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Einrichtung zur motorischen Einstellung einer Empfangseinrichtung,
insbesondere einer Anzeigeeinrichtung Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung
zur motorischen Einstellung einer Empfangseinrichtung, insbesondere einer Anzeigeeinrichtung,
in eine gewünschte Stellung mit Hilfe einer Kombination der Übertragungsleitungen
zwischen Geber und Empfänger. Sie bezweckt vor allem eine Erhöhung der Anzahl der
möglichen Stellungen ohne wesentlichen Mehraufwand bei hoher Übertragungssicherheit.
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Es sind Vorrichtungen zur Übertragung von Signalen bekannt, bei denen
der Übertragungswert am Empfänger zunächst durch die Stellungskombination von Relais
ausgedrückt und die Auflösung dieser Stellungskombination in den eigentlichen Signahvert
durch eine mit den Kontakten dieser Relais aufgebaute Kontaktpyramide erfolgt, die
jeweils einen dem Signalwert entsprechenden Stromkreis schließt. Zur Einstellung
der Relais sind bei 2 yi Übertragungswerten ohne Rückleitung z2 Leitungen
erforderlich. Die Anwendbarkeit derartiger nach dem sogenannten Dualprinzip aufgebauter
Einrichtungen bereitet aber Schwierigkeiten, wenn eine große Anzahl von Stellungen
zu übertragen ist, wie es beispielsweise bei der Fernanzeige artilleristischer Richtwerte
vorkommt. Einmal wird hierbei die Anzahl der erforderlichen Übertragungsleitungen
-zu hoch, so daß man gezwungen ist, die Einstellung der empfängerseitigen Relais
mit Schrittschaltwerken durch Impulskombinationen vorzunehmen und dabei die erhöhte
Gefahr von Übertragungsfehlern in Kauf zu nehmen. Da die Anzahl der Kontakte einer
Kontaktpyramide sich in jeder Stufe verdoppelt und jedes Relais nur mit einer beschränkten
Anzahl von Kontaktzungen belastbar ist, wird außerdem eine so große Anzahl von meist
parallel geschalteten Relais erforderlich, daß auch in dieser Hinsicht der Aufwand
nicht mehr tragbar ist.
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Esistauch eine Einrichtung zurmotorisehen EinstellungeinerEmpfangseinrichtung
in eine gewünschte Stellung bekannt, bei der Geber und Empfänger mit einer der Anzahl
der möglichen Stellungen entsprechenden Anzahl von Leitungen verbunden sind, über
die der Nachlaufmotor so lange Antriebsstrom erhält, bis er die befohlene, durch
die betreffende Leitung definierte Stellung erreicht hat. In dieser Stellung wird
er abgeschaltet und in
einen Bremsstromkreis gelegt. All sich li;)liilte
man eine derartige Nachlaufeinrichtung all eine Kontaktpyramide anschließen. Die
Anzahl der für die Steuerung dieser Kontaktpyramide erforderlichen Übertragungsleitungen
ändert sich dadurch nicht. Fei gröLieren Stellungszahlen besteht außerdem die Gefahr.
daß der Motor beim Abbremsen wegen des unvermeidlichen Auslaufes nichtgenau in der
c,ewünschten Stellung stehenbleibt und dadurch eine Fälschung des Übertragungswertes
bewirkt.
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Ferner ist es bekannt, daß mit mehreren in Kaskade geschalteten Übertragungssystemen
das Produkt der mit jedem System Übertragi)aren Anzahl Soll Signalen übertragen
werden harn. Hiervon wird bei den sogenannten Grob-Fein-Vbertragungssystemen Gebrauch
gensacht, bei denen zur motorischen Einstellung einer Empfangseinrichtung in eine
gewünschte Stellung zwei vom I\achlaufmotor angetriebene Schaltvorrichtungen vorhanden
silid. Die eine #,clialtvorriclitulig ist mit der ihr zugeordneten geberseitigen
Schaltvorrichtung durch in. Leitungen und die andere mit ihrer Gebereinrichtung
durch za Leitungen verbunden. Mit dieser Einrichtung lassen sich Fei # 1i Stellungen
übertragen, obwohl nür in. + ii Verbindungsleitungen erforderlich sind. Für
holte Slellliiigszallleii ist auch diese Einrichtung «-egels des grollen Leitungsaufwandes
nicht mehr anwendbar.
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Die Erfindung macht von den Vorteilen der Kontakt-PYramidenschaltung,
über n Leitun-"ell 21 11 Signale übertragen zu können, und %ier Kaskadenschaltung
Soll Übertragungs-.i;ysteliien, das Produkt der finit jedem Übertragungssystem übertragbaren
Signalzahlen übertragen zu können, Gebrauch und schafft durch die gleichzeitige
Anwendung dieser beiden an sich bekannten Maßnahmen eine Einrichtung zur motorischen
Einstellung einer Empfangseinrichtung in eine gewünschte Stellung, die bei hoher
Übertragungssicherheit mit geringem Aufwand eine außerordentlich grolle Anzahl von
Stellungen zu übertragen gestattet. Die Erfindung besteht darin, daß auf der Einpfangsstelle
für den Einstellmotor ein ihn hei Erreichen der Sollstellung in dieser anhaltender
Haltestromkreis vorgesehen ist, welcher über mindestens zwei, in bezug aufeinander
ein Grob- und ein Feinsystein, d. b. eine Kaskade bindende, vom Motor allgetriebene
unilaufende Schaltvorrichtungen verläuft, die ihrerseits an einer Vielzahl von über
ihre Balin verteilten Anschlußstellen durch vorgeschaltete, vom Geher aus einstellbare
Kontaktpyramiden in den Haltestromkreis einschaltbar sind.
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Durch diese Kombination des Dualzahlenc-erfahrens mit der multiplikativen
Methode durch Unterteilung in Grob und Fein wird eine Einrichtung erhalten, die
ebenso wie bei der alleinigen Anwendung des Dualzahlenverfahrens, d. h. einer hontaktpyratllide,
bei 2 u zu übertragenden Werten 1i @be@t@agull'rsIeitungen benötigt, aber
wegen des nur vel-hältnismäßiggeringenAufwandes iniF.nipfängerauflsau in der Anzahl
der übertragbaren Werte nach ollen fast unbegrenzt ist. Dabei sorgt der Haltestromkreis
für den Einstelhmotor dafür, dali dieser genau in der Soll-Stellung angehalten wird,
ohne daß die Gefahr eitles (:'bei-latifes oder vorzeitigen.Alihaltuns besteht. Auf
diese `'eise wel-den die Stellungswerte mit der gleichen Sicherheit a111 Empfänger
zur _@us«-irhung gebracht, mit (,&ur sie auf diesen durch die angewandte Ko@lnbination
von Übertragungsleitungen übertragen «-erden.
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Weitere zum Teil sehr bedeutungsvolle l?inzellieiten der Erfindung
ergeben :ich aus der f(dgenden Beschreibung der in der Zeichnung dargestelltes]
Ausführungsbeispiele. Es
zulgell Fig. i bis .I je ein Ausführungsbeispiel,
Fig. 5 eine Draufsicht und Fig.6 eine Seitenansicht eines -Ausfiilirungsbeispiels
des in den Einrichtungen nach den Fig. i bis .I verwendeten Mut. Ars.
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,'ig. 7 ein fünfte: Ausführungsbeispiel. Der beim Erfindungsgegenstand
benutzte .Motor kann an sich von beliebiger Bauart seil]. Vorzugsweise wird jedoch
eile rillt Gleichstrom betriebener Unterbrecherin otor benutzt. Ein derartiger Motor
ist den Attsfiihrungsbeispielen zugrunde gelegt, und es sei daher zunächst der in
den Fig. 5 und 6 veranschatilichte'-Motor erläutert. Der Ständer dieses Motors ioo
enthält zwei Elektroinagnete toorz und ioob, die rechtwinklig zueinander orientiert
sind und vnr denen ein Anker iooc mit zwei um j80'' gegeneinander versetzten Hauptpolen
und zwei kleineren Streupolen drehbeweglich angeordnet ist. Die Ankerwelle 10011
trägt eine \ockenscheibe ioo e, die wechselweise den Kontakt ioo f und den isontalct
roo g unterbricht. Über den einen der beiden Kontakte loo f und ioog liegt
der Elektromagnet iöoa und über den anderen der Elektromagnet ioo b alt Sparinting.
Bei Einschaltung des Motors läuft der Anker an, schaltet hierbei zugleich wecliselweise
die Elektromagnete iooa. und ioob um und hält dadurch die Drehbewegung aufrecht.
Durch die Streupole iooc" wird erreicht, daß der Motor stets itn gleichen Drehsinne
umläuft.
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Der vorbeschriebene Motor ist in Fig. i unter Verwendung des= gleichen
Bezugszeichen schematisch dargestellt. Den Kontakten ioo f und ioog sind aus Widerständen
und Kundensatorenbestehende
Funkenlöschkreise iooh und iook parallel
geschaltet. Die mit den Elektromagneten looa und ioob in Reihe liegenden Kontakte
ioo f und ioog sind über den Arbeitskontakt g i," eines Relais G an den Pluspol
einer Gleichstromquelle angeschlossen. Die anderen Klemmen der beiden Wicklungen
iooa und ioob liegen an dem Minuspol der Stromquelle. Das Relais G liegt über den
Ruhekontakt h,. eines Relais H, die' Fernleitung ioi und die an der Geberseite
befind: liehe Einschalttaste i02 an Spannung. 'Mit Hilfe der Leitung ioi' ist ein
über den Ruhekontakt Ir und den Arbeitskontakt g i," ver-
laufender Selbsthaltekreis
für das Relais G gebildet. Das Relais H liegt über den Arbeitskontakt
g2, des Relais G und die beiden Schaltvorrichtungen 103 und 104 an Spahnung.
Der Gegenkontakt a des Kontaktes g2" führt zu dem einen Pol Gier Wicklung ioo b
des Motors ioo.
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Für die Schaltvorrichtungen 103 und 1o_(. sind Wähler, wie sie in
der Fernsprechtechnik benutzt werden, oder ähnliche Einrichtungen verwendbar und
dem dargestellten Ausführungsbeispiel zugrunde gelegt. Die Schaltvorrichtung
103 umfaßt eine Kontaktbank lnit 56 über den Umfang regelmäßig verteilten
Kontakten. jeweils sieben aufeinanderfolgende Kontakte sind untereinander kurzgeschlossen,
so daß sich also acht mit ia.bis8a bezeichnete Gruppen ergeben. Schalttechnisch
entsprechen die einzelnen -Gruppen einem Schleifringsegment entsprechender Länge
'). Mit der Kontaktbank der Schaltvorg richtung 1o3 arbeitet ein drehbeweglich allgeordneter
Schaltarm i03 d zusammen.
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Die Schaltvorrichtung i04. entspricht in ihrem konstruktiven Aufbau
der Schaltvorrichtung 103, d. h. sie enthält ebenfalls eine Kontaktbank mit 56 über
den Umfang regelmäßig verteilten Kontakten und einen mit diesen zusammenarbeitenden
drehbeweglichen Kontaktarm loq.a. Die Kontakte sind folgendermaßen geschaltet: Von
einem bestimmten Kontakt aus gezählt, sind jeweils der 1., 8., 15. Kontakt usw.
untereinander verbunden. Das -gleiche gilt hinsichtlich des 2., 9., 16. Kontaktes
usf. -Die untereinander verbundenen Kontakte sind mit den gleichen Bezugszeichen
i b, 2 b usw. versehen. Die Schaltvorrichtung 1o.+ ist in der dargestellten
Weise über die Leitungen i c bis 7 c, die Kontaktpyramide 105, Leitung i06, die
Kontaktpyramide 107 und die Leitungen i d bis 8 d an die Schaltvorrichtung 103 angeschlossen.
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Die Kontaktpyramiden i05 und 107 sind aus Kontakten von sechs
Empfangsrelais r1 bis F aufgebaut. Diese liegen über die, Fern-Leitungen i08 bis
113 und die am Geberort befindlichen Kontakte 11.4 bis i ig an Spannung. Die letzterwähnten
Kontakte bilden zusammen mit der Einschalttaste io : den Geber oder einen Teil des
Gebers. Bei geöffnetem "Zustand der Kontakte i i.t bis i i9 nehmen die Kontakte
der Relais A bis F die dargestellten Stellungen ein. Die Fig. i zeigt, daß je nach
der Erregung der Relais _-I bis F eine der an die Schaltvorrichtung 107 angeschlossenen
Leitungen i c bis 7 c mit einer beliebigen der Leitungen i d bis 8 d verbunden `-erden
kann. ' Die Ankerachse iood des Motors ioo ist über ein Übersetzungsgetriebe 120
mit der Achse 121 verbunden, auf der die beiden Kontaktarme 103a und i o.j a. befestigt
sind. Mit der Achse i21 kann, wie in Fig. i angedeutet, unmittelbar ein Zeiger 122
verbunden werden, dem eine von i bis 56 zählende Teilung (nicht dargestellt) zugeordnet
ist.
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Zur Erläuterung der Wirkungsweise sei angenommen, daß durch entsprechende
Einstellung des Gebers der Zeiger 122 auf den Teilstrich i8 der -zugehörigen Teilung
eingestellt werden soll. Zu diesem Zweck ist die Leitung q. c mit der Leitung 3
d zu verbinden. Hierzu sind die Relais .-3, ß und E zu erregen und demgemäß die
Kontakte 11q., 115 und i i8 des Gebers zu schließen. Nach Einstellung der genannten
Kontakte wird die Einschalttaste i02 gedrückt.- Hierdurch wird das Relais G erregt.
Es legt seine Kontakte g 2" und g i" um. Über den letzteren wird der Motor ioo an
Spannung gelegt und zugleich ein Selbsthaltekreis für das Relais G geschlossen,
so daß es nach Unterbrechung des über die Einschalttaste 102 verlaufenden Stromkreises
erregt bleibt. Der Motor ioo läuft an und hält seine Drehbewegung durch das wechselweise
Umlegen der Kontakte iöo f und ioog aufrecht. Die Schaltarme 103a und io4a bewegen
sich im Uhrzeigersinne, und zwar so lange, bis der Schaltarm. i03 a. auf die Kontaktgruppe
3 c, aufläuft und während der Bewegung des Schaltarlles 103a über die Kontaktgruppe
3 a. der Schaltarm io.Ia auf einen der Kontakte 4b gelangt. In diesem Zeitpunkt
wird ein Stromkreis geschlossen, der vom Pluspol der Stromquelle über den Kontaktarm
io4a, den vorerwähnten Kontakt4b. die Leitungd.c, die Arbeitsseite des Kontaktes
a2, die _1rbeitsseite des Kontaktes b i, die Ruheseite des Kontaktes c i, die Leitung
1o6, die Ruheseite des Kontaktes f 1, die Arbeitsseite des Kontaktes
e i, die Ruheseite des Kontaktes d 2; die Leitung 3 d, die Kontaktgruppe
3 0., den Kontaktarm 103 a., das Relais H, den Kontakt g2", die Wicklung
ioo b zunl Minuspol der Stromquelle verläuft. Das Relais H wird erregt; es unterbricht
bei h,. den Haltestromkreis des
Relais G. Gleichzeitig mit der Erregung
des Relais H wird auch die Wicklung ioob erregt. Es ist hier noch nachzuholen, daß
jeweils dann, wenn der Kontaktarm 104a. über einen der zugehörigen Kontakte gleitet,
die Kontakte ioo f und ioog- sich in der dargestellten Stellung befinden, d. h.
die Wicklung iooa des Motors ioo erregt ist. Es besitzt außerdem das Relais G A1falfverzögerullg.
Es werden also einerseits über den Kontakt ; i" und andererseits über den Kontalzt
b 2Q die beiden Wicklungen iooa und 100 b des Motors ioo gleichzeitig erregt. Das
hat zur Folge, daß der Motor in der bis dahin erreichten Stellung festgehalten wird.
Somit bildet der über die Kontaktvorrichtungen 103, i04 verlaufende und bei Erreichen
der Soll-Stellung seitens des Motors sich schließende Stromkreis einen Haltestromkreis
für den Motor. Unmittelbar nach dem Anhalten des iL\lotors fällt das Relais G ab.
Es unterbricht die Stromzuführungen zu dem Motor ioo.
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Aus obigem geht hervor, daß das Anzeigeorgan 122 auf jeden der 56
Teilstriche der zugehörigen Teilung eingestellt werden kann. Es ist hierzu lediglich
notwendig, die Kontakte .114 bis i 1g des Gebers entsprechend einzustellen. Zli
diesem Zweck könnten selbstverständlich \oclcenscheiben o. dgl. *vorgesehen werden,
die selbsttätig bei Einstellung auf einen bestimmten Wert einer ihnen zugeordneten,
ebenfalls 56 Werte umfassenden Teilung die Kontakte 114 bis i 19 in die erforderliche
Schaltstellung bringen. Es bietet weiterhin keine Schwierigkeiten, eine Relaisschaltung
o. dgl. vorzusehen, die selbsttätig bei einer Änderung der Schaltstellung der Kontakte
i 14 bis i 19 ein kurzzeitiges Schließen der Taste 102 bewirkt.
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Statt eines Anzeigeorgans in Gestalt eines Zeigers 122 kann natürlich
auch irgendein anderes Anzeigegerät oder ein sonstiges in Abhängigkeit von der Einstellung
des Gebers in eine bestimmte Stellung einzustellendes Organ mit der Achse 1z1 bzw.
der Achse iood mittel- oder unmittelbar gekuppelt werden.
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Es bestellt die Möglichkeit, die bei der .lusfülirung nach Fig. i
benutzte Einschalttaste tot zu vermeiden und den Einschaltstromkreis ebenfalls über
die mit Bezug aufeinander ein Grob- und ein Feinsvsteni bildenden Schaltvorrichtungen
zu fiihren. Ein Ausführungsbeispiel dieser Art ist in Fig.2 dargestellt. Der Geber
entspricht, abgesehen voll der hier nicht benötigten Einschalttaste, dein bei der
:l£tisfiiliruiig nach Fig. i verwendeten Geber. Die einander entsprechenden Teile
sind in beiden Figuren mit den gleichen Beztigszeiclien bezeichnet. Die beiden Schaltvorrichtungen
stehen untereinander und mit dem Pluspol der .Ortsstrom<luelle über zwei Kontaktpyramiden
tos und i07 in Verbindung. Diese Kontaktpyramiden sind mit Hilfe von Kontakten der
an den Geber über Fernleitungen io,9 bis 113 angeschlossenen Relais .1 bis F aufgebaut.
Die Bezeichnungen entsprechen denen der Fig. i.
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Die Schaltvorrichtungen bestehen aus zwei Schleifringen- 130 und 131
und den mit die.eii zusammenarbeitenden Bürsten i e bis 9c und 1 f bis
7f. Der Schleifring 130 bildet mit den zugehörigen Bürsten das Grobsvstein
und der Schleifring 131 nebst den Bürsten das Feinsvstem. Der Schleifring 130 ist
in zwei gegeneinander isolierte Teile 130a. und 130h unterteilt. Der letztere erstreckt
sich über ';-, des Kreisumfanges. Hier ist zti bemerken. daß denn Ausführungsbeispiel
die Aimahine zugrunde liegt, daß der Bereich des Empfängers 56 über den Umfang gleich
verteilte Stellungen umfassen soll. Die zugehörige Teilung ist bei 13-a angedeutet.
Der bessercti Firläuterung wegen sind weiterhin gestrichelt in die Schleifringe
130 und 131 entsprechende Teilungen eingezeichnet. Es handelt sich @ilsl@
hier nicht um eine konstruktive Unterteiltiltg der betreffenden Schleifringe
130 und 1,;1, sondern lediglich, wie schon gesagt. t111 edle derErleichterung
desVerständnisses dienende zeichnerische Zutat. Der Schleifring 131 11111-faßt acht
untereinander gleich lange Segmente 131a bis 131h und weiterhin acht gegen die vorerwähnten
Segmente isolierte, unter :ich gleich lange Segmente 13 i i bis 131 P. Tode:
der Segmente 131a. bis 13111 erstreckt :ich über einen Winkelbereich von sechs l?iiilleiten
des in 56 gleiche Teile unterteilten Kreisumfanges. Die Segmente Uli bis 131P eistrecken
sich je über eine Einheit. Die Bürsten i e bis 8e sind regelmäßig über den Umfang
verteilt. Das gleiche gilt bezüglich der Bürsten i f bis 7f. Daraus ergibt sich
die Erscheinung, daß z. B., beginnend bei der Bürste 7 f, jede Bürste des Bürstensatzes
i/' bis 7f gegenüber der vorhergehenden Bürste 'es ist hier angenommen, daß
die Bürsten 1/-bis 7 f in der Reihenfolge 1 f , 2 f USW. brtrachtet
werden) um eine Einheit bezüglich des unmittelbar vorhergehenden Sc111eifi-it)gsegmentes
der Segnientreilie 1311' bis 1 31 P versetzt ist.
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Die Bürsten 1e bis 8e sind über die Kontaktpyramide 107 all
den einen Pol der Ortsstromduelle angeschlossen. Das Schleltriiigsegment 130a ist
mit einem Schleifring 133
verbunden, der einerseits über die zu geil@irige
Bürste 134, die Leitung 135. das hel@tis c; an den anderen Pol der Ortsstromduelle
angeschlossen ist. Das Sehleifringseginent i ,;o h ist finit eitlem Schleifring
136 verbunden, (tutseinen seits über die zugehörige Bürste 13; und die Leitung 138
an den Einbanbsk@@)1-takt
c 7i der Kontaktpyramide 105 angeschlossen
ist. Von hier äus geht der Stromkreis über die Kontaktpyramide 1o5 zu den Bürsten
des Bürstensatzes i f bis 7f. Die Kontaktsegmente 131a bis 131h sind mit
einem Schleifring 139 verbunden, der seinerseits über die Bürste 14a an die vorerwähnte
Leitung 135 angeschlossen ist. Endlich sind sämtliche Schleifringsegmente 131 i
bis 13 i P an den Schleifring 141 angeschlossen, der seinerseits über die Bürste
142, die Leitung 43, den Arbeitsltontakt g2« des Relais G und die Wicklung ioo b
des Motors ioo mit dem Minuspol der Ortsstromquelle verbunden ist.
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Der in Fig. 2 nur schematisch angedeutete Motor kann ebenso wie der
bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. i benutzte Motor aufgebaut sein. Es sind demgemäß
insoweit in Fig.2 die gleichen Bezugszeichen wie in Fig. i benutzt, und es kann
hinsichtlich der Einzellieiten- dieses Motors auf die obigen Ausführungen verwiesen
werden. Die Ankerachse des Motors ist über ein ins Langsame übersetzendes Getriebe
mit der Achse der eine Einheit bildenden Schleifringe 130, 131, 133,
136, 139 und 14.1 gekuppelt. Auf der letzterwähnten Achse kann, sofern die
Einrichtung als Fernzeiger verwendet werden soll, unmittelbar ein über der gerätefesten
Teilung 132 spielender Zeiger 14-. angebracht werden.
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Der folgenden Erläuterung der Wirkungsweise sei roch der Hinweis vorausgeschickt,
daß jeweils dann, wenn sich der Schleifring 130 um die Länge des Segmentes
13o b weiterbewegt, der Schleifring 131 einen Winkelweg entsprechend der Länge eines
der Sclileifringsegmente 131 i bis 131 p und eines der Scbleifringsegmente 131 a
bis 131h. zurücklegt.
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Es sei angenommen, es solle der Zeiger 144 in eine Stellung gebracht
werden, in der sich das Schleifringsegment 130 b unter der Bürste 4e und eines der
Kontaktsegmente 131 i bis 131 P unter der Bürste 3 f befinden: Hierzu ist der Geber
so einzustellen, daß die Kontakte 116 und i i9 geschlossen, somit die ain Empfangsort
befindlichen Relais C und F erregt sind und demgemäß deren Kontakte c i und f i
gegen ihre Gegenkontakte a anliegen. Hierauf verläuft ein Stromkreis vom Pluspol
der Stromquelle über den Kontakt f i, den zugehörigen Gegenkontakt a, den
Kontakt d i, den Gegenkontakt r, den Kontakt e 3, den Gegenkontakt r, die
Bürste q e, das Schleifringsegnient ijoa" den Schleifring 133, die Bürste i34, die
Leitung 135 und das Relais G zu dein Minuspol der Ortsstromquelle. Das Relais G
wird erregt. Es schließt bei g i« den Einschaltstromkreis des Motors ioo und bereitet
bei g 2« den Haltestromkreis für den Motor ioo vor. Der Motor läuft an und dreht
die verschiedenen Schleifringe im Rechtssinn. Die Schaltung bleibt unverändert,
bis das Schleifringsegment 13C )b unter die über die Kontaktpyramide 107
mit dem Pluspol der Ortsstromquelle verbundene Bürste 4 e gelangt. Sobald das eintritt,
wird der bis dahin über ,das Schleifringsegment 13oa verlaufende Stromkreis unterbrochen.
Gleichzeitig wird aber .der Erregerstromkreis des Relais G von neuem geschlossen,
und zwar über die Bürste 4e, das Schleifringsegment 130b, den Schleifring
136, die Bürste 137, die Leitung 138, den Kontakt c i, den Gegenkontakt a, den Kontakt
a i, den Gegenkontakt r-, den Kontakt b 3, den Gegenkontakt r, die
Bürste
3 f, das Schleifringsegment 131 1r, den Schleifring 139, die Bürste iq.o, die Leitttiig
135; das Relais G. Mit anderen Worten: Der zuvor über das Grobsystem verlaufende
Erregerstromkreis des Relais G wird, sobald das Schleifringsegment 13o b unter die
an Spannung liegende Bürste des zugehörigen Bürstensatzes gelangt, auf den nebst
den zugehörigen Bürsten das Feinsystem bildenden Schleifring 131 umgeschaltet. Der
Motor ioo bleibt also an Spannung liegen und treibt weiterhin die Schleifringeinheit
an. - Diese Bewegung setzt sich fort, bis das Schleifringsegment 131 j unter die
Bürste 3 f gelangt. In diesem Zeitpunkt wird einmal der Erregerstromkreis des Relais
G unterbrochen. Gleichzeitig wird die zweite Wicklung ioo b des Motors ioo an Spannung
gelegt, und zwar über die Bürste 3f, das Schleifringseginent 13i j, den Schleifring
141, die Bürste 142 und den Kontakt g 2« des Relais G. Der Motor ioo wird in der
erreichten Stellung durch den letzterwähnten Stromkreis angehalten, nie das schon
oben bei der Beschreibung der Fig. i erläutert wurde. Es ist zu beachten, daß das
Relais G verzögert abfällt,. also beim Schließen des Haltestromkreises die Kontakte
g i" und y2" noch geschlossen sind. Kurz nach dem Anhalten des Motors fällt das
Relais G ab, die Kontakte g i« und g 2" öffnen sich, der Motor ist abgeschaltet.
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Es wurde oben gesagt, daß die beiden Schleifringe 130 und 131 nebst
den zugehörigen Bürsten zueinander im Verhältnis eines Grobsystems und eines Feinsystems
stehen. Hierzu sei noch bemerkt, daß, wie der Zeichnung zu entnehmen ist, niit Hilfe
des Schleifringes 130 nebst den zugehörigen Bürsten die Einstellung des Empfängers
grob bestimmt wird, d.h. es stellt sich das Segment
130b jeweils unter die
über die Kontakt-, pyramide
107 an den einen Pol der Ortsstroniquelle angeschlossene
Bürste des Bürstensatzes i e bis 8 e. Nachdem diese Einstellung herbeigeführt ist,
bestimmt, wie das ollen beschrieben wurde, der Schleifring 131 nebst den zugehörigen
Bürsten diejenige Stell- des
| Schleifringsegmentes 130b, in der diese |
| unter der über die I#-,nntal;tpy#rainide 1o7 an |
| Spannung gelegten Bürste des Bürsten- |
| :at-res i e bis 8 e stehenbleibt. Ist beispiels- |
| weise die Bürste d e über die Kontakt- |
| pyramide 107 an Spannung gelegt und ist |
| das Scllleifritl-segrnellt 130b unter die |
| Bürste .I e einbelaufen, so wird sich, wenn |
| man alsdann der Reilie nach die Bürsten i f |
| bis 7 f über die hontalctliy7ramide Ios mit der |
| Leitung 138 verbindet, der Geber jeweils ttnl |
| eine Einheit verschieben. |
| Die Ausführung nach Fi-. 3 unterscheidet |
| sich von der nach Fig. 2 nur dadurch, elaß die |
| das Feinsystem bildende Schaltvorrichtung |
| nicht starr finit der das Grobsvstein bildenden |
| Schaltvorrichtung verbunden, sondern mit |
| ihr ini Vbersetzungsverhältnis von i : 8 ins |
| Schnelle gekuppelt ist, und zwar über die Ge- |
| triebe i jo und 171. In Verbindung hiermit |
| besteht die das Feinsvtein bildende Schalt- |
| vorrichtung aus einem Schleifring 131., der |
| in zwei gegeneinander isolierte Segmente |
| 131 a' und 1,31 b' unterteilt ist. Die Länge
der |
| Segmente 13 1 b zti 131 a' verhält sich wie |
| Dein Schleifring 131' sind wieder sieben in |
| gleichen Abständen über den Umfang ver- |
| teilte Fürsten 1 f' his 7f' zugeordnet. Inn |
| übrigen stimmt die Ausführung nach Fig. |
| lagt der nach Fig, i überein; es sind somit die |
| gleichen Bezugszeichen verwendet. Die Wir- |
| kungsweise ist ebenfalls die gleiche wie die |
| der Schaltung nach Fig. 2. Durch Gegenüber- |
| stellung der Fig. 2 und 3 soll gezeigt werden, |
| ilaß es für da. Wesen der Erfindung, sogweit |
| es sich um den Erfindtingsgedanlcen handelt, |
| nicht erforderlich ist, die zueinander im ",-er- |
| haltnis vorn Grob- zum Feinsvstein stellenden |
| Schaltvorrichtungen miteinander zu verbin- |
| den. Wenngleich die letztere Ausführung in |
| einer Hinsicht einfacher ist, so hat die nach |
| Big. 3 doch wiederum den Vorteil, dalli <las |
| Feinsystem elektrisch nicht so vielfach unter- |
| teilt zu werden braucht, wie das bei der Aus- |
| fiilirung nach Fig. -2 cler Fall ist, Zugleich |
| 1<il.tt eine vergleichende Betrachtung der bei- |
| den Ausführungen besser das Wesentliche |
| der Schaltung erkennen. Wenn die das Grob- |
| sYste:m darstellende Schaltvorrichtung sich |
| niii einen der Länge des Schleifringseginentes |
| 1301) entsprechenden Winkelweg weiter be- |
| wegt. so be«-egt sich die (-las Feinsystem bil- |
| dende Schaltvorrichtung jeweils tun eilten |
| Winkelweg, der der Länge des Schleifring- |
| se-nientes, über den der llotoi-stroinl;rei: |
| mittelbar o(-ler unmittelbar atifrechterlialtcn |
| wird, leid der eines Schlelfrlngseginentus, |
| über den der Haltestromkreis verläuft, ent- |
| spricht. Dies gilt sowohl für die Ausführung |
| nach Fig. 2 wie für die nach Fig. 3. |
| Die Ausführungen nach den Fig. i bis 3 |
| besitzen einen Antrieb, der dauernd ini gleichen |
| Drehsinne unilütift. Es wird also der Einp- |
| fänger nicht jeweils auf dein kürzesten Wege |
| in die neubefo-#lilcne Stellung einlaufen. Indes |
| bcstelit die --lüglichkeit, den Erfindungsgegen- |
| stand so weiterzubilden, daß der Einpfäriger |
| jeweils auf dein kürzesten Webe in die neu- |
| befohlene Stellung übergeht. Fig.4 zeigt ein |
| Ausführungsbeispiel. Die das Grohsystein |
| darstellende Schaltvorrichtung enthält einen |
| Schleifring 16o. der in drei gegeneinander |
| isolierte Segmente 16oaa, i(-,ob und i(>oc |
| unterteilt ist. Dein Schleifring 16o sind sechs |
| über den ]Umfang regelmäl'lig verteilte |
| bürsten 1 g bis 6g zugeordnet. Die Segmente |
| i6oa his 16oc sind je mit eineng Schleifring |
| 1(i1, 1(i2, 163 verbunden. 16d, 16;, 166 sind |
| die zugehörigen Bürsten. Die Schleifring- |
| seginente 16oa und 16ob sind untereinander |
| gleicl1 lang. Die Länge des Sclileifringseg- |
| inentes 16oc entspricht dein Winkelabstand |
| zweier aufeinanderfolgender Biirstun des |
| Bürstensatzes i g bis (31-. |
| Die das Feinsystem bildende @cha@ty@>rrirh- |
| tung umfallt einen Schleifring 167, der in vier |
| Segmente 1c17 a., 1(-,717, 167c. 167d
unterteilt |
| ist. Dein Schleifring 167 sind sechs Bürsten 11i |
| bis 6l1 zugeordnet. Diese sind über i;o-'
(]es |
| I"nlfanges regelinäliig verteilt. Die Länge der |
| Segmente 1(i7 c und l(1711 entspricht <lein |
| Winkelabstand zweier aufeinanderfolgendur |
| Bürsten des Bürstensatzes ilt his 6h. Die |
| Segmente i67 a und 1671) sind untereinander |
| gleich lang. Die Segmente j67 c und 167d |
| sind mit einem Schleifring i68 verbanden, |
| dessen Bürste finit 169 bezeichnet ist. Das |
| Segment 16; a ist mit der einen Hälfte 17oer |
| eines in zwei gegeneinander isolierte. Halfi- |
| kreiSse-rnente unterteilten Schleifringes 17o |
| verbunden. Das Segment 167I> ist finit der |
| zweiten Hälfte 17o h des vorerwähnten |
| Schleifringes verbunden. Dein Schleifring |
| 170 sind zwei gegeneinander tini io= ver- |
| :etzte Bürsten 171 und 172 zugeordnet. |
| Der Schleifring 16o bildet finit den Schleif- |
| ringen 161, 162; 163 eine auf der Achse 173 |
| anheordnete Einheit. Ebenso bilden die |
| Schleifringe 167, 168 und 170 eine auf der |
| Achse 174 befestigte Einheit. Die Achsen
173 |
| und- 17d sind über die Getriebe 175 und i76 |
| 11111 cIvi- .7chse 177 so @rhta l@elt, ehlß die |
| Achse 17; gegenüber der Achse 177 ciiie |
| t'hei-setztin" ins Langsame und die Achse. 174 |
| gegenüber der Achse 173 eine L'l@er:rtzung |
| ins Schnelle, und zwar ini Verhältnis i : 3. |
| besitzt. Auf der- Achse 177 sitzen die Anker |
| 17@ c und i7 9 c zweier L`nturhrecherniote-lren |
| 178 und 179, von denen der eine bei Ein- |
| schaltung stets im einen und der andere 1111 |
| anderen Drehsinne einläuft. Inn übrigen sind |
| diese Motoren so ausgebildet wie die bei den |
Ausführungen nach Fig. i bis 3 verwendeten. Für die einander entsprechenden
Teile sind die gleichen Indizes wie in den vorhergehenden Figuren benutzt. An die
Stelle des Relais G der Fig. 2 und 3 treten hier zwei Relais G' und G".
-
Zur Verbindung der beiden Schaltvorrichtungen untereinander und mit
dem einen Pol der Ortsstromquelle dienen wieder zwei Kontaktpyramiden ISo und 181.
Diese Kontaktpyramiden sind in gleicher Weise aufgebaut -wie die Kontaktpyramiden
der vorhergehenden Ausführungsbeispiele. Es sind demgemäß auch wieder die gleichen
Bezugszeichen wie oben benutzt. Aus der Zahl der Bürsten an dein Grob- und an dem
Feinsystem ergibt sich, daß die Ausführung nach Fig. d. einen Bereich von 36 Stellungen
umfaßt.
-
Die Wirkungsweise ist folgende: Es sei angenommen, daß über die Kontaktpyramide
18o die Bürste 3 g mit dem Pluspol der Ortsstromquelle und über die Kontaktpyramide
181 die Bürste ? /c mit der Leitung 182 verbunden werde. Es wird also über
die Kontaktpyramide 18o zunächst ein Stromkreis geschlossen, der von dem Pluspol
der Stromquelle über die Kontaktpyramide 18o. die Bürste 3 ä, das Schleifringsegment
16o b, den Schleifring 162, die Bürste 165, die Leitung 183, den Ruhekontakt g"
i" das Relais G' zum Minuspol der Ortsstromquelle verläuft. Das Relais G' wird erregt;
es öffnet den Ruhekontakt g' i, und schließt die Arbeitskontakte g'2" und
g'3". Der Motor 178 ist an Spannung gelegt. Fr läuft an und dreht die Schleifringe
mit Bezug auf die Fig. .l im Ulirzeigersinne. Die Schaltung bleibt unv erändert,
bis das Schleifringsegment 16oc unter die Bürste 3 g einläuft. In diesem Zeitpunkt
wird der über den Schleifring 162 und die Leitung 183 verlaufende Erregerkreis des
Relais G' unterbrochen. Gleichzeitig wird aber der Erregerkreis des Relais G' von
neuem geschlossen, und zwar über die Bürste 3 g, das Schleifringsegment 16o c, den
Schleifring 163, die Bürste 16d., die Leitung 182, die Kontaktpyramide 181, die
Bürste 2h, das Schleifringse-ment 167a (es ist- zu beachten, daß der Schleifring
167a. bis zu diesem Zeitpunkt ungefähr s/4 volle Umdrehungen zurückgelegt hat entsprechend
dem Übersetzungsverhältnis 1 : 3 zwischen den beiden Schaltvorrichtungen), den Schleifring
17oa, die Bürste 171, die Leitung 18d.. Der Motor 178 bleibt also eingeschaltet,
die Drehbewegung der beiden Schaltvorrichtungen setzt sich fort, und zwar so lange,
bis das Schleifringsegment 167d unter die Bürste 2 h einläuft. In diesem
Zeitpunkt wird der Erregerstromkreis des Relais G' unterbrochen. Da es aber Abfallverzögerung
besitzt, bleiben die Arbeitskontakte g'2d und g'3,@ noch kurzzeitig geschlossen.
Gleichzeitig wird ein Haltestromkreis für den Motor 178 geschlossen, der vom Pluspol
der Ortsstromquelle über die Bürste 211, das Schleifringsegment 167d, den Schleifring
168, die Bürste 169, die Leitung 185, den Kontakt g'3", die Wicklung 178 b zum Minuspol
der Ortsstromquelle verläuft. Es sind gleichzeitig beide Wicklungen 1;8a. und 178b
des Motors 178 eingeschaltet; der Motor wird angehalten. Nach Ablauf der Verzögerungszeit
des Relais G' öffnen sich die Kontakte g'2d und -3Q; der Motor 178 ist wieder abgeschaltet.
-
Es sei angenommen, daß, ausgehend von der in der Zeichnung dargestellten
Schaltstellung, über die Kontaktpyramide 18o die Bürste 5 g an Spannung gelegt und
über die Kontaktpyramide 181 die Bürste 211 mit der Leitung 182 verbunden werde.
Sobald die Bürste 5g an Spannung gelegt ist, wird über diese, den Schleifring 161;
die Bürste 166, die Leitung 186, den Kontakt g' i,, das Relais G" ein Stromkreis
geschlossen. Das Relais G" wird erregt, es öffnet seinen Ruhekontakt g"ir und schließt
seine beiden Arbeitskontakte g"2" und g"3"; der -Motor 179 ist an Spannung gelegt,
er läuft an und treibt die beiden Schaltvorrichtungen mit Bezug auf Fig. .I entgegen
dem Uhrzeigersinne an. Der Schaltzustand bleibt unverändert, bis das Schleifringsegment
16o c unter die Bürste 5- einläuft. Alsdann wird der -über die Leitung 186 verlaufende
Erregerstromkreis des Relais G" unterbrochen. Gleichzeitig schaltet aber die das
Grobsystem darstellende Schaltvorrichtung über die Leitungi82 und die Kontaktpyramide
181 auf die Bürste 2 h um. Über diese, das Schleifringsegment 167 b (es ist
zu beachten, daß sich die das Feinsystem darstellende Einheit um einen entsprechenden
Betrag inzwischen gedreht hat), das Schleifringsegment 17 o b, die Bürste 172 die
Leitung 187 wird der Erregerstromkreis des Relais G", bevor es abgefallen
ist, von neuem geschlossen. Infolgedessen dauert die Drehbewegung des Motors 179
und der Schaltvorrichtungen an, und zwar so lange, bis das Schleifringsegment 167d
unter die Bürste 21c einläuft. Alsdann wird der Erregerstromkreis des Relais G"
unterbrochen. Da es Abfallverzögerung besitzt, bleiben die Kontakte g"2,, und -"3Q
kurzzeitig geschlossen. Über die Bürste 2 h, das Schleif ringsegment
167 d, den Schleifring 168, die Leitung 185, den Kontakt g"3" und die Wicklung
179 b des Motors 179 wird ein Haltestromkreis geschlossen. Der Motor 179
wird in der erreichten Stellung angehalten. Alsdann fallen die Kontakte des Relais
G" ab. Die Einrichtung ist für die nächste Neueinstellung bereit.
Es
gibt Fälle, in denen das am Empfangsort motorisch einzustellende Organ nicht über
einen bestimmten Winkelbereich hindurchzudrehen, sondern lediglich auf Werte zwischen
zwei Endstellungen einzustellen ist, die zwischen sich, sofern es sich um eine Drehbewegung
handelt, im allgemeinen einen Winkel von weniger als 36o° einschließen. Ein solcher
Fall kann beispielsweise gegeben sein, wenn es sich darum handelt, eine Waffe, ein
Visier o. dgl. der Höhe nach mit Hilfe des Erfindungsgegenstandes mittelbar oder
unmittelbar einzustellen. Fig. 7 veranschaulicht ein Ausführungsbeispiel der letztgenannten
Art, Dieses Ausführungsbeispiel nach Fig. 7 zeigt weiterhin, daß die Zahl der im
Verhältnis zueinander Grob- und Feinsysteme bildenden Schaltvorrichtungen nicht
auf zwei beschränkt ist, sondern an sich beliebig; vermehrt werden kann. Hiervon
kann bei allen Ausführungen, also auch bei den bereits oben beschriebenen Gebrauch
gemacht werden.
-
Bei der Ausführung nach Fig. 7 sind zum Antrieb der Empfangseinrichtung
zwei Unterbrechermotoren 178 und 179 von gleicher Schaltung und Ausführung wie in
Fig. q. vorgesehen. Insoweit. sind in Fig. 7 die gleichen Bezugszeichen wie in Fig..4
benutzt. Der Geber umfaßt zwölf Einzelschalter 200 bis 211, durch die über Fernleitungen
die am Empfangsort vorgesehenen Relais .d bis F und K bis N und P und Q geschaltet
werden. Aus Kontakten der letztgenannten Relais sind vier Kontaktpyramiden 212,
213, 21.1. und 215 aufgebaut. über diese Kontaktpyramiden 212 bis 215 und die zugehörigen
Schaltvorrichtungen 216, 217, 210 und 219 sind die Einschah- und Haltestromkreise
für die -Motoren 178 und 179 geführt.
-
Der Schleifring der Schaltvorrichtung 216 ist in drei gegeneinander
isolierte Schleif-Z' 216 a, 216 b und 216 c unterteilt.
-
216d ist ein aus Isolierstoff bestehendes Segment. Die beiden Schleifringsegmente
216a. und -216b sind untereinander gleich lang, Das Sclileifringsegment 21(1c entspricht
in seiner Länge der Teilung des der Schaltvorrichtung 216 zugeordneten Bürstensatzes
i k his 81<. Das Segment -216 (1 ist mit einem Schleifring 2-2o, das Segment
216 b mit einem Schleifring 221 und das Segment 216(- niit einem Schleifrin 9 222
verbunden. Die zugehörigen Bürsten 223, 224 bZW. 225 sind mit der Leitung 226, 227
bZW. 228 verbunden.
-
Die Leitung 228 führt zu der Kontaktpyramide 213. Der- Schleifring
der zuge# hörigen Schaltvorrichtung 217 ist in vier Se111ente 217a, 2171?, 217c
und 217(l unterteilt. Die Bogenlänge der Segmente a17 c und 217(1 entspricht
der Teilung des zur Schaltvorrichtung 217 gehörenden Bürstensatzes 1 1 bis 81. Die
Schleifringsegniente 217a und ,i- ,b sind untereinander gleich lang. Die um eine
Bürstenteilung vermehrte Bogenlänge des Bürstensatzes 11 bis 81 beträgt 18o°.
Die Segmente 217a und 217b sind je mit einer der gegen einander isolierten Hälften
229u und 229b des Schleifringes 229 verbunden. Die eine der beiden gegeneinander
um 18o`' versetzten Bürsten 230 und 231 des Schleifringes 229 ist mit der
Leitung 226 und die andere mit der Leitung 227 verbunden. Die beiden Schleifringsegmente
217c und 217 (l sind an einen gemeinsamen Schleifring 232 angeschlossen, dessen
Bürste 233 finit der Leitung 23.I verbunden ist.
-
Die Leitung 23.I führt zti der Kontaktpyramide 21.I. Die zu dieser
gehörende Schaltvorrichtung 21S ist in gleicher Weise aufgebaut wie die Schaltvorrichtung
217. Die Bürsten 236 und 237 des in zwei gegeneinander isolierte Hälften unterteilten
Schleifringes 233 sind an die Leitungen 22(t bZW. 227 angeschlossen. Die Bürste
239 des Schleifringes 238 führt über die Leitung 24o zti der Kontaktpyramide
215. Die zti dieser gehörnde Schaltvorrichtung 219 ist ebenso aufgebaut wie die
Schaltvorrichtungen 218 und 217. Die Bürsten 242 -und 2I3 des in zwei gegeneinander
isolierte Hälften unterteilten Schleifringes 241 sind mit den Leitungen 227 bZW.
226 verbunden. Die Bürste 245 des Schleifringes 2.44 führt über die Leitung 2I6
zu den Kontakten g'3" und -#-'3". Die Schaltvorrichtungen 216, 217, 218 und 219
sind mit der gemeinsamen Welle 177 der 'Motoren 178 und 179 gekuppelt, und zwar
so, daß die Schaltvorrichtung 219 eine halbe Umdrehung vollführt, während die Schaltvorrichtung
21 8 sich um eine Bürstenteilung weiter bewegt, diese ebenfalls eine halbe Umdrehung
vollführt. während die Schaltvorrichtung 217 sieb titn eine Bürstenteilung Sveiter
bewegt und schließlich diese wiederum eine halbe Unidrehung vollführt, während die
@chaltv(@rrichtung 216 sich um eine weiter bewegt.
-
Zur näheren Erläuterung der Wirkungsweise sei angenommen, dall durch
entsprechende Einstellung des Gebers die Relais ß, E, F, 1s, I_ und Q erregt
werden und demgemäß die Kontakte dieser l,'el@tis die in Fig. 7 gestrichelt dargestellte
Stellung einnehmen. Es möge weiterhin angenommen werden, daß zunächst nicht (las
Kontaktsegment 216c, sondern das Kontal;tsegme»t 216a sich unter der Biirste 31z
l)efitl(le. l-s wird dann ein Stromkreis geschlossen vom Pluspol der Ortsstromduelle
über die Koir tal:tpyramide 212, die Bürste 3 h, (las Ko»-talctseginent 216(x, den
Schleifri1(g 22o. (lic Bürste223, dieLeitung-226, denK (intakt"i,.,
das
Relais G' zum Minuspol der Ortsstromquelle. Das Relais G' wird erregt. Es schaltet
bei g2, den Motor i78 ein. Die Schaltvorrichtungen 216 bis 2r9 drehen sich im Uhrzeigersinne.
Im Verlauf dieser Drehbewegung gelangt das Segment 216c unter die Bürste 31z. Das
hat zur Folge, daß der über die Bürste 31z bis dahin verlaufende Stromkreis über
das Schleifringsegment 216e, den Schleifring 222, die Bürste 225, die Leitung 228
auf die Kontaktpyramide 213 und. von dort auf die Bürste 71 umgeschaltet
wird. Im Zeitpunkt dieses Umschaltvorganges steht das dem Schleifringsegment 217d
benachbarte Ende des Schleifringsegmentes 217b unter der Bürste 11. Es verläuft
demgemäß der von der Bürste 3 k ausgehende Stromkreis zunächst über die Bürste 71,
das Kontaktsegment 217b, das Schleifringsegment 229 b, die Bürste 231, die Leitung
226, den Kontakt g"1, weiter über das Relais G'. Der Motor 178 bleibt eingeschaltet.
Die Schaltvorrichtungen bewegen sich weiter.
-
Dieser Zustand bleibt unverändert aufrechterhalten, bis das-- Kontaktsegment
217 d unter die Bürste 71 gelangt. Es verläuft dann der Stromkreis von der
Bürste 71 1v eiter über das Segment 217d, den Schleifring 232, die Bürste
233, die Leitung 23.I 'zu der Kontaktpyramide 21:I und von dort zu der Bürste
5 ;1c. Es ist hier wieder zu beachten, daß im Zeitpunkt dieser Umschaltung
sich das dem Segment 218d benachbarte Ende des Segmentes 218b unter der Bürste i
m befindet. Es verläuft also der bis zur Bürste 5 fit geführte Stromkreis
zunächst über das Segment 2i8 b, das Segment 235b, die Bürste 237, die Leitung 226,
den Kontakt g",.1 über das Relais G' weiter. Das Relais G' bleibt erregt, der Motor
178 bleibt eingeschaltet, die Schaltvorrichtungen 216 bis" 219 setzen ihre Drehbewegung
im Uhrzeigersinne fort.
-
Dieser Schaltzustand hält an, bis das Segment 218 d unter die Bürste
5 m gelangt. Alsdann verläuft der Stromkreis von, der Bürste 5 in über das Segment
218d, den Schleifring 238, die Bürste 239, die Leitung 2:I0 zur Kontaktpyramide
215 und von dort zur Bürste .In. Auch hier ist wieder zu beachten, daß im Zeitpunkt
der Umschaltung sich das dem Segment 219d benachbarte Ende des Segmentes 2i9 b unter
der Bürste i n befindet. Infolgedessen verläuft der Stromkreis zunächst von der
Bür ste 4,zi über das Segment 219b, das Schleifringsegment 2.I1 b. die Bürste-2.I3
über den Kontakt g" i,. weiter über das Relais G'. Der Motor 178 bleibt eingeschaltet;
die Drehbewegung der Schaltvorrichtungen 2z6 .bis- a19 wird fortgesetzt. Dieser
Zustand hält an, bis das Kontaktsegment 219d unter die Bürste 4'b gelangt. Sobald
diese Stellung erreicht ist, verläuft der Stromkreis von der Bürste .In über den
Schleifring 2.I4, die Bürste 2.I5, die Leitung 2q.6,_ den Kontäkt g'3", die Wicklung
178 b zum Minuspol der Ortsstromquelle. Gleichzeitig ist der über das Relais G'
verlaufende Stromkreis endgültig unterbrochen. Das Relais G' besitzt jedoch Abfallverzögerung.
Es- sind also gleichzeitig beide Wicklungen 178a und 178b des Motors 178 eingeschaltet.
Der Motor wird in der erreichten Stellung angehalten. Der Empfänger hat die Söll-Stellung
erreicht. Ein etwa mit der Schaltvorrichtung 216 gekuppelter Zeiger würde auf einer
zugehörigen Teilung die Soll-Stellung anzeigen.
-
Die Empfangseinrichtung nach Fig. 7 besitzt einen Verstellbereich
mit 84 Stellungen entsprechend dem Umstand, daß vier zueinander im Verhältnis von
Fein- und Grobsystemen stehende Schaltvorrichtungen mit je acht Bürsten vorgesehen
sind.
-
Es sei nun ausgegangen von den in Fig. 7 gezeichneten Stellungen der
Schaltvorrichtunhen 2.16' bis 2i9. -Man entnimmt der Zeichnung, daß, je nachdem
ob eine der auf die Bürste 31z im Uhrzeigersinne oder entgegen dem Uhrzeigersinne
folgenden Bürsten über die Kontaktpyramide 2 12 an Spannung gelegt wird. das eine
oder das andere der, heilen Relais G', G" und demgemäß der eine oder der andere
der beiden Motoren 178 und 179 eingeschaltet wird. -Der Umstand, daß bei der Ausführung
nach Fig..I und ebenso bei, der Ausführung nach Fig. 7 für jede der Schaltvorrichtungen
die gleiche Bürstenzahl; im ersten Falle sechs, im zweiten Falle acht, verwendet
ist, könnte zu der Auffassung verleiten, daß die Gleichheit der Bürstenzahl ein
unbedingtes Erfordernis wäre. Das ist indes nicht der Fall; beispielsweise könnte
man bei der Ausführung nach Fig. 7 die Zahl der dem Schleifring 216 zugeordneten
Bürsten vergrößern oder .verkleinern, ohne die Bürstenzahl der übrigen Schaltvorrichtungen
zu ändern. Ebenso könnte man die Zahl der Bürsten bei den verschiedenen Schaltvorrichtungen
217 bis 219 mit Bezug aufeinander verschieden groß wählen.
-
Man kann die Schaltvorrichtungen bei der Ausführung nach Fig. i durch
solche gemäß den Ausführungen nach Fig. 2 bis -. und -7 und umgekehrt ersetzen.
Hinsichtlich der bei den Ausführungen nach Fig. 3, .I und 7 verwendeten Schaltvorrichtungen
ist ersichtlich, daß an ihre Stelle auch Nockenscheiben mit durch diese betätigten
Kontaktsätzen treten können.
-
Das Festhalten des Motors beim Einlaufen in die Soll-Stellung geschieht
beiden beschriebenen
Ausführungen dadurch, daß beide Wicklungen
des Unterbrechermotors gleichzeitig eingeschaltet werden. Diese vorteilhafte '.%löglichkeit
ist durch die Verwendung eines Unterbr echerniotors der beschriebenen Art gegeben.
Statt dessen könnte bei diesem Motor wie auch bei Verwendung eines anderen Motors
u. a. eine in Rasten eingreifende elektromagnetisch bedienbare Sperrklinke o. dl.
benutzt werden. Bei den Ausführunen nach Fig.4 und 7 sind zwei Unterbrechermotor
en, von denen der eine mit Bezug auf die gemeinsame Welle auf Links- und der andere
auf Rechtslauf arbeitet, vorgesehen. Diese beiden Motoren können auch durch einen
Wendemotor ersetzt werden. In diesem Falle hätten die Relais (T und (:" die Einschaltung
und die Umpolung des Motors zu besorgen. Endlich sei noch erwähnt, daß i 'irlicli,
wenn es sich als erforderlich eriat-, weist, an den verschiedensten Stellen Zwischenrelais
vorgesehen werden können, z. B. könnten zt:r Bildung der Kontaktpyramide gesonderte
Relais Anwendung finden, deren Stromkreise von den Empfangsrelais A bis F geschaltet
werden.
-
Die Einrichtung nach Fig. 7 ermöglicht die Übertragung von 2''= -
4o96 Stellungen, was einer Fernanzeige von 256° mit einer Genauigkeit von 1l16°
entspricht. Hierzu sind zwölf Übertragungsleitungen und vier einfache Schaltvorrichtungen
mit vier dreistufigeii Kontaktpyramiden benutzt, die durch die zwölf an die Übertragungsleitungen
angeschlossenen Empfangsrelais _-I bis F, K bis A-, Y und Q gesteuert werden. Keines
dieser Relais ist mit mehr als drei Kontaktzungen belastet. Würde man zur Übertragung
der gleichen Anzahl von Stellungen in bekannter Weise nur eine einzige Kontaktpyramide
benutzen, so würden zwar auch nur zwölf Übertragungskanäle benötigt, dafür müßte
aber die Kontaktpyramide zwölfstufig ausgeführt werden. Berücksichtigt man, daß
ein Relais normalerweise nicht mit mehr als höchstens etwa sechs Kontaktzungen belastet
werden kann, so ergibt sich die Notwendigkeit der Anordnung von 7oo in zwölf Gruppen,
zum großen Teil parallel geschalteten Relais.
-
Würde man die bekannte multiplikative Methode durch Übertragung in
Grob und Fein allein anwenden, um d. og6 Stellungen zu übertragen, dann müßte die
Grob- und die Feinstufe beispielsweise mit 33 bzw. 125 Schaltstufen ausgerüstet
und Geber und Empfänger mit 33 -i- 125 = 158 Leitungen untereinander verbunden werden.
Man würde dann 3 3 - 125 =-112,5 Stellungen erhalten: 29 davon blieben unausnenulzt.
Beim Ausführtingsl)eispiel nach Fig. 7 sind aber nur zwölf Übertragungskanäle erforderlich.
Außer den zwölf an diese angeschlossenen Relais sind nur noch zwei weitere Relais
G' und (i" vorhanden. dieser Gegenüberstellung ist der erzielte Vorteil ohne weiteres
ersichtlich.