DE966103C - Anordnung bei schiebergesteuerten Trockengaszaehlern - Google Patents
Anordnung bei schiebergesteuerten TrockengaszaehlernInfo
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Description
- Anordnung bei schiebergesteuerten Trockengaszählern Die lErfindullg bezieht sich auf jene Art von schiebergesteuerten Trockengaszählern, bei der zwei die Ein- und Auslaßsteuerung des Gases in die hzw. aus den SIembrankammern hewirkende Muschelschieber parallel zueinander und senkrecht zu den Membranfläcllell auf Schieberrosten geführt sind. Im Gegensatz zu Trockengaszählern mit schwenkbar gelagerten Muschelschiehern haben die Trockengaszähler mit parallel geführten Muschelschiebern, auf die sich die Erfindung bezieht, eine einfachere Steuerkinematik für die von den hIembranbewegungen abgeleitete MuschelschieberbewegUllg. Außerdem unterscheiden sich die beiden Gaszählerkonstruktiollen naturgemäß durch eine gnmdsätzlich andere Anordnung der mit den ASembrankammern in Verbindung stehenden Steuerkanäle.
- Bei den bekannten Trockengaszählern mit parallel zueinander und senkrecht zu den Membranebenen geführten Muschelschiebern gelangt das aus den Muschelschiebern austretende Gas in einen. Gassammelkanal, der es zu dem seitlich angeordneten Austrittsstutzen leitet.
- Das aus dem Meßwerk austretende Gas hat also von den Schiebern einen relativ langen Weg zurückzulegen, ehe es zum Austrittsstutzen und von dort zur Verbrauchsleitung gelangt. Dadurch entstehen nicht unerhebliche Strömungsverluste, die die Leistung des Gasmessers herabsetzen. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Strömungsverluste beim Austritt des Gases zu vermindern und den Gasweg ahzukürzen.
- Erfindungsgemäß wird das in erster Linie dadurch erreicht, daß der Gasaustrittsstutzen senkrecht nach oben geführt und zwischen den Schieber- rosten angeordnet ist. Das Gas kann also von den Schiebern auf kürzestem Wege in den Austrittsstutzen gelangen, ohne daß es vorher einen mehr oder weniger langen Gassammelkanal durchströmen muß.
- Im Zusammenhang mit der erfindungsgemäßen Anordnung des Austrittsstutzens zwischen den Schieherrosten ergeben sich außerdem lzorteilhafte Möglichkeiten zur Ausbildung und Anordnung der Steuerkanäle in einem Kanalblock von geringen Abmessungen und leichter Herstellbarkeit, wobei der Kanalblock an beliebiger Stelle längs der Membranschalentrennwände angeordnet sein kann.
- Die Erfindung und ihre weitere Ausbildung ist im folgenden an mehreren Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die Fig. l bis 13 näher erläutert.
- Fig. 1 und 2 zeigen schematisch im Aufriß und im Grundriß die Anordnung eines Austrittsstutzens I zwischen den beiden Muschelschiebern 2, 3 eines Gaszählers mit Zwischenboden 50, wobei der Austrittsstutzen I anstatt auf dem Zwischenboden auch auf einem Kanalblock angeordnet sein kann. Das aus den Schiel)erkanälen austretende Gas kann in Richtung der eingezeichneten Pfeile auf kürzestem Wege in den Austrittsstutzen 1 gelangen und erleidet dahei nur geringe Strömungsverluste.
- Die Fig. 3 bis 6 zeigen ein weiteres. Ausführungs beispiel der Erfindung, und zwar stellt Fig. 4 den Grundriß eines Meßwerkes dar. wärend Fig. 3, 5 und 6 Schnitte desselben längs der Schnittlinien III, V. VI der Fig. 4 zeigen.
- Fig. 7 veranschaulicht eine Einzelheit der Kanalblockbefestigung.
- I7ig. 8 stellt eine geänderte Konstruktion des in Fig. 4 dargestellten Meßsystems Längs der Schnittlinie VIII der Fig. 4 dar.
- Wie in Fig. 4 erkennbar, sind bei diesem Ausführungsbeispiel die Schieberroste 4, 4' - in der Bewegungsrichtung der nicht dargestellten Muschelschieber gesehen - nebeneinander angeordnet, und zwar in einem solchen Abstand voneinander, daß zwischen den Schieberrosten 4, 4' genügend Raum für den GasauslaRstutzen 6 bleibt.
- Auf die topfförmig ausgebildeten Membranschalen 7, 7', 8, 8', die durch Flansche g, g' unter Zwischenschaltung der Membranen 10, 10' miteinander verbunden sind, ist ein Kanalblock 11 aufgesetzt, dessen obere Fläche die Schieberroste 4, 4' und den Austrittsstutzen 6 trägt. In dem Kanal block 11 sind in der Mitte der Schieberroste , 4' Gasaustrittskanäle 12, 12' vorgesehen, die durch Schrägflächen 13, 13' (vgl. Fig. 5) begrenzt sind und in den Austrittsstutzen-6 münden. Im Kanalblock 11 sind ferner Einlaßkanäle I4, I4' vorgesehell, die unter den f;;chrägflächen I3, 13' hindurchgeführt sind und in Öffnungen 15, 15' der äußeren Membranschalen 7, 7' münden. Dadurch, daß diese Einlaßkanäle I4, T4' zu den äußeren Membrankammern unter die Abschrägung (I3, T3') der Auslaßkanäle 12, I2' geführt sind, wird es möglich, den Kanalblock 11 relativ klein auszubilden, da der erforderliche Strömungsquerschnitt durch Ausnutzung des Raumes unter den Schrägflächen I3, I3' gewonnen wird, wobei diese Schrägflächen gleichzeitig die Umlenkung des aus den Muschelschiebern 2, 3 austretenden gemessenen Gases in den Austrittsstutzen 6 übernehmen. Im Kanalblock 11 sind ferner Einlaßkanäle 16, 16' vorgesehen, die in Öffnungen 17, 17' der inneren Membranschalen 8, 8' münden (vgl. Fig. 6j.
- Die Öffnungen 15, 15', 17, 17' in den Membranschalen 7, 7', 8, 8' sind mit hochgezogenen Rändern +-ersehen. Ebensolche Ränder besitzen die Mündungsöffnungen der Einlaßkanäle 14, 14', 16, 16'.
- Durch kragenförmige Blechteile r8 (@gl. Fig. 6), die die hochgezogenen IWlechränder umgeben und die vorzugsweise an dem Kanalblockboden abdichtend befestigt sind, wird unter Verwendung entsl)rechender Dichtringe 19 ein dichter Anschluß der Einlaßkanäle an die Öffnungen der Membranschalen heim Aufsetzen des Kanalblocks I I erreicht.
- Zur Befestigung des Kanalblocks 11 an den A[embranschalen 7, 7', 8, 8' sind an den Flanschen 9, 9' Gewindebuchsen 20, 20' vorgesehen. Die zugehörigen Befestigungsschrauben 21, 21' liegen aus Raumersparnisgründen innerhalb der EinlaRkanäle 14, 14', 16, 16', so daß die Schraubenlächer abgedichtet werden müssen. Wie in Fig. 7 dargestellt ist, erfolgt diese Ahdichtung durch einen I)ichtring 22, der in eine Ausnehmung 23 an der Unterseite des Schraubenkopfes 24 eingelassen ist.
- Dieser Dichtring 22 ragt bei gelöster Schraube 2I aus der Ausnehmung 23 etwas heraus und wird beim Anziehen eingepreßt. Der Vorteil einer solchen Anordnung ist darin zu sehen, daß der Schraubenkopf 24 an der metallischen Wandung zur Auflage kommt. so daß der Dichtring nur eine dicTltende, aher keine tragende Funktion hat. Ein Undichtwerden durch Nachlassen der Elastizität des Dichtringes 22 wird dadurch wirksam vermieden.
- Bei der in Fig. 8 dargestellten Ausführungsform ist der an sich in ähnlicher Weise ausgebildete Kanalblock 11' in anderer Weise an die Öffnungen der Membranschalen angeschlossen. Die lOIündungsöffnungen der Einlaßkanäle sind von einer aus der Unterfläche des Kanalblocks 11' herausgeprägten Sicke 25, 25' umgeben.
- Diese Sicke 25, 25' liegt auf einem l)ichtungsring 26, 26', der die Öffnungen (15, 15') der Membranschalen 7, 7', 8, 8' umgibt, unmittelbar auf. Es rird hei dieser Konstruktion die für den Dichtungskragen 18 erforderliche Bauhöhe eingespart.
- Dazu ist es allerdings erforderlich, die Bodenfläche des Kanalblocks 11' mit Einprägungen 27, 27' zu versehen, in denen die Flansche 9, 9' Platz finden.
- Die Fig. g bis 12 zeigen ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung, und zwar Fig. I2 im Grundriß und Fig. 9, 10, 11 im Schnitt längs der Schnittlinien IX, X, XI der Fig. 12.
- Es ist hier ein als Gußkörper hergestellter Kanalblock 28 dargestellt, der auf die Membranschalen 29, 29'. 30, 30' aufgesetzt ist. Die Membranschalen 29, 29', 30. 30' sind mit kegeligen Randteilen 3J, 31', 32. 32' versehen, in denen die Einlaßöffnungen 33, 33', 34, 34' angebracht sind. Die Einlaßkanäle 35, 35', die mit den äußeren, und die Einlaßkanäle 36, 36', die mit den inneren Membrankammern in Verbindung stehen, sind beide unter die Auslaßkanäle 37, 37' geführt. so daß sich bei l)estcr Raumausnutzung ausreichend große Strömungsquerschnitte erzielen lassen. Dadurch wird erreicht, daß der Kanalblock 28 noch kleiner ausgebildet werden kann als der Kanalblock 11 des schon beschriebenen Ausführungsbeispiels. Die Befestigung des Kanalblocks 28 erfolgt hier durch außerhalb der Kanäle angeordnete Befestigungsschrauben 38.
- Eine ähnliche Kanalblockkonstruktion. jedoch in Blechausführung, ist in Fig. 13 als Schnitt längs der Linie XIII der Fig. 12 dargestellt. Auch hier sind beide Einlaßkanäle 35, 36 unter den Auslaßkanal 37 geführt.
Claims (7)
1. Schiebergesteuerter Trockengaszähler, bei dem zwei die Ein- und
Auslaßsteuerung des Gases in die bzw. aus den Membrankammern bewirkende Muscheischieber
parallel zueinander und senkrecht zu den Membranflächen auf Schieberrosten geführt
sind, dadurch gekennzeichnet, daß der Gasaustrittsstutzen, senkrecht nach oben geführt,
zwischen den Schieberrosten aiigeordnet ist.
2. Schiehergesteuerter Trockengaszähler nach Anspruch l, dadurch
gekennzeichnet, daß die Schieberroste (4,4') - in Bewegungsrichtung der Muschelschieber
gesehen - in gleicher Höhe nebeneinander, in einem für den senkrecht nach oben geführten
Gasaustrittsstutzen (6) Raum lassenden Abstand voneinander angeordnet sind.
3. Schiebergesteuerter Trockengaszähler nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß in an sich bekannter Weise ein die Steuerkanäle (I4, I4', I6,
I6') für beide Muschelschieber und den Gasaustrittskanal (6) enthaltender Kanalblock
(II) vorgesehen ist, der unmittelbar auf die Meßschalen (7, 7', 8, 8') abdichtend
aufgesetzt und an ihnen befestigt ist.
4. Schiebergesteuerter Trockengaszähler nach Anspruch 3. dadurch
gekennzeichnet, daß an der Wandung der Meßschalen, vorzugsweise an den Flanschen
(9,9') Gewindebuchsen (20, 20') zur Befestigung des Kanalblocks (11) angebracht
sind.
5. Schiebergesteuerter Trockengaszähler nach Anspruch 3 und 4, gekennzeichnet
durch die Anordnung einer Ausnehmung (23) auf der Unterseite des Schraubenkopfes
(24) zur Aufnahme eines Dichtringes (22) in der vorzugsweise innerhalb der Steuerkanäle
(14, 16) angeordneten Befestigungsschraube(2 t) des Kanalblocks (11).
6. Schiebergesteuerter Trockengaszähler nach einem der Ansprüche
3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Einlaßkanäle (14, 14') zu den äußeren Membrankammern
bis unterhalb einer Abschrägung (13, 13') der Auslaßkanäle (12, 12') reichen.
7. Schiebergesteuerter Trockengaszähler nach Anspruch 6, dadurch
gekennzeichnet, daß auch die Einlaßkanäle (36, 36') zu den inneren Membrankammern
unter die Auslaßkanäle (37, 37') geführt sind. ~~~~~~~~~~~ In Betracht gezogene
Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 424 288; deutsches Gebrauchsmuster Nr.
I605 903; schweizerische Patentschrift Nr. 2I89I5; französische Patentschrift Nr.
1 014 457.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DEK19651A DE966103C (de) | 1953-09-29 | 1953-09-29 | Anordnung bei schiebergesteuerten Trockengaszaehlern |
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE966103C true DE966103C (de) | 1957-07-11 |
Family
ID=7215690
Family Applications (1)
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| DEK19651A Expired DE966103C (de) | 1953-09-29 | 1953-09-29 | Anordnung bei schiebergesteuerten Trockengaszaehlern |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE966103C (de) |
Citations (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE424288C (de) * | 1922-08-20 | 1926-01-20 | Carl Westhofen Dipl Ing | Schiebersteuerung fuer trockene Gasmesser |
| CH218915A (de) * | 1939-12-13 | 1942-01-15 | Elster & Co Ag | Trockener Schiebergaszähler. |
| DE1605903U (de) * | 1950-03-06 | 1950-05-04 | Kromschroeder A G Gasmesserfab | Trocken-gasazaehler mit geschlossenen messraeumen. |
| FR1014457A (fr) * | 1949-03-24 | 1952-08-18 | Eau Gaz Electricite & Applic | Corps de distribution pour compteur de gaz sec |
-
1953
- 1953-09-29 DE DEK19651A patent/DE966103C/de not_active Expired
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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