DE218534C - Verfahren zur herstellung von gerbstoffextrakten und gerbstoffen - Google Patents

Verfahren zur herstellung von gerbstoffextrakten und gerbstoffen

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DE218534C
DE218534C DE1908218534D DE218534DA DE218534C DE 218534 C DE218534 C DE 218534C DE 1908218534 D DE1908218534 D DE 1908218534D DE 218534D A DE218534D A DE 218534DA DE 218534 C DE218534 C DE 218534C
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Germany
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tanning
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tannin
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material extracts
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DE1908218534D
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Nitritfabrik AG
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Nitritfabrik AG
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C14SKINS; HIDES; PELTS; LEATHER
    • C14CCHEMICAL TREATMENT OF HIDES, SKINS OR LEATHER, e.g. TANNING, IMPREGNATING, FINISHING; APPARATUS THEREFOR; COMPOSITIONS FOR TANNING
    • C14C3/00Tanning; Compositions for tanning
    • C14C3/02Chemical tanning
    • C14C3/08Chemical tanning by organic agents
    • C14C3/10Vegetable tanning
    • C14C3/12Vegetable tanning using purified or modified vegetable tanning agents

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Treatment And Processing Of Natural Fur Or Leather (AREA)

Description

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KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
-Ja 218534-KLASSE 2Sa. GRUPPE
NITRITFABRIK AKT-GES. in CÖPENICK.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 21. Juli 1908 ab.
Der größte Teil der für die Gerberei und Färberei in Betracht kommenden Gerbstoffextrakte wird durch Extrahieren der gerbstoffhaltigen Materialien mittels Wasser gewonnen; diese wässerigen Extrakte werden zum Teil direkt als Lösung, zum Teil in fester Form verbraucht. Die wässerigen Auszüge haben den Nachteil, daß sie sich sehr leicht zersetzen unter Zerfall eines Teiles des darin
to enthaltenen Gerbstoffes. Diese Zersetzung erfolgt bereits während des Auslaugens der gerbstoff haltigen Materialien, ganz besonders aber beim Eindampfen zwecks Gewinnung konzentrierter oder fester Extrakte. Der Verlust an Gerbstoff ist ein sehr beträchtlicher, außerdem leidet auch die Farbe des Extraktes. Bisher hat eine solche Zersetzung selbst durch Hinzugabe von konservierenden Mitteln nicht verhindert werden können, und das erhaltene Produkt ist nicht nur durch den geringeren Tanningehalt minderwertig, sondern in vielen Fällen auch kaum verwendbar.
Es wurde nun gefunden> daß eine solche Zersetzung der Extrakte verhindert werden kann, wenn man die gerbstoffhaltigen Materialien vor dem Auslaugen einer höheren Temperatur aussetzt. Während es z. B. sonst nicht möglich ist, Myrobalanen mit Wasser zu extrahieren, ohne einen Gerbstoffverlust von etwa 20 Prozent zu erleiden, wobei das erhaltene Extrakt beim Auflösen eine ganz trübe Lösung gibt, die sich beim Erwärmen noch weiter zersetzt, kann man dasselbe Material, wenn es zuvor einige Zeit auf eine höhere, etwa 400 C. übersteigende Temperatur gebracht ist, mit Wasser auslaugen, ohne daß der geringste Zerfall des Gerbstoffes herbeigeführt wird.
Das . aus solchen Extrakten hergestellte trockene Extrakt ist fast klar löslich und hat denselben Tanningehalt wie ein Extrakt, das durch Extrahieren tanninhaltiger Stoffe mit 8oprozentigem Alkohol hergestellt ist. Es hat vor diesem sogar den Vorteil voraus, daß seine Auflösungen beim Erhitzen unzersetzt bleiben, während das mit 80 prozentigern Alkohol gewonnene Extrakt nach dem Wiederauflösen in Wasser beim Erhitzen dieselben Zersetzungen erleidet wie das nach der gewöhnlichen Methode mit Wasser gewonnene Präparat.
Eine gleich günstige Wirkung wird durch das Verfahren bei Anwendung anderer gerbstoffhaltiger Materialien als Myrobalanen, z. B. Gallen, Divi-Divi, Algarobillen, Quebracho, Catechu, Ackerdoppen usw., erzielt.
Es ist z. B. auf diese Weise möglich, eine vollständig gallussäurefreie Tanninlauge aus Gallen zu erhalten, welche auch bei längerem Stehen und beim Eindampfen keine Gallussäurebildung zeigt und die in dieser Beziehung reiner ist als die bisher mit Alkohol erhaltene. Das Verfahren ist daher von großem technischen Wert.
Das durch die Patentschrift 68998 bekannt gewordene Verfahren, Farbhölzer und ähnliche Materialien zunächst von Luft zu befreien und dann mit Dampf zu behandeln, bezweckt ledig-
lieh eine Beschleunigung der Auslaugung, nicht aber die Gewinnung besonders reiner Extrakte. Wenngleich auch bei diesem Verfahren eine Erwärmung über 40° C. stattfindet, so ist die Vorbedingung für jenes Verfahren die Befreiung der betreffenden Materialien von Luft durch Evakuieren. Hierin liegt der wesentliche Unterschied gegenüber dem beanspruchten Verfahren, nach welchem eine Entfernung der Luft aus den zu extrahierenden Materialien unnötig und zwecklos ist.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Herstellung von Gerbstoffextrakten und Gerbstoffen, dadurch gekennzeichnet,1 daß die gerbstoffhaltigen Materialien vor dem Auslaugen einige Zeit einer 400 C. übersteigenden Temperatur ausgesetzt werden, und zwar bei Anwendung von Dampf als Erwärmungsmittel ohne vorheriges Austreiben der eingeschlossenen Luft.
    Uerlin. OEbRUdKT In rnätt
DE1908218534D 1908-07-21 1908-07-21 Verfahren zur herstellung von gerbstoffextrakten und gerbstoffen Expired DE218534C (de)

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