DE725C - Verfahren zur Herstellung zur Wanddekoration geeigneter Zeuge - Google Patents
Verfahren zur Herstellung zur Wanddekoration geeigneter ZeugeInfo
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- Synthetic Leather, Interior Materials Or Flexible Sheet Materials (AREA)
Description
1877.
FREDERICK WALTON in TWICKENHAM (England). Verfahren zur Herstellung von zur Wanddecoration geeigneten Zeugen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 17. Juli 1877 ab.
Diese Erfindung betrifft Verbesserungen in der Erzeugung von bossirten Zeugen, die zur
Decoration von Wänden geeignet sind. Zu diesem Zwecke bediene ich mich einer Composition,
deren Hauptbestandteil oxydirtes oder gekochtes OeI ist und in dieser Hinsicht jener
Composition ähnelt, die zur Erzeugung von Linoleum und ähnlichen Fufsbodenstoffen verwendet
wird. Ich breite diese Composition über ein Zeug aus und während dieser Operation oder
so lange die Composition noch feucht ist, presse ich dieselbe mit einem Ornamenten-Muster, worauf
ich den Stoff weiter erhärten lasse, indem ich denselben in eine Trockenkammer hänge,
wo er eine Zeitlang gelassen wird.
Das bossirte Material kann weiter durch Auftragen von Farben mit der Hand oder auf sonstige
Weise verziert werden.
Ich nehme ein festgewordenes trocknendes OeI, vorzugsweise jenes, welches erhalten wird,
indem man entsprechend präparirtes Leinöl über eine grofse Fläche ausbreitet und so der Einwirkung
der Luft aussetzt; dieses Material kommt im Handel unter dem Namen oxydirtes OeI vor;
doch kann auch ein trocknendes OeI, das durch langandauerndes Kochen bei höher Temperatur
mit geeigneten -Chemicalien, wie wohl bekannt und allgemein üblich ist, eingedickt worden ist,
angewendet werden. Ich mische 100 Gewichtstheile festgewordenen Oeles mit 10 Gewichtstheilen
Kaurie-Gummi (auch australischer Copal oder australischer Dammar genannt) und 10 Gewichtstheilen
Harz. Von dieser Mischung nehme ich 100 Gewichtstheile und setze derselben genügenden
Farbstoff zu, um die gewünschte Farbe hervorzubringen und ungefähr 5 Gewichtstheile
Siccativstoffe, wie Bleiglätte, Mennige oder Kalk, je nach der Natur der angewendeten Mischung.
Ich ziehe es jedoch vor, auf 100 Gewichtstheile 5 Gewichtstheile Bleiglätte oder Mennige zu gebrauchen,
ausgenommen, wo ein lichtgefärbtes Material gewünscht wird, in welchem Falle ich
kohlensaures Mangan, Bleiweifs oder ungelöschten Kalk anwende.
Ferner menge ich mit dieser Composition in einer Mischmaschine 150 Gewichtstheile Holzfaser,
wie solche zur Papierfabrikation bereitet wird, doch in trockenem Zustande, oder falls
keine glatte Oberfläche gefordert wird, kann ich statt der Holzfaser Korkmehl oder anderes ähnliches
Material verwenden. Ich menge die Fasern oder das Material mit der Composition in
einer Mischmaschine, wie solche zur Erzeugung von Linoleum und ähnlichen Fufsbodenstoffen
verwendet wird. Zur Vollendung des Mischens wende ich Walzen an und dann breite ich das
Material über das Zeug. Gewöhnlich benutze ich hierzu einen verhältnifsmäfsig dünnen gewebten
Stoff, doch kann auch Papier hierzu genommen werden, wenn Stärke nicht gefordert
wird. Zum Aufstreichen oder Ausbreiten bediene ich mich zweier Metallwalzen mit parallel
gestellten Axen und wenig von einander entfernten Oberflächen. Ich führe nun den Stoff,
auf welchen die Composition aufgetragen werden soll, über die eine Walze, und schmiere die
andere ein, so dafs sie schlüpfrig wird. Die Composition wird zwischen beide Walzen gebracht.
Sowie sich die Walzen drehen, wird die Composition hineingezogen und bildet ein dünnes Blatt zwischen dem Stoff und der Walze,
dessen Dicke von der Entfernung der beiden Walzen von einander abhängt. Hierauf lasse
ich das Blatt oder den Bogen unter einer Metallwalze passiren, in welche das gewünschte
Muster eingeschnitten ist. Diese Bossirwalze ist so gestellt, dafs der Bogen zwischen ihrer eigenen
Oberfläche und jener der unteren oder .zuersterwähnten Walze, über welche der Stoff geht,
geprefst wird und auf diese Weise wird auf der Oberfläche des Bogens ein bossirtes Muster erhalten.
Um ein Ankleben des Materials zu verhüten, lasse ich um die bossirte Walze ein sehr feines
seidenes oder anderes Zeug gehen, und befeuchte dasselbe vorher mit Wasser oder mit OeI und
ziehe nachher den Stoff von der Oberfläche des bossirten Bogens ab. Manchmal ziehe ich es
vor, den Stoff nicht abzuziehen und dann ist auch nicht nöthig, den Stoff zu befeuchten oder
einzufetten. Der abgestreifte Stoff kann oftmals verwendet werden. Den bossirten Bogen hänge
ich in eine Trockenkammer und lasse ihn dort ungefähr vierzehn Tage, bis die Composition
durchaus auf denselben Grad erhärtet ist, wie man gewöhnlich Linoleum und solche
ähnliche Fufsbodenstoffe erhärten läfst. Ich ziehe es vor, die Zeuge für einen oder zwei
Tage einer Temperatur von ca. 32 ° C. auszusetzen und dann die Temperatur auf 49 ° bis
Claims (7)
- 54°C. zu erhöhen; es wird so das beste Resultat erhalten.
- Nachträglich wird das Material in den meisten Fällen noch weiter durch Auftragen von Farben und Gold entweder mit der Hand oder auf sonstige Weise verziert.
- Statt das Ausbreiten und Bossiren in derselben Maschine zu vollführen, können diese Operationen getrennt mit einem Zeit-Intervall von der einen zur anderen Operation ausgeführt werden, welches nicht zu grofs sein darf, so dafs inzwischen die Composition nicht zu hart wird.
- Oder statt mit einer Walze mit glatter Oberfläche auszubreiten, kann die Bossirwalze so eingerichtet werden, dafs sie dem doppelten Zwecke des Ausbreitens und Bossirens dient; doch ziehe ich es vor, die Herstellung in der oben beschriebenen Weise zu bewerkstelligen.
- Wenn auch die rechte Seite mit einem Stoff versehen werden soll, der nicht abgezogen wird, so ziehe ich es vor, diesem Stoffe vor seinem Gebrauch einen dünnen Compositions-Ueberzug zu geben, und auf diese Weise bilde ich eine Oberfläche auf demselben, die der von künstlichem Leder ähnlich ist.
- Patent-Ansprüche: Die Erzeugung von bossirten, zur Wanddecoration geeigneten Stoffen durch Ausbreiten einer Composition von festgewordenem OeI über Zeug, das Bilden eines erhabenen Musters auf demselben mittelst einer Bossir-Oberfläche und folgendem Erhärtenlassen des bossirten Bogens, wesentlich wie beschrieben.
- 7 z r
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| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE725T | 1877-07-16 |
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| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE725C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1003016B (de) * | 1953-04-17 | 1957-02-21 | Ver Kesselwerke Ag | Sichteinrichtung fuer Muehlenfeuerungen |
| DE975877C (de) * | 1953-05-24 | 1962-11-15 | Kurt Dipl-Ing Juette | Einblasemuehle mit nachgeschaltetem Umlenksichter |
-
1877
- 1877-07-16 DE DE000000000725DA patent/DE725C/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (2)
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|---|---|---|---|---|
| DE1003016B (de) * | 1953-04-17 | 1957-02-21 | Ver Kesselwerke Ag | Sichteinrichtung fuer Muehlenfeuerungen |
| DE975877C (de) * | 1953-05-24 | 1962-11-15 | Kurt Dipl-Ing Juette | Einblasemuehle mit nachgeschaltetem Umlenksichter |
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