-
Geldausgeber Die Erfindung bezieht sich auf einen. Geldausgeber mit
zwei Übereinanderlieigenden, unabhängig voneinander zu verstellenden Auswerfschiebern,
von denen der eine die Stärke einer Münze, der andere die Stärke mehrerer Münzen
hat. Nach Patent 648 z 16 umfaßt dabei in der Ruhelage der obere Schieber
die von ihm auszuwerfenden Münzen des Münzenstapels, während der untere Schieber
den Münzenstapel stützt.
-
Der vorliegende Erfindungsgegenstand stellt eine weitere Vervollkommnung
dar, wobei der der Erfindung zugrunde liegende Gedanke darin besteht, den Mehrfachschieber
in der Höhe derart veränderlich zu gestalten, daß der gegen den Einfachschieber
verschnebbare Mehrfachschieber aus einzelnem, je eine Dumchlaßöffnung aufweisenden
Platten besteht, von denen einige gegen ,Bhndplattein, die an. der Auswerfbewegung
des Mehrfachschlehers nicht teilnehmen, ausgetauscht werden können-. Der durch den
Erfindungsgegenstand erreichte wesentliche Vorteil besteht darin, daß man ohne bauliche
Veränderung der Höhe des Mehrfachschieberstapiels jederzeit in der Lage ist, den
einen oder anderen Schlebier blindzustellen, d. h. daß der Münzenauswurf jederzeit
auf den zur Zeit bestehenden Tarif eingestellt werden. kann.
-
Es sind zwar schon Münzenausgeber bekanntgeworden, bei denen ein aus
mehreren Schiebern bestehender Mehrfachschieber vorhanden ist, jedoch wird dabei
jede einzelne Platte durch ,ein besonderes, durch eine Taste zu bewegendes Gestänge
angetrieben, Dadurch ergibt sich eine ;große Anzahl vorn Antriebstasten, so - daß
der diesen Münze:nausgeber bedienende Mann ;nicht ohne weiteres einfach automatisch
durch Herabdrücken der Mehrfachschiebertaste die gewünschte Anzahl der Münzen auswerfen
kann, sondern er ruß, eine ganz bestimmte Taste von den vielen Tasten
betätigen.
Dadurch tritt ohne Zweifel des öfteren ein Vergreifen ein, während im Gegensatz
dazu bei dem Erfindungsgegenstand jegliches Mitdenken des Bedienenden ausgeschaltet
ist, denn dieser braucht nur auf die einzige dafür vorgesehene, den Mehrfachscheber
betätigende Taste zu drücken. Die ausgeworfene Zahl der Münzen stimmt dabei auf
alle Fälle, denn der Münzenausgeber ist dem zur Zeit herrschenden Tarif von der
Verkehrsgesellschaft angepaßt worden.
-
Die außerdem b.ekanntgeivordennen Gel@dausgeberbehälter, die in der
Weise gestaltet sind, daß man je nach Bedarf entweder eine, zwei oder mehrere Münzen
gleichzeitig verausgaben konnte, bedurften ebenfalls zu ihrer Bedienung mehrerer
Tasten, die zudem noch gefühlsmäßig betätigt werden mußten, d.li. die Hebel dieser
Tasten mußten auf bestimmte, dafür vorgesehene Aufsätze zur Auflage kommen, damit
die entsprechende Zahl der Münzen zum Auswurf gelangen konnte. Dabei war dieser
Geldausgeber in konstruktiver Hinsicht sehr kompliziert gestaltet und ist keinesfalls
dem robusten Betrieb, der-bei Verkehrsgesellschaften in der Regel eintritt, gewachsen.
-
Der Hauptvorteil des Erfindungsgegenstandes besteht jedoch :darin,
daß der den Geldausgeber bedienende Mann keine besonderen Manipulationen anzustellen
hat, sondern er nur die Mehrfachschiebertaste der betreffenden Münzensorte herunterzudrücken
braucht, um die Gewißh:eit zu haben, die richtige Anzahl der ausgeworfenen Münzen
herausgeben zu können.
-
Auf der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in einer beispielsweisen
Ausführungsform dargestellt, und zwar zeigt Abb. i einen senkrechten Schnitt durch
eine Röhre des Geldausgebers mit eingelegter Blindplatte, Abb.2 die Seitenansicht
auf die Einfachschiebertaste, Abb.3 die Seitenansicht auf die Mehrfachschiebertaste
bei gleichzeitigem Schnitt durch das Schiebergehäuse ohne Blindplatte, Abb. q. :einen
Schnitt nach Linie A-B der Abb. i, Abb. 5 einen Schnitt nach Linie C-D@ der Abb.
i, Abb. 6 eine Draufsicht auf :eine Blindplatte, Abb.7 die Ansicht von unten gegen
das, Schiebergehäuse, Abb.8 einen Schnitt durch die Einfüllöffnung einer Röhre.
-
Auf dem Brustbrett i ist mittels einer Abstandschelle 2 das zum Einwerfen
der Münzen bestimmte und in seiner lichten Weite dem Durchmesser der Münzen angepaßte
Rohr 3 befestigt. Das Rohr 3 trägt an seinem oberen Ende das Einfüllmundstück q.,
welches in bekannter Weise mit frei gegeneinander schwingenden rückfallsicheren
Einfüllklappen 5 versehen ist, die ein Herausfallen der Münzen unbedingt verhindern.
Am unteren Ende des Rohres 3 ist das mit dem Boden 6 versehene Schiebergehäuse 7
angeoTdnet, in dem sich der Einfachschieber 8 sowie der aus mehreren Platten 9 zusammengesetzte
Mehrfachschi@eher verschieben können. Dabei ist die Anordnung so getroffen, daß
in der Ruhestellung der beiden Schieber die Durchfallöffnung des Einfachschiebers
mit dem inneren Durc'hmesser des Rohres 3 übereinstimmt. während die Durchfallöffnung
des Mehrfachschiebers über den Rohrdurchmesser hinausragt, so daß der Mehrfachschieber
den Miinzenstapel abstützt.
-
Zur Verschiebung der einzelnen Schieber sind um eine gemeinsame Achse
io mit Tasten versehene Hebel angeordnet, und zwar für den Einfachschieber 8 die
aus der Abb. z ersichtliche Drucktaste i i, während für den Mehrfachschieber 9 die
aus Abb. i und 3 ersichtliche Drucktaste 12 angeordnet ist. In der Ruhestellung
werden beide Tasten durch eine gemeinsame Feder 13, eine sog. Oinegafeder, auseinandergehalten,
die bei jeweiliger Bedienung der einen oder anderen Taste dein durch Druck zu überwindenden
Widerstand für die Bewegung der anderen Taste ergibt. Die Anlenkung des freien Endes
14 der Mehrfachschiebertaste erfolgt .an der oberen Platte des Mehrfachschiebers
9, die entsprechend gestaltet ist, z. B. durch Ausbiegen von. Augen 15 (vgl.
Abb. 5) und eine diese Augen 15
durchdringende Achse 16, an die das
ausgeschnittene Ende des Hebelarmes 14 angreift. Die zusammengehörenden Platten
9 -,verdcn durch den Stift 9a zusammengehalten.
-
Zur Ermöglichung des Auswerfens verschiedener Einheiten aus dem Schicbergehäu-3e
kann je nach der Zahl der auszuwerfenden. Münzen die wirksame Höhe des Mehrfachschiebers
9 dadurch beei.nflußt werden, daß an Stelle einer bewegbaren Platte des Mehrfachschiebers
eine sog. Blindplatte 17 in das Schiebergehäuse :eingelegt wird, die an der
Bewegung des Mehrfachschiebers nicht teil.-nimmt. Zu diesem Zweck ist zur freien
Beweglichkeit des Armes 14 der Mehrfachschiebertaste 12 in der Blindplatte
17 ein entsprechend großer Schlitz i S angeordnet.
-
Um eine unbeabsichtigte Bewegung der verschiedenen Tasten gegenseitig
zu verhindern bzw. um den Geldausgeber bei Nichtgebrauch gegen ein Herausfallen
der Münzemu: sichern, ist eine Sperrvorrichtung in bekannter Weise angeordnet; eine.
Stange i9 umfaßt in der Bereitschaftsstellung die. Naben der auf der Achse i o schwenkbaren
Tasten mit den in ihr angebrachten Ausschnitten 2o mit Spiel, während
in
der gesicherten Stellung durch Längsverschiebung der Stange i 9 diese in die in
den Nahen der Tasten angebrachten Schlitze 2 1 eingreift und sotmit deren verhindert.
r