DE746574C - Verfahren zur Herstellung von veredelter Alkalicellulose - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von veredelter Alkalicellulose

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DE746574C
DE746574C DEP80586D DEP0080586D DE746574C DE 746574 C DE746574 C DE 746574C DE P80586 D DEP80586 D DE P80586D DE P0080586 D DEP0080586 D DE P0080586D DE 746574 C DE746574 C DE 746574C
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cellulose
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08BPOLYSACCHARIDES; DERIVATIVES THEREOF
    • C08B1/00Preparatory treatment of cellulose for making derivatives thereof, e.g. pre-treatment, pre-soaking, activation
    • C08B1/08Alkali cellulose

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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Description

  • Verfahren zur Herstellung von veredelter Alkalicellulose Zwecks Herstellung einer Alkalicellulose von geringem Hemigehalt ist man entweder so vorgegangen, daß man bereits in der Zellstoffabrik durch eine spezielle Nachbehandlung mit geeigneten Laugen den Zellstoff von seinem Hemigehält weitgehend befreit hat, oder aber man hat im Betrieb des Viscoselierstellers die Veredlung durch Laugen als einen gesonderten Arbeitsgang vor der Mercerisierung eingeschaltet.
  • Beispielsweise ist ein Verfahren bekannt, nach dem zwecks Befreiung von der Hemicellulose der Zellstoff in scharf voneinander getrennten Arbeitsgängen mit Laugen von sinkendem Gehalt-an Ätznatron und steigendem Gehalt an Hemicellullosen behandelt und jeweils nach jedem Arbeitsgang die überschüssigeLauge abzentrifugiert wird. Die so vorbehandelte Alkalicellulose wird .dann einer Reinigung durch Extraktion mittels frischer Mercerisierlauge unterworfen. Ferner hat man zwecks Befreiung des Zellstoffes von der Hemicellulose den Zellstoff schon in einem Holländer mit Laugen aufgeschlagen und dann von der überschüssigen Mercerisierlauge in einem kontinuierlichenArbeitsverfahren befreit. Dabei wurde bei diesem bekannten Verfahren als letzte Lauge eine frische, hemifreie Tauchlauge verwendet.
  • Gegenstand der Erfindung ist nun ein Verfahren, bei dem in einem einzigen Arbeitsgang eine veredelte Allcalicellulose erhalten wird. Dies geschieht in der Weise, daß der zu alkalisierende Zellstoff in einer Tauchpresse zunächst mit einer von Hemicellulosen freien Alkalilauge getränkt und die überschüssige Lauge anschließend ohne Abpressen durch nachsteigende, Hemicellulosen enthaltende Tauchlauge verdrängt wird. Die überschüssige Tauchlauge wird dann in üblicher Weise abgepreßt.
  • Zunächst wird die mit Zellstoff beschickte Tauchpresse bis zu etwa sf" ihres Fassungsvermögens mit hemifreier,Tauchlauge angefüllt, und unmittelbar darauf läßt man in die Presse eine normale, hemihaltige Tauchlauge einlaufen, die die Reimauge nach oben verdrängt. Unter Einhaltung einer mäßigen und wie bisher üblichen Einlaufgeschwindigkeit tritt dabei praktisch keine Vermischung der beiden Laugen ein. Die hernifreie Lauge löst infolge ihres gi-oPen Lösungsvermögens für I-letnicellulose aus dein Zellstoff sehr viel clavon heraus, und zwar ebensoviel, svie die nachfließende heinihaltige Lauge zu Beginn des Einflusses besessen hat. Der mit Reinlauge getränkte Zellstoff nimmt dann aus der in die Tauchpresse nachgedrückten heinicellulosehaltigen Lauge nennenswerte Mengen an Heinicellulosen nicht mehr auf. Durch diese Arbeitsweise erreicht inan mit einem einzigen Arbeitsgang unter Wegfall des bisher üblichen Abpressens der Veredlungslauge eine Alkalicellulose von stark verringertem Heinigehalt.
  • Die Verwendung lieiniariner Alkalicellulose wirkt sich nicht nur günstig auf den Verarbeitungsprozeß aus, indem man eine besser filtrierbare Viscose erhält, sondern sie ergibt auch eine Faser mit h iilierem Gehaltan resistenter Cellulose und niedrigerem Gehalt an Heniicellulosebestandteilen. Eine derartige Faser weist aber, wie bekannt, Vorzüge gegenüber einer aus nicht veredelter und stark hernihaltiger Alkalicellulose gewonnenen Kunstfaser auf.
  • Ausführungsbeispiel Ein normaler Kunstseidenfichtenzellstoff wird in einer Tauchpresse mit einer heimfreien Natronlauge von 17 bis 1811_1/o vorgequollen. Diese reichert sich dabei bis zu einem Heinigehalt von 22 gjl an. Anschließend wird die Reinlauge durch nachsteigende hemihaltige Tauchlauge von Alkalisierstärke, die gleichfalls 22 -/l Hernicellulose enthält, verdrängt und darauf die überschüssige Lauge abgepreßt.
    Fei einem Vergleichsversuch ohne Verwen-
    dung von Reimauge, bei dem sofort eine heini-
    haltige Tauchlaue mit eineinHemigehalt von
    2.2 g;'1 auf den Zellstoff zur Einwirkung kani,
    war die herausgeliiste Menge an Hemicellti-
    losen etwa mir i,J3 derjenigen, die bei cler Ar-
    heitsweise gemiiß der Erfindung unter Vor-
    hehanrilung mit Reinlange entfernt wurde.
    plan hat es ini der Hand, durch entspre-
    chende A1m-a_idlung der Arbeitsweise jeweils
    ein Idöchstnial-.l i-on Heinicelhilosen herauszu-
    lösen. Es sind hierbei die Tauchlaugeeinlal.l-
    gechwindigkeit, der -NaOH-Gelialt #ler Rein-
    latigc und der Heniigelialt rIerTauchlauge von
    E influli. Ferner ist die optimale nuellung des
    zii verarbeitenrkn Zellstoffes bei der gew:ilil-
    ten Arheitsweisc zu berücksichtigen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von veredelter Alkalicellulose unter Vorbehandlung von Zellstoff in Pappenforni mit einer von Heinicelltilosen freien Allcalilauge, eladurcli gekennzeichnet, daß der Zellstoff in einer Tauchpresse zunächst mit dieser Lauge getr'-,inkt und die überschüssige Lauge anschließend ohne Abpressen durch nachsteigenr1e, Heinicellulosen enthaltende "Tauchlauge von Alkalisierstärke verdrängt wird, worauf die überschüssige Lauge in üblicher Weise abgepreßt wird. Zur Abgrenzung des Amneldungsgegenstandes vom Stand der Technik sind im Erteilungsverfahren folgende Druckschriften in Betracht gezogen «-orden: deutsche Patentschriften . . . . Nr. .1r3 51 r, 476255-
DEP80586D 1940-04-05 1940-04-05 Verfahren zur Herstellung von veredelter Alkalicellulose Expired DE746574C (de)

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Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE413511C (de) * 1921-10-01 1925-05-11 Gasgluehlicht Auer Ges M B H F Verfahren zum Reinigen von Zellulose mittels AEtzalkalien und zur Herstellung von merzerisierter Zellulose fuer die Kunstseidefabrikation
DE476255C (de) * 1924-02-18 1929-05-24 Neue Glanzstoff Werke Akt Ges Verfahren zur Herstellung von Alkalicellulose fuer die Gewinnung von Viskose

Patent Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE413511C (de) * 1921-10-01 1925-05-11 Gasgluehlicht Auer Ges M B H F Verfahren zum Reinigen von Zellulose mittels AEtzalkalien und zur Herstellung von merzerisierter Zellulose fuer die Kunstseidefabrikation
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