DE75166C - Hobelmechanismus für Seifenriegel-Hobelmaschinen - Google Patents
Hobelmechanismus für Seifenriegel-HobelmaschinenInfo
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C11—ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
- C11D—DETERGENT COMPOSITIONS; USE OF SINGLE SUBSTANCES AS DETERGENTS; SOAP OR SOAP-MAKING; RESIN SOAPS; RECOVERY OF GLYCEROL
- C11D13/00—Making of soap or soap solutions in general; Apparatus therefor
- C11D13/22—Cutting
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT
KLASSE 23: Fettindustrie.
Die bisher bekannt gewordenen Seifenriegel-Hobelmaschinen eignen sich meist ausschliefslich
für härtere, festere Seifensorten (Kernseifen, Talgseifen) und sind selbst bei diesen
mit Vortheil nur für stärkere Riegel verwendbar, insofern schwächere Seifenriegel bei diesen
Maschinen leicht . zerdrückt oder beschädigt werden.
Dann erweisen sich diese Maschinen auch als nicht gut brauchbar, wenn es sich darum
handelt, starke schwartenähnliche Späne von etwa 5 bis 10 mm Dicke abzuhobeln.
Der Grund für diese beschränkte Verwendbarkeit der bisherigen Maschinen ist hauptsächlich
in der unzweckmäfsigen Anordnung und umständlichen Regulirbarkeit der Druckrollen
zu suchen. Die bisherige Construction der Maschine und der Druckrollen selbst gestattet
in der Regel nur eine Lagerung der Druckrollen in gröfserem Abstande von der
Schnittstelle, wodurch der Nachtheil entsteht, dafs die Wirkung der Druckvorrichtung gerade
dort, wo sie sich voll und ganz äufsern soll, nämlich an der Schnittstelle, nur abgeschwächt
auftritt, was die sichere und saubere Wirkung des Hobelmechanismus wesentlich beeinträchtigt.
Aufserdem mul's die Druckregelung bisher ausschliefslich durch Auflegen oder Abnahme von
Gewichten erfolgen, was umständlich ist und deshalb von dem die Maschine bedienenden
Arbeiter fast niemals dem wahren Bedürfnifs entsprechend ausgeführt wird.
Mit vorliegender Erfindung wird diesen Mängeln dadurch abgeholfen, dafs die Druckrollen
in ungleichschenkligen Winkelhebeln gelagert sind, welche mit den beiden verstellbaren
Messerträgern verbunden sind, und an deren längerem Schenkel der Angriffspunkt
des Belastungsgewichts verstellbar ist.
Durch diese Neuerung wird erreicht:
ι. dafs die Druckrollen unter allen Umständen ganz dicht an der Schnittstelle zur
Wirkung gebracht werden können,
2. dafs die Regelung des Druckes ohne das umständliche Hinzufügen oder Abheben von
Ergänzungsgewichten und aufserdem viel genauer als mit solchen erfolgen kann.
Es wird hierdurch unter allen Verhältnissen ein wirklich sachgemäfser, leichter und sauberer
Schnitt gesichert und gleichzeitig eine Anpassungsfähigkeit der Maschine an alle Arten
von Seifenriegeln erzielt, gleichviel, welches die äufsere Form bezw. die innere Beschaffenheit
der letzteren ist.
Die beiliegende Zeichnung veranschaulicht in den Fig. 1 , 2 und 3 eine mit derart
eingerichteten Druckrollen versehene Seifenriegel-Hobelmaschine in ihrer Gesammtheit.
Die Fig. 4, 5 und 6 zeigen in gröfserem Mafsstabe den Hobelmechanismus.
Der Hobelmechanismus besteht aus den vier Messern a1 aP- as α4 (Fig. 5 und 6), welche so
angeordnet sind, dafs ihre Schneiden ein Rechteck umschliefsen. Der Träger bl für
das hintere Messer a1 ist auf der Tischplatte A
befestigt, der Träger bl für das untere Messer λ4 aus letzterer selbst gebildet. Der
Träger b- für das vordere Messer a2 ist an
einem wagerecht verschiebbaren Schlitten c, der Träger b3 für das obere Messer α3 an
einem lothrecht verschiebbaren Schlitten d1 cP
befestigt, so dafs das Messer a2 in jeden ge-
wünschten Abstand zum Messer α1 und ebenso
das Messer a3 zum Messer Λ4 gebracht und
hierdurch das von den vier Messern umschlossene Rechteck beliebig geändert werden kann.
Der Schlitten c ist mittelst Schraubenspindel e mit Handrad /, Fig. 2 und 3, verstellbar. Die
Sicherung in der eingestellten Lage erfolgt mittelst der Klemmschraube h, Fig. 1 und 6.
Der Schlitten mit dem Messerträger bs besteht
aus den beiden Rundstäben d1 d2, Fig. 6,
welche sich in an der Tischplatte A angegossenen Büchsen z'1 z'2, Fig. 2, 4 und 5, führen
und als Zahnstangen k, Fig. 5, ausgebildet sind, in welche die auf gemeinsamer Achse / sitzenden
Triebe m} m2 eingreifen, so dafs beide
Stäbe d1 d2 durch Drehen am Handrad η gleichmäfsig
gehoben bezw. gesenkt werden. Zum Feststellen dieses Schlittens d1 d'2 dient die
Klemmschraube 0, Fig. 6.
Die Einstellung beider Schlitten wird an den Mafsstäben p\ Fig. 6, und p2, Fig. 2, abgelesen.
Die Druckrollen sl und s2 sind in Winkelhebeln
gelagert, und zwar an den kürzeren Schenkeln i1 bezw. f2 derselben. Die Achsen u1
bezw. u2 dieser Winkelhebel sind in Consolen v1 bezw. v2, Fig. 1, 3 und 4, gelagert,
welche an den beiden verstellbaren Messerträgern V1 und b3 selbst befestigt sind.
An den langen Schenkeln i3 bezw. f4, Fig. 1,
2 und 3, der Winkelhebel wirken die Gewichte η>λ bezw. w2, und zwar greifen letztere
an Schieber x' bezw. x2 an, welche auf den
Schenkeln t3 bezw. i4 verschoben und mittelst
Klemmschrauben in jeder beliebigen Stellung festgelegt werden können, so dafs sich auf
diese Weise — ohne dafs das Gewicht selbst ergänzt oder.verringert zu werden braucht —
der durch die Rollen s1 und s2 ausgeübte
Druck äufserst bequem regeln läfst, während die Druckrollen selbst — in Anbetracht des
Vortretens der Schneiden vor die Messerträser — unter allen Umständen eine solche
Lage behalten, dafs sie ganz dicht vor den Schnittstellen auf den Seifenriegel wirken.
Klingen y\ Fig. 6, y-, Fig. 5, dienen zur
Reinigung der Druckrollen.
Es leuchtet ohne Weiteres ein, dafs die Spanstärke an der vorderen und oberen Riegelfläche
von der Einstellung der betreffenden Schieber c und dl d2 abhängt. Um auch die
Spanstärke an der hinteren Riegelfläche, mit welcher derselbe an der Rückwand R, Fig. 1
und 2, anliegt, verändern zu können, hat man bereits früher diese Rückwand verstellbar
gemacht.
Bei vorliegender Maschine ist nun eine Einrichtung getroffen, welche es ermöglicht —
ohne Verstellung des betreffenden Messers al —·
auch noch an der vierten Riegelfläche die Spanstärke in etwas zu verändern.
Diese Einrichtung besteht aus einer in der Tischfläche liegenden durchbiegsamen Zunge %,
Fig. 5 und 6, welche als Stütze für die untere Fläche des Riegels dient und deren vordere,
der Schneide des Messers λ4 gegenüber liegende
Kante durch Anziehen der Schraube ^1 mehr oder minder gegen diese Messerschneide
gesenkt werden kann.
Die oben erläuterte Einrichtung der Druckrollen, sowie die letzterwähnte durchbiegsame
Zunge können selbstredend bei allen Seifenriegel - Hobelmaschinen angewendet werden,
gleichviel, ob dieselben, wie im dargestellten Falle, mittelst Handhebels oder mittelst Vorgeleges
yon Hand oder motorisch betrieben werden oder ob die Maschinen nur zum
Hobeln und Egalisiren dienen oder auch noch mit Vorrichtungen zum Theilen bezw. Prägen
der Seifenriegel versehen sind.
Claims (2)
1. Ein .Hobelmechanismus für Seifenriegel-Hobelmaschinen,
bei welchem zur Herbeiführung einer unter allen Verhältnissen dicht an den Schneiden der Messer (al,
α2, α3, α*) auftretenden Druckwirkung der
Druckrollen sowie zwecks leichter Anpassung des Druckes an die jeweilige Beschaffenheit
des Seifenriegels die Druckrollen (s1 und S2J in mit den verstellbaren
Messerträgern (b2 und bs) verbundenen
Winkelhebeln (t1 tB bezw. t2 f*J mit veränderlichem
Lastangriffspunkt gelagert sind.
2. An dem unter 1. genannten Hobelmechanismus die Anordnung einer durchbiegsamen
Zunge (\) als Zuführungsfläche für das untere Messer (a?) zwecks Regelung der
Spanstärke an der unteren Riegelflä'che.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE75166C true DE75166C (de) |
Family
ID=348152
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT75166D Active DE75166C (de) | Hobelmechanismus für Seifenriegel-Hobelmaschinen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE75166C (de) |
-
0
- DE DENDAT75166D patent/DE75166C/de active Active
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