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Windlade für pneumatische Nusikwerke. Die vorliegende Windlade für
pneumatische Musikwerke zeichnet sich vor den bekannten Windladen durch Einfachheit,
Fortfall der vielen bisher erforderlichen Leitungen und durch kleine Saugräume aus.
Der Ventilkasten der Lade ist als Ganzes auswechselbar, so daß der Besitzer des
Instruments jederzeit in der Lage ist, eine Störung durch Auswechseln des betreffenden
Ventilkastens zu beseitigen, ohne die ganze Lade auseinanderzunehmen oder Teile
des Instruments entfernen zu müssen.
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Die Ventile und die Membranen sind in dem Ventilkasten so angeordnet,
daß sie mit ihm ein zusammenhängendes Ganzes darstellen. Wenn beispielsweise der
obere Deckel des Gehäuses abgenommen wird, so liegen Ventile und Membranen als Ganzes
vereint. Wenn der obere Teil des Gehäuses abgenommen ist, so sind Ventile und Membranen
sofort frei zugänglich und können bequem eingestellt oder ausgebessert werden. Das
war bei den bisherigen Anordnungen nicht möglich, da bei diesen durch die Trennung
sonst zusammenhängende Teile der Ventile und Membranen jeder Teil für sich ausgebessert
werden mußte und man erst nach dem Zusammensetzen des Gehäuses feststellen konnte,
ob der gewünschte Erfolg erzielt war. War dies nicht der Fall, so mußten alle Maßnahmen
gegebenenfalls erst mehrmals wiederholt werden. jetzt sind die Teile derart angeordnet
und vereinigt, daß eine Ausbesserung stets im ganzen erfolgen kann und eingefühlsmäßiges
Ausprobieren nach Aufpassen des oberen Teiles nicht mehr nötig ist. Alle Teile der
Lade sind leicht zugänglich. Auf der Zeichnung ist eine derartige Lade in mehreren
Ausführungsbeispielen dargestellt.
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Abb. i zeigt ein Ausführungsbeispiel im senkrechten Schnitt durch
einen Ventilkasten.
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Abb. 2, ist eine Oberansicht dazu, und Abb. 3 zeigt
die Decke der Lade nach Ab-
nahme des Ventilkastens.
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Die Lade und deren kanalartiger Hauptsaugraum i wird gebildet durch
zwei Schienen oder Leisten 2, die in einem bestimmten Ab-
stand voneinander
angeordnet und durch eine Deckplatte 3 miteinander verbunden werden. Die
untere--Verbindung oder der Abschluß des Hauptsaugkanals erfolgt durch die Oberplatten
der auf der Unterseite der Leisten 2 befestigten Spielbälge 4 und einen durchlaufenden
Boden 5,
der gegebenenfalls durch die innere Stoffauskleidung des Saugraumes
i gebildet werden kann. Auf der Decke 3 der Lade sind die Ventilkästen
6 angeordnet. Der Deckel bildet gleichzeitig den Sitz für das Hauptventil
und hat eine Öffnung für die Windkammer 7. Die Abdichtung des Ventilkastens
6 erfolgt durch einen weichen Belag der Decke 3.
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In den Ventilkästen 6 sind drei Kammern 7, 8
und
9 gebildet. In der Kammer 7 befindet sich die Membran oder Membrantasche
io für das in der Kammer 8 spielende Vorventil ii, dessen Spindel 12 durch
ein Loch der Decke 13 der Kammer 7 hindurchtritt. In der von dem Vorventil
ii gesteuerten Kammer 8 befindet sich die Membran oder Membrantasche 14 des
Hauptventils 15, das in der dritten Kammer 9 spielt. Dieses Ventil 15 steuert
eine Öffnung 16 in der Decke 17 der Kammer 9 und ferner eine Off-
nung
18 in der Decke 3 der Lade derart, daß die Kammer 9 abwechselnd mit
der Außenluft oder mit dem Saugraum i der Lade in Verbindung gebracht werden kann.
Der Rand der Öffnung 18 in der Decke 3 bildet den Sitz für das Hauptventil
15, so daß also ein besonderer Sitz in Fortfall kommt.
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Zwischen dem Boden ig der Kammer 8 und der Decke 17 der Y,-an-in-ier
9 befindet sich ein beiderseits mit der Außenluft in Verbindung stehender
Raum ?,o.
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Die Außenluft kann durch eine Öffnung 21 in dem Boden ig in die Meinbrantasche
14 eintreten.
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Durch eine Offnung 22 steht die Kammer 9
mit dem Innern des
Spielbalges 4 in Verbindung. Öffnungen 23 verbinden die Membrankammer
7
mit dem Saugraum i der Lade. Ein abnehmbarer Deckel schließt den Ventilkasten
6 oben ab. Den unteren Abschluß des unten offenen Ventilkastens bildet die
Decke 3 der Lade.
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Die Membrantasche iodes Vorventils ii steht durch eine Leitung 24
in bekannter Weise mit dem Gleitblock in Verbindung.
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Der Ventilkasten 6 wird einerseits durch eine in einen Schlitz
25 einer Winkelschiene 26
eingreifenden Feder 27 und anderseits
durch einen Sperrhaken ?,8 in seiner Stellung auf der Lade gehalten. Durch die Feder
--7 wird ein elastischer Andruck gegen die Dichtungsschicht der Ladendecke
erzielt, so daß etwaige Formänderungen infolge Temperatur- oder Witterungseinflüsse
ohne Einfluß sind. Um den Ventilkasten abzunehmen, braucht nur der Sperrhaken
28 gelöst zu werden. Das Ab-
nehmen -und Auswechseln eines Ventilkastens
ist also sehr einfach -und von jedem Laien auszuführen.
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jeder Ventilkasten ist bei dieser Anordnung einzeln abnehmbar und
ruht federnd auf einer elastischen Deckplatte.
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An Stelle des Sperrhakens 28 könnte auch eine Feder
28' benutzt werden, so daß die Befestigung des Ventilkastens an beiden Enden
eine elastische ist. Eine derartige Ausführung ist bei dem zweiten Ventilkasten
in Abb. 8
dargestellt.
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Bei der Lade nach der Erfindung steht nur die Membrankammer des Vorventils
dauernd unter Saugluft, also ein sehr kleiner Raum. Es wird demnach weniger Saugluft
gebraucht, und etwaige Verluste durch Undichtigkeiten sind infolgedessen nur gering.
Das Hauptventil spricht auch infolge des Fortfalls der bisher notwendigen längeren
Leitungen oder engen Kanäle schnell an, wodurch eine großeGenauigkeit in der Wirkung
und im Spiel erzielt wird. Verstopfungen durch enge Kanäle sind ,ganz unmöglich,
da überall weite und freie Wege vorhanden sind. Man kann, wie Abb. 4 zeigt, die
Ventildurchgangsöffnungen siebartig gestalten, um jeden Eintritt von Schmutz oder
Fremdkörpern zu verhindern.
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Abb. 5 zeigt eine Ausführungsform mit einer ,etwas anderen
Anordnung des Hauptventils, das hier von seiner Membrantasche 14 aus durch einen
Waagebalkenhebel z9 gesteuert wird.
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Abb. 6 zeigt schaubildlich einen Teil einer Lade mit Ventilanordnungen
nach Abb. 5.'