DE744609C - Wasch-, Netz-, Dispergier- und Emulgiermittel - Google Patents

Wasch-, Netz-, Dispergier- und Emulgiermittel

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DE744609C
DE744609C DEC47964D DEC0047964D DE744609C DE 744609 C DE744609 C DE 744609C DE C47964 D DEC47964 D DE C47964D DE C0047964 D DEC0047964 D DE C0047964D DE 744609 C DE744609 C DE 744609C
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Stockhausen GmbH and Co KG
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Chemische Fabrik Stockhausen GmbH
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  • Treatment And Processing Of Natural Fur Or Leather (AREA)

Description

  • Wasch-, Netz-, Dispergier- und Emulgiermittel Es - ist bekannt, -daß Eiweißstoffe sowie auch Eiweißabb.auprodukte, z. B. solche aus Casein oder Leim, hohe Disperb er- und Egalisierwirkung haben und als E,galisierungs-und Faserschutzmittel in der Textilindustrie vielfach Verwendung finden. Produkte dieser Art können zum Teil. nicht nur in neutralen bzw. "alkalischen, sondern. auch in sauren Bädern verwandt .-werden. Weiterhin ist bekannt, daß die AIkalisalze der höhenmolekularen Fettsäuren ihre volle Wirksamkeit nur in alkalischen Bädern ausüben können, gegenüber Säuren aber außerordentlich empfindlich sind.
  • Man hat ferner schon vorgeschlagen, die günstigen Eigenschaften der Eiweißstoffe einerseits und der Alkalisalze der höhermolekularen Fettsäuren bzw. der Fettsäunederivate anderseits .durch Kondensation dieser Stoffe zu vereinigen bzw. zu steigern. Die Kondensation wird dabei iti der Weise vorgenommen, daß man die Fettsäuren bzw. deren Derivate in ihre Säurechloride überführt und sodann auf die Eiweißstoffe bzw. deren Abbauprodukte zur Einwirkung gelangen läßt. -Es wurde nun die überraschende Feststellung gemacht, daß höhermolekulare Oxyfettsäuren mit - höherem Erstarrungspunkt, z. B. Oxystearinsäure, bei der Kondensation mit Abbauprodukten des tierischen Leims Kondensationsprodukte mit besonders wertvollen Eigenschaften ergeben, wenn in den höherzrstarrenden Oxyfettsäuren, beispielsweise Oxystearinsäure, die OH-Gruppe entweder durch Halogen ersetzt oder verestert wird. Die höhererstarrenden Oxyfettsäuren werden hierdurch in Derivate von niedrigerem Erstarrungspunkt übergeführt. Die technische Herstellung derartiger Kondensationsprodukte wird durch die Verwendung dieser Derivate von niedrigerem Erstarrungspunkt außerordentlich erleichtert. Abgesehen davon wird die Löslichkeit dieser Konäensatnonsprodukte gegenüber den aus den Abbauprodukten des Leims und den nicht substituierten höhererstarrenden Oxyfettsäuren hergestellten Erzeugnissen erheblich verbessert.
  • Ein weiterer wesentlicher Vorteil aber liegt darin, daß die Kondensationsprodukte aus Abbauprodukten des tierischen Leims und höhererstarrende-n Oxyfettsäuren, deren. OH- Gruppen durch Halogen ersetzt bzw. verestert sind, eine hohe Säurebeständigkeit erlangen, während die unter den gleichen Versuchsbedingungen hergestellten Kondensationsprodukte aus Abbauprodukten des tierischen Leims und nichtsubstituierten höhererstarrenden Oxyfettsäuren gegenüber Säuren tvesent-" ]ich empfindlicher sind.
  • Weiter wurde gefunden, daß von den b,-= kannten in der Technik verwandten Eiweiß= Stoffen, z. B. Casein, Leim, Eieralbumin u. a: bztv . deren Abbauprodukten, für das vorliegende Verfahren nur Abbauprodukte aus tierischem Leim in Frage kommen, wobei der Abbaugrad etwa 200/0 (bezogen auf Gesamtstickstoff) nicht übersteigen soll. Kondensationsprodukte aus Abbauprodukten des tierischen Leims mit einem Abbaugrad von nicht über 2o% und den in der OH-Gruppe veresterten bzw. durch Halogen substituierten höhererstarrenden Oxyfettsäuren zeichnen sich gegenüber den unter gleichen Versuchsbedingungen hergestellten Kondensationsprodukten, bei welchen Abbauprodukte beispielsweise des Caseins oder des Eieralbumins verwendet wurden, durch ihre hohe Säurebeständigkeit aus, während letztere gegenüber Säuren außerordentlich empfindlich sind und auch in sehr schwach sauren Flotten ausgefällt werden.
  • Die aus den Abbauprodukten des tierischen Leims und den halogenierten bzw. in der OH-Gruppe veresterten höhererstarrenden Oxyfettsäu.ren dargestellten Kondensationsprodukte zeichnen sich ferner noch durch hohe Kalkbeständigkeit und schutzkolloide Wirkung aus. Infolgedessen können sie besonders in der Textil- und Lederindustrie weitgehende Verwendung finden. Sie sind beispielsweise ausgezeichnete, Hilfsmittel beim Färben und Bleichen, hervorragende Emulgier- und Dispergiermittel für pflanzliche und tierische Öle und Fette, Mineralöle sowie hochwirksame Anteigmittel für Farbstoffe. Auch können sie mit Vorteil verwendet werden in Mischung mit Seifen, Türkischrotölen, Lösungsmitteln und Netzmitteln aller Art.
  • Beispiel r Zur Erhöhung der Durchfärbung von schtver durchfä.rbbaremMaterialmitIndanthrenfarbstoffen, z. B. mit Indanthrenbl.au GCD doppl. Teig (Schulz, Farbstofftabellen Nr. r234), wird dieses in unverküpter Form mit ro g des Kondensationsproduktes aus Abbauprodukten des tierischen Leims, deren Abbaugrad etwa 7 Qiö beträgt, und Oxystearinsäurechlorid, dessen OH-Gruppe durch Chlor ersetzt ist, im Liter aufgeschlämmt und auf das Material bei einer Temperatur von etwa 6o° aufgeklotzt. Die Behandlung erfolgt für Gewebe auf dem Foulard, für Perlgarne und 'Leinengarne auf der Passiermaschine. Das so vorbehandelte Material wird nach dem Klotzen in einer blinden Küpe entwickelt, Diese enthält die für den vorliegenden Farbstoff erforderliche Menge Natronlauge L'(_2 cem/1) und Hydrosulfit (3g/1) und weist ilie für den vorliegenden Farbstoff erforder-Üche Temperatur von 6o° auf. Der so er-`haltene Durchfärbeeffekt übertrifft den einer normalen Küpe wesentlich und ist durch Zusatz von Netzmitteln zur Küpe nicht zu erreichen. Ein weiterer Vorzug besteht darin, daß in der Klotzfllotte keinerlei Abscheidungen auftreten, obwohl 12' hartes Wasser zur Bereitung der Flotte verwandt wurde.
  • BeiSpiel2 Steht für die Wäsche bnv. für den Spülprozeß nur hartes Wasser zur Verfügung, so werden der Waschlauge bzw. dem Spülbade 0,5g des Kondensationsproduktes aus Abbauprodukten des tierischen Leims (Abbaugrad etwa 5 oio) und Dioxystearinsäurechlorid, dessen OH-Gruppen durch Chlor ersetzt sind, zugesetzt. Hierdurch werden Abscheidungen von Kalkseifen sowohl beim Waschen wie beim Spülen zuverlässig vermieden.
  • Beispiel 3 Zur Herstellung des Grundierungsbades von Naphthol AS-SW wird an Stelle eines Türkischrotöles das Kondensationsprodukt aus Abbauprodukten des tierischen Leims mit einem Abbaugrad von etwa g % und Oxystearinsäurechlorid, dessen OH-Gruppe mittels Acetylchlorid verestert ist, verwandt, wodurch auch bei sehr hartem Wasser Ausscheidungen von Calciumnaphtholat vermieden werden. Die erreichte Stabilisierung des Grundierungsbades bewirkt ferner eine Erhöhung der Reibechtheit. Außerdem ermöglicht die Verwendung des vorstehenden Produktes eine bessere und schnellere Durchdringung des Materials.
  • Beispiel q.
  • Australische Opossums werden mit einer Mischung von Kochsalz, basischem Chromsalz und dem Kondensationsprodukt aus Abbaupredukten des tierischen Leims und Oxystearinsäurechlorid, dessen OH-Gruppe durch Chlor ersetzt ist, nach der Farbe mit der Hand nachgefettet und, wie üblich, fertiggemacht. Die Mischung besteht aus rog Kochsalz, 1 5 g basischem Chromsalz und 5o g des Kondensationsproduktes je Liter.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verwendung von Kondensationsprodukten aus Abbauprodukten des tierischen Leims mit einem Abbaugrad von nicht über 2o % und hähererstarrenden Oxyfetts.äuren, deren OH-Gruppen entweder durch Halogen ersetzt oder vex-esbert sind, als Netz-, Wasch-, Dispergier- und Emulgiermittel, besonders in der Texth-und Lederindustrie. Zur Abgrenzung des Anmeldungsgegenstandes vom Stand der Technik ist im Erteilungsverfahren folgende Druckschrift in Betracht ,gezogen worden: Deutscher Färberkalender, 1933, S. 101 ff.
DEC47964D 1933-06-07 1933-06-07 Wasch-, Netz-, Dispergier- und Emulgiermittel Expired DE744609C (de)

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DE744609C true DE744609C (de) 1944-01-21

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE922432C (de) * 1950-10-21 1955-01-17 Chem Fab Gruenau Ag Zweigniede Verfahren zur Herstellung von schonend waschenden und wenig haerteempfindlichen Seifen

Non-Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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None *

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE922432C (de) * 1950-10-21 1955-01-17 Chem Fab Gruenau Ag Zweigniede Verfahren zur Herstellung von schonend waschenden und wenig haerteempfindlichen Seifen

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