DE740723C - Verfahren zur Herstellung von Sulfonsaeureaethylenimiden - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Sulfonsaeureaethylenimiden

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DE740723C
DE740723C DEI69594D DEI0069594D DE740723C DE 740723 C DE740723 C DE 740723C DE I69594 D DEI69594 D DE I69594D DE I0069594 D DEI0069594 D DE I0069594D DE 740723 C DE740723 C DE 740723C
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DE
Germany
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acid
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sulfonic acid
water
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Expired
Application number
DEI69594D
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English (en)
Inventor
Dr Ernst Ploetz
Dr Erwin Weinhardt
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IG Farbenindustrie AG
Original Assignee
IG Farbenindustrie AG
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Publication date
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D203/00Heterocyclic compounds containing three-membered rings with one nitrogen atom as the only ring hetero atom
    • C07D203/04Heterocyclic compounds containing three-membered rings with one nitrogen atom as the only ring hetero atom not condensed with other rings
    • C07D203/06Heterocyclic compounds containing three-membered rings with one nitrogen atom as the only ring hetero atom not condensed with other rings having no double bonds between ring members or between ring members and non-ring members
    • C07D203/22Heterocyclic compounds containing three-membered rings with one nitrogen atom as the only ring hetero atom not condensed with other rings having no double bonds between ring members or between ring members and non-ring members with hetero atoms directly attached to the ring nitrogen atom
    • C07D203/24Sulfur atoms

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Sulfoinsäureäthylenimiden Es wurde gefunden, daß man Sulfonsäureäthylenimide herstellen kann, wenn man Di-oder Polysulfonsäurehalogenide in Gegenwart säurebindender Mittel mit i # 2-Alleyleniminen umsetzt, die am Stickstoff nicht substituiert sind. Es kommen beispielsweise die Chloride der i # 2-Äthandisulfonsäure, i # 3-Propandisulfonsäure, i # 3- und i # q.-Butandisulfonsäuren, Octadekandisulfonsäuren, Benzoldisulfonsäuren, Naphthalindi- und -trisulfonsäuren und Pyridindisulfonsäuren in Frage. Auch Gemische von Di- und Polysulfonsäurechloriden, z. B. solche, die bei der Einwirkung von Schwefeldioxyd und Chlor auf Gemische aliphatischer Kohlenwasserstoffe neben den Monosulfonsäurechloriden entstehen, können verwendet werden. Als geeignete i `# 2-A1-kylenimine seien beispielsweise Äthylenimin und i # 2-Propylenimin genannt. Als säurebindende Mittel kommen in erster Linie die Hydroxyde und Carbonate der Alkali- und Erdalkalimetalle in Betracht.
  • Man führt die Umsetzung zweckmäßig unter Kühlung durch. Vorteilhaft überschreitet man Temperaturen von 5o° nicht. Die Anwesenheit von Lösungs- und Verdünnungsmitteln, wie Wasser, Alkohol, Benzol, Essigester, Äther usw., ist vorteilhaft. Die Menge des säurebindenden Mittels bemißt man nach der Menge dei- bei der Umsetzung abgespaltenen Halogenwasserstoffsäure. Ein Überschuß des säurebindenden Mittels ist nicht schädlich.
  • Eine vorteilhafteArbeitsweise besteht darin, daß man eine Lösung eines Di- oder Polysulfonsäarechlorids in einem mit Wasser nicht mischbaren, organischen Lösungsmittel mit einer wäßrigen, das säurebindende Mittel enthaltenden Lösung des i - 2-Allcylenimins in innige Berührung bringt. Hierbei hat man den Vorteil, daß das gebildete Salz in der wäßrigen Schicht gelöst bleibt. Das gewünschte Umsetzungsprodukt erhält man, wenn es in dem Lösungsmittel leicht löslich ist, nach Abtrennung der Lösungsmittelschicht durch Verdampfen des Lösungsmittels. Schein det sich das gebildete Di- oder Polysulfonsäureätlivlenimid ganz oder teilweise als in der wäßr igen Schicht sch-,v. er löslicher Niederschlag aus, so kann der ausfallende Teil nach Trennung der Schichten durch Abfiltrieren salzfrei gewonnen werden. Etwa im Lösungsmittel noch enthaltene Anteile können durch Abdestillieren des Lösungsmittels gewonnen werden, das dann ohne weiteres wiederverwendet werden kann.
  • ' Die neuen Produkte sind meist gut kristallisierende farblose Verbindungen. Während sich die niedriginolekularen Produkte noch verhältnismäßig leicht iit Wasser lösen, sind die höhermolekularen schwer löslich. Dagegen sind. alle Produkte in organischen Lösungsmitteln leicht löslich. Durch Erwärmen oder Einwirkung von sauren Mitteln werden die Produkte leicht unter Bildung von Erzeugnissen, die auch in organischen Lösungsmitteln unlöslich sind, polymerisiert.
  • Die Produkte eignen sich beispielsweise als Textilhilfsmittel und als Zwischenprodukte dafür.
  • Es ist bekannt, daß Benzol- und Toluolsulfochlorid mit Äthylenimin in Gegenwart überschüssiger All.:alilauge die entsprechenden Arylsulfoäthylenimide liefern. Im Gegensatz zu diesen bekannten Äthylenimiden besitzen die hier beschriebenen Umsetzungsprodukte von Di- oder Polysulfonsäurehalogeniden mit Äthyleniminen ein starkes Polymerisationsvermögen, das sie zu wertvollen Textilhilfsmitteln macht.
  • Die in den Beispielen angegebenen Teile sind Gewichtsteile.
  • Beispiel i Zu einer Lösung von 86 Teilen wasserfreiem Natriumcarbonatund q.3Teil en Äthylenimin in Soo Teilen Wasser läßt man bei - 5 bis o° langsam eine Lösung von iao Teilen i - 3-Propandisulfochlorid in 70o Teilen Äther fließen. Man rührt bei der gleichen Temperatur noch 3 Stunden und saugt dann das ausgeschiedene i - 3-Propandisulfo-di-N - N-ätliylenimid ab. Nach dem Umlosen aus Alkohol erhält man das Erzeugnis in Form von farblosen, bei 7o° schmelzenden Nadeln. Es ist in Wasser und organischen Lösungsmitteln in der Wärme leicht löslich. Verwendet man an Stelle von i - 3-Propandisulfochlorid ein Gemisch von i - 3- lind i -.l-Butandistilfochlorid, so erhält man das entsprechende Gemisch aus i - 3- und i - d-Btitandistilfodi-N - ,\-äthylenimid.
  • Beispiel 2 Zu einer Lösung von 86Teilen wasserfreiem Natriumcarbonat und 43 Teilen Ä.tliylenimin in 8oo Teilen Wasser läßt man bei -5 bis o' langsam eine Lösung von i2o Teilen i - 3-Propandistilfochlorid in 6oo Teilen Toluol fließen. Bei der Aufarbeitung in der in Beispiel i angegebenen Weise erhält man t - 3-Propandisulfo-di-N - N-äthylenimid.
  • Beispiel 3 Zu einer Lösung von .L4 Teilen Ätzna.tron und d.3 Teilen Äthylenimill in Soo Teilen Wasser läßt man bei -5 bis o° 12o Teile i - 3-Propatidisulfochlorid in 6oo Teilen Benzol fließen. Man rührt mehrere Stunden und arbeitet in der in Beispiel i angegebenen Weise auf.
  • Beispiel Zu einer Lösung von 4.3 Teilen N atriumcarbonat Lind 22 Teilen Äthylenimin in 4.oo Teilen Wasser läßt man bei -2 bis o° eine Lösung von 7oTeilen m-Benzoldisulfochlorid in .4oo Teilen Äther fließen. Man rührt i Stunde, saugt das Umsetzungsprodukt ab und kristallisiert es aus Tetrachlorkoblenstoff um. Das Benzoldisulfo-di-\' - N-äthylQnimid wird so in Form weißer Kristalle erhalten, die in Wasser unlöslich, aber in den meisten organischen Lösungsmitteln in der Wä rnie gilt löslich sind.
  • Beispiel 5 Zu einer Mischung von 9o Teilen Natriumcarbonat und .I3 Teilen Äthylenimin in 5oo Teilen Wasser läßt man eine Lösung von 2ooTeilen eines Paraffindisulfoelilorids mit der Kettenlänge von 14 Kohlenstoffatomen in 6oo Teilen Toluol fließen. Man rührt mehrere Stunden und trennt die Toluolschicht von der wäßrigen Schicht. Nach dem Trocknen der Toluollösung und Abdestillieren des Tolttols erhält man das Paraffindisulfo-N - N-di-äthylenimid als wachsartige Masse.
  • Beispiel 6 Zu einer Lösung von 66 Teilen i - 3-Propandisulfochl.orid in, 3oo Teilen Toluol läßt man bei o° bis -[- 5° eine Lösung von a i Teilen Äthylenimin und 27 Teilen wasserfreier Soda oder 2o Teilen Ätznatron in d.oo Teilen Wasser langsam zufließen und rührt das Gemisch noch 2 Stunden lang bei o°. Der sich bildende weiße Niederschlag wird nach dem Absaugen bei q.ö bis q.5° im Vakuum getrocknet. Man erhält das r # 3-Propandisulfoäthylenimid in Form farbloser, leicht wasserlöslicher Kristalle.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Sulfonsäureäthylenimden, dadurch gekennzeichnet, daß man Di- oder Polysulfonsäurehalogenide in Gegenwart säurebindender Mittel mit r # z-Alkyleniminen umsetzt. . Zur Abgrenzung des Anmeldungsgegenstandes vom Stand der Technik ist im Erteilungsverfahren in Betracht gezogen worden: . Beilstein, Handbuchderorganischen Chemie, Bd. XX, S. z.
DEI69594D 1941-05-10 1941-05-10 Verfahren zur Herstellung von Sulfonsaeureaethylenimiden Expired DE740723C (de)

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Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3115490A (en) * 1963-12-24 H smith
US3115474A (en) * 1959-08-07 1963-12-24 Minnesota Mining & Mfg Aromatic polyalkylenamides and polymers thereof
US3335131A (en) * 1962-04-02 1967-08-08 Interchem Corp Preparation of certain tris-aziridinylphosphine oxides or sulfides
US3440242A (en) * 1959-08-07 1969-04-22 Minnesota Mining & Mfg Aromatic polyalkylenamides

Non-Patent Citations (1)

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Title
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