DE73252C - Fahrrad-Schlitten mit selbstthätig beweglichen Gleitfüfsen und federnder Lagerung des Treibrades - Google Patents
Fahrrad-Schlitten mit selbstthätig beweglichen Gleitfüfsen und federnder Lagerung des TreibradesInfo
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- DE73252C DE73252C DENDAT73252D DE73252DA DE73252C DE 73252 C DE73252 C DE 73252C DE NDAT73252 D DENDAT73252 D DE NDAT73252D DE 73252D A DE73252D A DE 73252DA DE 73252 C DE73252 C DE 73252C
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Links
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B62—LAND VEHICLES FOR TRAVELLING OTHERWISE THAN ON RAILS
- B62M—RIDER PROPULSION OF WHEELED VEHICLES OR SLEDGES; POWERED PROPULSION OF SLEDGES OR SINGLE-TRACK CYCLES; TRANSMISSIONS SPECIALLY ADAPTED FOR SUCH VEHICLES
- B62M27/00—Propulsion devices for sledges or the like
Landscapes
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- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Combustion & Propulsion (AREA)
- Transportation (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Motorcycle And Bicycle Frame (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 63: Sattlerei und Wagenbau.
CARL BÜTOW in NÜRNBERG.
Treibrades.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 31. Januar 1893 ab.
Diese Vereinigung von Fahrrad und Schlitten bezweckt eine bessere Curvenführung des
Steuerschuhes, eine gleichmäfsige Vertheilung der Fahrlast auf die Sohlenflä'chen der Gleitschuhe
und eine regulirbare Entlastung des Treibrades. .
Zu diesem Zwecke sind die Gleitschuhe schneeschuhartig ausgebildet, die Gleitfüfse beweglich
angeordnet und das Treibrad mittelst verstellbarer Federn auf ihnen gelagert.
Auf die Achse 1, Fig. 1, 2, 3 und 3a, welche in der Gabel 2 der Steuerstange 3
eines Fahrrades horizontal gelagert ist, wird ein einzelner Schlittenfufs 4 gehängt, der
vertical zur Achse vor- und zurückschwingen kann. Um die Schwingung nach rückwärts
zu begrenzen, sind oben an dem Schlittenfufs zwei federnde Anschläge. 5 angebracht, die
beim Zurückschwingen desselben gegen die Steuergabel gedrückt werden und dadurch die
Schwingung hemmen. . .
Diese Gelenkverbindung zwischen Steuerfufs und Steuerstange bezweckt dieselbe Wirkung,
welche das Fufsgelenk am Bein eines Schlittschuhläufers ausübt, nämlich: die Fufsstellung
der Bahn seibstthätig anzupassen (Fig. 4a und; b), über Erhöhungen schiffartig hinwegzugleiten,
die Belastung des Fufses auf möglichst viel Bahnfläche gleichmä'fsig zu vertheilen
und schliefslich ein sicheres, gefahrloses Curvenfahren zu ermöglichen; letzteres durch folgenden
Vorgang: Beim Drehen der schräg stehenden Steuerstange nimmt auch der nach Art der
Schneeschuhe breitgeformte Steuerschuh 6 infolge seiner Gelenkverbindung mit der Steuerstange eine horizontale Längslage und zugleich
schräge Stellung zur Bahnfläche ein (Fig. 3 b), schneidet infolge dessen mit seiner Seitenkante
in die Bahn ein, verhindert durch den in dem Einschnitt gewonnenen Halt sein Vorwärtsgleiten
und erzielt somit ein zuverlässiges Ablenken in die Curve, genau wie beim Schlittschuhlaufen
auf dem Eise.
Die Achse 7, Fig. 1, 5, 6 a und 6 b, des
Treibrades 8 ist mittelst der Laschen 9 an den oberen Enden zweier halbkreisförmig gebogener
Tragfedern 10 aufgehängt, deren untere Enden an den Schraubenstützen 11
mittelst der Federklemmen 12 festgestellt sind. Die Schraubenstützen sind mittelst der Muttern 1 3
in den Kronen 14 der beiden Schlittenfüfse 15
festgeschraubt, welche durch die Querstangen 16 mit einander und durch die Zugdrähte 17 mit
der Achse 1 verbunden sind. Das obere Ende der Schraubenstützen ist .cylindrisch, geht durch
ein Loch des Laschenansatzes 18 und dient den Laschen als senkrechte Führung.
Die auf den hinteren Schlittenfüfsen, welche gleichfalls mit breiten und langen, biegsamen
Gleitschuhen bekleidet sind, fest gelagerten Bogenfedern' tragen mittelst der Laschen das
Treibrad nebst Radgabel 19 frei schwebend über der Bahn, so dafs das Ganze einen Dreifufsschlitten
bildet (Fig. 1 und 5). .
Sobald jedoch der Fahrer den Sattel 20 oder die Fahrtritte 21 mit seinem Körpergewicht
belastet, werden durch diese Belastung die Tragfedern gespannt und das Treibrad auf
die Fahrbahn niedergedrückt. Durch die Spannung der Federn wird ein grofser Theil
der Belastung von ihnen aufgenommen und auf die hinteren Schlittenfüfse übertragen, auf
das Treibrad also nur der übrige Theil der Belastung gebracht. Diese Anordnung hat den
Zweck, das Rad nur so viel zu belasten, oder mit anderen Worten, das Rad nur so tief in
die Bahn einzudrücken, als zur Fortbewegung erforderlich ist. - .
Um dies leicht ermitteln zu können, sind die Federn mittelst der Federklemmen an den
Schraubenstützen verstellbar eingerichtet. Durch Höherschrauben der Tragfedern kann das belastete
Treibrad um so viel entlastet (d. h. gehoben) werden, als die Schlittenfüfse durch die
stärkere Federspannung mehr belastet werden. Bei einem Fahrer mit grofserem Körpergewicht
kann also auch ein gröfserer Theil der Fahrlast auf die Schlittenfüfse übertragen werden,
so dafs das Treibrad wiederum nicht mehr als nöthig belastet, d. h. in die Bahn eingedrückt
wird.
Ferner bezweckt die Anordnung der Tragfedern, eine gelenkartige Verbindung zwischen
Radachse und den hinteren Schlittenfüfsen herzustellen, damit letztere, wie der vordere
Steuerfufs, in verticaler Ebene etwas schwingen, also ihre Stellung selbstthä'tig den Unebenheiten
der Bahn anpassen, über Erhöhungen schiffartig fortgleiten, möglichst viel Bahnfläche
gleichmäfsig belasten und schliefslich sich auch einzeln heben und senken können.
Die Federklemmen sind seitwärts zu Ruhetritten 22 ausgebildet. Sobald der Fahrer seine
Füfse von den Fahrtritten auf diese Ruhetritte setzt und sich vom Sattel hebt, überträgt er
seine ganze Körperlast auf die hinteren Schlittenfüfse, infolge dessen die beiden entlasteten
Tragfedern vermöge ihrer Spannung das Treibrad aus der Fahrbahn hochheben. Der Fahrer
ist also jederzeit (z. B. bei Thalfahrt) im Stande, das Schlittenrad sofort in einen Schlitten umzuwandeln.
Um das Treibrad wird eine Gelenkkette (Fig. 7, 8 oder 9 a, 9 b und 9 c) gelegt, deren
einzeln auszuwechselnde Glieder 23 mit der hohlen Innenseite auf den Gummireifen 24
gelegt und mit ihren Enden in einander gefafst
oder genietet r und deren Schlufscylinder 25
durch die Schraube 26 mit einander verbunden werden.
Auf der Aufsenseite tragen die Kettenglieder spitze Dorne oder breite Schaufeln 27, welche
durch Belastung des Rades in die Fahrbahn gedrückt werden und infolge dessen einen
sicheren Anhalt für das Treibrad gewähren.
In den Hülsen 28 an der Krone und 29 auf dem Schuh der hinteren Schlittenfüfse
(Fig. i, 5, 6a, 6b, ioa und iob) werden die
Bremsstangen 30 geführt, welche durch die Federn 31 und die Stellringe 32 in höchster
Stellung gehalten werden (Fig. ioa) und von den ruhenden Füfsen des Radfahrers in Fahrbahn
niedergedrückt werden können (Fig. iob), um dadurch das Schlittenrad zu bremsen.
Claims (3)
1. An Fahrrad-Schlitten die Anordnung eines
vorderen biegsamen, schneeschuhartigen Gleitschuhes (6), welcher mit der Steuerstange
gelenkartig verbunden ist, und einer federnden Lagerung des Treibrades auf
zwei hinteren, ebenfalls.biegsamen, schneeschuhartigen Gleitschuhen (15), welche mit
dem Steuerfufs durch Zugdrähte (17) verbunden sind, so dafs alle drei Gleitfüfse
sich selbstthätig der Fahrbahn anpassen können.
2. An dem unter 1. gekennzeichneten Fahrrad-Schlitten
eine besondere Ausführungsform : der gelenkartigen Verbindung.;.des
vorderen Gleitschuhes mit, der.Steuervorrichtung, bei welcher die Steuerstange (2, 3)
mittelst des Scharniers (1) mit dem Steuerfufs (4) verbunden ist, dessen Rückwärtsbewegung
die federnden Anschläge (5) begrenzen.
3. An dem unter 1. gekennzeichneten Fahrrad-Schlitten eine besondere Ausführungsform der federnden Lagerung des Treibrades,
bei welcher das unbelastete Treibrad nebst Radgabel an den Achstragfedern (10)
hängt, die mittelst der Schraubenstützen (11, 12, 13) auf den hinteren Gleitfüfsen
(14, 15, 16) in der Höhe verstellbar gelagert
sind. ;
■ Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE73252C true DE73252C (de) |
Family
ID=346395
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT73252D Expired - Lifetime DE73252C (de) | Fahrrad-Schlitten mit selbstthätig beweglichen Gleitfüfsen und federnder Lagerung des Treibrades |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE73252C (de) |
-
0
- DE DENDAT73252D patent/DE73252C/de not_active Expired - Lifetime
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