II, d.. h. auf Stellung 2 gemeinsam weitergeschaltet werden
bis auf einige, die auf Stellung i verbleiben sollen, so ist es erforderlich, vor
der einmaligen Bedienung des Druckknopfes L die Druckknöpfe H derjenigen Schalter
zu drücken, die von dem Weiterschalter ausgeschlossen werden sollen. Die Druckknöpfe
H sind so ausgebildet, d'aß sie in der niedergedrückten Lage stehenbleiben , bis
sie beispielsweise durch Zurückziehen des Bedienungsknopfes oder nach Auslösen einer
Sperrung durch eine Fedier wieder in die dargestellte Arbeitslage zurückkehren.
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Der Druckknopf G, der als eigentliches Bedienungsglieddes Schaltwerkes
k angesprochen werden kann, unterbricht beim Niederdrücken den Stromkreis, Leitung
1,6, Druckknopf H, Leitung 17. Dies geschieht zur Vermeidung des unerwünschten Weiterleiters
dieses einen Schaltimpulses auf andere, sich bereits auf einer Arbeitsstellung befindliche
Schaltwerke. Es ist hierin eine ähnliche Maßnahme zu erblicken, wie sie im Hauptpatent
bei der Beschreibung des Auflaufstückes h1 zum Ausdruck kommt.
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Die Fig. 2 zeigt die äußere Gestaltung der erfindungsgemäßen Ausführungsform.
Über einem vier Hebelwellen aufweisenden Bühnenstellwerk ist die eigentliche Steuer-
und Meldeeinrichtung aufgebaaut. Es ist ersichtlich, d'aß der Betätigungsdruckknopf
G mit der Meldelampe w ähnlich wie bei einem SteuerduIttungsschalter zu einer Einheit
zusammengefaßt ist. Außer dem Knopf H sind die Hilfsschienen I bis III ersichtlich,
deren symbolhafte Darstellung unter Verwendung von lichtdurchlässigem Material rückseitig
die entsprechenden Stellungsanzeigelampen t, is, v
aufweist. Dabei
wird die Anordnung zweckmäßigerweise so getroffen, daß die Länge der kleinen, schottenartig
ausgebildeten Kammern mit dem horizontalen Hebelabstand des Bühnenstellwerkes übereinstimmt.
Damit wird erreicht, daß bei einer beispielsweisen Zusammenfassung von fünf nebeneinanderliegenden
Stromkreisen oder -gruppen das Liniensymbol über eine Länge von vier Hebelabständen
als leuchtende Linie die Stellungsanzeige oder Voreinstellung meldet. Die zur gemeinsamen
Weiterschaltung und zur selbsttätigen Nullrückführung notwendigen Steuerorgane L
und M werden zweckmäßigerweise ebenfalls am Bühnenstellwerk eingebaut.
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Bekanntlich gehören zu einer Beleuchtungsszene verschiedene Regelstromkreise.
Diese bzw. die eingebauten Gruppenregler können durch entsprechende Handeinstellung
des im Hauptpatent beschriebenen Steuerschalters oder durch Niederdrücken der Druckknöpfe
G elektrisch zusammengefaßt werden. Wähnend des Ablaufes der ersten Beleuchtungsszene
wird dann die Vorbereitung für dieZusammenfassung der im zweiten Bild benötigten
Stromkreise getroffen. Mit der beschriebenen Einrichtung, d. h. unter Verwendung
von elektromagnetisch fernbedienbaren Steuerschaltern, ist es in einfacher Woise
möglich, diese jeweils erforderlich werdende Zusammenfassung der benötigten Stromkreise
im Sinn einer Voreinstellung später ablaufender Verwandlungen durchzuführen.
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In Fig. 3 ist dargestellt, wie eine derartige Programmsteuerung mit
der beschriebenen Schaltanordnung zweckmäßig zusammengebaut werden kann. Dazu ist
es notwendig, den im Druckknopf G vorhandenen Ruhe- und Arbeitskontakten die gleichen
Kontaktelemente nochmals zuzuordnen. In der Fig. 3 bedeutet P eine derartige Schalteinrichtung,
die mit ihrem Arbeitskontakt über die Leitung 2o mit der Leitung 14, 15 verbunden
ist und mit der Leitung 2i parallel zu dem Arbeitskontakt des Druckknopfes G liegt.
Die Leitungen 22 und 23 deuten an, daß die im Druckknopf G und iin dem Schaltglied
P vorhandenen Ruhekontakte. hintereinander zu schalten sind. Die eigentliche Programmsteuerung
bestellt aus einzelnen auf einer Achse zusammenreihbaren Scheiben U mit auf ihrem
Umfang cinsteckbaren Steuerteilen f. Die Einrichtung kann von Hand durch ein Bedienungsrad
h oder durch einen motorischen Antrieb W bedient werden. Bei einem Szenenwechsel
ist es notwendig, die Kontaktscheiben um einen bestimmten Winkel zu drehen. Bei
dieser Drehung erfolgt durch die Teile f eine kurze Impulsgabe auf die Arbeitskontakte
des Druckknopfes P. Statt der beschriebenen Scheibenform ist es auch mÖglich, an
der Programmwalze-längs der Achse einfügbare Leisten mit den bei Beleuchtungsverwandlungen
erforderlichen Markierungen vorzusehen.