DE72898C - Verfahren zur Darstellung von Triphenylmethan-Farbstoffen. (5 - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Triphenylmethan-Farbstoffen. (5

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DE72898C
DE72898C DENDAT72898D DE72898DA DE72898C DE 72898 C DE72898 C DE 72898C DE NDAT72898 D DENDAT72898 D DE NDAT72898D DE 72898D A DE72898D A DE 72898DA DE 72898 C DE72898 C DE 72898C
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acid
dyes
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oxycarboxylic acids
triphenylmethane dyes
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Bayer AG
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Farbenfabriken Vorm Friedr Bayer and Co
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B11/00Diaryl- or thriarylmethane dyes
    • C09B11/04Diaryl- or thriarylmethane dyes derived from triarylmethanes, i.e. central C-atom is substituted by amino, cyano, alkyl
    • C09B11/10Amino derivatives of triarylmethanes
    • C09B11/22Amino derivatives of triarylmethanes containing OH groups bound to an aryl nucleus and their ethers and esters

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
in ELBERFELD.
In den Patentschriften Nr. 58483 und Nr. 60606 (2. Zusatz zu Nr. 58483), sowie Nr. 67429 (4. Zusatz zum Patent Nr. 58483) sind u. a. Farbstoffe beschrieben, welche durch Einwirkung tetraalkylirter Diamidobenzhydrole auf Carbonsäuren oder Oxycarbonsäuren bei Gegenwart von concentrirter Schwefelsäure und durch nachfolgende Oxydation der erhaltenen Leukokörper entstehen. Substituirt man in dem angegebenen Verfahren diese Oxycarbonsäuren durch in der Hydroxylgruppe alkylirte Oxycarbonsäuren (wie z. B. p-Aethoxybenzoesäure, Anissäure, Methylosalicylsäure etc.) oder durch die bei der Einwirkung von Monochloressigsäure auf die Alkalisalze der Oxycarbonsäuren entstehenden Dicarbonsäuren (wie z. B. p-Carboxyphenoxylessigsäure etc.), so entstehen Farbkörper, welche wie die aus Carbonsäuren hergestellten-Farbstoffe des Haupt-Patentes und seiner Zusätze zum Druck mit Chromsalzen vorzüglich geeignet sind. Die so erzeugten waschechten Nuancen, welche zwischen blaugrün und gelbgrün schwanken, füllen eine Lücke in der Farbenscala der Producte des Haupt-Patentes und seiner Zusätze aus. Brauchbare Resultate erhält man einerseits mit Tetramethyldiamidobenzhydrol oder Tetraäthyldiamidobenzhydrol, andererseits mit 1. p-Methoxybenzoesäure, 2. ρ - Aethoxybenzoe'säure, 3. p-Carboxyphenoxylessigsäure.
Die aus diesen Derivaten entstehenden Leukokörper werden in 50 proc. Essigsäure mit Blei-r superoxyd oxydirt. Die erhaltenen Farbstoffsäuren sind im Stande, mit Salzsäure in kaltem Wasser mehr oder weniger leicht lösliche Salze zu bilden. Die aus diesen mittelst Chlorzink dargestellten Chlorzinkdoppelsalze sind in kaltem Wasser schwer löslich.. Die Farbstoffe können, mit Ausnahme der aus p-Carboxyphenoxylessigsäure dargestellten, als solche oder auch in Form von Pasten als freie Farbstoffsäuren in der Druckerei Verwendung finden. Sie sind gegenüber den nicht ätherifkirten Farbstoffen bedeutend farbkräftiger und lichtechter. In der Färberei sind alle genannten Farbstoffe verwendbar. Es geben dabei diejenigen aus Anissäure und ρ-Aethoxybenzoe'säure auf mit chromsaurem Kali und Schwefelsäure vorgebeizter Wolle, diejenigen aus ρ - Carboxyphenoxylessigsäure dagegen auf mit Fluorchrom vorgebeizter Wolle schöne Effecte.
Beispiel: 27 kg Tetramefhyldiamidobenzhydrol werden mit 17 kg p-Aethoxybenzoesäure gut gemischt und in 260 kg concentrirte Schwefelsäure von 6o° B. unter Umrühren eingetragen. Der Rührkessel mufs dabei von aufsen mit Eis gekühlt werden. Nach beendigter Reaction wird in 2000 1 Eiswasser gegossen und nachdem der gröfste Theil der Säure mit Soda oder Natronlauge abgestumpft ist, der
Leukokörper bei ungefähr 40 bis 500 C. mittelst essigsauren Natrons gefällt, durch die Filterpresse/abgedrückt, in derselben ausgewaschen, .hydraulisch geprefst und bei 800C. langsam getrocknet.
42 kg des Leukokörpers werden alsdann in 250 kg 50 proc. Essigsäure, welcher vorher 9,8 kg Schwefelsäure - Monohydrat zugesetzt worden sind, in der Wärme gelöst und nach dem Abkühlen mit 79,5 kg einer 30 proc. Bleisuperoxydpaste, die mit 100 1 Wasser verrührt worden war, oxydirt. Hierauf werden zur Bildung des salzsauren Salzes der erhaltenen Farbstoffsäure 12,5 kg 30 proc. Salzsäure zugegeben und die Masse unter fortwährendem Umrühren rasch auf 2000 1 mit heilsem Wasser verdünnt. Nach einigem Stehen wird vom ausgeschiedenen Bleisulfat decantirt und nach dem völligen Erkalten der Farbstoff mittelst Kochsalz-Chlorzinklösung in braunen Flocken gefällt, welche nach dem Abpressen und Trocknen bei 400 ein dunkles krystallinisches, bronzeglänzendes Pulver darstellen. In analoger Weise werden die übrigen Producte erhalten.
Während sich die Farbstoffe aus Tetramethyldiamidobenzhydrol und Anissäure bezw. Aethoxybenzoesäure bezw. p-Carboxyphenoxylessigsäure in kaltem Wasser verhältnifsmäfsig schwer mit blaugrüner Farbe lösen, zeigen die entsprechenden Körper aus Tetraäthyldiamidobenzhydrol eine leichtere Löslichkeit in kaltem Wasser. In heifsem Wasser und in Alkohol sind alle Farbstoffe leicht löslich. Ebenso ist die Eigenschaft der Löslichkeit in concentrirter Schwefelsäure mit gelbbrauner Farbe allen diesen Farbstoffen gemein.
Auf Zusatz von wenig concentrirter Schwefelsäure zu den wässerigen Lösungen der Farbstoffe schlägt die blaugrüne bezw. gelbgrüne Farbe derselben in Gelb um. Beim Verdünnen mit viel Wasser erscheinen die Lösungen gelbgrün.
Beim Erwärmen der wässerigen Lösungen mit überschüssigem Ammoniak tritt bei allen sechs Farbstoffen Entfärbung ein.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Darstellung von Farbstoffen der Triphenylmethanreihe aus tetraalkylirten Diamidobenzhydrolen und aromatischen, in der Hydroxylgruppe substituirten Oxycarbonsäuren, darin bestehend, dafs man:
    a) Tetramethyl- und Tetraäthyldiamidobenzhydrol anstatt mit den im Patent Nr. 58483 genannten Oxycarbonsäuren der Benzol- und Naphtylaminreihe hier mit
    p-Methoxybenzoesäure,
    p-Aefhoxybenzoesäure und
    p-Carboxyphenoxylessigsäure
    bei Gegenwart von Condensationsmitteln, wie z. B. concentrirter Schwefelsäure, condensirt und
    b) die erhaltenen Leukokörper oxydirt.
DENDAT72898D Verfahren zur Darstellung von Triphenylmethan-Farbstoffen. (5 Expired - Lifetime DE72898C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US6428854B1 (en) 1997-10-21 2002-08-06 Bayer Aktiengesellschaft One-component stoving composition and use thereof

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