DE76133C - Verfahren «um Löslichmachen von Phenolen, Kohlenwasserstoffen u. s. w. in Wasser - Google Patents

Verfahren «um Löslichmachen von Phenolen, Kohlenwasserstoffen u. s. w. in Wasser

Info

Publication number
DE76133C
DE76133C DENDAT76133D DE76133DA DE76133C DE 76133 C DE76133 C DE 76133C DE NDAT76133 D DENDAT76133 D DE NDAT76133D DE 76133D A DE76133D A DE 76133DA DE 76133 C DE76133 C DE 76133C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
water
soluble
phenols
hydrocarbons
solubilizing
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DENDAT76133D
Other languages
English (en)
Original Assignee
Dr. O. HELMERS in Hamburg, Bohnenstr. 21
Publication of DE76133C publication Critical patent/DE76133C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C39/00Compounds having at least one hydroxy or O-metal group bound to a carbon atom of a six-membered aromatic ring
    • C07C39/02Compounds having at least one hydroxy or O-metal group bound to a carbon atom of a six-membered aromatic ring monocyclic with no unsaturation outside the aromatic ring
    • C07C39/04Phenol

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Extraction Or Liquid Replacement (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATE NTA MT.
β-
In letzter Zeit sind zahlreiche Versuche angestellt worden, um die Homologen der Carbolsäure durch Zusatz indifferenter Substanzen in Wasser leicht löslich zu machen und hierdurch die desinficirende Kraft der Phenole besser auszunutzen, sowie den Desinfectionswerth derselben zu erhöhen.
Bei Gelegenheit einer Untersuchung über die Producte, die sich bei der Behandlung von Mineralölen mit Schwefelsaure bilden, hat Erfinder eine Reihe neuer derartiger Lösungsmittel für Phenole gefunden.
Bekanntlich erhält man durch geeignete Einwirkung von Schwefelsäure auf manche Mineralöle, Harzöle und andere Kohlenwasserstoffe sulfidartig gebundenen Schwefel enthaltende Substanzen von der Art der Sulfosäuren des Ichthyols, Thiols, der Thiolinsäure und dergl., die an sich oder in Gestalt ihrer Salze in Wasser löslich sind. Werden nun diesen neutralen bezw. neutralisirten Substanzen durch Extraction die in Alkohol löslichen Bestandtheile entzogen, so hinterbleibt ein Rückstand, der sich in Wasser nicht mehr löst, der aber durch Hinzufügen des alkoholischen Extractes wieder in Wasser löslich wird. Es enthält mithin das ursprüngliche, wasserlösliche Reactionsproduct in Wasser unlösliche Substanzen, die nur durch die Gegenwart eines an sich in Wasser und zugleich auch in Alkohol löslichen Stoffes in wässeriger Lösung erhalten werden. Die Vermuthung lag nun nahe, dafs dieses durch Alkohol dem neutralen Reactionsgemisch entziehbare Product, das kurzweg »Anytin« genannt werden soll, auch anderen als den oben erwähnten, in Wasser unlöslichen Substanzen die Eigenschaft, sich in Wasser zu lösen, ertheilt, und in der That haben daraufhin angestellte Versuche in vielen Fällen diese Annahme bestätigt.
Der Einfachheit halber sollen alle derartigen durch Anytin in Wasser löslich gemachten Präparate einer an sich in Wasser unlöslichen Substanz als »Anytole« bezeichnet werden.
Die Herstellung der Anytole kann in den meisten Fällen durch einfaches Mischen des Anytins mit dem in Wasser löslich zu machenden Körper geschehen, nur in einigen Fällen ist es besser, die alkoholischen Lösungen der Bestandtheile zu mengen und den Alkohol dann wieder abzudestilliren.
Bevor nun näher auf die in wässrige Lösung überführbaren Stoffe eingegangen wird, mufs bemerkt werden, dafs die Lösungskraft des Anytins abhängig ist von der Natur der mit Schwefelsäure behandelten Kohlenwasserstoffe und den bei der Reaction beobachteten Bedingungen. Wir haben es also mit einer ganzen Reihe von Anytinen zu thun. Auch das ursprüngliche, wasserlösliche Reactionsgemisch besitzt ein geringes, doch immerhin deutlich bemerkbares Lösungsvermögen auf manche in Wasser unlösliche Körper. Diese Eigenschaft wird jedenfalls bedingt durch den beträchtlichen Gehalt des Rohproductes an Anytin, dessen Lösungskraft jedoch durch die beigemischten wasserunlöslichen Verbindungen schon zum Theil verbraucht ist. Die concentrirten wässrigen Mischungen dieser »Roh-Anytine« mit den zu lösenden Stoffen scheiden übrigens häufig beim Stehen einen Theil des Wassers aus, bei reichlicherem Wasserzusatz
tritt jedoch wieder eine homogene Mischung ein. /
Statt durch Extraction mit Alkohol kann man die eigentlichen Anytine aus den Roh-Anytinen durch Behandlung derselben mit einem Lösungsmittel darstellen, welches nur die beigemischten, in Wasser unlöslichen schwefelhaltigen Körper löst, die Anytine jedoch nicht angreift. Lösungsmittel dieser Art sind Aether, Benzol, Chloroform u. a.
Von den Verbindungen, die sich bei Gegenwart der Anytine reichlich in Wasser lösen, sind vor Allem die Phenole zu nennen. Eine Mischung zu gleichen Theilen von Kresol und einem Anytin, das aus einem schwefelreichen Mineralöl dargestellt war, löste sich völlig klar bei beliebiger Verdünnung mit Wasser. Aehnlich wie Kresol verhalten sich auch Guajakol, Kreosol, Thymol u. s w., sowie Gemische derselben unter einander und mit höher siedenden Phenolen. Ferner werden in wässerige Lösung durch Anytine übergeführt manche Kohlen-, Wasserstoffe, wie Benzol und seine Homologen, Terpene und einige Mineralöle, dann ätherische OeIe und Kampherarten, ohne dafs jedoch hierdurch schon die Zahl der gelösten Substanzen erschöpft ist, denn auch die in Wasser lösliche Menge von Körpern, mit einem ganz anderen chemischen Charakter, wie Jod, Nitrobenzol, Anilin, wird durch die Gegenwart der Anytine bedeutend gesteigert.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zum Löslichmachen von Phenolen, Kohlenwasserstoffen, ätherischenOelen, Kampher, Jod oder anderen an sich in Wasser unlöslichen oder schwer löslichen Körpern durch Mischen derselben mit:
    a) dem wasserlöslichen, durch geeignete Einwirkung von Schwefelsäure auf manche Mineralöle, Harzöle oder ähnliche Kohlenwasserstoffe erhaltenen neutralen bezw. neutralisirten, sulfidartig gebundenen Schwefel enthaltenden Product von der Art der Sulfosäuren des Ichthyols, Thiols, der Thiolinsäure und dergl. oder
    b) dessen an sich in Wasser löslichen Bestandtheilen.
DENDAT76133D Verfahren «um Löslichmachen von Phenolen, Kohlenwasserstoffen u. s. w. in Wasser Expired - Lifetime DE76133C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE76133C true DE76133C (de)

Family

ID=349044

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT76133D Expired - Lifetime DE76133C (de) Verfahren «um Löslichmachen von Phenolen, Kohlenwasserstoffen u. s. w. in Wasser

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE76133C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE967313C (de) * 1951-08-29 1957-10-31 Ichthyol Ges Cordes Hermanni & Verfahren zum Wasserloeslichmachen von in Wasser unloeslichen oder schwerloeslichen organischen Verbindungen, wie Kohlenwasserstoffen oder deren sauerstoff-, stickstoff- oder schwefelhaltigen Abkoemmlingen

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE967313C (de) * 1951-08-29 1957-10-31 Ichthyol Ges Cordes Hermanni & Verfahren zum Wasserloeslichmachen von in Wasser unloeslichen oder schwerloeslichen organischen Verbindungen, wie Kohlenwasserstoffen oder deren sauerstoff-, stickstoff- oder schwefelhaltigen Abkoemmlingen

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE76133C (de) Verfahren «um Löslichmachen von Phenolen, Kohlenwasserstoffen u. s. w. in Wasser
WO1998056959A1 (de) Verwendung von 2-mercapto-pyridin-n-oxid
US1940646A (en) Insecticide and process of making the same
DE310541C (de)
DE624317C (de) Verfahren zur Herstellung von schwefelreichen, hellfarbigen Sulfonierungsprodukten aus schwefelreichen Mineraloelen, Teeroelen oder Schieferoelen
DE76128C (de) Verfahren zur Trennung des neutralisirten, durch Einwirkung von Schwefelsäure auf Mineralöle erhaltenen Gemisches von sulfidartig gebundenen Schwefel enthaltenden Substanzen in sulfonsaure und sulfonartige Verbindungen unter gleichzeitiger Abscheidung der anorganischen Salze
DE743225C (de) Verfahren zur Herstellung von wasserloeslichen aromatischen Carbonsaeuren
DE849779C (de) Verfahren zur Herstellung eines insekticid und baktericid wirkenden Bade- bzw. Spritzmittels fuer Tiere
AT118060B (de) Netzmittel.
DE2538279C3 (de) Verwendung von sulfierten und neutralisierten Gemischen von Mono- und Dialkylbenzolen zur Streich- oder Badfettung von kollagenfaserhaltigem Material
DE614227C (de) Verfahren zur Herstellung von hochmolekularen wasserloeslichen Sulfonierungsprodukten
DE230980C (de)
DE644131C (de) Verfahren zur Herstellung sulfonierter Kondensationsproduke aus hoehermolekularen Fettsaeureestern und aromatischen Kohlenwasserstoffen
DE909769C (de) Verfahren zur Herstellung waesseriger Loesungen von in Wasser schwerloeslichen Stoffen
DE84338C (de)
DE52129C (de) Verfahren, um Theeröle vollständig in wässrige Lösung zu bringen
DE975834C (de) Reinigungspraeparat
DE275171C (de)
DE522524C (de) Bekaempfungsmittel fuer Pflanzenschaedlinge
DE306341C (de)
DE289243C (de)
DE566783C (de) Verfahren zur Darstellung von Thelykininen
DE614898C (de) Verfahren zum Trennen von OEl und Fettsaeureseife bei der Neutralisation von OElen oder Fetten
DE284119C (de) Verfahren zur herstellung von in kaltem wasser leicht löslichen gerbstoffpräparaten aus gerbstoffextrakten, welche unlösliche bzw. schwerlösliche bestandteile enthalten
DE574805C (de) Verfahren zum Reinigen von Benzol- und Benzinkohlenwasserstoffen