DE752690C - Verfahren zur Herstellung von Verbindungen der Cortinreihe - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Verbindungen der Cortinreihe

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DE752690C
DE752690C DESCH119302D DESC119302D DE752690C DE 752690 C DE752690 C DE 752690C DE SCH119302 D DESCH119302 D DE SCH119302D DE SC119302 D DESC119302 D DE SC119302D DE 752690 C DE752690 C DE 752690C
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Germany
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compounds
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cortin
reduction
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Expired
Application number
DESCH119302D
Other languages
English (en)
Inventor
Otto Dr Hoess
Heinrich Dr Koester
Willy Dr Logemann
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Bayer Pharma AG
Original Assignee
Schering AG
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Publication date
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07JSTEROIDS
    • C07J5/00Normal steroids containing carbon, hydrogen, halogen or oxygen, substituted in position 17 beta by a chain of two carbon atoms, e.g. pregnane and substituted in position 21 by only one singly bound oxygen atom, i.e. only one oxygen bound to position 21 by a single bond

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Description

Der Gegenstand der Erfindung ist die Herstellung von Verbindungen der Cyclopentanopolyhydrophenanthrenreihe, die am KohlenstofEatom-17 die Seitenkette —CO · CHg- OH besitzen.
Als Ausgangsmaterial kommen hierbei solche Verbindungen der Cyclopentanopolyhydrophenanthrenreihe in Betracht, die am Kohlenstoffatom-17 die Seitenkette —CO-C H : O aufweisen. Diese werden beispielsweise nach Patent 709 617 erhalten.
Im Ringsystem vorhandene Doppelbindungen werden zweckmäßig vor der Reduktion durch Anlagerung von solchen Stoffen, die
sich unter Rückbildung der Doppelbindung wieder abspalten lassen, wie z. B. von Halogen, Halogenwasserstoff u. dgl. geschützt, um einen Angriff des Reduktionsmittels auch an diesen der Reduktion zugänglichen Stellen des Moleküls zu verhindern.
Befindet sich in der 3-Stellung eine Ketogruppe, so ist diese zweckmäßigerweise in eine Enoläther- oder Acetalgruppe überzuführen, wobei die letztere offener oder cyclischer Art sein kann, damit an dieser Ketogruppe keine Reduktion stattfinden kann.
Die Abspaltung der an eine Doppelbindung angelagerten Gruppen zur Wiederherstellung
der Doppelbindung erfolgt in bekannter Weise; so kann z. B. Brom wieder aus der Verbindung mit Hilfe des Verfahrens nach
- Ber. 43 (1910) 1528 oder in anderer an sich bekannter Weise entfernt werden.
Für die partielle Reduktion bedient man sich an sich bekannter Methoden. So sind alle solchen Reduktionsmittel geeignet, die eine Oxogruppe in eine Alkoholgruppe überzuführen vermögen. Die Reduktion läßt sich sowohl mit katalytisch erregtem Wasserstoff als auch mit nascierendem Wasserstoff durchführen. Als Katalysatoren kommen dabei edle wie auch unedle Metalle, wie z. B. Platin, Palladium, Nickelkatalysatoren mit und ohne Träger u. dgl., für die Hydrierung mittels nascierendem Wasserstoff z. B. Zinkstaub oder verkupferter Zinkstaub in einem geeigneten Lösungsmittel, wie z. B. in essigsaurer oder alkoholischer Lösung, in Betracht.
Die Reduktion kann sowohl mit oder ohne Überdruck, bei gewöhnlicher oder zweckmäßig erhöhter Temperatur ausgeführt werden. Um eine zu weit gehende Reduktion zu vermeiden, ist es mitunter empfehlenswert, das Reduktionsmittel nur in der für die Teilreduktion notwendigen Menge anzuwenden. Die anschließende Oxydation einer in 3-Stellung vorhandenen Oxygruppe zu einer Ketogruppe wird in an sich bekannter Weise vorgenommen.
Das \rerfahren gemäß der Erfindung führt in einfacherer Weise und auf einem anderen Wege als das in der HeIv. Chim. ActaBd. 20,
S. 1164 u. ff., offenbarte Verfahren zur Gewinnung von cor tin wirksamen Verbindungen. Beide \rerfahren können beispielsweise von den bei der Oxydation von Cholesterin anfallenden Nebenprodukten Pregnenolon und Oxyaetiocholensäure ausgehen. Nach HeIv. Chim. Acta Bd. 20, S. 1164 u. ff., wird die aus dem Oxydationsgemisch nicht leicht zu isolierende 3 - Oxyaetiocholensäure mit Thionylchlorid in das Säurechlorid übergeführt, dieses dann mit Diazomethan in das Diazoketon umgewandelt und schließlich durch Verseifung desselben die 2i-Oxyverbindung gewonnen. Im Gegensatz dazu gelangt man von dem ebenfalls bei. der Cholesterinoxydation anfallenden Pregnenolon durch Anwendung milder Oxydationsmittel, z. B. mit solchen Mitteln, wie sie im Patent 709 617 erwähnt sind, zum 2O-Keto-2i-aldehyd, den man dann durch die erfindungsgemäße partielle Reduktion in die 21-Oxy-Verbindung überführt. Bei der letzteren Herstellungsweise ist man in der Lage, die Reduktion durchzuführen, ohne den Aldehyd erst abtrennen zu müssen.
Für die Herstellung der Ausgangsstoffe wird im Rahmen des vorliegenden Verfahrens Schlitz nicht begehrt.
Beispiel
125 mg Pregnen-4-dion-3, 20-al-2i wurden mit 500 mg Zinkstaub und 3 ecm Eisessig eine Stunde auf 900 erhitzt. Darauf wurde der Eisessig im Vakuum weitgehend abgedampft und der Rückstand mit Äther versetzt, wobei sich ein flockiger Niederschlag ausschied. Die klare Ätherlösung wurde abgegossen und der Rückstand noch mehrmals mit Äther ausgekocht. Die vereinigten Ätherlösungen wurden mit Salzsäure, Sodalösung und Wasser gewaschen, getrocknet und eingedampft. Der größtenteils kristallisierte Rückstand (mehr als 100 mg) wurde mit 4 ecm Pyridin und 2 ecm Essigsäureanhydrid acetyliert, worauf das acetylierte Produkt einer chromatographischen Analyse unterworfen wurde. Die Eluierung wurde vorgenommen mit Mischungen von Benzol und Pentan, mit zunehmendem Benzolgehalt. Die Eluate mit 60 bis o,o°/o Benzol gaben praktisch reines Desoxycorticosteronacetat (Schmp. 158 bis i6o°, Mischschmelzpunkt mit reinem Desoxycorticosteronacetat 158 bis i6o°).

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Verfahren zur Herstellung von Verbindungen der Cortinreihe, dadurch g&- kennzeichnet, daß man 20-Keto-2i-aldehyde der Cyclopentanopolyhydrophenanthrenreihe einer partiellen Reduktion unterwirft.
    Zur Abgrenzung des Erfindungsgegenstands vom Stand der Technik ist im Erteilungsverfahren folgende Druckschrift in Betracht gezogen worden:
    Helvetica Chimica Acta Bd. 20, S. 1164 bis 1179.
    ©5300 7.53
DESCH119302D 1939-09-30 1939-09-30 Verfahren zur Herstellung von Verbindungen der Cortinreihe Expired DE752690C (de)

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