DE74440C - Bedürfnifsanstalt für Frauen - Google Patents
Bedürfnifsanstalt für FrauenInfo
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- DE74440C DE74440C DENDAT74440D DE74440DA DE74440C DE 74440 C DE74440 C DE 74440C DE NDAT74440 D DENDAT74440 D DE NDAT74440D DE 74440D A DE74440D A DE 74440DA DE 74440 C DE74440 C DE 74440C
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Classifications
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E03—WATER SUPPLY; SEWERAGE
- E03D—WATER-CLOSETS OR URINALS WITH FLUSHING DEVICES; FLUSHING VALVES THEREFOR
- E03D1/00—Water flushing devices with cisterns ; Setting up a range of flushing devices or water-closets; Combinations of several flushing devices
Landscapes
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- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Hydrology & Water Resources (AREA)
- Public Health (AREA)
- Water Supply & Treatment (AREA)
- Tents Or Canopies (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 85: Wasserleitung.
Die vorliegende Bedürfnifsanstalt ist derart eingerichtet, dafs sie nicht mehr Platz beansprucht,
als eine Bedürfnifsanstalt für Männer, und dafs eine Wärterin, welche für die Reinlichkeit,
die Ueberwachung und den Schlufs derselben Sorge zu tragen hat, sich nebenbei mit dem Verkauf von Zeitungen, Blumen oder
dergleichen befassen kann.
Fig. 1 zeigt einen Aufrifs der Einrichtung und Fig. 2 einen waagrechten Schnitt derselben,
Fig. 3 einen senkrechten Schnitt eines einzelnen Beckens, Fig. 4 eine Ansicht der Vorrichtung,
welche das seitliche Oeffnen der Thür des benutzten Abtheils verhindert. Fig. 5 und 6
zeigen die Grundrisse zweier Formabänderungen der Anstalt. Fig. 7 zeigt im Aufrifs mit Schnitt,
Fig. 8 in Oberansicht und Fig. 9 in Vorderansicht die Einrichtung zum Handhaben der
Thür.
Die vorliegende Bedürfnifsanstalt hat die Form eines' Zeltes mit einer Anzahl von Füllungen
a, die aus Marmor, Metallblech, Holz oder dergleichen bestehen. Im Innern des
Zeltes befindet sich ein Tisch b für die Wärterin, welche die Zeitungen durch die zu diesem
Zwecke mit Oeffnung versehene vordere Füllung c verkaufen kann.
Die Bedürfnifsanstalt hat zwei Eingänge d, einen rechts und den anderen links von der
Wärterin. Beide Gänge vereinigen sich im Innern der Anstalt zu einem mittleren Eingang
e, der durch eine Thür/ in zwei Gänge getheilt wird. Behufs Eintretens in das rechte
Abtheil mufs die ThUr / nach links gestofsen werden und umgekehrt beim Eintreten in das
linke Abtheil nach rechts. Die Thür/ ist hinten bei g, Fig. 2, drehbar und schlägt nach
rechts oder links, je nachdem das eine oder andere der beiden Abtheile h bei Benutzung
zu schliefsen ist. Oben an der Thür / ist eine Rolle i in einem Halter j gelagert (Fig. 4
und 7 bis 9).
Diese Rolle i läuft auf einer Schiene k, die oberhalb der Thür /, Fig. 7, im Zelt befestigt
und nach einem Radius gleich dem Abstand der Rolle von den Thürangeln g gekrümmt
ist (Fig. 8). Wie Fig. 9 zeigt, ist diese Laufschiene k von beiden Enden her gegen die
Mitte zu geneigt, derart, dafs die Thür, mag sie nach der einen Seite oder nach der anderen
geöffnet werden, selbstthätig zurückschlägt und immer auf Mitte Schiene sich wieder einstellt.
Tritt nun beispielsweise eine Person auf das Trittbrett m des rechten Abtheils, so wird das
Trittbrett und die mit ihm verbundene Stange 0, Fig. 4, gesenkt. Infolge dessen richtet sich der
längere Arm des bei q drehbar gelagerten zweiarmigen Hebels ρ auf und legt sich dessen
Haken r1 vor die Rolle i der Thür (Punktirung Fig. 9), so dafs man nicht im Stande ist, die
Thür / nach links zu bewegen, um den Zugang zu dem benutzten rechten Abtheil freizulegen
, wohl aber nach rechts behufs Zutritts zum linken Abtheil. Derselbe Vorgang, jedoch
in umgekehrter Weise, tritt ein bei Benutzung des linken Abtheils.
Sind beide Abtheile gleichzeitig in Benutzung, so wird die Thür in ihrer mittleren Lage dadurch
festgelegt, dafs ihre Rolle r von den Haken r1 beider Hebel ρ eingeklemmt wird.
Man kann also die Thür dann weder nach links, noch nach rechts bewegen. Daher
können zwei Personen zu gleicher Zeit nicht hinausgehen, eine mufs vielmehr der anderen
den Vortritt überlassen. Stellen sich andererseits zwei Personen gleichzeitig zum Einlafs
ein, so mufs die eine etwas bei Seite treten und der anderen den Vortritt überlassen.
Wollten zwei Personen gleichzeitig hinaus und jede die Thür nach der anderen Seite
stofsen, so würde der Austritt beider Personen unmöglich. Um dies zu regeln, kann in der
Thür, etwa bei R, Fig. 7, ein Fensterchen angebracht werden, durch welches die eine Person
das Hinaustreten der anderen bemerken kann.
Das vor dem Trittbrett m befindliche Becken r hat zweckmäfsig die in Fig. 2 und 3 gezeigte
Form und wird aus einem Rohr nl mit Wasser gespült. Um zu verhindern, dafs die Kleider
in das Wasser des Beckens eintauchen, ist dasselbe mit dem Dach r überdeckt. Von diesem
Becken r führt eine Rohrleitung t unterhalb des Trittbrettes m zu einem Entleerungsbehälter.
Die einzelnen Abtheile werden so eingerichtet, dafs eine eingetretene Person ihre Stellung
mit dem Gesicht nach dem Becken hin einnehmen kann, ohne sich auf dem Trittbrett
m umdrehen zu müssen. Das Dach s des Beckens ist mit einer die Benutzung des
Beckens erleichternden Aussparung u versehen.
Durch die Bewegung der Thür kann eine Anzeigetafel eingestellt werden, welche erkennen
läfst, ob dieses oder jenes Abtheil in Benutzung ist.
Der Boden der beiden Abtheile ist nach der Mitte hin geneigt, und zwar parallel zu der
Bewegungsbahn der Thür. An der Stelle, wo die beiden geneigten Böden zusammentreffen,
befindet sich eine Rinne für ablaufendes Spülwasser.
Die Eingänge d können mittels einer Rolljalousie verschlossen werden, welche in eine
Oeffnung des Gesimses ν hineingerollt wird. Ein kleines Dach χ, welche an dem Gesims
angebracht ist, schützt den Tisch der Wärterin vor Regen.
Es erscheint manchmal wünschenswerth, die Form der Bedürfnifsanstalt etwas abzuändern,
um sie z. B. zur Aufstellung an einer Mauer oder an dem Rande des Bürgersteiges geeignet
zu machen. Fig. 5 der Zeichnung zeigt die längliche Ausführungsform der Anstalt zur
Aufstellung an einer Mauer und Fig. 6 die runde Form, wie sie bei Aufstellung auf einem
Bürgersteig angewendet wird. Wie aus Fig. 5 zu ersehen, liegen hier die Abtheile, wie bei
Männerbedürfnifsanstalten, in einer Reihe. Die beiden mittleren Abtheile αλ al sind durch eine
Scheidewand b1 von einander getrennt.
An jedem Zugang zur Anstalt befindet sich eine Verkaufsstelle, und der Eintritt zu einem
mittleren Abtheil a1 und einem Endabtheil cl
wird durch eine wie oben beschrieben eingerichtete Thür d1 vermittelt. Infolge der Anordnung
der Abtheile in einer Reihe kann die bei A untergebrachte Wärterin zugleich beide
Zugänge überwachen. Die beiden Thüren el ihres Abtheils öffnen sich nach rechts bezw.
links, wie in punktirten Linien bei f angedeutet ist.
Die in Fig. 6 gezeigte Form ist zu dem Zwecke gewählt, möglichst kleinen Durchmesser
zu erhalten. Es ist hier nur ein Abtheil zur Bedürfnifsverrichtung vorgesehen, dessen Zugangsthür
immer unbeweglich ist, wenn das Abtheil benutzt wird. Die Wärterin hat ihren
Platz im Raum A, durch dessen Oeffnung hl
sie die Anstalt überwachen kann.
Bei dieser Ausführungsform kommt zum Verschlufs der Anstalt eine seitlich verschiebbare
Wand in Anwendung, welche vor den Eingang geschoben wird.
Diese Bedürfnifsanstalten können auch mit Wasserciosets entweder nur in einem oder in
mehreren Abtheilen versehen sein und können in Bezug auf Form, Material und Gröfsenverhältnisse
bedarfsgemäfs abgeändert werden.
Claims (3)
1. Eine Bedürfnifsanstalt für Frauen, gekennzeichnet
durch einen gemeinsamen Zugang für zwei Abtheile, welcher durch eine rechts oder links zuklappende ThUr in der Mitte
getheilt ist, die derart aufgehängt ist, !dafs sie nach Benutzung eines der Abtheile
selbstthätig in ihre mittlere Lage zurückkehrt.
2. Bei einer Bedürfnifsanstalt der unter 1. gekennzeichneten
Art eine Vorrichtung zum Zustellen des Zuganges des benutzten Abtheils, bestehend aus dem mit dem Trittbrett
fm) verbundenen Hebelwerk (op q), welches die Thür am betreffenden Abtheil
in geschlossener Lage festlegt.
3. Bei einer Bedürfnifsanstalt der unter 1. gekennzeichneten
Art ein Becken fr), das mit einem Dach fs) überdeckt ist, welches die
Kleider vor Berührung mit dem Wasser im Becken fr) schützt und mit einer Aussparung
(u) versehen ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE74440C true DE74440C (de) |
Family
ID=347489
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT74440D Expired - Lifetime DE74440C (de) | Bedürfnifsanstalt für Frauen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE74440C (de) |
-
0
- DE DENDAT74440D patent/DE74440C/de not_active Expired - Lifetime
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