DE727397C - Bergmaennisches Sprengverfahren - Google Patents

Bergmaennisches Sprengverfahren

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DE727397C
DE727397C DEV30428D DEV0030428D DE727397C DE 727397 C DE727397 C DE 727397C DE V30428 D DEV30428 D DE V30428D DE V0030428 D DEV0030428 D DE V0030428D DE 727397 C DE727397 C DE 727397C
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borehole
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THEA VOORTMANN GEB ASCHHOFF
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THEA VOORTMANN GEB ASCHHOFF
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42DBLASTING
    • F42D1/00Blasting methods or apparatus, e.g. loading or tamping
    • F42D1/08Tamping methods; Methods for loading boreholes with explosives; Apparatus therefor
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Description

  • Bergmännisches Sprengverfahren Die Erfindung betrifft ein bergmännisches Sprengverfahren beim _ Hohlraumschießen bzw. Einbruchschießen.
  • Es ist bereits bekannt, beim Besetzen von Bohrlöchern für Sprengzwecke einen Pfropfen zu verwenden, der aus unverbrennbarem Werkstoff besteht, ein gemarktes, in einer mittleren Bohrung liegendes Zugglied und einen Durchlaß für die Zünddrähte hat. Es ist jedoch bisher nur vorgeschlagen worden, einen derartigen Pfropfen als Sicherungsvorrichtung zu verwenden, um bei einem Versager zunächst den Besatz gefahrlos ausräumen und. darauf die Schlagpatrone zusammen mit dem mit ihr verbundenen Pfropfen aus dem Bohrloch entfernen zu können. Das gemarkte Zugglied dient beim fertigbesetzten Bohrloch nur zum Anzeigen der Länge des Besatzes, da die mit dem Pfropfen verbundene Teilladung stets unmittelbar vor dem Besatz liegen soll. (Vgl. z. B. Patentschrift 573 596 -der Klasse 78,e.) Es ist ferner bereits bekannt, beim Hohlraumschießen zur genauen Bestimmung der Länge des Hohlraumes eine Einrichtung zu verwenden, bei der auf einem stabförmigen Träger die Ladung, ein zum Festlegen der Länge des Hohlraumes verstellbarer Schieber und ein äußeres Anschlagstück mit Abstand hintereinander angeordnet sind, so daß sie einen Bauteil bilden, dessen Länge die des Bohrloches übertrifft. Eine derartige Einrichtung ist wegen ihrer Länge verhältnismäßig unhandlich und teuer in der Herstellung. Sie ist ferner nicht ganz ungefährlich im Gebrauch, und die Länge des Besatzes ist bei fertigbesetztem Bohrloch nicht nachprüfbar. (Vgl. z. B. amerik. Patentschrift 908055.) Erfindungsgemäß werden die Sprengpatronen in das Bohrloch bis zum Bohrlochtiefsten reichend, und zwar' die Schlagpatrone als letzte, so eingebracht, daß sie einander berühren. Ferner wird ein Pfropfen aus unverbrennbarem Werkstoff mit gemarktem, in einer mittleren Bohrung liegendem Zugglied, der an der Mantelfläche eine Nut zur Aufnahme der Zünddrähte hat und dessen Zugglied den verschiedenen Gebrauchslängen entsprechend am äußeren Ende verschiedenartig gefärbt ist, so weit in das Bohrloch eingeschoben, bis der Hohlraum zwischen der Schlagpatrone und dem Pfropfen eine festgelegte Länge hat. Darauf wird der Besatz unter Festhalten des Pfropfens mittels des Zuggliedes durch von außen ausgeübten Druck eingebracht.
  • Der Pfropfen dient somit einem anderen Verwendungszweck als der bekannte, nur als Sicherung dienende Pfropfen. Er ist in seiner Gestalt auch dem neuen Verwendungszweck angepaßt. Das Festlegen der Länge des Hohlraumes beim Verfahren nach der Erfindung erfolgt durch Mittel, die gegenüber dem bekannten, dem gleichen Zweck dienenden Verfahren einfach zu bedienen, billig in der Herstellung, gefahrlos im Gebrauch sind und eine Nachprüfung der Länge des Besatzes gestatten. Aus Sicherheitsgründen ist die Ladung von dem die Länge des Hohlraumes festlegenden Anschlagstück (Pfropfen) getrennt.
  • Beim Verfahren nach der Erfindung wird ferner nicht nur die Länge des Hohlraumes beim Hohlraumschießen durch das Zugglied genau festgelegt, sondern der Besatz wird auch durch Zug am Zugliede bei gleichzeitigem Druck von außen gestaucht, und der Hohlraum zwischen Pfropfen und Bohrlochwandung wird mit der Besatzmasse im wesentlichen ausgefüllt, so daß der Besatz nicht herausgeschossen werden kann. Infolgedessen kann auch die Besatzlänge gegebenenfalls unbedenklich etwas unter das Normalmaß verkürzt werden. Da nach der Erfindung die versch:edenen Bohrlöcher gleichmäßig besetzt werden, ist die Schußwirkung auch sehr gleichmäßig.
  • Auf der Zeichnung ist die Anwendung des Verfahrens nach der Erfindung und der dazu verwendete Pfropfen beispielsweise dargestellt; es zeigen: Abb. i ein Bohrloch zur Ausführung des Verfahrens nach der Erfindung, Abb. 2 in größerem Maßstabe den an sich bekannten, vor den Besatz des Bohrloches einzusetzenden Pfropfen, Abb. 3 eine linke Endansicht nach Abb. 2, ebenfalls in größerem Maßstabe, Abb. 4 die Anordnung von Bohrlöchern zur Ausführung des Verfahrens nach der Erfindung an Ort in kleinerem Maßstabe und Abb.5 in größerem Maßstabe Schnuren verschiedener Gebrauchslänge in Verbindung mit Pfropfen.
  • Nach Abb.-i ist ein Bohrloch in das zu sprengende Gestein gebohrt. Das linke, geschlossene Ende des Bohrloches nimmt Sprengpatronen i auf. Wie ersichtlich, reicht die am weitesten links liegende Patrone bis auf den Boden des Bohrloches, und die anderen Patronen schließen sich ohne Zwischenraum an diese an. Die am weitesten rechts liegende Patrone ist die Schlagpatrone. Von ihr führen Zünderdrähte 2 nach dem offenen Ende des Bohrloches. Ein aus unverbrennbarem Werkstoff oder auch aus Salz hergestellter Pfropfen 3, dessen Länge etwa das Anderthalbfache seines Durchmessers beträgt, ist in das Bohrloch von rechts eingeführt, und zwar so weit, daß :ein Hohlraum H zwischen dem Boden der Schlagpatrone und dem linken Ende des Pfropfens 3 frei bleibt. Der Durchmesser des Pfropfens ist etwas geringer als die lichte Weite des Bohrloches.
  • Wie aus der Abb. 2 und 3 ersichtlich, hat der Pfropfen etwa zylindrische Gestalt. Er weist eine axiale Bohrung auf, durch die eine Schnur 4 hindurchgeführt ist. Diese Schnur hat an ihrem im Pfropfen liegenden Ende einen Knoten 4, der in einem entsprechenden, z. B. kalottenartig gewölbten Hohl raum 5 des Pfropfens liegt. Am zylindrischen Mantelteil hat der Pfropfen eine Nut 6, durch die die Zünderdrähte -2 hindurchgeführt sind.
  • Wenn der Pfropfen in der Weise, wie aus Abb. i ersichtlich, in das Bohrloch eingeschoben ist, wird der erste Teil des Besatzes B auf dem Pfropfen fest aufgestampft. wobei das nach außen zeigende Schnurende festgehalten wird. Der weitere Teil des Besatzes kann dann festgestampft werden. Es besteht keinerlei Gefahr, daß durch das Feststampfen des Besatzes die Schlagpatrone beschädigt wird, weil nach dein Feststampfen des ersten Teiles des Besatzes der Pfropfen vollkommen fest liegt. Am Ende der Schnur kann man prüfen, ob der Pfropfen sich nicht «-eiterbewegt hat.
  • Die Schnur besteht aus unverbrennbarem Werkstoff und wird in verschiedenen Längen geliefert, um sie für Bohrlöcher entsprecli#--nder Länge gebrauchen zu können. Zweckmäßig ist das Ende der Schnur gefärbt. Die verschiedenen Gebrauchslängen, z. B. von 1,50 m, i,6o m, 470 m usw., werden durch verschiedene Farben gekennzeichnet.
  • Wie aus Abb. 5 ersichtlich, soll z. B. das Ende der obersten Schnur, wie in der Zeichnung angedeutet, länger als die übrigen sein. Die hier gewählte Farbe des Endes ist durch die Unterbrechung des linken Schnurendes angedeutet. Die abweichende Markierung der mittelsten Schnur ist durch eine strichpunktierte Linie und die Markierung der untersten Schnur durch eine gestrichelte Linie angedeutet.
  • Wenn durch Schließen eines elektrischen Stromes, der durch die Zünderdrälite 2 fließt, die Schlagpatrone zur Entzündung gebracht wird, pflanzt sich die Zündflamme wegen des dichten Zusammenliegens der einzelnen Patronen mit Sicherheit bis zu der am Bohrlochende liegenden Patrone fort; die Explosionswelle der Pulvergase geht zurück in den Hohlraum H und wirkt nunmehr in der Richtung des geringsten Widerstandes. Irgendein Herausschlagen von Gasen ist durch das feste Einstampfen des Besatzes verhindert. Der Besatz sitzt auch so fest in dem Bohrloch, daß ein Herausschleudern des Besatzes oder des Pfropfens mit Sicherheit vermieden ist. Die Größe des Hohlraumes H richtet sich nach der Gesteinsart, d. h. je härter das Gesten ist, um so kleiner wird der Hohlraum gewählt. .
  • In Abb. 4 ist z. B. mit 7 eine abgebaute und versetzte Stelle bezeichnet. 8 ist ein Stollen, in dem eine Schüttelrutsche.9 angeordnet ist. Rechts von dem Stollen 8 befindet sich ein abzubauendes Kohlenflöz. Es werden zunächst schräg liegende Bohrlöcher ro, z r und 1a gebohrt. Darauf wird durch Sprengung eine Nische herausgearbeitet, die durch die strichpunktierte Linie N angedeutet ist. Nachdem die Kohlen aus dieser Nische weggeräumt sind, werden Bohrlöcher 13 bzw. 14 gebohrt. Durch Sprengung der in die Bohrlöcher 13, 14 eingebrachten Sprengladung wird der zwischen dem Bohrloch 13 und der Nischenwand liegende Block als Ganzes nach der Nische zu herausgedrückt und vom Gebirgsdruck befreit, so daß nur sehr wenig Kohlenstaub anfällt. Da der Block feine Risse zeigt, kann er sehr leicht weiterzerkleinert werden. In der gleichen Weise wird der zwischen dem Bohrloch 14 und der Nische liegende Kohlenblock nach der .Nische hin durch Sprengung herausgedrückt. Man hat auf diese Weise unter Verwendung einer verminderten Menge Sprengladung Kohle ge-Wonnen, und zwar unter viel geringerem Anfall von Kohlenstaub als bisher, so daß auch die Sicherheit des Bergbaubetriebes bei dem Verfahren nach der Erfindung gewährleistet ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Bergmännisches Sprengverfahren beim Hohlraum- bzw. Einbruchschießen, dadurch gekennzeichnet, daß die Sprengpatronen in das Bohrloch bis zum Bohrlochtiefsten reichend, und zwar die Schlagpatrone als letzte, so eingebracht werden, daß sie einander berühren, ferner ein Pfropfen aus unverbrennbaremWerkstoff mit gemarktem, in einer mittleren Bohrung liegendem Zugglied, der an der Mantelfläche eine Nut zur Aufnahme der Zünddrähte hat und dessen Zugglied den verschiedenen Gebrauchslängen entsprechend am äußeren Ende verschiedenartig gefärbt ist, in das Bohrloch so weit eingeschoben wird, bis der Hohlraum zwischen der Schlagpatrone und dem Pfropfen eine festgelegte Länge hat, und dann der Besatz unter Festhalten des Pfropfens mittels des Zuggliedes durch von außen ausgeübten Druck eingebracht wird.
DEV30428D 1934-02-16 1934-02-17 Bergmaennisches Sprengverfahren Expired DE727397C (de)

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DEV30428D DE727397C (de) 1934-02-16 1934-02-17 Bergmaennisches Sprengverfahren

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DE449268X 1934-02-16
DEV30428D DE727397C (de) 1934-02-16 1934-02-17 Bergmaennisches Sprengverfahren

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DE727397C true DE727397C (de) 1942-11-02

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ID=6538242

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DEV30428D Expired DE727397C (de) 1934-02-16 1934-02-17 Bergmaennisches Sprengverfahren

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GB (1) GB449268A (de)

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BE409119A (de) 1935-06-29
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