DE84338C - - Google Patents
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- DE84338C DE84338C DENDAT84338D DE84338DA DE84338C DE 84338 C DE84338 C DE 84338C DE NDAT84338 D DENDAT84338 D DE NDAT84338D DE 84338D A DE84338D A DE 84338DA DE 84338 C DE84338 C DE 84338C
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- A—HUMAN NECESSITIES
- A61—MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
- A61L—METHODS OR APPARATUS FOR STERILISING MATERIALS OR OBJECTS IN GENERAL; DISINFECTION, STERILISATION OR DEODORISATION OF AIR; CHEMICAL ASPECTS OF BANDAGES, DRESSINGS, ABSORBENT PADS OR SURGICAL ARTICLES; MATERIALS FOR BANDAGES, DRESSINGS, ABSORBENT PADS OR SURGICAL ARTICLES
- A61L2/00—Disinfection or sterilisation of materials or objects, in general; Accessories therefor
- A61L2/16—Disinfection or sterilisation of materials or objects, in general; Accessories therefor using chemical substances
- A61L2/20—Gaseous substances, e.g. vapours
- A61L2/204—Formaldehyde
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- Agricultural Chemicals And Associated Chemicals (AREA)
Description
KAISERLICHES
ΡΑΤΕΝΤΑΜΤΛ&)
KLASSE 30: Gesundheitspflege.
Es ist bekannt, dafs der Aldehyd der Ameisensäure" in wässeriger Lösung eine stark
dcsinficircnde Wirkung besitzt. In neuerer Zeit
ist gerunden worden, dafs schon eine 0,1 proc.
wässerige Lösung des genannten Aldehyds Bacillen aller Art tödtet.
Auf Grund dieser Thatsache wurde versucht, zur Lösung anstatt Wasser flüssige Kohlenwasserstoffe
zu nehmen.
Bei den diesbezüglichen Versuchen stellte sich heraus, dafs die Löslichkeit des Ameisensäurealdehyds
in Kohlenwasserstoffen, z. B. Benzol, Toluol, Benzin, Petroleum, nur eine geringe,
nämlich 0,5 bis 2 proccntige ist.
Während reine Kohlenwasserstoffe unfähig sind, Bacterien zu vernichten, genügen bereits
0,2 proc. Aldehydlösungen in Kohlenwasserstoffen, um die Bacillen, welche die Krankheitserreger
bei Typhus, Schwindsucht, Cholera, Influenza sind, in kurzer Zeit abzutödten. Aufserdem sind solche Lösungen als wirksame
Conservirungsmittel für Gegenstände aller Art zu benutzen.
Die Herstellung von Lösungen des Ameisensäurealdehyds in flüssigen Kohlenwasserstoffen
kann erfolgen:
1. durch Einleiten des gasförmigen Aldehyds in Kohlenwasserstoffe,
2. durch längeres Schütteln einer wässerigen Lösung des Aldehyds mit den Kohlenwasserstoffen,
3. durch Vermischen einer wässerigen Aldehydlösung, einer alkoholischen Lösung von
fettsauren Alkalien und eines Kohlenwasserstoffes. : -."■·;
Nach dem unter 3. aufgeführten Verfahren ist es möglich, bedeutendere Mengen Aldehyd
in den Kohlenwasserstoffen in Lösung zu erhalten, als die reinen Kohlenwasserstoffe für
sich allein auflösen können.
Als alkoholische Lösungen der fettsäuren Alkalien können möglichst wasserfreie KaIi-
und Natronsalze der Fettsäuren, z. B. eine Mischung aus 1 Theil Aetzkali, 4 Theilen Alkohol
und . 7 Theilen Oelsäure benutzt werden.
Diese Seife ist, weil spiritushaltig, bereits bei 20° C. flüssig und schon in Mengen von
2 pCt. in Kohlenwasserstoffen gut löslich.
Die Herstellung des oben bezeichneten Gemisches von Äldehydlösung, alkoholischer
Lösung eines fettsauren Alkalis und eines Kohlenwasserstoffes kann geschehen, indem
z. B. 0,5 kg wässerige Aldehydlösung und 3 kg Seife, welche durch Erwärmen flüssig gemacht
ist, mit einander gemischt und zu dieser Mischung 100 kg eines Kohlenwasserstoffes,
z. B. Benzin, zugesetzt werden. Oder es kann auch zunächst die Seife in dem Kohlenwasserstoff
gelöst und zu dieser Mischung der wässerige Aldehyd zugegeben werden. Es entsteht in
diesem und jenem Falle eine klare, lange Zeit haltbare und nach dem Aldehyd durchdringend
riechende Flüssigkeit.
Wie bereits erwähnt, soll das neue Mittel dazu dienen, Gegenstände, z.B. wissenschaftliche Präparate, zu conserviren, sowie Gebrauchsgegenstände,
wie Möbel, Teppiche, Bekleidungsgegenstände, Wäschestücke, Textilwaaren aller
Art u. s. w., zu desinficiren. Insbesondere soll das Mittel im Grofsen Anwendung finden und
zwar namentlich in den mit Benzin arbeitenden chemischen Wäschereien, indem mit der Reinigung
gleichzeitig eine Desinfcction der Gegenstände verbunden wird.
Dafs eine solche Doppehvirkung des mit Ameisensa'urcaldehyd versetzten Benzins ohne
Weiteres auftritt, bedeutet einen Vorthcil der Aldehydlösung in einem Kohlenwasserstoffe
anstatt in Wasser insofern, als im letzteren Falle der betreffende Gegenstand gesondert mit
Benzin gereinigt und in der wässerigen Aldehydlösung desinfkirt werden mufs.
Einen weiteren Vortheil weist die Aldehydlösung in Kohlenwasserstoffen gegenüber der
Lösung in Wasser insofern auf, als die mit der ersteren Lösung behandelten Gegenstände
nicht nachtheilig bezüglich Farbe, Appretur und Form becinflufst werden, was in wü'sseriger
Lösung immer geschieht.
Es verschwindet der dem Ameisensa'urealdehyd eigene scharfe Geruch beim Trocknen vollständig,
da der Aldehyd bekanntlich ein gasförmiger Körper ist.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Als Desinfections- und Conscrvirungsmittel die Lösung von Formaldehyd in einem Kohlenwasserstoff, eventuell noch mit dem Zusatz einer alkoholischen Seifenlösung.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE84338C true DE84338C (de) |
Family
ID=356571
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT84338D Active DE84338C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE84338C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1177110B (de) * | 1960-12-23 | 1964-09-03 | Stockhausen & Cie Chem Fab | Desinfizierende Trockenreinigung |
-
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- DE DENDAT84338D patent/DE84338C/de active Active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1177110B (de) * | 1960-12-23 | 1964-09-03 | Stockhausen & Cie Chem Fab | Desinfizierende Trockenreinigung |
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