DE75165C - Verfahren zur Herstellung pelzartiger Stickereien - Google Patents

Verfahren zur Herstellung pelzartiger Stickereien

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DE75165C
DE75165C DENDAT75165D DE75165DA DE75165C DE 75165 C DE75165 C DE 75165C DE NDAT75165 D DENDAT75165 D DE NDAT75165D DE 75165D A DE75165D A DE 75165DA DE 75165 C DE75165 C DE 75165C
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R. VOIGTLÄNDER in Lejp. zig-Gohlis
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D05SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
    • D05CEMBROIDERING; TUFTING
    • D05C7/00Special-purpose or automatic embroidering machines
    • D05C7/08Special-purpose or automatic embroidering machines for attaching cords, tapes, bands, or the like

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Decoration Of Textiles (AREA)

Description

PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 52: Nähmaschinen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 13. August 1893 ab.
Mit nachstehend beschriebenem Verfahren lassen sich Stickereien herstellen, welche ein dem Pelz vollständig ähnliches Aussehen besitzen.
Diese sogenannte Pelzstickerei unterscheidet sich von der bekannten plüschartigen Stickerei dadurch, dafs dieselbe eine aus verschieden langen haarartigen Fasern gebildete , unebene Oberfläche besitzt, während die plüschartige Stickerei eine aus gleich langen Fäden bestehende ebene Oberfläche enthält.
Das Verfahren, Stickereien ein pelzartiges Aussehen zu ertheilen, besteht darin, dafs die Stickereien von Wolle schleifen- oder lockenartig, d. h. mittelst Stichen ohne Einkettelung, ausgeführt, somit aus neben einander hochstehenden Locken gebildet und diese durch leichtes Darüberstreichen mittelst Kartätschen oder eines Werkzeuges, enthaltend Kartätschen, Bürsten oder Spitzen, haarig oder wollig bezw. dem Pelzwerk ähnlich gestaltet werden.
Für vorliegenden Zweck sind die Stickereien, wie beschrieben, vorzugsweise aus Mohairwolle herzustellen, da deren Fasern sehr lang sind und dieselbe infolge dessen sich am besten für Nachahmung von Pelzwerk mittelst Kartätschen eignet.
Es lassen sich diese Pelzstickereien auf Geweben jeder Art und in jeder beliebigen Farbe herstellen.
Aus dem Grunde, dafs für Herstellung dieser pelzartigen Stickereien die Greiferstickmaschinen anstatt mit feinen Fäden, wie dies im allgemeinen bei den bisher erzeugten Stickereien geschehen ist, mit Wolle, also mit starken Fäden arbeiten müssen, und dafs die Wolle ihrer losen Beschaffenheit wegen bei Verwendung zum mechanischen Sticken Schwierigkeiten bietet, machen sich für Erzeugung des genannten neuen Productes auf diesen Stickmaschinen einige rein constructive Aenderungen bezw. andere Einrichtungen an denselben nöthig, und zwar besonders an den Theilen, welche mit dem Faden in Berührung kommen.
Auf beiliegender Zeichnung wird beispielsweise durch die Fig. 1 und 2 ein Werkzeug mit darin festgelegten Kartätschen, wie dasselbe für beschriebenes Verfahren verwendet werden soll, in zwei Ansichten dargestellt, und die Fig. 3, 4 und 5 zeigen die Theile der Greiferstickmaschine, an welchen sich, um auf letzterer Stickereien nach diesem Verfahren herstellen zu können, eine Aenderung nöthig macht, in dahin verändertem Zustand.
Fig. 3 veranschaulicht das an Greiferstickmaschinen gebräuchlich angewendete Excenter in für dieses Verfahren seiner Form nach derart abgeänderter Ausführung, dafs durch die Abänderung eine gröfsere Fortrückung des Stoffes bewirkt wird.
Bei Fig. 5 ist Piston f mit zwei verschieden grofsen Bohrungen g und h und mit einer Oeffnung i gezeichnet. Die Bohrung g dient als Nadelführung, während die gröfsere Bohrung h zum Einlegen der von dem Wollfaden gebildeten, sich ringförmig um die Nadel legenden Locke dient, ohne deren Material zu zerreifsen oder zu zerren, und die Oeffnung i ist bestimmt, den durch die Arbeit hervorgebrachten, schädlich auf die Function der

Claims (1)

  1. Maschine wirkenden Wollstaub entweichen zu lassen.
    Fig. 4 zeigt endlich die Herzstange c, in deren Schlitz d der Zapfen b des Excenters a greift. Der Schlitz d ist seiner Form nach derart ■ geändert, dafs der Nadel auf ihrem Weg ein Haltepunkt gegeben und dadurch der Locke gestattet ist, sich ohne Schwierigkeiten frei zu machen.
    Das durch die Fig. ι und 2 dargestellte, an sich bekannte Werkzeug zur Festlegung und Handhabung der Kartätschen besteht aus der Schiene k mit Handhabe / und Schrauben ο und aus der auf letzteren mittelst Flügelmuttern gehaltenen Schiene n.
    Die zum Rauhen bezw. Kämmen dienenden Kartätschen ρ werden zwischen den Schienen k und n, wie Fig. 1 zeigt, auf Spitzen m festgelegt.
    Die gezeichneten Kartätschen ρ bestehen in einem distelartigen ■ vegetabilischen Product, welches vor Benutzung als Kartätsche in einem Recipienten durch Einführung von Dampf zu trocknen ist.
    Paten τ-Anspruch:
    Verfahren zur Herstellung von pelzartigen Stickereien, dadurch gekennzeichnet, dafs für genannten Zweck die Stickereien durch Legen von Schlingen bezw. Locken aus Wolle mittelst Stichen ohne Einkettelung auf Geweben hergestellt und deren Locken durch leichtes Streichen mittelst Kartätschen über die Stickerei haarig und pelzähnlich gestaltet werden.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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