DE4516C - Neuerungen in der Herstellungsweise von künstlichem Leder - Google Patents

Neuerungen in der Herstellungsweise von künstlichem Leder

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DE4516C
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DENDAT4516D
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English (en)
Original Assignee
Oriental Leather and Leatherette Company limited in London
Publication of DE4516C publication Critical patent/DE4516C/de
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06NWALL, FLOOR, OR LIKE COVERING MATERIALS, e.g. LINOLEUM, OILCLOTH, ARTIFICIAL LEATHER, ROOFING FELT, CONSISTING OF A FIBROUS WEB COATED WITH A LAYER OF MACROMOLECULAR MATERIAL; FLEXIBLE SHEET MATERIAL NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06N3/00Artificial leather, oilcloth or other material obtained by covering fibrous webs with macromolecular material, e.g. resins, rubber or derivatives thereof
    • D06N3/0056Artificial leather, oilcloth or other material obtained by covering fibrous webs with macromolecular material, e.g. resins, rubber or derivatives thereof characterised by the compounding ingredients of the macro-molecular coating
    • D06N3/0065Organic pigments, e.g. dyes, brighteners

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

1878.
Klasse 41.
ORIENTAL LEATHER and LEATHERETTE COMPANY LIMITED
in LONDON.
Neuerungen in der Herstellungsweise von künstlichem Leder.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 30. August 1878 ab.
Dieses Verfahren besteht darin, dafs Filz oder filzartiges Fabrikat, vorzugsweise dasjenige, in welchem die Fasern durch eine Kautschuklösung verbunden sind (doch können auch andere Filze gebraucht werden), in der ganzen Masse mit derjenigen Farbe gefärbt wird, welche der fertige ^.xtikel haben solly^y/enn dunkle oder verhältnifsmäfsig dunkleFarben erzielt werden sollen. Es ist diese Färbung indefs unnöthig, falls eine hellere Farbe verlangt wird) Zur Bewerkstelligung des Färbens mischen die Erfinder eine schwache Auflösung von Leim, Pergamentleim oder Beize dem Farbestoff bei, und lassen, um den Färbestoff gleichmäfsig zu vertheilen und das Material damit zu tränken, letzteres zwischen zwei Walzen, die in den Farbestoff getaucht sind, laufen. Sobald der Filz trocken ist, werden beide Seiten desselben, gebeizt, um den etwa darin enthaltenen Kautschuk zu isoliren, damit derselbe nicht die fernere Behandlung mit OeI verhindert oder beeinträchtigt. Die Beize oder der Leim hierzu besteht aus einer Lösung von 1 kg gewöhnlichen Leims in 4,s 1 Wasser. Sobald die Leimung oder Beizung trocken ist, wird die Oberfläche, welche genarbt werden soll, mit einer guten, trocknenden OeI-farbe des gewünschten Farbetones ein- oder mehrmals bestrichen. Ist diese Farbeschicht trocken, wird die Oberfläche, welche genarbt werden soll, mit einer schwachen Auflösung von Schellack in Wasser bestrichen, worauf vermittelst gravirter Walzen oder anderer dazu brauchbaren Pressen der Oberfläche die gewünschte Narbe gegeben wird.
Nach der Narbung können die Spitzen der Narbe gefirnifst werden, um die Nachahmung des Leders noch vollkommener zu machen. Irgend ein harter, trocknender Firnifs kann dazu verwendet werden. Die Rückseite des Filzes oder des Filzfabrikats wird aus gewebtem Material hergestellt und dasselbe mit dem Filze durch Cement verbunden. Von letzterem wird jedoch eine bedeutend gröfsere Quantität genommen, als zur Bindung nöthig ist, damit durch diesen elastischen Cement die erhöhte Narbfläche theilweise unterstützt und das fertige Fabrikat geschmeidiger oder biegsamer gemacht wird.
Der Cement, den die Erfinder vorzugsweise zu diesem Zweck verwenden, besteht aus Leim oder Gelatine, aufgelöst in einer solchen Quantität Wasser, welche eben hinreicht, diesen Stoff in der Hitze aufzulösen, verbunden mit 25 bis 50 pCt. Glycerin, je nach der Stärke des Leims oder der Gelatine und des gebrauchten Glycerins. Gekochtes Leinöl wird sodann in diese Mischung mit anderem vegetabilischen oder animalischen OeI so lange eingerührt, bis eine Vereinigung der Mischung der Substanzen nicht mehr stattfindet. Sobald die Vermischung des OeIs mit der übrigen Masse aufhört, mufs mehr Gelatine und ca. 1 bis 5 pCt. doppeltchromsaures Kali oder Ammoniak zugefügt werden. Modificationen in dieser Mischung können je nachdem der Cement mehr oder weniger biegsam und elastisch sein soll, stattfinden. Um den Filz oder das Filzmaterial mit der Rückseite des gewebten oder anderen Materials vermittelst des beschriebenen Cements zu verbinden, wird das Fabrikat auf einer Separatwalze gewalzt und die Oberflächen, welche zu cementiren sind, werden zwischen zwei Walzen entsprechend vorbereitet; die oben beschriebene Cementcomposition wird gleichzeitig auf beide Oberflächen des Fabrikats aufgetragen, damit dasselbe, durch die Walzen passirend, gleichmäfsig von der heifsen Mischung durchdrungen werde. Die Quantität von Cement, welche nöthig ist, wird durch die Walzen regulirt; Ueberschüssiges wird durch dieselben ausgepreist.
Nachdem das Material zusammengekittet ist, wird dasselbe einige Tage dem Trocknen überlassen, worauf es der Behandlung in einer Walzenpresse unterworfen wird, um das darin enthaltene, oben beschriebene elastische Bindemittel mehr auszudehnen und somit dem Fabrikate eine gleichmäfsige Narbe und ferner gröfsere Biegsamkeit zu verleihen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Die Fabrikation von künstlichem Leder durch Anwendung von Filz oder Filzmaterial, behandelt und präparirt an den beiden Oberflächen, in der Art und Weise wie oben beschrieben.
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