DE758180C - Verfahren und Vorrichtung zur Gewinnung von unkrautfreier Leinsaat - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Gewinnung von unkrautfreier Leinsaat

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DE758180C
DE758180C DED83623D DED0083623D DE758180C DE 758180 C DE758180 C DE 758180C DE D83623 D DED83623 D DE D83623D DE D0083623 D DED0083623 D DE D0083623D DE 758180 C DE758180 C DE 758180C
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flax
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Josef Dechentreiter
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01FPROCESSING OF HARVESTED PRODUCE; HAY OR STRAW PRESSES; DEVICES FOR STORING AGRICULTURAL OR HORTICULTURAL PRODUCE
    • A01F11/00Threshing apparatus specially adapted for maize; Threshing apparatus specially adapted for particular crops other than cereals
    • A01F11/02Threshing apparatus specially adapted for maize; Threshing apparatus specially adapted for particular crops other than cereals for flax

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Combined Means For Separation Of Solids (AREA)
  • Soil Working Implements (AREA)

Description

Beim Entsamen von Flachs bietet insbesondere die Trennung des Flachssamens vom Unkrautsamen, insbesondere von Lolchsamen, nicht unerhebliche Schwierigkeiten, da beide Samenarten die gleiche Größe und das gleiche Gewicht besitzen. Man pflegt die Trennung des Leinsamens und des Lolchsamens in der Weise vorzunehmen, daß man dem Gemisch von beiden nach dem Brechen und dem Entfernen der Kapseln Metallstaub zusetzt, der sich an 'dem stark haarigen Unkraut'samen ansetzt und indem man dann den Unkrautsamen mit Hilfe von Magneten aus dem Gemisch herauszieht; man erzielt jedoch keine vollständige Reinigung. Dieses Verfahren erfordert aberverhältnismäßig teuere und umständliche Spezialmaschinen, und es hat außerdem den Nachteil, daß man kein reines Saatgut erhält.
Es ist die Aufgabe der Erfindung, diese Nachteile zu vermeiden. Erfindungsgemäß wird der Wirrflachs von den Leinsamenkapseln durch Siebung getrennt und ebenso der Unkrautsamen von den Leinsamenkapseln, und zwar findet die Trennung des Unkrautsamens von den Leinsamenkapseln im Gegensatz zu den bekannten Verfahren vor dem Aufbrechen der von den Flachsstengeln getrennten Leinsamenkapseln statt, wobei durch die erste Siebung der Wirrflachs von den
Samenkapseln und durch die zweite Siebung der Unkrautsamen von den Leinsamenkapseln getrennt wird.
Zur Ausübung dieses Verfahrens dient eine Flachsentsamungsmaschine, bei der die Flachsstränge in an sich bekannter Weise an einem Kamm vorübergeführt werden, der bei Rücklauf nach dem Auskämmen des Flachses an einem Kamm zum Abstreifen des Wirrflachses vorübergeführt wird. Erfindungsgemäß wird unterhalb der Auskämm- und Abstreifvorrichtung ein Schüttelsieb angeordnet, dem die von den Flachsstengeln abgestreiften Samenkapseln,samt dem Ünkrautsamen und dem Wirrflachs zugeleitet werden und das den Wirrflachs von den Samenkapseln und dem Unkrautsamen scheidet; die durch das Erstsieb hindurchfallenden Samenkapseln und Unkrautsamen fallen auf ein unterhalb des Erstsiebes angeordnetes Zweitsieb, durch das der Unkrautsamen hin durch fällt, während die Leinsamenkapseln oberhalb des zweiten Siebes aus der Maschine herausgeleitet werden. Durch die Erfindung wird ein Verfahren und eine Vorrichtung geschaffen, mit Hilfe deren sich die Trennung des Wirrflachses und des Unkrautsamens von den Leinsamenkapseln in wesentlich leichterer und einfacherer Weise bewerkstelligen läßt als bei den hierfür bekannten technischen Maßnahmen; vor allem fällt die lästige Anwendung von Metallstaub und die Trennung des Unkrautsamens von den Leinsamenkapseln mit Hilfe von Magneten weg; außerdem wird die Reinigung wesentlich gründlicher. Auch die zur Ausübung des Verfahrens dienenden maschinellen Vorrichtungen werden demgemäß wesentlich einfacher, kleiner und wohlfeiler als bei den bekannten Verfahren. Die Anwendung mehrerer Siebe ist bereits bei Erbsensortiermaschinen bekanntgeworden, d. h. bei Maschinen, die zum Sortieren der Erbsen nach der Größe dienen. Beim Erfindungsgegenstand handelt es sich dagegen nicht um ein einfaches Sortieren, sondern einerseits um eine Ausscheidung des ■Wirrflachses und anderseits um eine Trennung der Unkrautsamen von den Leinsamenkapseln, die, wie bereits eingangs erwähnt wurde, bisher die erwähnten Schwierigkeilten geboten hat.
Die Zeichnung zeigt ein Ausführungsbeispiel einer Flachsentsamungsmaschine nach der Erfindung. Die Flachsstengel 1 werden in bekannter Weise, zwischen zwei endlose Riemen 2 und 3 eingeklemmt, der Flachsmaschine zugeleitet. Sie werden dabei dem Kamm 4 einer Auskämmvorrichtung zugeführt, dessen Spitze eine Bewegung in Richtungder gestrichelt gezeichneten Kurve S, 6,7 ausführt. Der Kamm greift nach Durchlaufen des oberen Teils 5 der Kurve zwischen die Flachsstengel 1 und kämmt aus ihnen die Leinsamenkapseln aus. Nach dem Auskämmen bewegt sich der Kamm 4 in Richtung des Teils 6 der Kurve schräg abwärts und geht dann weiter in Richtung des Teils 7 der Kurve geradlinig nach oben an einem Abstreifer 8 vorbei, der den Wirrflachs aus dem Kamm 4 abstreift. Der Kamm 4 sitzt am Ende einer Kammstange 9, die an ihrem anderen Ende an einer Kurbelscheibe ίο angelenkt ist und an deren mittleren Teil im Punkt ία ein um seinen Befestigungspunkt 12 pendelartig hin und her schwingender Hebel 13 gelenkig befestigt ist. Durch die Drehung der Kurl>elscheibe 10 und die hin und her schwingende Bewegung des Hebels 13 erhält die Kammerspitze die obenerwähnte Bewegung in Richtung der Kurve 5, 6, 7.
Die beim Auskämmen der Flachsstengel 1 herabfallenden Leinsamenkapseln und Unkrautsamen werden nun samt dem herabfallenden Wirrflachs durch eine unterhalb der Auskäanm- und Abstreifvorrichtung angeordnete Rutsche 14 aufgefangen und einem Schüttelsieb 15 zugeleitet, das unter der Wirkung einer Antriebsvorrichtung 116 in Richtung der Pfeile 17 hin und her schwingt. Das Sieb 15 ist senkrecht zur Schüttelbewegunig ' etwas geneigt, und es wird infolgedessen der Wirrflachs ausgeschieden, während die Leinsamen- und Unkrautkapseln durch das Sieb 15 hindurchfallen. Die durch das Sieb 15 hindurchfallenden Leinsamenkapseln und Unkrautsamen fallen auf ein zweites Sieb 18, das unterhalb des ersten Siebes 15 angeordnet ist. Durch dieses Sieb 18, das in den gleichen Siebkasten 19 eingebaut ist wie das Sieb 15 und daher die gleiche Schüttelbewegung ausführt, fällt nun der Unkrautsamen, der kleiner ist als die Leinsamenkapseln, nach unten aus der Maschine heraus, währen die Leinsamenkapseln oberhalb des Siebes 18 bleiben und durch die Neigung dieses Siebes quer zur Schüttelrichtung aus der Maschine herausgeführt werden.
'Man erzielt auf diese Weise mit überaus einfachen Mitteln eine vollständige Trennung der Leinsamenkapseln von Wirrflachs einerseits und vom Unkrautsamen, insbesondere vom Lolchsamen, anderseits. Außerdem bietet das neue Verfahren und die neue Vorrichtung den Vorteil, daß die Leinsamenkapseln in ungebrochenem Zustand vom Unkrautsamen getrennt werden und daß man dadurch reines Saatgut erhält, was sich bei dem bisherigen Verfahren nicht erzielen ließ.
Die Siebvorrichtung braucht nicht an die Flachsentsamungsmaschine angebaut zu sein; die Flachsentsamung und die Aushebung können, auch getrennt vorgenommen werden.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE:
    ■ι. Verfahren zur Gewinnung von unknautf reier Leinsaat, bei dem die Lein-Samenkapseln von den Flachsstengeln und hierauf der Wirrflachs von den Leinsamenkapseln getrennt wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Wirrflaobs von den Leinsamenkapseln durch Siebung getrennt
    ίο wird und ebenso der - Unkrautsiamen von den Leinsamenkapseln, und zwar vor dem Aufbrechen der von den Flachsstengeln getrennten Leinsamenkapseln, wobei durch die erste Siebung der Wirrflaehs von den Samenkapseln und dem Unkrautsamen und durch die zweite Siebung der Unkrautsamen von den Leinsamenkapseln getrennt wind.
  2. 2. Flacbsentsamungsmaschine zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 1, bei der die Flachs stränge (1) an einem Kamm (4) vorübergeführt werden, der die Leinsamenkapseln von den Flachsstengeln trennt, dadurch gekennzeichnet, daß unterhalb der Auskämm- und Abstreifvorrichtung ein Schüttelsieb (15) angeordnet ist, dem die von den Flachsstengeln abgestreiften Samenkapseln samt dem Unkrautsamen und dem Wirrflaehs zugeleitet werden und das den Wirrflacbs von den Samenkapseln und dem Unkrautsamen scheidet, und daß die durch das erste Sieb (i'5) hkidürchfiallenden Samenkapseln und Unkrautsamenteile auf ein unterhalb des ersten Siebes · angeordnetes zweites Schüttelsieb (18) fallen, durch das der Unkrautsamen hindurchfällt, während die Leinsamenkapseln oberhalb des zweiten Siebes aus der Maschine herausgeleitet werden.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
    1 5638 I.
DED83623D 1940-10-26 1940-10-26 Verfahren und Vorrichtung zur Gewinnung von unkrautfreier Leinsaat Expired DE758180C (de)

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DED83623D DE758180C (de) 1940-10-26 1940-10-26 Verfahren und Vorrichtung zur Gewinnung von unkrautfreier Leinsaat
DED6617D DE877976C (de) 1940-10-26 1942-02-21 Flachsentsamungsmaschine
BE449855A BE449855A (fr) 1940-10-26 1943-03-25 Procédé et positif pour l'obtention de graine de lin debarassée de l'ivraie
BE449880A BE449880A (fr) 1940-10-26 1943-03-26 Procédé et positif pour l'obtention de graine de lin debarassée de l'ivraie

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DE758180C true DE758180C (de) 1953-01-19

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DE (1) DE758180C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2620896A1 (fr) * 1987-09-25 1989-03-31 Inst Tech Agricole Lin Dispositif de recolte des plantes a fibres notamment du lin, avec battage des graines et extraction sommaire de la fibre au champ

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2620896A1 (fr) * 1987-09-25 1989-03-31 Inst Tech Agricole Lin Dispositif de recolte des plantes a fibres notamment du lin, avec battage des graines et extraction sommaire de la fibre au champ

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BE449855A (fr) 1943-04-30

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