DE740757C - Elektrischer Salzbadofen - Google Patents

Elektrischer Salzbadofen

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DE740757C
DE740757C DED76124D DED0076124D DE740757C DE 740757 C DE740757 C DE 740757C DE D76124 D DED76124 D DE D76124D DE D0076124 D DED0076124 D DE D0076124D DE 740757 C DE740757 C DE 740757C
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DE
Germany
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salt bath
electrodes
container
wall
salt
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Expired
Application number
DED76124D
Other languages
English (en)
Inventor
Karl Albrecht
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Evonik Operations GmbH
Original Assignee
Degussa GmbH
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Publication date
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Application granted granted Critical
Publication of DE740757C publication Critical patent/DE740757C/de
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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H05ELECTRIC TECHNIQUES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • H05BELECTRIC HEATING; ELECTRIC LIGHT SOURCES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; CIRCUIT ARRANGEMENTS FOR ELECTRIC LIGHT SOURCES, IN GENERAL
    • H05B3/00Ohmic-resistance heating
    • H05B3/60Heating arrangements wherein the heating current flows through granular powdered or fluid material, e.g. for salt-bath furnace, electrolytic heating

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  • Resistance Heating (AREA)

Description

  • Elektrischer Salzbadofen Die Erfindung betrifft einen elektrischen Salzbadofen, bei dem der .aus stromleitendem Werkstoffbestehende lang gestxeckte Behälter die .eine Elektrode bildet, während die Gegenelektroden in das Salzbad eintauchen. Hierbei sind die Gegenelektroden in einem Abstand voneinander angeordnet, der größer ist als ihre Entfernung von :der Behälterwand.
  • Es sind Salzbadöfen bekannt, bei denen die Gegenelektroden an dem Umfang des Behälters gl:eichniäßig verteilt sind. Solche Öfen sind brauchbar, solange sie verhältnismäßig kleine Abmessungen aufweisen. Mit wachsender Größe solcher Salzbadöfen treten jedoch, erhebliche Schwierigkeiten auf, um einerseits eine gleichmäßige Erhitzung des Bades zu erzielen und andererseits das Bad möglichst wirtschaftlich betreiben zu können, d. h. einen möglichst großen Nutzraum zu erhalten. Diese Schwierigkeiten machen sich in erhöhtem Maße bemerkbar, wenn es sich um die Beheizung von großen Öfen, beispielsweise von meh,eren Metern Länge und Breite, handelt.
  • Diese Schwierigkeiten werden behoben, wenn man bei einem lang gestreckten Behälter. erfindungsgemäß die Gegenelektroden nur an der einen; langen Seitenwand des Behälters ohne Zwischenschalten jeglicher Trennwände anordnet. Man .erhält dadurch ,die Möglichkeit der Beheizung von ;großen Öfen, bei der d i" ;e Vorteile eines großen nutzbaren Badraumes und einer gleichmäßigen Behelzung vereinigt sind. Der Salzumlauf ist bei einer solchen Anordnung nicht nur dem Gesetz der Wärmewirkung, sondern auch einem elektrodynamischen Effekt wirksam unterworfen. Es bildet sich bei dem Stromdurchgang durch die Gegenelektroden zwischen diesen ein magnetisches Feld aus, durch das auf die konvektiven Stromfäden nach :den bekannten elektrodynamischen Grundsätzen eine Kraft ausgeübt wird, die in Richtung nach unten verläuft. Dieser Effekt wird durch die erfindungsgemäße Anordnung der Elektroden so wirkungsvoll ausgenutzt, daß die erhitzte Salzschmelze entgegen dem normalen Wärmeauftrieb nach unten gedrückt wird. Der Effekt wird im wesentlichen in dem Zwischenraum zwischen den Elektroden und der Ofenwand erzeugt, und da :die ausgedehnte Fläche der Tiegelwand die Elektrode bildet, erstreckt sich diese Wirkung längs einer Ofenfläche und somit einheitlich lediglich von einer Seite des Ofens nach dem Ba`d@innenraum zu. Dort überwiegt sodann derWärmeauftrieb, was gerade erwünscht ist, da an dieser Stelle die zu behandelnden Gegenstände eingetaucht werden. Eine Unterstützung dieser Wirkung wird noch dadurch erhalten, daß der durch den elektrodynamischen Effekt erwirkte Salzumlauf nach der kürzeren Abm,essun.g des Bades verläuft, so daß der elektrodynamische Effekt über den gesamten Badraum wirksam ist. Auf diese Weise kann man große Salzbadöfen gleichmäßig und mit einer guten Ausnutzung des Nutzraumes beheizen.
  • Es sind Salzbadöfen mit leitenden Behältorwänden bekannt, bei denen zwar .die Elektroden an einer Seite verteilt sind, jedoch befindet sich jede Elektrode in einem besonderen Elektrodenraum, der von dem Nutzraum durch eine Zwisehenwand abgegrenzt ist. Durch diese Anordnung ergibt sich eine der Erfindung entgegengesetzte Wirkung. Durch die Erhitzung des Salzes in jedem besonderen kleinen Elektrodenraum entsteht durch die verhältnismäßig geringe Menge der Schmelze in dem abgetrennten Raum im Verhältnis zu dem übrigen Badinhalt ein so lebhafter Wärmeauftrieb, daß der elektrodynamische Effekt übertrumpft wird. Der Umlauf des Salzstromes erfolgt also, an der Wand nach oben, wodurch eine gleichmäßige Erhitzungder Schmelze, insbesondere bei großen Ofen, nicht erreicht tverden kann. Dieser ungünstige Wärmeverlauf wird noch dadurch unterstützt, daß in dem Raum, in denn der Wärmestrom nach unten geht, die kalten Werkstücke eingetaucht werden, wodurch er Umlauf mit der heißesten Zone an der Wand verstärkt wird. Gemäß der Erfindung hingegen werden die Werkstücke dort eingetaucht, wo von unten der warme- Salzstrom nach oben" steigt.
  • Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung können die Enden der Elektroden parallel zum Boden des Behälters geführt werden und Durchbrechungen enthalten. Dadurch werden örtliche Überhitzungen vermieden, und es wird ein freies Durchströmen des von den Elektroden erhitzten Teils .der Salzschmelze gewährleistet.
  • In der Zeichnung sind zwei Ausführtingsbeispiele des erfindungsgemäßen Salzbadofens dargestellt.
  • Fig. i zeigt einen lang gestreckten Salzbad-. ofen. der mit Dreiphasenstrom betrieben wird. .Die Elektroden R, S, T befinden sich an der einen, langen Seitenwand des Behälters i, und zwar nahe an der Behälterwand, damit der Strom lediglich zwischen je einer Elektrode und der Behälterwand fließt, nicht aber zwischen den Elektroden untereinander. Bei Betrieb mit Drehstrom können drei, sechs, neun, zwölf usw. Elektroden verwendet werden. Der Abstand der einzelnen Elektroden voneinander ist größer als derjenige der Elektroden von der stromleitenden Behälterwand i. Auf diese Weise können große Salzbadbehälter mit gutem Wirkungsgrad und guter Rattmausnutzung elektrisch beheizt werden.
  • Die Fig.2 zeigt einen senkrechter! Querschnitt eines Salzbadofens :2, bei dem die Enden 3 der in das Salzbad eingetauchten Elektroden parallel zum Boden des Ofens weitergeführt sind und Durchbrechungen 4 enthalten, damit die in dem Raum zwischen den Elektrodenenden und dem Boden des Behälters erhitzte Salzschmelze am Abströmen zur Ofenmitte nicht behindert wird. Die Elektroden werden von der Seitenwand vorzugsweise durch Abstandsstücke 5 frei gehalten, so daß selbst bei Verwerfungen der Wand oder derElektrode ein Berühren zwischen beiden ausgeschlossen ist. Diese Abstandsstücke bestehen aus nicht stromleitendem und gegen die Salzbäder chemisch beständigem Werkstoff, z. B. bei einem Cyanidschmelzbad aus Aluminiumoxyd.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Elektrischer Salzbadofen, bei dem der aus stromleitendem Werkstoff be-. stehende lang gestreckte Behälter die eine Elektrode bildet, während die Gegenelektroden in das Salzbad eintauchen und einen Abstand voneinander haben, der größer ist als .ihre Entfernung von der Behältexwand, dadurch gekennzeichnet, daß die Gegenelektroden nur an der langen Seitenwand des Behälters ohne Zwischenschalten jeglicher Trennwände angeordnet sind. ° a. Salzbadofen nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Enden der Elektroden parallel zum Boden des Behälters geführt und mit Durchbrechtrngen versehen sind. Zur Abgrenzung des Anmeldungsgegenstandes vom Stand der Technik sind im Erteilungsverfahren folgende Druckschriften in Betracht gezogen worden: deutsche Patentschriften . . . . Nr. 407 940, 551 179, 56,0 554.
DED76124D 1937-09-15 1937-09-15 Elektrischer Salzbadofen Expired DE740757C (de)

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DED76124D DE740757C (de) 1937-09-15 1937-09-15 Elektrischer Salzbadofen

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DED76124D DE740757C (de) 1937-09-15 1937-09-15 Elektrischer Salzbadofen

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DE740757C true DE740757C (de) 1944-01-12

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ID=7062122

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Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE407940C (de) * 1922-11-01 1925-01-05 Friedrich Blech Verfahren und Ofen zum Schmelzen von Metallen, zum UEberziehen metallischer Gegenstaende mit Schutzmetallen, zum Veredeln von Metalloberflaechen und zum Hartloeten
DE551179C (de) * 1930-05-02 1932-05-28 Siemens Schuckertwerke Akt Ges Stromzufuehrungselektrode fuer elektrische Salzbadoefen
DE560554C (de) * 1930-06-11 1932-10-05 Axel Gustaf Emanuel Hultgren Salzbadofen

Patent Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE407940C (de) * 1922-11-01 1925-01-05 Friedrich Blech Verfahren und Ofen zum Schmelzen von Metallen, zum UEberziehen metallischer Gegenstaende mit Schutzmetallen, zum Veredeln von Metalloberflaechen und zum Hartloeten
DE551179C (de) * 1930-05-02 1932-05-28 Siemens Schuckertwerke Akt Ges Stromzufuehrungselektrode fuer elektrische Salzbadoefen
DE560554C (de) * 1930-06-11 1932-10-05 Axel Gustaf Emanuel Hultgren Salzbadofen

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