DE74790C - Pneumatische Windlade für Orgeln und ähnliche Instrumente - Google Patents

Pneumatische Windlade für Orgeln und ähnliche Instrumente

Info

Publication number
DE74790C
DE74790C DENDAT74790D DE74790DA DE74790C DE 74790 C DE74790 C DE 74790C DE NDAT74790 D DENDAT74790 D DE NDAT74790D DE 74790D A DE74790D A DE 74790DA DE 74790 C DE74790 C DE 74790C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
valve
wind
channel
register
organ
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DENDAT74790D
Other languages
English (en)
Original Assignee
g. SANDER in Braunschweig, Reichenstr. 22, und C. EULER in Gottsbüren bei Trendelburg, Hessen - Nassau
Publication of DE74790C publication Critical patent/DE74790C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • GPHYSICS
    • G10MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
    • G10BORGANS, HARMONIUMS OR SIMILAR WIND MUSICAL INSTRUMENTS WITH ASSOCIATED BLOWING APPARATUS
    • G10B3/00Details or accessories
    • G10B3/06Valves; Sleeves

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Acoustics & Sound (AREA)
  • Multimedia (AREA)
  • Toys (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAM
Der Zweck der vorliegenden Windladenconstruction besteht darin, die . bisher bei pneumatischen Windladen zum Oeffnen und Schliefsen der Pfeifenlöcher benutzten Vorrichtungen, welche entweder in Spielcylindern mit Ventilen, oder in kleinen Spielbälgen mit Ventilen, oder in Membranen bestehen, entbehrlich zu machen, weil diese Einrichtungen sich nach einem mehr oder weniger längeren Gebrauch als unzuverlässig erweisen sollen. Bei der vorliegenden Windlade kommt eine von den Temperaturverhältnissen nicht beeinflufste und sehr einfache Verschlufseinrichtung für die Pfeifenlöcher zur Anwendung, welche nur durch Luftdruckunterschiede bethätigt wird und dadurch die Pfeifenlöcher vollkommen öffnet oder sicher schliefst, dazu aber nur den jeweiligen Orgelwind, welchen die betreffenden Pfeifen haben müssen, nöthig hat.
Auf der beiliegenden Zeichnung stellt Fig. 1 den mit der neuen Einrichtung versehenen Theil der Windlade im Querschnitt dar. Jeder schrägstehende Schenkel a, welcher einem Pfeifenregister entspricht, enthält so viel winkelförmige Kanäle (Pfeifenlöcher) al, als das betreffende Register Töne hat. Vor je einem dieser Schenkel befindet sich eine Kammerleiste b, in welche vor jedem Pfeifenloch a1 ein als Ventilkammer dienendes Fach b1 eingeschnitten ist. Die Kammern werden durch eine Leiste c theilweise überdeckt, und jede Kammer enthält ein eigenartiges Doppelventil d, welches aus Holz, Aluminium oder einem anderen festen Stoff besteht und die Form eines hohlen, oben offenen Keiles hat, wie seine perspectivische Ansicht in Fig. 5 erkennen läfst. Das Ventil wird einfach in die für dasselbe bemessene Kammer lose und mit der spitzen Kante nach unten eingestellt.
Unter jedem Schenkel α und. der Ventilkammerleiste b befindet sich die Registerleiste e mit den Ventilkammern e1, von denen eine jede seitlich unterhalb einer Ventilkammer b1 liegt. In jede Kammer e1 ist ein kleines Ventil dl gleichfalls lose eingestellt, welches, wie Fig. 6 zeigt, aus einer dünnen, leichten, auf beiden Seiten belederten Blechplatte (Aluminiumplatte) besteht. Die Registerleisten e besitzen ferner Registerkanäle f und in die Kammer e1 mündende Bohrungen g g1. Jede Bohrung g mündet einerseits in den Registerkanal f und jede Bohrung g1 andererseits in den zugehörigen Spielkanal h; letztere Kanäle sind in den Windladenboden eingearbeitet. Schliefslich sind in der Kammerleiste b Bohrungen b2 angebracht, welche je zwei Ventilkammern b1 und e1 mit einander verbinden. Die Spielkanäle h und die Registerkanäle f können je nach Erfordernifs mit Orgelwind oder atmosphärischer Luft angefüllt werden.
Die Arbeitsweise der vorbeschriebenen Windlade ist folgende:
Die durch den Seitenumbau, durch die diesen Umbau nach oben abschliefsenden Pfeifenstöcke und durch den nach unten abschliefsenden Boden luftdicht geschlossene Windlade steht,
sobald sie in Thätigkeit gesetzt wird, in allen ihren Theilen mit Ausnahme der Pfeifenlöcher a1 unter Orgelwind. Die Ventile d liegen vor den Pfeifenlöchern al und die Registerventile dl vor den Bohrungen gl.
Soll nun ein Register in Thätigkeit treten, so wird die Zuströmung von Orgelwind in den betreffenden Registerkanal f durch eine beliebige Registrirungsvorrichtung abgesperrt und gleichzeitig dieser Kanal mit der atmosphärischen Luft in Verbindung gebracht. Da nun der in den zu diesem Register gehörenden Bohrungen g1 befindliche Orgelwind einen Ueberdruck gegen die atmosphärische Luft in den Bohrungen g besitzt, werden die Registerventile d1 von den Bohrungen g1 ab und vor die Bohrungen g gelegt, und hierdurch wird ein freier Weg von jedem Spielkanal h des betreffenden Registers durch die Bohrung g\ Ventilkammer e1, Bohrung b2 zur Ventilkammer bl hergestellt. Sobald alsdann durch eine Klaviertaste ein Spielkanal h geöffnet wird, d. h. die Zuströmung von Orgelwind zu ihm abgeschlossen und er mit der atmosphärischen Luft verbunden wird, gelangt durch den eben erwähnten Weg gl el b2 atmosphärische Luft in die Ventilkammer bl vor das Ventil d, welches vor dem Pfeifenloch a1 liegt. Der Druck des Orgelwindes im Innern des hohlen Ventiles d wirkt nunmehr auf das Ventil in der Richtung nach dem Bohrloch b2, weil die auf Seiten dieses Bohrloches liegende innere Fläche des Ventiles gröfser als die andere gegenständige Ventilinnenfläche ist. Das Ventil d wird also von dem Pfeifenloch al ab und gegen das Loch b2 gedrückt, und hiermit erhält der Orgelwind durch die Ventilkammer bl und das Pfeifenloch a1 Zutritt zu der betreffenden Pfeife, um einen Orgelton zu erzeugen. Das Ventil d verbleibt in seiner Lage auf dem Bohrloch b2 so lange, bis entweder in den Registerkanal f wieder Orgelwind eingelassen oder durch die Klaviertaste der Spielkanal h wieder mit Orgelwind angefüllt wird. Im ersteren Falle wird zunächst das Ventil dl von g nach g1 gelegt, und in dem einen und anderen Falle wird durch den Aufprall des wieder in die Bohrung b2 einströmenden und gegen das Ventil d stofsenden Orgelwindes das Ventil auf α1 zurückgelegt und damit der Zutritt der Luft zur Pfeife wieder abgesperrt. Für ein neues Oeffnen des Pfeifenloches α1, also Umlegen des Ventiles d von al nach b2, liegt entweder das Ventil d1 noch vor der Bohrung g des mit atmosphärischer Luft gefüllten Registerkanals /, so dafs die in den Spielkanal h aufs Neue eingelassene atmosphärische Luft durch die Bohrungen g1 und b2 zur Kammer b1 treten kann, oder es ist, wie erwähnt, das Ventil d1 bereits von g1 nach g infolge Eintretens von Orgelwind in den Kanal f zurückgelegt und mufs dann erst wieder der Registerkanal f mit atmosphärischer Luft gefüllt, d. h. das Register wieder aufgezogen werden und der Spielkanal h mit Orgelwind gefüllt sein, damit das Ventil von gl auf g zurückgedrückt wird.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . Pneumatische Windlade für Orgeln und ähnliche Instrumente, deren nach den Pfeifen führende und mit atmosphärischer Luft gefüllte Bohrlöcher (a1) gegen den Orgelwind dadurch abgesperrt oder geöffnet werden, dafs hohle, keilförmige Klappenventile (d) durch den Druck des Orgelwindes gegen die Bohrlöcher (al) gehalten oder infolge eines Ueberdruckes des Orgelwindes auf die eine innere gröfsere Fläche jedes Ventiles, sobald dieses äufserlich beiderseits von atmosphärischer Luft bespült wird, von den Bohrlöchern abgedrückt werden.
  2. 2. An der Windlade nach Anspruch ι. die Anordnung je zweier Ventilkammern (b1 e1) neben und unter einem Pfeifenloch (a1), von denen die obere Kammer (b1) das Pfeifenventil (d). und die untere (e1) ein Registerventil (dl) enthält, und letztere Kammer, einerseits mit einem Registerkanal (f) und andererseits mit einem Spielkanal (h) durch Bohrungen (g bezw. g1) in Verbindung stehend, je nach Lage ihres Ventils (d1) vor der einen oder anderen Bohrung Orgelwind aus dem Registerkanal (f) oder atmosphärische Luft bezw. Orgelwind aus dem Spielkanal (h) durch einen beide Kammern verbindenden Kanal (b2) gegen das obere Pfeifenventil (d) zwecks Herstellung eines Ueberdruckes des Orgelwindes auf der äufseren oder inneren Ventil·- fläche treten läfst.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT74790D Pneumatische Windlade für Orgeln und ähnliche Instrumente Expired - Lifetime DE74790C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE74790C true DE74790C (de)

Family

ID=347808

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT74790D Expired - Lifetime DE74790C (de) Pneumatische Windlade für Orgeln und ähnliche Instrumente

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE74790C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE74790C (de) Pneumatische Windlade für Orgeln und ähnliche Instrumente
DE102786C (de)
DE1603712A1 (de) Automatische Repetiersteuerung fuer ein pneumatisches Einschlaggeraet
DE17849C (de) Pneumatische Windlade für Orgeln, Orchestrions, Harmoniums und Drehorgeln
DE84962C (de)
DE726789C (de) Doppeltwirkender Druckluftantrieb zur Betaetigung elektrischer Schalter
DE101047A (de)
DE26683C (de) Neuerung an pneumatischen Kastenlagen für Orgeln und orgelartige Instrumente
AT101426B (de) Windlade für pneumatische Musikwerke.
DE503548C (de) Einrichtung an Orgelpfeifen zur AEnderung der Tonstaerke
DE64356C (de) Einrichtung an pneumatischen Orgel-Windladen zur Bethätigung eines Pfeifenventils durch mehrere Tasten und Registerzug dazu
DE19546312C2 (de) Quaderförmiger allseits geschlossener Klangkörper für Orgeln
DE51779C (de) Windlade für Orgeln und ähnliche Instrumente
DE225363C (de)
DE228806C (de)
DE249343C (de)
DE346239C (de) Pneumatische Vorrichtung fuer den Antrieb selbsttaetiger Musikinstrumente, insbesondere Klaviere und Fluegel
DE567234C (de) Handharmonika
DE351044C (de) Vorrichtung zum Regeln der Tonstaerke an Orgeln und aehnlichen Musikinstrumenten
DE129879C (de)
DE22159C (de) Neuerung an mechanischen Musikwerken
DE59376C (de) Röhrenpneumatik für Orgeln
AT85568B (de) Registervorrichtung für Orgeln oder ähnliche Musikinstrumente.
AT151098B (de) Mit Zungeninstrument kombiniertes Klavier.
DE444725C (de) Windlade fuer pneumatische Musikwerke